Experiment zur Anordnung von Raumtuning-Elementen

Mess- und Korrektursysteme

Beitragvon Eusebius » 10.04.2018, 22:59

Hallo Alwin!
Die Mode bei 30 Hertz ist schon heftig. Wird meist keine Rolle spielen (weil zu tief), manchmal aber dann doch.
Da kann die Matratze natürlich wenig ausrichten. Ich würde sie oder etwas Ähnliches im Raum lassen.

Gruß!
Rainer
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Beitragvon Mister Cool » 10.04.2018, 23:22

Eusebius hat geschrieben:Hallo Alwin!
Die Mode bei 30 Hertz ist schon heftig. Wird meist keine Rolle spielen (weil zu tief), manchmal aber dann doch.


Ja, die 30Hz sind echt ein "Krampf", aber dafür habe ich schon eine Idee -> DBA.
Mein langfristiges Ziel/Traum ist es die kleineren Rey Audio Kinoshitas nachzubauen. Dann kann ich je nach Lust und Laune zwischen den gerade gebauten 3Cube und den Kinoshitas umschalten, den Sessel umdrehen und die hinteren Lautsprecher als DBA nutzen.

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Grüsse,
Alwin
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Beitragvon Jupiter » 11.04.2018, 07:36

Hallo Alwin ,
könntest du bitte mal die REW Skala beim Nachhall auf 500 ms und bis 10.000 Hz einstellen.

Beim REW Nachhalldiagram passt etwas nicht zum Nachhalldiagram von Acourate im Bereich ab 4000 Hz.
Die Nachhallzeit mit Acourate gemessen liegt in diesem Bereich > 4000 Hz unterhalb von 300 ms.


Ausserdem würde mich interessieren wie das ETC der ersten 15 ms in Acourate aussieht.

Wie weit sind denn die Haupt- LS von den Wänden entfernt.
Die Subs sind wohl zwischen 50-80 cm von der Frontwand entfernt oder ?

Bist schon ganz schön weit gekommen, ist damit das Ende der Fahnenstange bei dir erreicht oder geht es noch weiter.

Gruß Harald
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Beitragvon Mister Cool » 11.04.2018, 11:27

Hallo Harald,

Jupiter hat geschrieben:könntest du bitte mal die REW Skala beim Nachhall auf 500 ms und bis 10.000 Hz einstellen.

Beim REW Nachhalldiagram passt etwas nicht zum Nachhalldiagram von Acourate im Bereich ab 4000 Hz.
Die Nachhallzeit mit Acourate gemessen liegt in diesem Bereich > 4000 Hz unterhalb von 300 ms.

Ausserdem würde mich interessieren wie das ETC der ersten 15 ms in Acourate aussieht.
.....


Mache ich noch

Jupiter hat geschrieben:...Wie weit sind denn die Haupt- LS von den Wänden entfernt.
Die Subs sind wohl zwischen 50-80 cm von der Frontwand entfernt oder ?...


Siehe beigefügte Übersicht. Nach vielen Versuchen/Schieberei landete der Subwoofer hinter dem Sitz in dem Regal

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Aber das ist alles nur eine temporäre, vorübergehende Lösung, bis ich mit dem Bau der 3Cube Lautsprecher fertig bin. Dann fliegt der Subwoofer raus und alles wird vollaktiviert.

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Jupiter hat geschrieben:...ist damit das Ende der Fahnenstange bei dir erreicht oder geht es noch weiter.


Ich hoffe dass es noch weiter geht (wenn sich das Konto wieder erholt hat :) ) -> ich werde nie fertig.
Dann kann ich noch die Ecken zw. Regal und Wand mit Steinwolle Stopfen, die Kinoshitas bauen und das ganze als DBA aktivieren.

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Es gibt viel zu tun :D

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon Mister Cool » 12.04.2018, 08:46

Jupiter hat geschrieben:Hallo Alwin ,
könntest du bitte mal die REW Skala beim Nachhall auf 500 ms und bis 10.000 Hz einstellen.
....
Ausserdem würde mich interessieren wie das ETC der ersten 15 ms in Acourate aussieht.


Hi,

hier sind die REW Waterfalls (der Range bis 500ms reicht nicht -> siehe die Mode bei 300Hz)

Gemessen ohne Acourate Filter

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Gemessen mit Acourate Filter

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Die ETCs folgen

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon Jupiter » 13.04.2018, 17:16

Hallo Alwin,
das sieht doch schon sehr gut aus bis 70 Hz mit dem Nachhall.

Ich dachte die Einbrüche im Frequenzgang bei ca 150 Hz hätten etwas mit der Aufstellung und entsprechender Auslöschung zu tun, sieht aber nicht so aus.

Weiterhin war ich der Annahme, dass die beiden Subs am TV ebenfalls angeschlossen sind.
Hier hätte ich die Auslöschung bei 150 Hz bei 50 cm Wandabstand vermutet.
Ist aber nicht so, weil nicht angeschlossen oder?

