Erfahrungen mit Audio-over-IP

Musikwiedergabe über PC und Mac

Beitragvon music is my escape » 09.03.2018, 11:24

Hallo an alle,

Ich sag mal so: an gutem Material ist noch niemand gescheitert. :mrgreen:

Da auch bei Dante weiterhin der Grundsatz gelten dürfte, dass auschließlich nicht verbaute Teile keinen Einfluss auf auf das Gesamtergebnis haben, schadet es sicher nicht, bei einem Neubau alles nach besten Wissen und Gewissen zu beachten, was einem sinnvoll erscheinen könnte. Wenn man noch ein hochgepimptes Dual-PC-System aus JPlay-Hochzeiten im Keller liegen hat, umso besser.

Für meinen Teil bin ich einfach nur froh, dass sich die in meiner Konfig bei einer richtig klingenden Gesamtperformance hörbaren Einflussgrößen erheblich verringert haben. Beispiel USB-Kabel: erst letztens noch gemeinsam mit meiner Freundin einen ausführlichen Test gemacht und dabei erneut ratlos festgestellt, dass die Unterschiede schlicht frappierend und entscheidend über Wohl und Weh der gesamten Anlage sind, egal, was sich davor und dahinter abspielt Und das bei durchweg dreistelligen Preisen für eine kurze Strippe.
Bei Dante hingegen: bei hohem Gesamtniveau praktisch keine Unterschiede, zumindest nicht zum derzeitigen Zeitpunkt und den mir zur verfügung stehenden Strippen.

Auch spielt es hier bspw. keine Rolle, ob der PC auf Akku oder am Strom läuft, während bei der USB-Strecke selbst die Lagerung des PC-Netzteils eindeutig hörbar war.

Mal schauen, wie sich das noch entwickelt - momentan bin ich von der Performance und mehr noch der gesteigerten Beherrschbarkeit recht angetan.

Grüße,
Thomas
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Beitragvon SirMartin » 11.03.2018, 09:21

Hallo Thomas,

Deine Erfahrungen mit usb Kabeln kann ich nur voll und ganz bestätigen. Bei mir hat ein JCAT USB Kabel ein bisher vorhandenes USB Reinsilberkabel ersetzt. Unglaublich frappierend wie sich das Klangbild hin zu mehr Raum und Natürlichkeit verändert hat.
Doch das ist fast wenig gegenüber einer konsequenten Verbesserung von Router samt Netzteil. Ich habe seit 2 Tagen Beci‘s Router Wizzard samt Netzteil im Einsatz. Das hebt die Klangperformance derart auf ein neues Niveau das ich bisher noch etwas sprachlos vor meiner Anlage sitze und das erreichte noch gar nicht fassen kann. :cheers:

Grüße
Martin
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Beitragvon Salvador » 11.03.2018, 09:30

Hallo Martin,

ist das bei Dir bei USB-Audio und mit Musik von NAAs, mit Router zwischen NAS und audio-PC?
Falls ja, was hat das mit audio-over-IP zu tun?

Grüße,
Andi
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Beitragvon Twity » 13.03.2018, 00:26

Hallo an alle Dantchen,

ich habe schon seit längeren geliebäugelt mir ein gutes Netzwerkkabel, mit guten Steckern selber zu konfektionieren.
Nach langer suche das passende Kabel zu finden, hab ich mich dann für das Viablue EP-7 Silver
Cat 7 und den RJ45-Steckverbinder MFP8 IE von Telegärtner entschieden.
Das Zusammenbauen war wirklich kinderleicht und ging schnell von der Hand, was soll ich sagen das hat sich nochmal gelohnt :) kann jedem raten, die Strecke zu der Dante Dio Karte nicht zu unterschätzen.
Ich bilde mir ein das es jetzt noch Involvierender spielt als vorher, was Positive auffällt, es gib so gut wie keine Ausätzer mehr beim Abspielen.

Höre weieterhin sehr zufrieden mit Dante und freu mich demnächst auf den nächsten schritt,
- Clock Update

Viele Grüße
Wasfi
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Beitragvon chriss0212 » 13.03.2018, 02:23

Hallo Wasfi,

da bin ich gespannt wie es sich dann gegen mein ungeschirmtes Patchkabel schlägt.

