DSPeaker Anti-Mode 2.0 Dual Core

Mess- und Korrektursysteme

DSPeaker Anti-Mode 2.0 Dual Core

Beitragvon Melomane » 24.07.2012, 20:56

Hallo,

hat jemand aus diesem Kreise schon Erfahrungen mit diesem Gerät machen können?

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Quelle: http://ak-soundservices.de/am2dualcore.html

Falls ja, mit welchem Ergebnis?

Gruß

Jochen
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Beitragvon khonfused » 24.07.2012, 21:31

Hier findest Du eigentlich alles zu den antimodes, inkl. online support von bass-oldie.

http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browseT&forum_id=93&thread=5666

Gruss
Christian
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Beitragvon Melomane » 24.07.2012, 21:36

Hallo,

deswegen fragte ich ja auch nach Erfahrungen hier. ;)

Gruß

Jochen
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Beitragvon Fujak » 24.07.2012, 21:52

Hallo Jochen,

auch ich kann keine Erfahrungen beisteuern. Das Gerät ist auch noch nicht so lange auf dem Markt, als dass es da schon viele Erfahrungen geben könnte - am ehesten wohl im Hifi-Forum. Bei dem aufgerufenen Preis von 875,- ist das Gerät sicher seinen Preis wert (zumal auch ein DAC und Vorstufe integriert sind (Qualitätsfragen mal außen vorgelassen), doch gebe ich zu bedenken, dass lediglich PEQs auf IIR-Basis und keine FIR-Filter eingesetzt werden, sodass eine Raum-Korrektur von Phase und Gruppenlaufzeit flach fällt - eine klangliche Einschränkung besonders dann, wenn eine Korrektur über den gesamten FG erfolgen soll.

Grüße
Fujak
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Beitragvon wgh52 » 24.07.2012, 22:41

Hallo allerseits.

Fujak hat geschrieben:... lediglich PEQs auf IIR-Basis und keine FIR-Filter ...

Diese Aussage möchte ich relativieren. Weder sind IIR-PEQs u. IIR-Filter grundsätzlich "schlecht", noch im Vergleich zu FIR Filtern unbedingt immer vorzuziehen. Beide haben sinnvolle Einsatzzwecke, die sich allerdings weit überlappen. Beide sind im Rahmen ihrer jeweiligen Kompromisse und Randbedingungen zu betrachten: z.B. ist die Latenz bei FIR Filtern extrem groß und pre-ringing kann problematisch sein, dafür haben IIR Filter sehr kurze Latenz (digital), dafür keine konstante Gruppenlaufzeit (was hörbar sein kann). Mit beiden kann man trotzdem erfolgreich Raummoden bearbeiten und gut funktionierende Frequenzweichen realisieren (siehe auch Subtraktionsweiche).

Nichts für ungut, ich möchte nur für Ausgewogenheit sorgen.

Gruß,
Winfried

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Beitragvon Dimitri » 12.08.2013, 00:34

Das AM DC verwendet (wie auch die 8033 Serie) einen Mix aus FIR und IIR Filter:

http://www.hifi-forum.de/index.php?acti ... =1872#1872
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Beitragvon LordHelmchen » 25.09.2013, 13:11

Hallo Melomane,

ich habe das Kästchen für meinen Q400 KEF Subwoofer in meiner Heimkinoumgebung laufen. Die Raummoden rechnet er sauber raus, so dass die Bässe knackiger und präziser werden, das klappt m.E. gut und macht kaum Aufwand. Außerdem nutze ich ganz gerne die Lautstärkeregelung des Subwoofers über die Fernbedienung des DSpeakers, weil mir bei vielen Filmen der Bass an manchen Stellen einfach zu dicke ist. Also eher ein Komfort- als ein Klangvorteil.

Im 2.0 Bereich habe ich den mal angetestet, klar wird der leichte Brummelbass bei meinen KEFs Q700 etwas gezähmt, aber für den Stereobereich fand ich das Ergebnis dem Anschaffungspreis nicht angemessen.

Da liebäugel ich dann doch eher mit einem Convolver, Trinnov oder ähnlichem (ja, ja, Äpfel mit Birnen vergleichen gilt nicht) ...

Über den DAC kann ich nichts sagen, habe ich noch nicht probiert.

Wie hast Du Dich denn entschieden?