Hast du auch mal einen Wandabstand von ca 170-200 cm ausgetestet ?

Bzgl. Matraze,
hat es da bei 150 Hz -250 Hz sogar eine Erhöhung im Amplitudenfrequenzgang gegenüber der Messung ohne Matraze.
Ähnliches habe ich auch erlebt, dass zuviel Absorber an der falschen Stelle kontraproduktiv sein können.

Hast du das ETC schon in Arbeit ?

Gruß Harald
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Beitragvon Mister Cool » 14.04.2018, 07:58

Hallo Harald,

die "beiden Subs am TV" sind meine zukünftigen Hochtöner, die ersten fertigen Teile der gerade gebauten 3Cube Lautsprecher :)

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Die Subs selbs werden schon ein bisschen Grösser sein - wie Du schon gemerkt hast, ich bin ja ein Bass-Junkie :D

Die ETC Messungen reiche ich nach, ich bin gerade in Köln und freue mich auf das Konzert in der Sankt Peter Kirche (ich stehe TOTAL auf Orgel), die Orgel da ist einzigartig


14. April 2018 – 13 Uhr
Forum neuer Musik des DLF
Werke von Hans-Joachim Hespos
Dominik Susteck, Orgel,
Enikö Ginzery, Cymbalom

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon Mister Cool » 19.11.2018, 01:28

Hi,

ich habe meiner "Musik-Höhle" einen neuen Anstrich verpasst (das Auge hört mit :D ). Dabei war ich neugierig, ob und wie weit die Art der Farbe die Raumakustik beeinflußt. Um das herauszufinden, habe ich vor dem Streichen eine Acourate-Messung durchgeführt, die ich mit einer Messung nach dem Streichen vergliechen habe. Das Ergebnis ist recht interessant.

Die alte Farbe war leicht "Seidenglanz", die neue "Matt". Wenn überhaupt, dann hatte ich eine Veränderung in dem Mittel-/Hochton erwartet (ruhiger/zurückhaltender). Und was ist passiert? Die Messungen selbst unterscheiden sich nur sehr gering. Der Reverb in dem Mittelton ist etwas gleichmässiger geworden. Der Frequenzgangsverlauf selbst ist kaum verändert. Also eigentlich es ist etwas anders ausgefallen, als ich es erwartet habe. Aber jetzt kommt die größere Überraschung.
Auf Basis der neuen Messung aber unter Nutzen der gleichen Zielkurve habe ich neue Filter generiert, in der Hoffnung, dass es dadurch entsprechend korrigiert/angepasst wird. Interessanterweise, trotz der gleichen Zielkurve klingt es total anders! Es ist deutlich mittenbetonter und "nerviger". Das Heist, dass ich die Zielkurve anpassen werde, um auf ein tonal vergleichbares Ergebnis zu kommen.

Hier die Farbe

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Die "vorher" Messung

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Die "nachher" Messung

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Also, wer eine Renovierung plant, sollte möglicherweise mit einer kleinen tonalten Anpassung rechnen.

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon chriss0212 » 19.11.2018, 08:14

Hallo Alwin

Ich bezweifle, dass die Unterschiede durch die Farbe kommen. Viel mehr vermute ich, dass sie an der Mikrofonpositionierung als auch am Rest des Raumes liegt.

Du hast wenn ich das richtig sehe einen Vorhang an der Front... hat der die gleiche Wellenlage wie beider ersten Messung? Steht der Sessel exakt in gleicher Position?

Das sind Dinge, die sich messtechnisch bemerkbar machen. Und Acourate versucht natürlich dieses auszugleichen.

Hast Du mal 2 Messungen an minimal unterschiedlicher Position gemacht? Das kann schon mal nen ordentlichen Unterschied machen.

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Mister Cool » 19.11.2018, 09:27

Hi,

eine unterschiedliche Positionierung als Ursache schlisse ich aus. Die Positionen von Lautsprechern und Mikro sind mit Massband milimetergenau ermittelt, mit Laserpointer ausgerichtet und mit Klebepads auf dem Boden fixiert. Daher ist die Reproduzierbarkeit der Messbediengunger gesichert. Auch die restliche Einrichtung des Zimmers ist ist absolut identisch/unverändert und bis auf die Tür an einer Seite, extrem symetrisch.
Weiterhin, ich habe in den letzen Wochen vor der Renovierung die Messungen zig-mal wiederholt und noch nie diesen Effekt beobachtet.

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon Joerghag » 19.11.2018, 09:48

Hallo Alwin,
an der Farbe wird es sicher nicht liegen. Das ist wohl eher als Meßtoleranz zu werten.

Gruß Jörg
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Beitragvon Mister Cool » 19.11.2018, 11:01

Joerghag hat geschrieben:Hallo Alwin,
an der Farbe wird es sicher nicht liegen. Das ist wohl eher als Meßtoleranz zu werten.

