NAS oder Musikserver - Vor-und Nachteile

Musikwiedergabe über PC und Mac

NAS oder Musikserver - Vor-und Nachteile

Beitragvon Horse Tea » 08.08.2018, 22:38

Liebe Digitalos,

wie in meinem Vorstellungsthread beschrieben, werde ich demnächst einen G-ADS/2 nutzen. Die DA-Wandlung übernimmt ein Meitner DAC (beides wie Reiner=easy). Auch die Musiksammlung soll nun auf einer moderneren Hardware gespeichert werden. Ich frage mich jetzt, was in meiner Anlage für meine Kette dafür die beste Lösung ist .

Meine Kriterien sind dabei, Klang, Bedienung, Software für Server- und Control point (Android Tablet), sowie Schwierigkeitsgrad der Einrichtung und Preis(/Qualitätsrelation).

Schreibt mir doch zunachst bitte einfach zu diesen (maximal 5) Punkten (können auch weniger sein), was Ihr als Hard- und Software nutzt bzw. Eure Erfahrung bezüglich Bedienung und Klangqualität an Eurer Anlage. Eine Bewertung für meine Zwecke kann dann in einem zweiten Schritt erfolgen. Im Moment nutze ich unter Windows 7, JRiver 20 und BubbleUpnp auf einem Samsung Tablet und bin mit dem Bedienungskomfort voll zufrieden. Schlechter sollte es eher nicht werden. Nach meinem Eindruck ist ein Musikserver praktisch immer teurer in der Anschaffung als ein NAS. Lohnt das?

Natürlich gibt es dazu hier schon einiges im Forum, allerdings stark fragmentiert. Ich würde mich freuen, wenn wir in diesem Thread einen momentanen Schnappschuss zum Thema bekommen.

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon Jupiter » 09.08.2018, 08:37

Hallo Horst-Dieter,
Ich nutze eine Synology DS216+II NAS mit Installiertem ConvoFS und Minimserver gesteuert wird über LUMIN mit iPad.

ConvoFS, Minimserver und LUMIN sind Freeware.

Mein Freund Bernd nutzt anstatt LUMIN den Bubble über Samsung Tablet.
LUMIN funktioniert aber auch über Samsung Tablet.

Mit ConvoFS kannst du Filter, die mit Acourate erstellt wurden nutzen, ohne zusätzliche Speicherung der Musikdatei.

Kannst gerne vorbeikommen und hören, Bernd kennst du übrigens auch.

Wir hatten uns bei Sigi getroffen bei der Vorführung von Ulis Hörnchen.



Übrigens Garatulation zu dem neuen Linn mit G.
Eine sehr gute Entscheidung.

Aktuell nutze ich meinen G- Linn über einen HF-Filter.
Das bringt nochmals einen deutlichen Schluck mehr Ruhe und eine aufgeräumtere Bühne.

Liebe Grüße
Harald
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Beitragvon tom539 » 09.08.2018, 09:19

Hallo Horst-Dieter,

das eröffnete Thema erinnert mich daran, dass ich noch den zweiten Teil meines Erfahrungsberichtes schreiben sollte... :oops:


Mein aktuelles Setup sieht so aus:
primäre Abspieler / Speicher ist ein Audio-PC (BeeBox 7200, i7, 16 GB RAM) mit 128 M2-SSD für Win10 sowie 1TB Samsung SSD für FLAC/DSD als Favoriten-Sammlung.
Weitere Musikfiles liegen auf einem Synology DS216j mit 2x 8TB WD Red.
Software ist Roon ohne Plugins und DSP-Verarbeitung, Roon-Endpunkt ist der Devialet.

Je nach Netzwerk-/Stromkabel, Wertigkeit des Netzwerk-Switch sowie Art der Netzteile (Stecker, Linear, usw.) spielt dieses Setup nicht "schlechter" als ein dedizierter Musik-Server ZEN von Innuos.

Trotzdem würde ich Dir diesen ZEN (oder gar den Zenith) von Innuos für Dein Setup empfehlen.
Da Roon seit kurzem die LINN-Geräte als direkten Endpunkt unterstützt, bietet sich dies nahezu an.
Du bekommst mit Roon eine von der Bedienung erstklassige Software, die sich kinderleicht auf dem Innuos installieren lässt.
Je nach Anlagenplatzierung ein sehr kurzes Netzwerkkabel vom Innuos in den LINN - fertig.
PC-Kenntnisse brauchst Du zur Einrichtung des ZEN keine, das geht wirklich kinderleicht.

Wende Dich am besten an Markus Flöter von CM-Audio (hier als "LordHelmchen" im Forum), falls Du eine Teststellung des ZEN in Erwägung ziehen solltest.

Einen reinen Vergleich NAS gegen Musik-Server mit dem jeweils "optimalen" Medien-Server pro Gerät am identischen Streamer/Renderer habe ich nicht durchgeführt und kann dazu leider keine Auskunft geben.