Viele Grüße
Markus
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Beitragvon Melomane » 25.09.2013, 14:30

Hallo Markus,

danke für deinen Bericht. Ich habe mir das Gerät nicht bestellt/gekauft. Ich habe genau das geargwöhnt, was du zum Stereobereich geschrieben hast.

Gruß

Jochen
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Beitragvon Lefreck » 27.01.2015, 23:57

LordHelmchen hat geschrieben:...
Im 2.0 Bereich habe ich den mal angetestet, klar wird der leichte Brummelbass bei meinen KEFs Q700 etwas gezähmt, aber für den Stereobereich fand ich das Ergebnis dem Anschaffungspreis nicht angemessen.
...
Viele Grüße
Markus


Ich weiss, es ist schon eine ganze Weile her seitdem Du das gepostet hast, wollte trotzdem nachhaken: meintest Du damit dass der Antimode nicht hochwertig genug sei, um in einem hochwertigen Stereosetup zu bestehen, oder waren die erzielten Verbesserungen hinsichtlich Raummoden-Eliminierung für den Preis einfach zu gering bei Dir?
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Beitragvon beltane » 28.01.2015, 08:36

Ich habe am Zweitwohnsitz die kleinere Version des Antimode im Einsatz zur Reduzierung der Bassmoden meines Subwoofers. Dieses funktioniert einwandfrei.

Da ich dort aber eine Satelliten Subwoofer Lösung einsetze, nutze ich ergänzend DIRAC für eine Über Alles Korrektur um auch für den Höhen- und Mittenbereich über eine Raumkorrektur zu verfügen und den Übergang Sub / Sat weiter zu optimieren.

Antimode nutze ich nur deswegen, weil ich auch Schallplatten höre und dabei nicht auf eine Korrektur bzgl. Raummoden verzichten möchte.

Ich persönlich würde aus folgenden Gründen Antimode nicht als Über Alles Korrektur einsetzen:

- Nicht hochauflösend (24 Bit / 192 kHz)
- Nutzung eines internen DA / Wandlers (es sei denn, man korrigiert nur auf digitaler Ebene, ich glaube, das geht auch)

Bei mir käme Antimode daher wie gesagt nur für Subwoofereinbindung in Frage: Entweder wegen der Nutzung eines Schallplattenspielers - da möchte ich keine AD DA Wandlung - oder für das Heimkino (wenn mir die Raumkorrektur des AV Receivers nicht ausreichend erscheint)
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Beitragvon Lefreck » 28.01.2015, 08:51

Hallo beltane,

Ich bin auf der Suche nach einer Lösung zur Verminderung meiner Raummoden. Da ich auf keinen Fall meine Musik mit PC zuspielen will, fallen Dirac u.ä. leider flach. Bislang hatte ich den E-Trap von BagEnd im Auge, leider gibt es hier in der Nähe keine Händler, die das Produkt vertreiben resp. einstellen ... Ich gebe auch gerne zu, dass Einstellungs- und Messorgien nicht so mein Ding sind und der Antimode macht mir den Eindruck, dass er relativ einfach zu bedienen sei. Um Hoch-und Mittelton bräuchte er sich bei mir nicht zu kümmern, oder kann man diese Bereiche nicht ausklammern?
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Beitragvon beltane » 28.01.2015, 09:10

Wenn Du einen CD Spieler ohne optischen Digitalausgang nutzt, kannst Du nur analog ins Anti Mode gehen. Dann wird das ganze Signal AD DA gewandelt. Die interne Berechnung geht dann mit 192 Khz. Vom Anti Mode geht's dann analog in den Vollverstärker. Oder Du nutzt eine Endstufe oder hast im Vollverstärker Pre Eingänge, dann kannst Du das AM Dual Core auch als Vorverstärker nutzen. Hat der CD Spieler einen digitalen optischen Ausgang, entfällt die AD Wandlung.

Nutzt Du CD Laufwerk und DA Wandlers, gehst Du per optischem Eingang ins Antimode und von da aus wiederum digital optisch in den DA Wandler, bist aber auf 48 kHz begrenzt. Macht aber nur begrenzt Sinn, weil Du das Signal bereits mit dem Antimode gewandelt hast.

