Problem beim Booten

Musikwiedergabe über PC und Mac

Problem beim Booten

Beitragvon Tinitus » 11.11.2018, 18:28

Hallo,

ich melde mich mal mit einem Problem, welches nur bedingt mit Audio zu tun hat. Ich nutze ein Upboard um mittels Daphile Qobuz zu streamen und von der Festplatte Musikdateien abzuspielen. Beim Letzten Neustart scheint etwas schief gelaufen zu sein und seitdembekomme ich beim Booten die Nachricht:

reloc offset is out of the segment

Nach Internetrecherche bin ich zu dem Schluss gekommen, dass der Grund hierfür wohl ist, dass beim Booten die Speichermedien durcheinandergebracht werden (USB-Stick mit Daphile und Festplatte mit Musik). Ich habe es auch schon ins Bios geschafft und als erstes Bootmedium den USB-Stick mit Daphile ausgewählt, dass hilft aber auch nichts. Auch wenn ich einen USB-Stick mit der Image Datei von Daphile, den man zur Erstinstalltion verwendet anschließe, bekomme ich die gleiche Nachricht. Ich habe jetzt einen Link gefunden, wie man das Bios neu flashen könnte, bin mir aber nicht sicher, ob das was bringen würde. Vielleicht hat ja jemand von den Mitgliedern, die deutlich Computer affiner als ich sind eine Idee, wie man da noch was retten könnte, ansonsten müsste ich mir einen neuen kleinen Rechner zu legen.

Gruß

Uwe

PS: Ich komme auch in die Shell, aber auch ein Aufruf der efi bringt nichts. Es kommt die gleiche Nachricht

reloc offset is out of the segment

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Beitragvon Sire » 14.11.2018, 08:26

Hallo Uwe,

leider kann ich Dir auf Anhieb nur einen Hinweis geben. Ist auch nur eine Vermutung und kein Wissen, wir hoffen also, dass sich noch jemand hier meldet, ich bin selber auch nicht so tief in der Materie. Aber gut: Ich vermute, dass Deine GRUB-Konfiguration beschädigt wurde. Du könntest beim Starten GRUB entsprechende Parameter übergeben und dann nach Systemstart GRUB reconfigurieren. Die Grundlagen findest Du hier https://wiki.ubuntuusers.de/GRUB_2/
Es ist aber, wie gesagt nur eine Vermutung...

Liebe Grüße Klaus
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Beitragvon Sire » 14.11.2018, 13:53

Hallo Uwe,

heute morgen hatte ich überlesen "Auch wenn ich einen USB-Stick mit der Image Datei von Daphile, den man zur Erstinstalltion verwendet anschließe, bekomme ich die gleiche Nachricht. " Dann ist wahrscheinlich doch kein Grub-Problem. Hast Du es mal mit einem anderen Stick bzw. Linux-System ausprobiert?

Gruß Klaus
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Beitragvon treble trouble » 14.11.2018, 14:52

Hallo Uwe,

das \efi Verzeichnis liegt doch, meine ich, auf Platte, nicht im BIOS bzw. UEFI, oder vertue ich mich da? Das hieße, dass irgendetwas auf der Platte durcheinander gekommen ist. Frage ist dann nur, warum das Booten des Installations-USB-Sticks Probleme macht. Vielleicht ist der Stick noch mit MBR und nicht für UEFI formatiert. Eine Platte im System ist aber schon für UEFI formatiert und bekommt damit den Vorzug beim Laden des Bootmanagers?

Ggf. mal alle Platte abstöpseln und dann versuchen, von dem Stick zu booten?

Wenn es aber doch um Probleme im geflashten UEFI geht, hilft vielleicht ein Neu-Flashen doch? Vorher könntest Du probieren: Alle Einstellungen des BIOS abfotografieren, damit Du sie wiederherstellen kannst. Dann die BIOS-Einstellungen reset-en (auf Default-Einstellungen setzen).

Das ist aber auch nur Herumstochern meinerseits. Ich habe nicht wirklich Ahnung von diesem Fehler...

Gruß
Gert
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treble trouble
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Beitragvon Tinitus » 14.11.2018, 18:57

Hallo Klaus, Hallo Gert,

Danke für Eure Antworten. Ich habe jetzt nochmal einiges ausprobiert und bin zu dem Schluß gekommen, die config von grub passt nicht mehr zum USB-Stick. da grub selbst nur wenige Befehle zulässt, habe ich jetzt Ubuntu auf dem Rechner installiert (den USB-Stick hat der rechner erkannt). Das gibt mir die Möglichkeit die grub config Datei zu editieren bzw. die nicht passenden Einträge zu löschen. Vorher muss ich noch herausfinden, was ich da tun muss und wie.