Viel Erfolg (und auch ein wenig Spaß) bei der Suche :cheers:

Musikalische Grüße
Tom
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Beitragvon h0e » 09.08.2018, 10:50

Hallo,

ich bin auch ein großer Freund der Synologys und habe auch die "+" Varianten im Einsatz, die für den Betrieb mit ConvoFS Voraussetzung sind.
Ich nutze Minim mit FFMpeg zum Upsampling, dann klingt der G-Dac noch etwas bessser.
Android ist leider als Control-Point nicht ganz auf den Niveau wie IOS und Lumin,
aber auch schon toll.
Roon mag ich pers. nicht, es gibt aber Mitforisten, die darauf schwören, das Bedienkonzept ist in der Art auf jeden Fall einzigartig.

Grüsse Jürgen
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Beitragvon grobian.gans » 09.08.2018, 12:38

Hallo,

ich schicke mal eine QNAP NAS mit Twonky (oder auch Minim) als reinen Datenlieferanten ins Rennen. War bei mir im Verbund mit Auralic Aries im Einsatz. Als Control Point dienten BubbleUPnP und Lightning (IOS).

Grüße

Hartmut
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Beitragvon Rudolf » 09.08.2018, 12:56

Hallo Horst-Dieter,

mein Setup:

- Netzwerkfestplatte: QNAP mit 2x2 TB
- Datenbank: Minimserver
- ControlPoint: Lumin via BubbleUPnP

Parallel laufen auf der QNAP noch Twonky und Slimserver. Seit Jahren ohne jegliche Probleme.

Viele Grüße
Rudolf
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Beitragvon Dilbert » 09.08.2018, 15:10

Hallo

da ich die Flexibilität von Foobar insb. beim Taggen sehr schätze, sieht mein SETUP wie folgt aus:

NAS: QNAP TS-419P+ (4x2TB/5,3TB-Netto Raid5)
Server: MacMini/2x2,5GHz/16GB/256GB SSD
OS: Windows 7
Player: Foobar2000
Bedienung über VNC wahlweise iPAD, Laptoop oder iPhone

Musikfiles: FLAC mit embedded CUE-Sheet + Cover, ein paar wenige MP3

Warum so:

Wollte eine Player nutzen, der hoch flexible mit Tags ugehen kann und alle Formate abspielt ==> Foobar
Wollte keine Festplatten im Wohnraum ==> NAS im "Technikraum"
Wollte HW ohne Lüftergeräusche, klein bei mittlerer Leistungsklasse ==> MacMini (kannte ich von meiner besseren Hälfte).

Grüsse

Frank
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Beitragvon Horse Tea » 09.08.2018, 23:20

Hallo,

vielen Dank für Eure Beiträge und Informationen bis hier her. Die Bilanz nach 24h ergibt Anlagen mit je 3 Synology und 3 QNAP NAS und eine mit (zusätzlichem) Innuos Musikserver. Es hat sich leider noch kein stolzer Besitzer eines (teuren) Musikservers a la Burmester, Melco, Aurender usw. gemeldet.

Hallo, gibt es dazu noch Erfahrungsberichte?

Mich interessiert das, weil diese, sicher nicht repräsentative, Zwischenbilanz darauf hindeutet, dass meine Hörerfahrung, nach der der Speicherort zwar eine gewisse klangliche Auswirkung hat, der Renderer aber wohl eine größere, Unterstützung findet. Denn alle bisherigen Antworten stammen von gestandenen Forumsmitgliedern.

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon Horse Tea » 09.08.2018, 23:37

Jupiter hat geschrieben:Kannst gerne vorbeikommen und hören, Bernd kennst du übrigens auch. Wir hatten uns bei Sigi getroffen bei der Vorführung von Ulis Hörnchen.
.

Hallo Harald,

danke fur Deine informative und nette Nachricht. Klar, erinnere ich mich an Bernd, der meine Maggies so wohlwollend :D kommentiert hat. Und die wiederholte Einladung werde ich nicht vergessen, aber wohl erst im Herbst darauf zurück kommen. Der Vergleich von Riesling aus dem Rheingau, Franken und der Pfalz reizt sehr, insbesondere weil ich das letztere Anbaugebiet am wenigsten kenne. Das erste liefert unseren Hauswein (Bio VDP), obwohl wir im zweiten wohnen.

Übrigens Garatulation zu dem neuen Linn mit G. Eine sehr gute Entscheidung.


Das wird mir immer mehr klar, auch schon ohne G. Meine bisherigen Renderer waren wohl eine Limitierung.

Aktuell nutze ich meinen G- Linn über einen HF-Filter.
Das bringt nochmals einen deutlichen Schluck mehr Ruhe und eine aufgeräumtere Bühne.


Apopo, Schluck, siehe oben.

Welchen HF-Filter hast Du im Einsatz? ich habe den Afis (und den Isotek Sigmas). Die haben auch den Effekt gezeigt, wie Du ihn beschreibst.

Liebe Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon h0e » 10.08.2018, 06:04

Hi,

Harald nutzt einen Prototypen eines HF Netzfiltern von Sigi.
Ich hatte auch schon einen gehört, das war gut.
Bei mir steht ein Isotec aus gleichem Grunde.

Einen Melco hatte ich auch schon.
Dieser stellt für mich eine Limitierung im Speicherplatz dar.
Klanglich sehr gut, jedoch habe ich Netzwerk über Switch, Kabel und LWL entsprechend auf ein gutes Niveau gehoben. Zusätzlich FFMpeg genutzt kann sich der Melco nicht mehr absetzen.
Ohne jegliche Maßnahmen spielt der Linn vom Melco klar besser.

Grüsse Jürgen
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