Unterschiedlicher Klang bei versch. Streaming Services

Musikwiedergabe über PC und Mac

Unterschiedlicher Klang bei versch. Streaming Services

Beitragvon Horse Tea » 23.04.2019, 18:05

https://dsd-guide.com/why-does-song-not ... L81dKRCQ1I

Teil 1, Messungen sollen folgen. Ich fand den Text dennoch bereits recht lesenswert.

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon never » 24.04.2019, 09:24

Hallo Horst-Dieter,

c’t Leser konnten in Heft 7/2019 zwei sehr detaillierte und mit Messergebnissen bereicherte Artikel dazu lesen: „Musik im Reißwolf. Wie Streaming-Dienste den Klang verändern“ und „Magisches Rauschgift – was man jenseits von CD-Qualität hören kann und was nicht“.
Beide Artikel gehen vertiefend auf die Materie ein, sind aber nur im Bezahlservice verfügbar.

Freundliche Grüße,
never (Udo)
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Beitragvon Richard15 » 24.04.2019, 09:27

Hallo,
super interessant.
Bei mir läuft in Roon Tidal und Qobuz jeweils in der Hires Version. Qobuz ist z.B. deutlich lauter. Beim Wechsel zwischen den beiden Anbietern muss ich immer die Lautstärke anpassen.
Gefühlt höhre ich entspannter mit Tidal. Aber Qobuz kuratiert die Inhalte spannender - meiner Meinung nach.

Bin sehr gespannt auf die Messungen.

Viele Grüße!
Bernd
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Beitragvon hkampen » 17.06.2019, 21:41

Hallo Bernd,

ich vermute, dass Tidal wegen deren Lautstärkeanpassung oft leiser klingt. Bei Qobuz bekommst du 1:1 was gemastert wurde. Natürlich plärrt das dann bei so einigen Alben laut aus den Boxen. Für mich ist das aber ein wichtiges Auswahlkritierium. Um so schneller höre ich, welche Musik dynamisch gemastert ist und welche nicht.

Viele Grüße
Harald
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Beitragvon Hans-Martin » 17.06.2019, 23:02

hkampen hat geschrieben:Um so schneller höre ich, welche Musik dynamisch gemastert ist und welche nicht.

Hallo Harald,
was meinst du mit "dynamisch gemastert"?
Ich habe den Stereoplay 6/19 HIGH END Hörkurs 2019 mit dem DynamicRange Meter analysiert und musste feststellen, dass hier unter dem hochtrabenden Begriff "High-End" 8 von 13 Tracks bestenfalls DR10 erreichen, angefangen bei DR6. Nur 5 Tracks liegen über DR10.

Alles unter einschließlich DR9 würde ich als digitalen Dreck der Neuzeit bezeichnen.
Offenbar spielt Authentizität keine Rolle mehr, sobald die Aufnahme als High-End deklariert wird. Dasselbe gilt für die Verkehrung der absoluten Polarität bei den Aufnahmen.
Je mehr es knallt (weil dynamikkomprimiert), umso begeisterter offenbar die Knallköppe.
Invertieren schafft eine breitere Bühne, der Rest, der eigentlich die Hauptsache darstellt, wird diffusere und kraftlosere Grütze, das ist offenbar viel geübte Praxis, erfolgreich zudem.
Und - nicht persönlich gemeint-
Tina Turner hat geschrieben:All the men come in these places
And the men are all the same
You don't look at their faces
And you don't ask their names
You don't think of them as human
You don't think of them at all
You keep your mind on the money
Keeping your eyes on the wall
I'm your private dancer, a dancer for money
I'll do what you want me to do
I'm your private dancer, a dancer for money
And any old music will do

Ein Bild drängt sich mir auf: Der Tonmeister als ... Hure, die Musik ist ... egal
Grüße
Hans-Martin

