Wohnzimmer oder Keller?

Mess- und Korrektursysteme

Beitragvon Tinitus » 15.02.2017, 12:11

Hallo Harald,

hat der Spanier dann noch besser gemundet?

@Ralf

eigentlich musst Du wissen, ob dir das so gefällt Harald und ich sind ja der Meinung die Nachhallzeit sollte unter Wahrung der Verhältnismäßigkeit der Mittel so gering wie möglich sein, andere wie Peter (Diskus_GL) mögen Wohnraumakustik, das ist individuell verschieden.
Wenn bei dir bei orchestraler Musik die Übersicht verloren geht, kann das an der nicht vorhandenen Symmetrie rechts links hängen, dann müsste man versuchen, die Verhältnisse symmetrischer zu gestalten (Absorber oder Diffusoren an die Seitenwand) oder es liegt an zu viel Hall, dann muss was an der Nachhallzeit getan werden. Kann natürlich auch an beidem liegen. Vielleicht gibt es ja einen Forumskollegen, der mit Messequipment mal bei dir vorbei schauen kann.


Gruß

Uwe
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Beitragvon Jupiter » 15.02.2017, 21:29

Hallo Uwe,

Ah du hast gelesen.

Den Spanier gibt es erst am Abend.

Nachmittags gibt es schnöden Tee.

Gruß Harald
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Beitragvon Siriuslux » 16.02.2017, 07:56

Für mich ist die Frage "Wohnzimmer oder Keller?" beantwortet mit "Wohnzimmer und Dachgeschoss". Im Wohnzimmer mit der ganzen Familie, als Alternative unterm Dach mit viel natürlichem Licht, was im Keller so nicht möglich ist.

Gruss, Jörg
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Beitragvon Ralf77 » 16.02.2017, 09:33

Hallo zusammen,

Heute sollten die Vicoustic-Elemente in 2 Farben ankommen (spätestens morgen).
Dann werde ich die 8 Stück mal als "Bild" auslegen und hoffen, dass dies meiner Frau noch zusagt.

Falls ja, dann plane ich an das Fenster im Rücken einen Akustik-Vorhang zu hängen (900gr/qm)...auch wenn er preislich eine ganz schöne Ansage ist...(hier erwarte ich den geringsten Wiederstand :mrgreen: )

Kennt den jemand? Oder hat jemand andere Empfehlungen?

Wenn das dann alles ok ist, dann werde ich ein kleines Deckensegel mit ca. 2x3m und indirekter Beleuchtung in der Stärke 5cm mit 5cm Abstand zur Decke noch überlegen/prüfen.

Damit sollte dann hoffentlich mein Wohnzimmer akustisch passen.

Falls die Vicoustic-Elemente bei der optischen Prüfung durchfallen....meint Ihr der Vorhang mit Deckensegel würde ausreichen?

Grüße,
Ralf
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Beitragvon Sire » 16.02.2017, 15:35

Hallo Ralf,

zum Thema Vorhänge empfiehlt sich mbMn auch der Blick in diesen Faden:
http://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?f=28&t=8160

(oder wurde das hier schon genannt?)

Viele Grüße Klaus
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Beitragvon Ralf77 » 17.02.2017, 15:40

Hallo zusammen,

Dank all Den Kommentaren und Meinungen habe ich jetzt mir auch meine gebildet :mrgreen:
Ich werde mir im Keller einen Hobby/Musikraum einrichten.

Dort wird für mich mein Hörzimmer reinkommen was den Vorteil bietet, dass ich auch mal lauter hören kann ohne unsere 2 kleinen gleich aus dem Schlaf zu holen (da sind dann 3 Türen zwischen mir im Keller und den Kleinen im Obergeschoß)

Zudem wird dort unser kleines Klavier stehen, damit meine Frau auch ungestört üben und spielen kann.