Gruß

Uwe
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Beitragvon Tinitus » 18.11.2018, 11:16

Hallo,

nachdem ich zwei Abende/Nächte mein Linux Viertelwissen etwas aufgebessert habe und recht viel ausprobiert habe (grub config editiert, einen Chainloader installiert und alle möglichen boot Sequenzen durchgespielt) und nichts funktionierte, habe ich dann einen neuen USB Installationsstick erstellt und siehe da das hat funktioniert. Einziger Nachteil ist, dass um Daphile statt ubuntu zu booten, muss ich übers bios gehen, das geht nicht headless, insofern war das Konfigurieren von Daphile etwas umständlich. Jetzt schalte ich den Rechner nicht mehr aus, sondern versetzte ihn nur noch in den Winterschlaf. Das ursprüngliche Problem lag wohl daran, dass die boot Reihenfolge von USB Stick und Musikfestplatte nicht gepasst haben. Die USB Festplatte zieht auch sehr viel Strom, ich werde wohl mal nach einem leistungsfähigerem Netzteil Ausschau halten.

Danke Klaus und Gert für die Ermutigung. mich des Problems noch mal anzunehmen.

Gruß

Uwe
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Beitragvon Sire » 19.11.2018, 23:27

Hallo Uwe,

danke für die Rückmeldung. Ein gutes Netzteil ist gerade auch für die kleinen Rechner von Vorteil. Stimmt die Spannungsversorgung nicht, führt es immer wieder zu seltsamen Fehlverhalten bei Raspberry und Co. Das Upboard kannte ich bisher nicht. Wie bist Du denn ansonsten damit zufrieden? Ich suche noch etwas, um Pianoteq auf einen Kleinrechner zu bringen. Ein Raspberry ist dafür etwas zu schwach.

Gruß Klaus
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Beitragvon Tinitus » 21.11.2018, 04:03

Hallo Klaus,

zum Upboard bin ich ja gekommen wie die Jungfrau zum Kind. Zur damaligen Zeit, bin ich an der Einbindung von brutefir in Volumio/Runeaudio gescheitert. In Daphile ging das einfacher, das läuft aber nicht auf ARM Architektur.Es liegt sicher auch an der jeweiligen Software aber Volumio und Runeaudio auf einem Odroid C1 sind wesentlich reaktiver/schneller als Daphile auf dem Upboard. Als ich es geschafft hatte brutefir in Archphile einzubinden, lag Daphile brach. Erst als ich Qobuz einbinden wollte, habe ich Daphile reaktiviert. Lange Rede kurzer Sinn. Ich habe mir mal die Pianoteq seite angeschaut. Da ird ja beschrieben, dass jemand das ganze auf einem gekühlten Pi3 umgesetzt hat, Kühlung, damit er seine maximale Rechenleistung schafft. Bezüglich RAM und Festplattenspeicher scheint das Programm aber genügsam zu sein, es verlangt nur Rechenpower. Wenn der Pi 3 an der Grenze liegt, dann reichen ein Produkt von hier eventuell aus:

https://www.hardkernel.com/shop/odroid-c1/

Unten auf der Seite findest Du eine Tabelle, mit einem Vergleich Pi3 mit den verschiedenen Odroid Modellen. Schon der C1 hat in etwa die doppelte Rechenleistung wie der Pi3. Noch besser (aber auch teurer) wird es mit einem C2 oder XU4 (den es aktiv und passiv gekühlt gibt). Die beiden letzteren haben auch 64 bit ARM Architektur. Wenn Du auf eine eMMc als Speichermedium verzichtest, sind die Lösungen allesamt günstiger als ein Upboard. Zu kaufen gibt es die Dinger bei Pollin.
nzwischen gibt es aber auch ein Upboard squared mit nochmal deutlich mehr Rechenleistung.

Gruß

Uwe

PS: Zum Thema Odroid hast Du eine PN
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Beitragvon Sire » 21.11.2018, 08:26

Hallo Uwe,

interessant, dass Volumio auf den C1-Odroids schneller läuft als Daphile auf dem Upboard. Ich hätte es jetzt nicht so erwartet. Tatsächlich kann es an der Software liegen.
Leider läuft Pianoteq auf einem C2 nur mit einen Performanceindex von "17" bei einer Polyphonie von 48. Zumindest wird das so im Pianoteq-Forum berichtet. Zum Vergleich: Auf meinem alten Thinkpad-Notebook (X61) liegt die Performance bei 24 mit Polyphonie 256. Ein XU4 könnte schon eher geeignet sein. Mal schaun...

Liebe Grüße Klaus
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Beitragvon Tinitus » 22.11.2018, 22:40

Hallo Klaus,

Pianoteq verlinkt diese Seite:

https://www.cpubenchmark.net/compare/In ... 2774vs2886

Ich habe da mal die Prozessoren des upboards (Atom x5) mit dem des upboard squared (Pentium N4200) verglichen. Der Pentium scheint deutlich schneller zu sein. Vielleicht findest Du dort auch den Prozessors deines Thinkpad zum Vergleich.
Das upboard squared mit Pentium Prozessor kostet aber mindestens 210 €.

https://www.texim-europe.com/up-board/order.aspx

Allerdings ist das immer noch billiger als ein MInix Rechner.