Es wird aber immer das ganze Signal bearbeitet, wobei Du vorgeben kannst, bei welchen Frequenzen eine Raumkorrektur erfolgen soll. Somit sind die Qualitäten des DA Wandlers und des Vorverstärkers die ggf. begrenzenden klanglichen Bausteine des Antimode bei dieser Lösung.

Einfach testen. Wenn klanglich gut und keine hochauflösenden Formate abgespielt werden, könnte es eine Lösung für Dich sein.

Deutlich teurere Alternativen für Lösungen ohne PC wären Lyngdorf, Audiovolver und Trinov. Oder ggf. Emotiva, die haben einen VV mit Dirac. Und sind nicht teurer, ist allerdings AV und kann ich klanglich nicht beurteilen.
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Beitragvon slarti05 » 28.01.2015, 12:28

Hallo,

es gibt noch zwei Alternativen von MiniDSP, die StandAlone-DSPs mit DiracLive anbieten.

Der DDRC-88A wird analog hinter die Vorverstärker-Ausgänge eingeschliffen (d.h. es gibt eine zusätzliche A/D und D/A-Wandlung) und bietet 8 analoge Inputs und 8 analoge Outputs (es gibt auch 2x2-Versionen für Stereo, dann aber ohne Sub-Ausgang). Kostenpunkt $999.

Der NanoAVR HD DL ist auf rein digitaler Ebene und wird über HDMI eingeschliffen (also zwischen Quelle und AV-Processor), und hat ebenfalls 8x8 Kanäle mit DiracLive (zwei HDMI-Inputs).

Der Nano ist insbesondere spannend, wenn man neben Stereo-Nutzung auch eine Surround-Lösung ohne extra PC haben will, da man durch den HDMI-Korrekturweg einen analogen Weg über einen zwischengeschalteten DAC (bei mir bspw. Fireface und Linetreiber über die analogen 7.1-Inputs eines Emotiva AV-Vorverstärkers) beibehalten kann, der völlig unabhängig von Dirac ist. Kostenpunkt $549 (jeweils inkl. DiracLive)
Ich teste das gerade für mein Wohnzimmer, wo ein PC nicht akzeptiert wird.

Einen PC braucht man bei beiden Geräten nur für die Einmessung und Filtererstellung. Die Filter werden auf den DSP geladen und das ganze ist dann Stand-Alone.

Viele Grüße
Ralf
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Beitragvon beltane » 28.01.2015, 13:56

Hallo Ralf,

für den Nano habe ich folgende Spec gefunden:

"Processor 32-bit floating-point Analog Devices SHARC DSP
Input/output resolution 24 bits
Channel count 8 in, 8 out
Maximum input sample rate 216 kHz
Internal operating sample rate 48 kHz
Output sample rate 48 kHz "

Wenn ich das richtig verstehe, geht damit hochauflösend zwar als Input, dann erfolgt aber downsampling und rechnen mit 48 kHz - also geht hochauflösend nicht wirklich. Gleiches gilt für den 88A.

Bei der 22er Reihe http://www.minidsp.com/products/dirac-series scheint dies aber anders zu sein - hier wird zumindest bis zu 24 Bit 96 Khz behandelt. Und es gibt je nach Bedarf alle Arten (rein digital (also vor den DA Wandler einschleifen), inkl. DAC etc. Gerade die rein digitale Version finde ich eine spannende Lösung für die Raumkorrektur - vielleicht bringen die ja auch mal eine 24 Bit 192 kHz Version raus.....

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon Lefreck » 28.01.2015, 16:48

beltane hat geschrieben:...
Es wird aber immer das ganze Signal bearbeitet, wobei Du vorgeben kannst, bei welchen Frequenzen eine Raumkorrektur erfolgen soll. Somit sind die Qualitäten des DA Wandlers und des Vorverstärkers die ggf. begrenzenden klanglichen Bausteine des Antimode bei dieser Lösung.

Einfach testen. Wenn klanglich gut und keine hochauflösenden Formate abgespielt werden, könnte es eine Lösung für Dich sein.
...

Hauptzuspieler ist ein G-ADSM DAC, der analog (XLR) mit den aktiven LS verbunden ist. Dort käme der Antimode dazwischen... aber das hat sich, zumindest auf dem Papier ja schon fast erledigt, weil desöfteren hochauflösende Formate zugespielt werden... schade
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