Irgendwie habe ich eine Abneigung gegen geschirmte Kabel. Das ist mal wieder so ne Bauchgefühl Sache. Ich habe früher in einem ganz anderen Bereich schlechte Erfahrungen damit gemacht und deswegen sperrt sich jetzt etwas dagegen. Hat mit Reflektionen innerhalb des Kabels zu tun...

Eine weitere Sache ist, dass man durch den Schirm die Galvanische Trennung zwischen Rechner und Däntchen aufgibt.

Aber wenn ich zurück bin werden wir mal testen ;)

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Jannemann » 13.03.2018, 19:04

Hallo Christian,

das interessiert mich auch sehr. Nach meinem Kenntnisstand kann ein ungeschirmtes Kabel niemals Cat5e oder höher erreichen. Somit müsste es bei Gigabit Commections doch eigentlich zu Problemchen kommen. Oder kommen können, je nachdem. Ob die galvanische Trennung das wieder gutmachen kann, kann ich nicht einmal erahnen.

Ich bin den Weg der größtmöglichen Schirmung gegangen und sehr neugierig auf Euren Vergleich.

Viele Grüße
Jan
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Beitragvon chriss0212 » 13.03.2018, 22:05

Hallo Jan

Wenn ich jetzt die spezifizierten 100m Kabellänge in einem mit diversen Kabeln belegten Kabelkanal nutzen würde, könnte es denke ich zu Problemen kommen... aber bei 2 Metern bin ich mal optimistisch, dass das läuft ;)

Also wenn es da zu Aussetzern kommt, muss schon gewaltig was schief laufen :cheers:

Das nächste ist, dass das Däntchen eh nur eine 100 MBit Verbindung hat, wodurch es noch unwahrscheinlicher wird.

Dass sich das Kabel im Klang auswirkt, kann ich mir sehr gut vorstellen, aber dass es zu weniger Aussetzern führt, da bin ich pessimistisch. Wie gesagt: wenn dann sollte man da mal auf Ursachenforschung gehen, denn dann stimmt aus meiner Sicht an anderer Stelle etwas nicht.

Wusstest Du eigentlich, dass ein Cat7 Kabel mit einem normalen RJ45 Stecker angeschlossen eigentlich zu Cat6 degradiert wird. So zumindest steht es hier:
https://www.laan-tec.de/news.php?news_id=407

Abgesehen davon sind es hauptsächlich wir Deutschen die geschirmte CAT Kabel nutzen. Weltweit wird hauptsächlich UTP Kabel verbaut. It den Höheren Anforderungen wird sich das sicher ändern aber momentan noch Stand der Dinge. Ist natürlich auch keine Gesichte Information, aber das habe ich schon aus vielen Quellen so gehört.

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon v_erich » 13.03.2018, 22:36

Hi,
bei uns auf der Arbeit haben wir jetzt ein neues Gebäude bezogen und dort sind UDP Cat6a Kabel (eigentlich 10GBit, wir verwenden sie aber nur mit 1GBit) vorgeschrieben. Ungeschirmt!

Gruß,
Erich
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Beitragvon Fujak » 17.03.2018, 00:18

Hallo zusammen,

ich habe bei mir heute Abend mal STP und UTP miteinander verglichen (beides Cat5e). Es ist ziemlich eindeutig, dass das UTP sauberer klingt, sodass ich es weiterhin nutze. Die Länge beträgt bei mir etwa 10m. Das läuft seit meinem Start mit Dante völlig störungsfrei. Interessant wäre noch ein Cat6 UTP zu vergleichen. Übrigens hatte ich noch ein Flachkabel Cat 7 STP. Das klingt ebenfalls schlechter. Es scheint wirklich mit der Schirmung zusammenzuhängen.

