Gustard U16

Musikwiedergabe über PC und Mac

Gustard U16

Beitragvon gregor » 11.12.2018, 20:26

Werte DDC-Gemeinde,

da ich bereits mehrere gute Erfahrungen mit DDCs von Gustard gemacht habe, möchte ich auf das neuste Kind aus diesem Hause aufmerksam machen.

Es basiert auf der neuesten USB-Audio-Interface-Lösung ES8620 von ESS, unterstützt PCM 32bit/768KHz, DSD512, DoP und natives DSD.
Ein 128 MB SDRAM wird als Systempuffer und digitaler Audio-Verarbeitungs-FIFO verwendet.
Die USB-Seite läuft über ein FPGA.
Erster Preis beim großen Fisch € 269.

Meines Wissens ist dieser DDC der bisher einzige mit ESS-Chip und soll sich nach erstem Netzrauschen von den XMOS-Varianten absetzen.

Beste Grüße
gregor
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Beitragvon music is my escape » 24.01.2019, 10:38

Hallo Gregor, hallo an alle;

Besagter Gustard U16 spielt sich seit einiger Zeit in einem kleinen SetUp hier bei mir warm und macht, trotz noch nicht gänzlich vergangenen versch. Einspielphasen mit gewissen Höhen und Tiefen, von der ersten Minute an eine sehr gute Figur. Unabhängig des geringen Preises handelt es sich hier, soviel kann man schon sagen, um vermutlich den besten USB-DDC, den ich bisher hier hatte; ich bin gespannt, wie sich das Ganze nach Abklingen der Einspielzeit gestaltet und werde anschließend etwas genauer berichten.

Die Wiedergabe ist gänzlich anders als ich es bisher von USB-Lösungen kenne, was neben den verbauten Clocks sicherlich hauptsächlich dem schon von Gregor erwähnten 'neuen' ESS-Chip zu verdanken ist. Dieses Teil ist wohl speziell für Audiodaten entwickelt worden, auch wenn ESS eine Verwendung in dedizierten DDCs nicht angedacht und auch nicht offiziell freigegeben hat.



Anbei noch ein paar Bilder aus dem Netz:



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Grüße,
Thomas

:cheers:
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Beitragvon gregor » 26.01.2019, 19:30

Hallo Thomas,

es freut mich sehr zu lesen, dass Dir der Gustard gefällt. Wie man an den Bildchen sieht gibts auch noch ordentlich Modding-Potential.
Kannst Du jetzt nach einer gewissen Eispielzeit eine Eischätzung geben, wie das Gerät im Vergleich zu Deiner Dante-Lösung klingt?

Beste Grüße
gregor
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Beitragvon veloplex » 26.01.2019, 21:06

Hallo,

bei mir spielt ebenfalls seit Anfang Dezember ein Gustard U16 in Verbindung mit einem Gustard A20H. Der U16 ist meinerster DDC. Ich bin von der Kombination nicht nur Preisbezogen ziemlich begeistert. Mein Kaufpreis für den U16 bei A****n 269€ inklusive Versand. Alle Einfuhsteuern und Genühren wurden innerhalb eines Tages vom Verkäufer erstattet.

Gruß Christoph
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Beitragvon Buellerich » 26.01.2019, 22:17

Es ist "fast schon erschreckend", wie gut die chinesischen Billiggeräte mittlerweile sind.

Hier z.B. kann man nachlesen, wie gut sich scheinbar insbesondere Geräte der Firma Topping in einem ähnlichen Preissegment wie der U 16 schlagen:

https://www.audiosciencereview.com/foru ... iews.2079/
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Beitragvon music is my escape » 30.01.2019, 21:41

gregor hat geschrieben:Hallo Thomas,

es freut mich sehr zu lesen, dass Dir der Gustard gefällt. Wie man an den Bildchen sieht gibts auch noch ordentlich Modding-Potential.
Kannst Du jetzt nach einer gewissen Eispielzeit eine Eischätzung geben, wie das Gerät im Vergleich zu Deiner Dante-Lösung klingt?

Beste Grüße
gregor



Hallo Gregor,

Ich muss Dir auf jeden Fall noch danken - Deine Produktvorstellung hier (und die neue Version von wtfplay) hat dazu geführt, dass ich ein paar weitere Erkundigungen über den U16 eingezogen und ihn daraufhin kurzerhand bestellt hab. Gut, das Risiko ist heutzutage überschaubar und eine sonderlich hohe Erwartungshaltung (bisher fand ich keinen USB-DDC auf Dauer überzeugend und der Umstieg auf Dante festigte dieses Empfinden) hatte ich nicht - zu Unrecht, wie sich recht schnell herausgestellt hat.