Gruß

Uwe
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Beitragvon Sire » 23.11.2018, 00:51

Hallo Uwe,

die Seite zum CPU-Vergleich ist nützlich, den in den FAQ "versteckten" Link hatte ich noch nicht entdeckt. In meinem X61 werkelt ein Core2 Duo T7300. Jetzt habe ich die drei mit einander verglichen
https://www.cpubenchmark.net/compare/Intel-Atom-x5-Z8350-vs-Intel-Core2-Duo-T7300-vs-Intel-Pentium-N4200/2774vs1001vs2886

Das Upboard hat im Vergleich zum Core2 Duo einen ähnlichen CPU-Mark, liegt aber im Single Thread Rating deutlich darunter. Das könnte schon einiges ausmachen, denn ich bin mir nicht sicher, ob Pianoteq 4 Kerne effektiv nutzen kann.

Vermutlich wäre ich mit UP Square auf der sicheren Seite, das liegt auch im Single Thread Rating vorne. Bleibt der Preis. Ich bin noch unsicher, ob ich derzeit 210,-- € dafür ausgeben möchte, dafür läuft die bisherige Lösung dann doch zu gut. Obwohl es einige deutliche Nachteile mit dem Notebook gibt (leise surrender Lüfter, Platzbedarf und Optik).

Lieben Gruß Klaus
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Beitragvon Tinitus » 03.12.2018, 00:10

Hallo Klaus,

es gibt was Neues:

https://www.hardkernel.com/shop/odroid-h2/

Noch nicht bei Pollin erhältlich. Je nachdem, ob man das Betriebssystem auf einen USB Stick packt oder auf eine eMMC und mit wie viel RAM (max. 32 GB) man das Teil ausrüsten will, könnte das günstiger als das upboard squared werden, leistungsfähiger ist es auf jeden Fall:

https://www.cpubenchmark.net/compare/In ... 2886vs3159

Gruß

Uwe
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Beitragvon Sire » 05.12.2018, 15:24

Hallo Uwe,

den Odroid H2 hatte ich der Tage schon auf der heise-Seite entdeckt. https://www.heise.de/ct/artikel/Test-Luefterloser-Einplatinenrechner-ODROID-H2-fuer-Windows-10-und-Linux-4236569.html.
Was mich bedenklich stimmte, steht dort auf Seite 2: "Unter extremer Volllast mit Prime95 stehen aber 21 Watt an, der lüfterlose Kühler gerät dann nach rund 10 Minuten an seine Grenzen: Er erwärmt sich auf über 60 Grad Celsius, der Prozessor drosselt sich dann, weil er über 100 Grad erreicht. Für extreme Dauervolllast braucht man also einen Lüfter. Hardkernel verkauft passende Gehäuse mit Lüfterplätzen." Auf einen Lüfter möchte ich künftig auf jeden Fall verzichten. Aber es eilt ja nicht. Das sind ja noch die Plattenwaschmaschine, die fertig gestellt werden möchte und ein ELAC-Plattenspieler zur Restauration. Ein bisschen umschauen im Vorfeld schadet aber auch in keinster Weise.
Vielen Dank, dass Du an mich gedacht hast. :D

Bei der Gelegenheit: Konntest Du dem Up-Board inzwischen die kleine Unzulänglichkeit noch abgewöhnen, oder hast Du Dich arrangiert? Die einfache Lösung ist manchmal die beste...

Liebe Grüße

Klaus
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Beitragvon Tinitus » 06.12.2018, 15:32

Hallo Klaus,

ich hatte mich schon gewundert, dass da eine desktop cpu verbaut ist. Schade, dass sich die volle Leistung da nicht ohne Lüfter abrufen kannst.
Daphile werkelt jetzt wieder klaglos bei mir. Ich nutze auf Empfehlung von Andree jetzt immer die neueste realtime Version (seitdem nur noch sehr selten Probleme mit Aussetzern). Das Ganze noch in der beta Version, damit ich mich bei Bedarf per ssh einloggen kann und vor allem, damit ich den Suspend Modus verwenden kann. Somit entfällt ein Neustart und ich muss nicht ständig den Projektor umstellen, damit ich beim Starten ins Bios komme, wobei Pollin zur zeit einen relativ günstigen 7" HDMI Touchsreen anbietet, vielleicht lege ich mir den zu. Dann könnte ich die Ubuntu Installation auf dem Upboard auch nutzen. Ich habe allerdings auf meinem laptop gerade von 16.04 auf 18.04 umgestellt und finde das deutlich besser.

Gruß

Uwe
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