UPnP Server (Marktübersicht)

Musikwiedergabe über PC und Mac

UPnP Server (Marktübersicht)

Beitragvon JoeBroesel » 16.04.2012, 13:42

Hi,
hier eine verbesserungsfähige Übersicht über UPnP-Server - mit ihren Vor- und Nachteilen.

Eigentlich sollte hier eine Tabelle kommen mit den Spalten:
Name des Servers
Homepage
Preis
notwendiges Betriebssystem
Vorteile
Nachteile

Ohne Tabelle siehts so aus:

Twonky: in vielen Versionen und Varianten, aktuell Version 7
http://twonkymedia.com/
Preis irgendwo zwischen kostenlos und ca. 20 USD
Betriebssystem: Windows (XP, Vista, 7), Mac (OS 10.5 and above), Linux
Vorteil: ist evtl. auf vielen NAS etc schon beigepackt
Nachteil: Irgendwo zwischen Version 4.4.5.1 und Version 5 werden Titel nur noch alphabetisch sortiert abgespielt. D.h. alle CDs und z.B. auch alle Sinfonien sind total durcheinandergewürfelt. Man muss die Twonky-Extensions von Briain aus dem Linn-Forum oder von anderswo installieren, damit dieses Chaos endet.
Weiterer Nachteil: Arrogante Firma (z.B. deren Antworten auf meine E-Mails)

Asset Aktuell Version 4
http://www.dbpoweramp.com/asset-register.htm
ca. 26 USD
Windows XP, Vista, 7 & Window Home Server (Apple MAC through Crossover MAC)
Vorteil: Läuft gut. NAch Kauf lebenslange kostenlose Updatemöglichkeit. Das letzte Upgrade von V3 auf V4 war auch kostenlos.
Nachteil: hat nicht die Vorteile von MinimServer

MinimServer
http://minimserver.com/
Kostet nichts
Läuft überall, wo es eine Jave Runtime Engine gibt, also evtl. auch auf einer Waschmaschine
also zumindest mal: Windows, WHS, MAC, Linux, diverse NAS
Vorteil: Sortiert die Stücke so, wie man es von der CD her gewöhnt ist. Stellt auch beim "Browse by folder" Bilder dar für die Verzeichnisse, in denen nur weitere Unterordner sind (wenn man dort Bilder abgelegt hat). Man kann umschalten von "Browse by folder" (z.B. Klassik-> Gustav Mahler -> Sinfonien) auf Browse by tag" und dann ab da weiter browsen, tagmäßig, d.h. dann über die Dirigenten oder Orchester dieses Verzeichnisses.
usw.
Nachteil: Simon Nash hat dieses Produkt erstellt, da er nichts verlangt, ist die Pflege unsicher. Bisher hat er allerdings so gut wie alle Fehler behoben, und geht auch sehr schnell auf Änderungswünsche ein, sofern das möglich ist.

Es gibt noch andere UPnP-Server, wer möchte, kann ja das hier korrigieren oder ergänzen.

Vielleicht kann man diese Beiträge hierher verschieben:
viewtopic.php?f=30&t=2847&p=45687&hilit=upnp+server#p45687
viewtopic.php?f=30&t=2310&p=36352&hilit=upnp+server#p36352
den letzteren allerdings mit dem Hinweis, daß Spoon das bis heute nicht geschafft hat.


J.
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Beitragvon vincent kars » 16.04.2012, 14:14

Win7, as far as I know fully DLNA compliant
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Beitragvon JoeBroesel » 17.04.2012, 13:42

Hi,

Was man noch erwähnen sollte, ist das Zusammenspiel mit den Control-Points.

Da es ja im Prinzip gut funktioniert, beschreibe ich hier nur meine Probleme mit Kinsky Desktop und Asset/MinimServer:

Im Kinsky Desktop gibt es die Möglichkeit, die aktuelle Playlist abzuspeichern. Es wird dann eine XML-Datei erzeugt, in der die einzelnen Tracks aufgeführt sind. Die "Pfade" auf die zu spielenden Stücke kommen vom UPnP-Server.

Bei Asset:
Die "Pfade" von Asset sind gespickt mit irgendwelchen internen Datenbankfeldern. Diese stehen dann auch in der XML-Datei, und bei einem Neuaufbau der Asset-Datenbank sind diese internen Links meistens geändert. Es werden dann andere Musikstücke gespielt, als in der Playlist angezeigt. Laut Spoon von dbpoweramp, dem Asset-Hersteller, dürfte das nicht passieren, es passiert aber dauernd, nicht nur beim Upgrade, sondern einfach irgendwann mal. Dann kann man alle seine mühsam aufgebauten Kinsky-Playlisten vergessen.