Gruß Jörg



Jungens,

ich wiederhole mich: ich "produziere" neue Messungen/Filter wie "auf einem lauenden Band", z.T. mehrere in der Woche (das ist mein Hobby :D ), und das als Einzelmessungen, gemittelte Messungen aus mehreren Positionen usw., aber diesen Effekt habe ich noch nie beobachtet. Daher schliesse ich die Meßtoleranz als Ursache definiv aus.


BTW. Da fällt mir gerade eine Anektdote ein (ich weiss nicht, ob sie stimmt).
Es gibt einen guten CD Label KKV. Sie haben fantastische Aufnahmen in einer kleinen Kapelle in Norwegen gemacht. Damit haben sie Geld verdient und irgendwan die Kapelle renoviert. Nach der Renovierung war die gute Akustik futsch. Schluß mit den guten Aufnahmen in der Kapelle.

Ich kann es mir nicht verkneifen an dieser Stelle eine geniale KKV CD zu empfehlen

Tom Russel "The Man From God Knows Where"
https://www.discogs.com/de/Tom-Russell- ... se/4155948
Eine meiner besten CDs ever!


Grüsse,
Alwin
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Beitragvon chriss0212 » 19.11.2018, 11:51

Mhhh...

im Bereich um 180Hz die Nachallzeit um 50ms zu senken... da muss man doch zweifeln... Also zumindest ich ;)

Aber wer weiss...

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Mister Cool » 19.11.2018, 12:04

chriss0212 hat geschrieben:Mhhh...

im Bereich um 180Hz die Nachallzeit um 50ms zu senken... da muss man doch zweifeln... Also zumindest ich ;)

Aber wer weiss...

Viele Grüße

Christian


Und die Zweifeln verstehe ich auch gut, denn der tonale Unterschied, den ich wahrnehme, wird eher in einem höheren Frequenzbereich liegen. Vielleicht finde ich es heraus, nach dem ich die Zielkurve angepasst habe.

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon Jupiter » 19.11.2018, 12:06

Hallo Alwin,
Ich schlage vor das du nochmals streichst, möglicherweise verschwindet dann der steile Anstieg des Nachhalls im Bassbereich ab 70Hz :cheers:

Berichte bitte darüber möglicherweise streiche ich dann auch. :lol:

Spaß beiseite.

Ich bin ja auch ein Verfechter der Aussage
Wer Acourate hat muß mindestens einmal pro Woche messen..

Auf diesem Wege habe ich auch festgestellt, dass eine Messung die Abends gemacht wurde nachdem das Setup 4 h in Betrieb war ganz anders aussieht als die Messung am nächsten Tag nachdem die Anlage gerade angestellt wurde.
Thema warmlaufen der Anlage.

Die einzige Änderung war die Nacht zwischen den Messungen.
Ach ja eine Randbedingung war geändert abends war es ca 30 Grad und morgens nach kühler Nacht ca 16 Grad.
Sonst keine Änderung.

Die Nachhallmessung unter 100 Hz ist von soviel Zufällen abhängig das man ihr selbst als Trendmessung nicht unbedingt trauen kann.

Was man sieht ( Nachhallmessung) das hört man anschließend auch.

Innerhalb der Wochen und Monate ohne Messung habe ich dann keine Änderungen zwischen Morgens und Abends hören können die eine Korrektur der Zielkurve notwendig gemacht hätten.

Doch die Änderungen des Luftdrucks ich meine damit Hochdruckwetterlage und Tiefdruckwetterlage haben eine weitaus gravierenderen Einfluß auf mein Hörvermögen und Wohlbefinden als 1/5 mm Wandfarbe.

Bei Hochdruckwetter fördert ein Glas Rotwein meine Entspannung und Hörvergnügen.
Bei starkem Tiefdruckwetter bekomme ich von einem Glas Rotwein Kopfweh und mein Hörvermögen bzgl. HiFi geht dermaßen in den Keller das ich die Anlage erst gar nicht anmache.

Ich würde behaupten wollen, das wenn mein Leihund gerade mal gähnt er einen großen Bereich im Nachhall bei 70 Hz gerade mal so wegschluckt. :cheers:
Ach war gerade wieder Spassmodus sorry. :oops:

Also wenn die Wandfarbe einen Unterschied ausmachen würde dann doch im Hochtonbereich vorausgesetzt die Wandfarbe ist mit Basotektkügelchen versetzt, die in die Nasse Wandfarbe eingedrückt werden sodass die Absorbierende Struktur offen bleibt.

Dicke geschäumte nicht gestrichene Tapete kann einen Effekt im Hochtonbereich haben, aber einfach nur streichen ?

Aber wie immer gilt auch hier, ich kann mich ja auch irren.

Gruß Harald
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