Welche Festplatte zur Speicherung von Musikdaten?

Musikwiedergabe über PC und Mac

Beitragvon h0e » 25.12.2018, 14:55

Hallo,

die Frage ist doch auch, ob die Platte für den mobilen Einsatz und als Sicherheitsplatte oder als produktives System gedacht ist.

Im ersten Fall würde ich ein externes Gehäuse und eine Platte kaufen, wg. des Transportes ggf. als 2,5''.

Als audiophilen Primär-Speicher halte ich eine direkt angeschlossene Platte für eher suboptimal.

Grüße Jürgen
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Beitragvon Thomas86 » 26.12.2018, 09:36

Guten Morgen allerseits und einen schönen 2.ten Feiertag,

Um Missverständnissen vorzubeugen:

Die Platte wird sicher zu 90 Prozent am Streamer selbst angeschlossen sein.
10 Prozent sind dann mobil.

Falls noch etwas unklar sein sollte, dann fragt mich bitte direkt. :)

Wünsche euch einen schönen Tag
Thomas
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Beitragvon Mister Cool » 26.12.2018, 10:54

h0e hat geschrieben:Als audiophilen Primär-Speicher halte ich eine direkt angeschlossene Platte für eher suboptimal.


Halllo Jürgen,

Warum? Was spricht dagegen?
Was wäre eine Alternative dafür, eine externe HD z.B. an einen Mac anzuschliessen und welche vorteile hätte sie?

Ich gebe zu, ich nutze zur Zeit eine extrem un-audiophile Lösung: meine Musik-HD hängt zusammen mit dem Audio Interface an einem D-Link USB Hub, der wiederum mit dem Mac verbunden ist. Aus mobilen/praktischen Gründen will ich nur ein USB Kabel am Mac haben. Ich merke zuerst keine Probleme, die mich veranlassen würden etwas daran zu änndern (vielleich bin noch zu sehr mit anderen „Baustelln“ beschäftigt, um es zu merken). Aber es ist nicht ausgeschlossen, dass es besser geht. Daher bin ich auf Alternativlösungen, mit dennen ich mich irgendwan beschäftigen kann, neugierig.

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon Ralf77 » 27.12.2018, 08:58

Hallo Alwin,

Ich vermute mal, dass die Rechenleistung vom Streamer/vom Transporter ferngehalten werden soll. Dadurch soll der Klang verbessert werden. Zumindest hat mir das Abacus vor einiger Zeit mal so erklärt als es darum ging die Festplatte direkt an den Preamp14 anzuschließen.

Grüße,
Ralf
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Beitragvon Mister Cool » 27.12.2018, 10:10

Hi Ralf,

danke. Ich "interpretiere" es so:
man soll funktional das Gerät, das die Daten von der HD liest und das Gerät, das die Daten zu Musik wandelt, von einander trennen.

Das würde aber bedeuten, dass ich entweder einen zweiten PC/Mac oder ein NAS installiere, die die Daten per Netz bereitstellen.

Das würde zwar eine Frage "WIE?" beantworten, aber nicht "WARUM?". Welche Probleme bereitet die Vereinigung der beiden Funktionen (Datenbereitstellung und Datenverarbeitung) auf einem Gerät, die durch die Trennung der beiden Funktionen behoben werden?

Im Falle des erwähnten Abacus Vorverstärkers könnte ich es mir vorstellen/ahnen, dass es mit dem kleinen Raspi, der "im Hintergrund" werkelt, zu tun hat, aber ist es auch auf andere "ausgewachsene" Geräte/Betriebssysteme übertragbar?