Bei MinimServer: Dieser Server übergibt relative Pfade an Kinsky, und diese ändern sich nicht von selbst, oder durch Updates oder Upgrades. So funktionieren MinimServer basierte Kinsky Playlists auch irgendwann mal später wieder.

Nachteil MinimServer:
Es gibt hier eine Sicherheitslücke, die in der nächsten Version von MinimServer behoben sein soll. Ein fremdes Programm könnte diese Pfade manipulieren, und mit Einträgen wie '..\..\..' auf beliebige Verzeichnisse des Servers, auf dem MinimServer läuft, zugreifen. Aber wie gesagt, diese Gefahr ist erkannt, und wird laut S. Nash demnächst behoben.

J.
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Beitragvon Kienberg » 17.04.2012, 20:18

Hallo Rainer,

danke für diesen interessanten Thread.
Nachdem ich mich mit Twonky fast 10 Jahre rumgeärgert habe, benutze ich seit einem Jahr jetzt Asset und bin sehr zufrieden damit. Das von dir angesprochene Playlistenproblem stört mich nicht, da ich diese nur immer kurzfristig für Hörvergleiche und Tests verwende und dann eh immer gleich lösche.

Den MinimServer kannte ich bisher garnicht. Werde ihn mal bei Gelegenheit installieren und testen.
Besonders interessant ist ja, daß man damit die launische Diva Twonky auf den NASen ablösen könnte.

Gruß
Sigi
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Beitragvon Franz » 17.04.2012, 21:58

Ich kann die Abneigung gegenüber Twonky irgendwie nicht ganz nachvollziehen. Bei mir funzt das klaglos.

Gruß
Franz
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Beitragvon Rudolf » 17.04.2012, 22:51

Vielen Dank, Rainer, für diese interessante Übersicht.

Ich schließe mich Franz an, auch ich habe keinerlei Probleme mit Twonky.

Trotzdem werde ich mich demnächst mit dem Mimserver beschäftigen, den es seit kurzem als QPKG Plugin für QNAP NASen gibt. Wenn ich Rainer recht verstanden habe, kann ich dann endlich auch meine Albumcover in der Folder-Ansicht anzeigen lassen.

Viele Grüße
Rudolf
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Beitragvon CWZ » 18.04.2012, 09:35

Hi,

Foobar2000 als Server (mit dem UpnP-Plugin)


http://www.foobar2000.org/

Kost Nix.

für Windows (sicher ab XP, vllt. auch schon ab 98) von einer Installation unter WHS hab ich gelesen, aber selbst keine Erfahrungen.

++++++
Hochgradig universell & transparent.
Zuverlässig.
- Unterschiedliche Streaming Profile festlegbar: Z.B. Kann ich für Streaming auf Linn die volle Ladung geben und für den Küchensonos auf 16/44 resampeln, in Abhängigkeit vom Zielclient.
- Wasapi wird unterstützt.
- Verschiedene Resampler (SoX, SRC etc. können eingebunden werden)
- Das etwas Triste Interface kann durch verfügbare Skins aufgehübscht werden.
- Verdaut alle relevanten Formate, zusätzliche Formate wie z.B. Ape werden i.d.R. zunächst als Plugin bereitgestellt und irgendwann intergriert.
- Formatabhängiges Transcodieren / Resampeln ist möglich
- Cover Art wird in voller Auflösung unterstützt.

------
Datenbankrefresh etwas langsam, aber zuverlässig, besonders bei Neustart.
PC muss laufen (läuft aber auch auf kleiner dedizierter Nuckelkiste).
Viele Einstellmöglichkeiten = viele Fehlermöglichkeiten d.h. kann höllisch komplex sein (Andererseits: man kann ja nachlesen, was man da so tut. Man lernt eine Menge dadurch).



Läuft gut mit Kinsky, Sonos, PlugPlayer, Chorus als control Points.


XBMC

http://xbmc.org/

Kost Nix.

" XBMC is available for Linux, OSX, and Windows."
Man sollte darüberhinaus erwähnen, daß es eine spezielle Linux - Distribution gibt, bei der XBMC schon als Startbildschirm aufgerufen wird: http://xbmc.org/download/ -> XBMCbuntu.
Außerdem ist XBMC wohl ab sofort Teil der offiziellen Debian-Distro.