Den 'direkten' Vergleich mit meinem Dante-SetUp habe ich allerdings noch nicht gewagt; erstens hat der U16 immer noch nicht genügend Stunden auf der Uhr, als dass man ihn als gänzlich frei von Animositäten bezeichnen könnte und zweitens ist er in einer anderen, kleinen und schlanken Zweitanlage zu Gange, deren Quellrechner mit Dante nicht kompatibel ist, dem ich aber einen guten Teil der Verantwortung für den Wohlklang dieser Kombi zusprechen würde.

Das ist es letztendlich auch, was den Gustard in meinen Augen so wunderbar macht: er ermöglicht es, mit wenigen Mitteln wie bspw. einem alten entkernten Laptop plus wtfplay und einem gern ebenfalls älteren DAC eine saubere, richtig, neutral und transparent aufspielende Quelle zu 'zaubern', die dennoch absolut musikalisch und involvierend daherkommt - also genau das, was alle suchen und das demzufolge auch alle Hersteller versprechen, nur wenige aber einhalten... :D

Was ich zurzeit sagen kann: der Gustard spielt bei mir (!), immer noch, ab Werk teilweise deutlich besser als alle mir bekannten DDC inkl. Mutec MC3 USB, Afi inkl. ext. Strom und Singxer SU1, ebenfalls verbessert.

Er reagiert auf Netzkabel, Aufstellung, Quellsignal, Zu- und Ableitung - zwar niemals so, dass er unhörbar wird, aber mit wenigen Kniffen durchaus gewinnt.

Die Verarbeitung ist gemessen am Preis beinah unglaublich gut, ebenso die eingesetzten Materialien und Anschlüsse inkl. der Füße. Auf den Bildern wirkt er weniger wertig als real.

Der Versand, freundlicherweise vermittelt durch Amazon, ging innerhalb von fünf Tagen über die Bühne (Shenzen, HongKong, Frankfurt Main, Leipzig/ Halle) und die von DHL Express netterweise ausgelegten, unerwartet aufgetretenen Gebühren beim Import wurden schnell erstattet.

Ich bin gespannt, was sich klanglich noch so tut - auf jeden Fall mein bester Hifi-Kauf in 2018.

Grüße,
Thomas
:cheers:
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Beitragvon gregor » 31.01.2019, 01:03

Hallo Thomas,

zurück von einem schönen Abend mit Josef Hader lese ich Deine Zeilen als Betthupferl und freue mich für Dich. Gustard war bisher bezüglich Preis und Leistung schon ausgezeichnet, jetzt sind die auch noch innovativ. Chifi, wow.

Beste Grüße
gregor
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Beitragvon Trinnov » 31.01.2019, 07:32

Ein sehr interessantes Gerät.
Insbesondere wenn man den 10 MHz Eingang nutzt, könnte ich mir vorstellen dass man mit diesem DDC ganz weit kommt.
Wer das optimale sucht und bereit ist dafür auch entsprechend zu investieren, hängt eine Mutec REF10 dran, die beste 10 MHz Clock am Markt.
Es gibt ja hier Mutec REF10 Besitzer, da könntet ihr euch doch mal für einen Test zusammen tun.

USB bleibt interessant, auch wenn viele hier nur noch Richtung Dante schielen.
Ich merke das immer wieder an meinem mit OCXOs optimierten Singxer SU-1, der mich veranlasst unbedingt bei USB zu bleiben. Natürlich muss der USB Zuspieler auch qualitativ in der Liga spielen.

Gruß,
Horst
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Beitragvon easy » 01.02.2019, 16:03

Ja, Horst , den finde ich auch sehr interessant. Da ich aber sehr negative Erfahrung mit dem Düsseldorfer Zoll gemacht habe , werde ich mir den DDC nicht bestellen.
Naja, irgendwann taucht ein Hifi Kumpel mit dem Teil bei mir auf und dann kann man ein wenig rumspielen.
REF 10 und andere DDCˋs wären zum Vergleich vorhanden.
Das Jahr hat ja erst gerade angefangen. :D

Viele Grüße
Reiner
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Beitragvon beltane » 01.02.2019, 17:28

music is my escape hat geschrieben:Was ich zurzeit sagen kann: der Gustard spielt bei mir (!), immer noch, ab Werk teilweise deutlich besser als alle mir bekannten DDC inkl. Mutec MC3 USB, Afi inkl. ext. Strom und Singxer SU1, ebenfalls verbessert.