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon grobian.gans » 27.12.2018, 14:33

Hallo,

Rechenleistung für Zugriffszeiten sollte bei einem ordentlich designten System kein Kopfzerbrechen machen müssen. Bei den Raspberries ist allerdings designbedingt kein eigenes Interface (S-ATA) für eine Festplatte vorhanden, so dass Festplatten über eine S-ATA-USB-Bridge angebunden werden müssen. Weiterhin hat der RasPi nur einen USB-Bus, über den der gesamte Darenverkehr abgewickelt werden muss. Und der muss dann auch noch die Festplatte mit Strom versorgen. Vermutlich raten deshalb die Hersteller von einer direkt angeschlossenen Festplatte ab. Ob man‘s hört, hängt ganz davon ab... :D

Grüße

Hartmut
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Beitragvon h0e » 27.12.2018, 15:01

Hallo,

eine Diskussion mit "sollte" kann man auch in diesem speziellen Fall mal wieder vergessen.
Es sind Klangunterschiede bei unterschiedlichen Netzwerkspeichern hörbar.
Und das obwohl der Renderer sich die Musik selbst holt und in einem Speicher zwischen - cached.
Über den nachteiligen Klang von direkt angschlossenen Platten wurde hier mehrfach berichtet.
Jeder muss natürlich für sich testen, was das Beste ist und ob er das braucht (oder ggf. wichtigere Baustellen hat).

Grüsse Jürgen
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Beitragvon Hans-Martin » 27.12.2018, 16:11

Hallo Jürgen,
mich bewegt die Frage, warum die Daten so unterschiedlich klingen, obwohl sie bitidentisch sind und bleiben.
Obwohl die FP einen Cache hat, obwohl der Renderer einen FIFO-Speicher besitzt und die Daten dann erst neu getaktet abgefordert werden.
Abgesehen von Kabeleinflüssen, die wir inzwischen bei allen kabelgattungen erlebt und diskutiert haben, muss doch etwas faul sein an der Idee, dass man nur einen FIFO-Speicher und eine präzise Taktung bräuchte - aber vielleicht ist nicht die Idee verkehrt, sondern die praktisch mögliche Ausführung.
Jede PLL hat einen PLL-Jitter, den man zu gern bei der Betrachtung vernachlässigt, und wenn ich an Fujaks Kaskadieren mehrerer Mutec MC-3+ denke, außerdem an Gerts Ausführungen zum Thema PLL mit großem Fangbereich einrasten lassen, dann anhand des Flags die Zeitkonstante der PLL extern umschalten, um den Fangbereich noch weiter zu verengen, ...
könnte man auf die Idee kommen, dass die Ursache für Klangunterschiede in der Größe der Speicher liegt. Großer Speicher = lange Zeitperioden = hohe Jittergefahr, kleine Speicher = kleine Perioden, Jitter verlagert sich zu hohen Frequenzen.
Mna müsste also von großen Speichern (die mehr Sicherheit im Netzwerk bringen) die Daten zu kleinen Speichern transferieren, danach zu noch kleineren Speichern, aus denen sie schließlich neu getaktet abgerufen werden. Danach könnte man mit Gerts Trick, 2 FlipFlops mit kleiner Verzögerung dazwischen aber gemeinsamer Masterclock die Sachen noch einmal nachtakten.
Das mehrfache Nachtakten in der Kette scheint sinnvoll zu sein.

Wenn alle Geräte mit Schaltnetzteilen versorgt werden, ist das sicherlich auch keine gute Idee, wenn die verbindenden Kabel die Ableitung der Netzfilter mit übernehmen. Bei galvanischer Trennung (wie bei Netzwerkkabeln) kommt der Jitter der Trennübertrager hinzu. Meine praxiserfahrung sagt mir, dass Übertrager immer noch besser sind als die Kabelbelastung mit Ausgleichsströmen, sprich dem Dreck aus dem Netz und den HF-Resten auf der jeweiligen Signalmasse.
Ein endloses Thema, wo nur über gewissenhafte Vergleiche ein Einkreisen der Einflussgrößen denkbar ist, und natürlich auch der Ideen, die man zur Erklärung heranzieht.
Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon Kawumm » 27.12.2018, 20:18

h0e hat geschrieben:Hallo,

eine Diskussion mit "sollte" kann man auch in diesem speziellen Fall mal wieder vergessen.
Es sind Klangunterschiede bei unterschiedlichen Netzwerkspeichern hörbar.
Und das obwohl der Renderer sich die Musik selbst holt und in einem Speicher zwischen - cached.
Über den nachteiligen Klang von direkt angschlossenen Platten wurde hier mehrfach berichtet.
Jeder muss natürlich für sich testen, was das Beste ist und ob er das braucht (oder ggf. wichtigere Baustellen hat).