++++
Zuverlässig
Relativ Unkompliziert
Bietet zusätzlich alle in UpnP-AV vorgesehenen Möglichkeiten (weil es halt als XBoxMedienCenter konzipirt wurde.)
Alle Netzwerkeinstellungen sind transparent,
CoverArt wird mit voller Auflösung unterstützt,
Läuft auf vielen Betriebssystemplattformen
unterstützt praktisch alle gängigen Formate

-------
Intransparent (man kann boshaft formulieren unkontrollierbar), was die eigentliche Abspielmaschine angeht.



Läuft gut mit Kinsky, Sonos, PlugPlayer, Chorus als control Points.
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Beitragvon amdrax » 18.04.2012, 10:23

...ich würde noch ein Plus zu Foobar ergänzen wollen:
- Es funktioniert sehr gut mit der "Apple Remote App" zusammen.

Mit Kinsky und Co. (im Zusammenspiel mit Foobar) habe ich mich bisher nicht anfreunden können. Vielleicht ist Dies noch ein Negativpunkt?
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Beitragvon CWZ » 18.04.2012, 10:55

Nur noch als Ergänzung ein Link zum Skin "DarkOne 3.0"
http://tedgo.deviantart.com/art/DarkOne ... -187628705
mit dem ich mein foobar (als desktopplayer) aufgehübscht habe. Ist auch recht ergonomisch.

@amdrax
Bei mir läuft Foobar auch mit Kinski ruckelfrei.
Das gilt für Ipod 2/16GB und Ipod3 /16GB;
Auf Ipod touch /8GB aus 2009 hat Kinski mit allen Servern Probleme - da sind Plugplayer / Chorus resp. die SonosApp sehr viel ressourcenschonender.
Ausnahme: die Darstellung der vergrößerten CoverArt von Originalbildern > 800x800 kann aus dem foobar Server recht lange dauern.
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Beitragvon amdrax » 18.04.2012, 11:08

Hi,

Kinsky funktioniert auch bei mir grds. mit Foobar zusammen. Jedoch werden keine Cover übertragen. Damit habe ich bei Apple Remote App keine Probleme, außer, dass die manchmal falsche (nämlich die zuletzt gespielten Cover) anzeigt.

Die Benutzung von Kinsky mit Foobar fand ich aber nicht intuitiv. Mir war es manchmal kaum möglich, Stücke zum Spielen zu bringen. Da die Apple Remote App aber funktioniert (und mich zufrieden stellt), habe ich auch max. 2 Minuten mit Kinsky experimentiert. Daher kann es ein Userfehler sein :oops: ...

Bester Gruß,

S.
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Beitragvon JoeBroesel » 20.05.2012, 20:39

Hi,

Zum Verwalten von klassischer Musik ist MinimServer besser konfigurierbar: Wenn man in den Properties "user Tags" diesen Eintrag macht:

Composer, Composition, Conductor , Orchestra, AlbumArtist

dann kann man auch auf der obersten Ebene und allen Zwischenebenen, die man per Browse-by-folder erreicht, danach selektieren.

Noch zwei Unterschiede zwischen Asset und MinimServer:

Ein Nachteil, den es bei MinimServer gibt: Da Minimserver keine "WHS-App" ist, wird sie beim Start des WHS auch nicht gestartet. Man muss nach dem Booten des WHS also erstmal eine Remotedesktopsitzung machen und MinimServer starten. Es gibt aber bestimmt eine Möglichkeit, das besser zu lösen (Registry Run...)

Ein weiterer Unterschied:

Bei Asset kann man mehrere Verzeichnisse angeben, aus denen die Musik kommt, z.B. \\server\musik\rainer\klassik, \\server\musik\rainer\pop usw.
Bei Minimserver muss man das übergeordnete Verzeichnis angeben, und es gibt nur eines. z.B. \\server\musik\rainer
Da muß man evtl. seine Ordnerstruktur ändern, zumindest in der obersten Ebene.


J.
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Beitragvon huscape » 12.05.2015, 10:29

MediaTomb Upnp-Server

Nicht zu vergessen der gute alte MediaTomb Upnp-Server. Extrem einfach zu konfigurieren, bietet eine Filesystem-Ansicht und läuft bei mir unter Fedora-Linux und auch auf meiner Qnap-NAS-Box.