Warum habe ich kochen dafür entschieden:

1. Ich möchte unser Wohnzimmer einfach nicht mit Absorbern und Diffusoren zunageln. Das passt einfach nicht zu meiner Vorstellung wie ein Wohnzimmer auszusehen hat (lustigerweise wäre es für meine Frau ok gewesen und meine Idee die Vicoustic-Absorber als Bild aufzubauen mit einem Rahemn fand Sie ok)

2. Wenn ich es im Keller mache, dann kann ich Absorber und Diffusoren unterschiedlicher Hersteller zusammenscmweißen und muss nicht so extrem auf die Optik achten (werde den Gebrauchtmarkt jetzt im Auge behalten). Das sollte viel Geld sparen im Bergleich zu Neuware.

3. im Keller habe ich volle Freihat was ich wo und wie ausführen möchte

4. Ich war eh auf der Suche nach einem neuen Projekt für mich...somit habe ich das jetzt gefunden.

Ich werde sicherlich einiges an Hilfe von Euch benötigen.
Im Moment ist noch nicht mal eine Heizung drin. Es fehlt auch Strom (nur eine Steckdose), LAN und TV-Anschluss.

Im ersten Schritt werde ich mir einen Hezkörper rein machen lassen.
Dann werde ich mich um Strom, LAN uns TV-Anschluss kümmern.

Sobald das steht werde ich hier ein neues Thema aufmachen.
Zähle dann auf Eure Hilfe :cheers:

Den Heizungsbauer habe ich schon angerufen, er macht das im April...
Bis dahin wird es wohl nicht viel on mir dazu zu lesen geben...

Ach ja, ich suche dann natürlich noch Lautsprecher fürs Wohnzimmer - von Genelec.
Sollte ein SAM Monitor (nicht in weiß) sein, damit ich das GLM nutzen kann...falls jemand was anzubieten hat

Grüße,
Ralf
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Beitragvon Hornguru » 17.02.2017, 15:54

Wenn ich mal OT zum Thema Keller geben darf:

Letzte Woche eines der renommiertesten Studios für Wilson in New York besucht.
Hörraum im Keller. Totenstille. Wunderbar um schön leise alle Details zu hören. Sehr angenehm. Generell fühlt man sich sehr privat und ungestört. Mir gefiel das besser als "oberirdisch".

Leider dröhnte der Bass. Gewaltig. Natürlich links und rechts ein bischen pseudo Schaum an der Wand.
20.000€ Kabel drum herum. Aber keine Raumkorrektur. Folglich föhnte mir selbst das zarte Cassandra Wilson bei geschätzt 90dB Durchschnittspegel den Kopf weg.

Entweder hab ich mich zu sehr an Acourate gewöhnt oder die Amis lieben Bassmigräne.
Sowas schlechtes hab ich noch nie erlebt. Nachdem ich mir 25 Minuten HiEnd Geschwafel vom Verkäufer anhören musste... hab ich nach 5 Minuten hören freiwillig ausgeschaltet.
Nebenbei, war die neue Alex. Ziemlich teuer.
Ausrede vom Händler : Ja wir bauen grade um das ist noch nicht fertig. Keller sind schwierig im Bass zu bedämpfen. Alles ist dicht und das Mauerwerk kann nicht schwingen.

Haha. Warum zum Teufel führt man sowas dann vor?

Hi End.... immer wieder lustig.
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Beitragvon Tinitus » 17.02.2017, 17:33

Hallo Josh,

was hörst Du dir auch so teures, passives Geraffel an? Im Ernst, es ist erstaunlich unter welchen Bedingungen manchmal vorgeführt wird, aber wie Du sagst, Hauptsache für 20000 $ dran.

Gruß

Uwe
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Beitragvon wgh52 » 17.02.2017, 19:26

Hallo Josh,

Wilson Händler hat geschrieben:Ja wir bauen grade um das ist noch nicht fertig. Keller sind schwierig im Bass zu bedämpfen. Alles ist dicht und das Mauerwerk kann nicht schwingen....
Nun, man bedenke, dass in USA sehr viele Häuser in denen highendige Anlagen spielen Wände aus Holzaufbauten haben, die dann doch schon mal gut mitschwingen können. Jedenfalls hängt US Lautsprechern ja vielfach eine "gewisse Basslastigkeit" an.