P.S. hier die Werte:
DR Peak RMS Duration Track
--------------------------------------------------------------------------------
DR12 -0.42 dB -15.75 dB 3:02 01-Temptation
DR7 -4.05 dB -13.93 dB 4:45 02-Rise We Will
DR10 -2.07 dB -13.43 dB 3:31 03-Eight Days A Week
DR10 -1.46 dB -12.92 dB 2:30 04-Dimensions In Blue
DR14 -0.30 dB -18.00 dB 4:51 05-Polarity
DR9 -2.03 dB -12.18 dB 4:22 06-Point Blank
DR6 -4.74 dB -11.99 dB 5:39 07-Someone Alive (Rivera Rotation Remix) (edit)
DR8 -1.19 dB -12.07 dB 9:52 08-Frog Dance
DR9 -1.18 dB -14.29 dB 3:29 09-La Primavera - Allegro
DR13 -0.46 dB -17.88 dB 3:47 10-Canzon XV à 10
DR12 -0.51 dB -17.27 dB 4:29 11-Aladdin
DR18 -0.32 dB -24.60 dB 9:31 12-Sinf. Nr.2, 5. Satz (edit)
DR10 -0.85 dB -15.41 dB 12:02 13-4. All Italiana (Tarantella)
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Beitragvon Horse Tea » 18.06.2019, 09:46

Hallo Hans-Martin,

das ist wirklich enttäuschend und erklärt, warum ich diese Beipack CDs gar nicht mehr anhöre, sondern nur noch im Keller aufbewahre. Jetzt frage ich mich natürlich: warum das?

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon Hans-Martin » 18.06.2019, 11:18

Hallo Horst-Dieter,
ich habe schon viele CDs gehört, die als Beigabe geliefert wurden. Ein Bekannter hat auf einem Recycling Hof die CDs von den Zeitschriften abgelöst, damit das Papier weiter verarbeitet werden konnte, so kam ich an zahlreiche gleiche CDs, eine wunderbare Grundlage für Experimente.
Dabei fiel mir als erstes auf, dass diese CDs klanglich hinter der üblichen kommerziellen Ware zurückblieb, ich schloss daraus, dass die Pitabformung aus Kostengründen bei der Produktionscharge keine hohe Priorität bekam, aber eine regional recyclierte Menge fertigungstechnisch dicht beieinander liegen könnte, die Gleichheit für Experimente hinreichte.
Kantenanfasen, Löcher um das Mitteloch bohren, Kanten mit Schmirgelpapier aufrauen, Kanten schwärzen oder grün malen, Einfrieren, mit verschiedenen Reinigungsmitteln Trennmittel von der Produktion entfernen, etc., alles ist bei solchen BeipackCDs prima erlebbar, weil sie mehr Probleme in sich tragen, u.a. durch geringeren Schutz, bedingt durch die schlichte Verpackung.
Wenn man sich dadurch inspirieren lässt, eine Original-CD zu kaufen, womöglich aus dem Land der ersten Veröffentlichung, bekommt man oft eine bessere Qualität.
Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon treble trouble » 18.06.2019, 13:39

Hi Harald,

hkampen hat geschrieben:Bei Qobuz bekommst du 1:1 was gemastert wurde.


Ist das wirklich so? Wenn ja, brauche ich meine Überlegung nicht weiter zu verfolgen, ob bei qobuz gekaufte Inhalte weniger laut klingen könnten als die von qobuz gestreamten Inhalte. (Ich habe da noch nie drauf geachtet. Aber wenn laut c't Artikel alle Streaming-Anbieter an den Frequenzen rum murxen, könnte das dann ja doch einen Unterschied machen. Leider hatte c't qobuz nicht mit im Test, wenn ich mich recht erinnere.)

Schöne Grüße
Gert
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Beitragvon hkampen » 18.06.2019, 20:14

Hallo Gert,

zumindest habe ich stark den Eindruck, gemessen hab ich das nur zwei bis drei mal. Eine Lautstärkeanpassung gibt es bei Qobuz nicht, was mich anfangs geärgert hat, aber inzwischen als Vorteil ansehe. Was im Streaming kommt, bekommst du auch im Downloadshop, und das ist wie üblich durchwachsen. Allerdings gehören dann auch schon gute Nerven dazu, wenn ich die Neuerscheinungen jeden Freitag anspiele :roll:

@Hans-Martin,

ich kann deinen Ärger verstehen. Ganz so hart würde ich es nicht formulieren, es hängt von der Musik ab. Leider scheint sich die Musik aber auch den DR-Vorgaben anzupassen. Neuerscheinungen mit mehr als DR 10 haben im Pop sowieso Seltenheitswert, daran ändern auch die Vorgaben für Streamingservices nichts. Je nach Musikstil kann DR 7 noch gut klingen, allerdings fast nie Jazz oder Rock. Daher höre ich auch fast nur Musik aus den 70ern und davor.

Grüße
Harald
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