Zur Installation unter Fedora:

yum install mediatomb

vi /etc/mediatomb.conf
--->
## This is a sambel configuration file for the MediaTomb daemon script
## used on Fedora Core

## By default the configuration will be created in /etc/mediatomb

## Network interface on which the server will run, you need to edit this!
MT_INTERFACE="enp2s0"

## User defined command line options that may be passed to the server
MT_OPTIONS=""

## MediaTomb will be started on port 50500
MT_PORT="50500"

## MediaTomb will run as mediatomb
MT_USER="mediatomb"
MT_GROUP="mediatomb"

## Location of the PID file
MT_PIDFILE="/var/run/mediatomb.pid"

## Location of the log file
MT_LOGFILE="/var/log/mediatomb"

## Location of the config file/database
MT_HOME="/etc"
MT_CFGDIR="mediatomb"
<---


Dann noch die Firewall Konfiguration:

firewall-config
-> folgende Ports öffnen:
--->
1900 TCP
1900 UDP
50500 TCP
50500 UDP
<---


Systemdienste aktivieren und starten:

sudo systemctl enable NetworkManager-wait-online.service
sudo systemctl enable mediatomb.service
sudo systemctl start mediatomb.service
sudo systemctl --system daemon-reload


Route kontrollieren (route-Kommando muss jetzt folgende Zeile enthalten):
--->
route
Kernel IP Routentabelle
Ziel            Router          Genmask         Flags Metric Ref    Use Iface
239.0.0.0       *               255.0.0.0       U     0      0        0 enp2s0
<---


Dann im Browser folgende Adresse öffnen:

http://IP-des-Servers:50500

- in der Oberen Zeile Filesystem wählen und Verzeichnis mit den Mediendateien
   markieren
- dann im rechte Bereich hinter dem Verzeichnissnahmen das "+" drücken
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Beitragvon Buschel » 24.03.2018, 11:38

Hallo zusammen,

am letzten Wochenende habe ich mich mit diversen Client/Server/ControlPoints herumgeschlagen. Die Client/Server liefen dabei unter Linux, die ControlPoints unter iOS. Als UPnP Server wollte ich mir kodi, minimserver, Asset und Twonky anschauen, als Clients kodi, mpd und gmediarenderer. Als UPnP ControlPoints kamen kazoo und LUMIN zum Einsatz. Als Alternative habe ich mir LMS angeschaut. Meine Referenz ist kodi mit kodi remote als ControlPoint.

Die Server
Twonky wollte sich unter Linux nicht auf Anhieb installieren. Ich habe dann entgegen meiner Natur aufgegeben, weil ich keine Lust hatte mich damit weiter herumzuschlagen.

minimserver ist wohlbekannt und ich habe eine problemlose Installation erlebt. Es stören mich aber zwei Dinge derart, dass ich minimserver verworfen habe. Zum einen die starke Einschränkung der Audioformate: Ich habe noch einige Stücke in musepack-Format mit entsprechenden tags und embedded cover art. minimserver unterstützt dieses Format (wie viele andere) gar nicht. Zum anderen hatte ich eine volle Unterstützung von artist art erwarten -- also die Anzeige von in der Pfadstruktur hinterlegten Künstlerfotos. Dies wird nur unterstützt, wenn im folder mode und nicht im tag mode gesucht wird. Das ist für mich enttäuschend. Andere können das (am besten kodi UPnP Server, gefolgt von Asset).

Asset ließ sich ebenfalls recht problemlos installieren und unterstützt auch wesentlich mehr Audioformate, die sich gezielt ein-/ausschalten lassen. Es werden auch cover arts für musepack geladen und angezeigt. Schon mal gut. Leider kann auch Asset die hinterlegten artist art Bilder nicht auswerten. Allerdings lässt sich konfigurieren, dass Asset als artist art das erste für den Künstler gefundene cover art anzeigt. Die nicht abschaltbare Aufbereitung der Datenbank über Buchstabenblöcke finde ich nicht gelungen.

kodi kann die intern aufgebaute Datenbank auch über UPnP zur Verfügung stellen. Es werden so ziemlich alle Musikformate unterstützt und die tags gelesen. Auch werden artist arts ausgewertet und bei LUMIN im tag mode angezeigt. So muss das sein. Nachteil: Die cover arts meiner musepack-Dateien werden ignoriert.

Die Clients
Die Installation von mpd und der UPnP OpenHome Adapter upmpdcli erfordert ein wenig manuelle Konfiguration, ist aber ansonsten recht problemlos. Der UPnP client lässt sich über LUMIN/kazoo ansprechen. Allerdings akzeptiert upmpdcli kein musepack, obwohl mpd selbst dies kann. Erst mit einem vorgeschalteten BubbleUPnPServer lässt sich mpd dazu überreden. In diesem Fall dekodiert BubbleUPnPServer und sendet wav/pcm an upmpdcli.

Den gmediarender in Kombination mit BubbleUPnPServer habe ich deswegen ausprobiert, weil dies auch dem Setup auf meinem RESTEK MAMS+ entspricht. Wie erwartet lässt sich der UPnP Server über LUMIN/kazoo ansprechen und gibt bei entsprechender Konfiguration auch musepack aus.

kodi bietet keine OpenHome an, und ich konnte es aus mir nicht ersichtlichen Gründen nicht über den BubbleUPnPServer ansprechen. Deswegen war keine Wiedergabe über LUMIN/kazoo möglich.