Grüße
Fujak
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Beitragvon Twity » 19.03.2018, 12:01

Hallo nochmal,

ich war am Wochenende nochmal beim Christian und hatte mein Netzwerkkabel dabei, dort
konnte ich nochmal vergleichen.
Das ungeschirmte gegen das geschirmte Kabel von mir.
Leider muss ich meine Meinung jetzt doch wieder revidieren.
Das ungeschirmte UTP Kabel klingt, wie das auch Fujak festgestellt hat, doch um einiges besser.
Den gleichen Eindruck hatte ich auch dann bei mir, wobei der Effekt da nicht so sehr ausgeprägt war wie beim Christian, aber doch hörbar.

Grüße
Wasfi
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Beitragvon Hans-Martin » 19.03.2018, 13:14

Hallo Kabeltester,
nachdem sich das UTP vor dem STP behauptet, könnte man auf die Idee kommen, das Kabel auf die benutzten 2 Paare an RJ 45 Pins 1 (TX+), 2(TX-) 3(RX+), 6(RX-) zu reduzieren.
Farben (ohne Gewähr): 1 (TX+ =weiß/grün), 2(TX-= grün/weiß) 3(RX+=weiß/orange), 6(RX-=orange/weiß).
Demnach könnte man die unbenutzten braunen und blauen mit dazugehörigen weißen Drähte einfach wegschneiden, nachdem man den PVC Mantel (ggf samt Schirmung) entfernt hat.
Damit reduziert man das Kabel auf das Allernötigste, verhindert parasitäre Einflüsse aus unmittelbarer Nachbarschaft, darunter kapazitive (elektrische) Einflüsse und Kompressionseffekte aus Luftschall auf den PVC Mantel. Das verbleibende Doppelpaar würde ich an Baumwollfäden aufhängen, damit Abstand zu anderer Materie gehalten wird, für LS-Kabeln gibt es Kabelhalter in allen Variationen, da könnte man sich etwas abschauen, z.B. auf Luftpolsterfolie legen oder in Heizungsrohrisolation-Schaumrohrabschnitte (Ringe).
Schließlich ist Luft nach Vakuum das beste Dielektrikum.
An beiden Enden des Kabels sind übertrager zur galvanischen Trennung der LAN-Komponenten, die für eine gute Gleichtaktunterdrückung sorgen.
Der Minimalismus ist einen Hörvergleich wert, LAN-Kabel sind preiswerte Massenware, da kann man von 2 identischen eins zum Vergleich strippen.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon thorsten » 25.03.2018, 02:04

Hallo zusammen,

Ihr habt mir einen ganz schönen Wurm ins Ohr gesetzt :roll:

Und was soll ich sagen: es geht! :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Ich bin gerade unglaublich glücklich, dass der Schwenk von 2x Fireface auf Dante kein Griff ins Klo war!
Nach stundenlangem Verkabeln und Konfigurieren des Switch höre ich gerade teilaktiv, mit Acourate und i2s am dddac... und morgen kommt Surround dran (und mehr schreiben, versprochen).

Einen wunderschönen Sonntag,

Thorsten
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Beitragvon chriss0212 » 25.03.2018, 09:10

Hallo Thorsten

Glückwunsch.... freut mich, dass der Aufbau gelungen ist und spielt... und natürlich, dass es einen neuen Dante/dddac jünger im Forum gibt

Bin sehr auf den weiteren Bericht gespannt!

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Fujak » 25.03.2018, 09:21

Hallo Thorsten,

das hört sich interessant an. Wenn ich es richtig verstehe bei zwei Fireface, hast Du hier ein Mehrkanal-Dante-System installiert. Kannst Du dazu (vielleicht am besten in Deinem Vorstellungsthread) mehr dazu berichten? Das würde mich sehr interessieren.

Grüße
Fujak
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Beitragvon Fujak » 25.03.2018, 09:21

Hallo zusammen,

ich bin zur Zeit weiter am Ausprobieren diverser Kabelvarianten für die Ethernet-Strecke (mehr davon, wenn ich valide Ergebnisse habe). Dabei kam mir die Frage in den Sinn, ob jemand von Euch mal den Giso-Isolator dazwischen geschaltet hat und inwieweit ein solcher Schritt etwas bringt. Georg (Schorsch) hatte gestern ja beim Emo-Isolator einen gewissen Unterschied beschrieben.

Grüße
Fuja
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