Hallo Thomas,

könntest Du vielleicht eine kurze Beschreibung des Setups Deiner Zeitanlage hier posten, in der Du den Gustard einsetzt und in der er u.a. die Mutec und den Afi überflügelt?

Danke Dir!

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon music is my escape » 02.02.2019, 18:31

Hallo Frank,

gern.

Ein älterer Sony Vaio SZ Carbon Core2Duo ('entkernt' und mit Linearnetzteil, sonst Standard) und aktuellem WTFPlay (testen!!!) dient als Quelle, dann der Gustard via USB Kabel von Achtung Audio (kennste ja :wink: ) , dahinter mein alter Audio-GD Ref5 mit vier Multibit 1704UK via SPDIF von Oyaide und zuletzt ein SPL Phonitor2 via Textura XLR bzw. testweise einem AO-Cinch.
Daran hängen dann versch. KHs, zumeist ein AKG812 mit ForzaWorxClaire.
Strom komplett Vovox Textura inkl. der Leiste.
Die Geräte sind ausgephast und entsprechend ihres Gewichts entkoppelt.

Also alles relativ solide 'Hausmannskost' und eigentlich nix spekatuläres; aufgrund der nicht sonderlich optimierten USB-Quelle hat der DDC sicher einiges zu tun.

Direkt verglichen wurde lediglich mit dem SU1, dieser hatte vor zwei Jahren (?) aber schon im ungetunten Zustand den geliehenen AFI übertroffen und dem MC3+ USB hatte ich damals sogar die direkte USB-Verbindung vorgezogen; keine Ahnung, was da 'schief' lief aber so wars. Eine Hydra Z hatte ich auch mal gebraucht erworben und die war nicht übel, aber auch nix für die Dauer und irgendwann hatte ich dann eigentlich endgültig die Nase voll von USB und den damit einhergehenden klanglichen Spirenzchen in meiner Kette; Dante bzw. hochwertige DAPs schafften Abhilfe.

Ich hoffe, dies hilft ein wenig, meine Erfahrungen mit dem Gustard U16 etwas besser einzuordnen.

Grüße,
Thomas
:cheers:
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Beitragvon Gionni » 02.02.2019, 18:51

Hallo Thomas,

wie bereits erwähnt, wäre es interessant zu wissen, wie sich der gustard im vergleich mit dem dante an der gleichen kette schlägt.
wenn man die ursache und nicht nur die symptome bekämpft, dann klingt sogar ein usb anschluss ohne nachbehandlung :D aber das ist mit deutlichen komforteinbußen verbunden.
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Beitragvon music is my escape » 02.02.2019, 19:08

Hallo Gionni,

ich werde den Vergleich die nächsten Tage sicherlich angehen.

Vom Gefühl her nehmen sich die beiden Schnittstellen aktuell nicht viel, ich kann mir allerdings kaum vorstellen, dass der Gustard die Dante-typische Ruhe wirklich erreicht. Bernd Peter hatte letztens in seinem Vorstellungthread eine interessante Vergleichsgrafik der Datenströme gepostet, da kann man das wunderbar sehen. Allerdings sehe ich bei Dante die benötigte Rechner-Software als die eigentliche Herausforderung; hier ist imho viel zu viel notwendig, was eigentlich nicht nötig sein sollte (für unsere Zwecke).

Symptombekämpfung ist selten der Weisheit letzter Schluss und ein DDC ja eigentlich nix anderes, als: Symptombekämpfung.

Hast Du konkrete Vorschläge? Komfortmäßig bin ich kaum zu schocken, also nur zu!

Danke und Grüße,
Thomas
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Beitragvon Gionni » 02.02.2019, 19:34

über laptop als usb quelle ist die größte klangsteigerung durch ziehen des display steckers zu erwarten.
folgend festplatte,dvd laufwerk, wlan,lüfter.

wenn man sich die befehle zum steuern von wtf einmal eingeprägt hat, dann gehts eigentlich.
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Beitragvon music is my escape » 02.02.2019, 20:07

Hallo noch einmal,

danke Dir - Festplatte, Lüfter, WLAN, Bluetooth und das Laufwerk wurden schon vor geraumer Zeit entfernt und das war nicht zum klanglichen Nachteil... Das Display schließe ich bisher lediglich, dadurch wird zumindest die Hintergrundbeleuchtung deaktiviert. Ich schau mal, was das Entfernen der Verbindung bringt, danke Dir.

VG
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