Die ControlPoints
kazoo war bei meinen Tests nicht immer stabil. Ich musste es mehrmals neu starten. Die Anzeige von artist art ist nur im folder mode möglich. Außerdem kann ich mit kazoo keine musepack Dateien an den Renderer senden. Für mich durchgefallen.

LUMIN hat sich wesentlich robuster verhalten. Es wird auch artist art angezeigt und die Wiedergabe von musepack funktioniert. Die Optik gefällt mir allerdings nicht wirklich. Das können anderen ControlPoints besser. Ich kann nur immer wieder auf die frei erhältliche kodi Remote App hinweisen.

Fazit
Insgesamt fand ich den Test recht ernüchternd. Das hochgelobte minimserver erlaubt mir wichtige usability (Audioformate, artist art im Datenbank Modus) nicht -- sehr schade. Asset sieht da zwar schon besser aus (weitere Audioformate), erlaubt aber nicht die von mir erwartete Anzeige von artist art und Aufbereitung der Daten. Außer kodi liefen die Clients mit einem vorgeschalteten BubbleUPnPServer stabil. Leider gibt es aus meiner Sicht für iOS keine wirklich vernünftigen ControlPoint für das UPnP Ökosystem. Als ControlPoint ist für mich immer noch kodi remote die Referenz. Leider hat kodi andere Probleme wie fehlende Anzeige von cover art für musepack.

Alternative mpd
Für mpd gibt es die iOS ControlPoints MPDRemote und Soundirok. In diesem Fall erstellt mpd die Datenbank und die Wiedergabe wird über den ControlPoint gesteuert. Leider gefallen mir die ControlPoint überhaupt nicht. Es werden keine cover arts angezeigt, die Apps haben Grafikprobleme auf meinem iPhone gezeigt. Für mich nicht akzeptabel.

Alternative LMS
Positiv überrascht war ich vom LMS Ökosystem, d.h. Logitech Music Server als Server, squeezelite als Client und iPeng als ControlPoint. LMS erkennt musepack inkl. cover arts, es lassen sich sich artist arts per plugin entweder aus der angelegten Ordnerstruktur auslesen oder aus dem Internet laden. Auch die Wiedergabe funktioniert problemlos, ich habe allerdings desöfteren sehr hohe unerwartete Auslastung der CPU gesehen. Der ControlPoint iPeng kommt recht nahe an an die kodi remote Bedienung. Es gibt auch einige nette Gimmicks wie z.B. das Laden der Songtexte. Ich finde nur die Menus etwas unübersichtlich, aber eventuell ist das nur Gewöhnungssache.

Letzte Hoffnung
Ich werde mir noch foobar und die dazu passende remote App anschauen. Mit UPnP bin ich durch, LMS gebe ich eventuell eine Chance auf meinem Musikrechner ...

Grüße,
Andree
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Beitragvon Siriuslux » 24.03.2018, 12:42

Hallo Andree,

Das ist eine interessante Aufstellung.
Auf meiner Synology NAS laufen alle dre Server:
- Minimserver mit Minimstreamer BubbleUpnp Server für die G-Oppos,
- LMS für die Abacus Aroio,
- und zusätzlich noch der Synology Mediaserver, für was weiss ich aber nicht wirklich - kann also deaktiviert werden.

Was mir beim LMS fehlt, ist die Möglichkeit der Umcodierung von FLAC oder MP3 in WAV für den Transport über‘s Netz zu Aroio, welche der Minimstreamer hergibt. Zusätzlich erhöhe ich auch noch die bitrate und die Auflösung von 44,1 kHz auf 176 kHz und von 48 bzw. 96kHz auf 192 kHz.

Die Bedienpoints sind bei mir iPeng und Lumïn, wenn Lumïn nicht funzt, dann auch mal Linn Kinsky.

Gruß, Jörg
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Beitragvon Fridolin » 24.03.2018, 14:41

UPnP als solches scheint mir ein ziemlicher Verhau zu sein.
Reiner Zufall wenn es mal zwischen den beteiligten Parteien funktioniert.

Beispiele:
- JRiver Mediacenter spielt nicht richtig mit meinem Yamaha RX-A3030.
- Audirvana Plus (3.2.6) spielt auf dem Aries Mini (Einstellung UPnP) nur jeweils die ersten 1-2 Sekunden jedes Titels.

Mich überzeugt der ganze Klimbim nicht.
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Fridolin
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