Grüße,
Winfried

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Beitragvon Ralf77 » 28.03.2018, 16:20

Hallo zusammen,

Die Würfel sind gefallen und ich gehe (sobald der Raum fertig ist) in den Keller zum Musikhören und zum Filme ansehen.

Mein Ziel es es somit einen Raum mit meinen begrenzten Fähigkeiten neu aufzubauen und durch einfache Mittel eine akzeptable Akustik zu erhalten. In den Raum sollen meine Genelec 8351A als Stereo und Main Lautsprecher bei Surround genutzt werden. Als Rear werden meine Genelec 8320 verwendet. Für Surround plane ich aktuell mein 4.0 System auf ein 4.2 System aufzubohren. Falls sinnvoll, dann sollen die 2 Subwoofer dann auch bei Stereo unterstützen.

Der Raum hat ca. 25qm und ist komplett aus Beton mit einer Höhe von ca. 2,5m.
Dementsprechend müssen natürlich akustische Maßnahmen durchgeführt werden.
Mein Ziel ist es die Lautsprecher relativ weit von den Wänden aufzustellen (1/4 Regel für Lautsprecher und Sitzposition) und hoffe dadurch schon mal eine möglichst gute Grundlage zu schaffen.

Meine erste Idee für den Raum ist folgende:

Bild

Bild


Grün = Absorber/Deckensegel
Braun = Diffusor
Boden = Teppichboden

Würde mich über Info freuen, ob die Maßnahmen bereits reichen oder ob da noch mehr nötig wird.
Danke für Eure Einschätzung und Hilfe.

Grüße,
Ralf
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Beitragvon wgh52 » 28.03.2018, 17:14

Hallo Ralf,

ich bin auch auf dem Weg eines Hör- und Labor(keller)raumprojektes und werde darum hier sehr interessiert mitlesen. Beitragen kann ich zunächst wenig und mir wird's "nur" 2.0 werden :wink: , die Fläche ist auch 25m² und die Raumhöhe ist ca. 2,29m.

Aber eine Frage habe ich schonmal: Mit welchem Programm hast Du den Raum gezeichnet?

Danke und Grüße,
Winfried

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Beitragvon Ralf77 » 28.03.2018, 17:23

Hallo Winfried,
Für die Skizze habe ich die App Roomie auf meinem IPad verwendet.
Ist sicherlich nicht perfekt und es gibt bestimmt auch bessere. Aber auf die Schnelle war es ok.

Grüße,
Ralf
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Beitragvon wgh52 » 28.03.2018, 17:40

OK Danke! Ich versuch's mal.

Grüße,
Winfried

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Beitragvon Jupiter » 28.03.2018, 17:59

Hallo Ralf,
wenn du ca 50 % der Decke mit ca.10-12cm starken Basotectplatten mit ca 4 cm Deckenabstand montierst kommst du bis ca 150 Hz in die Tonstudionorm.
Nachhall liegt dann bei ca 250 ms.

Ich würde die 6 cm Platten nehmen, damit kannst du dann etwas spielen, entweder einfach oder doppelt.

In die Ecken dann Steinwolle geht dann nochmals runter bis ca 60-70 Hz.

gruß Harald
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Beitragvon Eusebius » 28.03.2018, 19:06

Auch ich würde dir empfehlen, die Ecken noch mit ausreichend dicken Bassfallen zu versehen.
Der Bass ist halt immer das größte Problem.

Hier gibt es eine Lösung, die mir gut gefällt.
Ist aber etwas aufwendig und erfordert handwerkliches Geschick:

https://www.youtube.com/watch?v=FQPpffdHzwY

Gruß!
Rainer
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