Grüsse Jürgen


Guten Abend

Habe keine Zeit , all die Thread zusammen zu suchen , in denen Klangunterschiede dokumentiert wurden.

Daher meine Frage , wie wird es dokumentiert , außer ich / wir hören es doch ?
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Beitragvon h0e » 27.12.2018, 22:39

Hallo Otto,

wie auch Hans-Martin oben schrieb hören wir Unterschiede.
Da die Erklärungsversuche dürftig sind, ist keine andere "Dokumentation" vorhanden.

Grüsse Jürgen
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Beitragvon grobian.gans » 28.12.2018, 00:07

Befindlichkeits-Jitter? :mrgreen: :cheers:
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Beitragvon Salvador » 28.12.2018, 01:17

@all,

unabhängig vom Preis gehört in den Audio-PC eine SSD, HDDs versauen den Klang (HF-Dreckschleuder). Spare/warte noch auf die Erschwinglichkeit einer 4 TB SSD als Musikspeicher, muss bis dahin mit 1 TB SSDs arbeiten, dazu werkelt eine 128 oder 256 GB System-SSD und ganz wichtig, gute (Highend) SATA-Kabel. Separate lineare und saubere Stromversorgung sowieso. Alles ist wichtig und teuer und die Summe der Teile....
Bei solch kompromissloser Lösung ist dann die Lokation der Daten-SSD im Audio-PC als Abspieler selbst (Single-PC) aus meiner Erfahrung eine sehr gute Wahl.

Grüße,
Andi
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Beitragvon Thomas86 » 23.02.2019, 09:32

Guten Morgen alle zusammen,

Der Vollständigkeit halber.

Ich habe mir nur besagte WD-portable Festplatte (Danke Hans-Martin) zugelegt.

Jene wurde gestern bespielt und and den Streamer angeschlossen.
Als kleinen Jitter-Reiniger habe ich einee IFI-Defender davor gesteckt und die Platte zwecks Beruhigung (eher fürs Gewissen) auf Myrte Holz gelegt, jene waren noch übrig.

By the way: Hatte mich mit dem NAD-Support ausgetauscht, jene empfehlen ebenso einen NAS, anstatt einen temporären Speicher als permament Lösung zu betreiben.

Nutzt ihr und wenn ja welche REcklocker nach der Festplatte, vor dem Streamer?

Viele Grüße und ein schönes Wochenende
Thomas
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Beitragvon music is my escape » 23.02.2019, 22:58

Hallo Thomas,

ich besitze u.a. einen Audioquest Jitterbug, welchen ich ab und an vor den USB-Stick setze, von dem die Musikdaten in den RAM gelesen werden.

Interessanterweise behalten derartig übertragene Musikstücke ihren so beeinflussten Klangcharakter (wärmer, musikalischer, voller, aber auch weniger detailreich, verschwommener, diffuser, teilweise gar dumpf) auch, wenn der Jitterbug direkt nach dem Einlesen der Dateien in den RAM wieder entfernt wurde.

Einen Versuch ist so ein Teil auf jeden Fall wert; er kostet, insbesondere auf dem Gebrauchtmarkt, nur wenig und meines Wissens gibt es einige Musikfreunde hier aus dem Forum, welche den Jitterbug nach wie vor zufrieden einsetzen - aber auch meine Freundin, welche an den heimischen Musikanlagen mühelos die Charakteristik jeder Veränderung erhören und beschreiben kann, schätzt das Teil, um an ihrem Firmenlaptop + ext. DAC besser Musik zu genießen.

Grüße,
Thomas
:cheers:
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