Dirac Live - Raumkorrektur für Win und Mac OS

Mess- und Korrektursysteme

Beitragvon Joerghag » 06.11.2014, 11:50

Hallo Mathias,

du sitzt ganz sicher keinem psychoakustischen Phänomen auf. Dein Ergebnis ist mit Sicherheit besser als ohne Korrektur, in deinem speziellen Fall (mit den starken Auslöschungen) auch besser als mit dem GLM, welches ja nicht automatisch auffüllt. Leider bringt jede Korrektur auch ein paar Nachteile mit sich, manche mehr und manche weniger. Wie du schon sagst wäre es ohne am Besten. Frederik hat sowohl von Frequenzgang als auch von den Nachhallzeiten einen super Raum, da würde ich auch wenig bis nicht korrigieren. Mein Raum hat ähnliche Nachhallzeiten, aber leider eine starke Mode bei ca. 50Hz, die ich nicht manuell weg bekomme, ohne meinen Raum zu verunstalten.

Es tut mir Leid, das ich dich zum zweifeln gebracht habe, denn das brauchst du gar nicht. Es hört sich für dich doch besser an als vorher. Ich war auch 5 Jahre total zufrieden mit meinem Lyngdorf und den Canton Karat Ref.2. Das war auch schon richtig gut. Jetzt weiß ich das es besser geht... aber halt auch teurer. Du hast schon mal viel bessere Voraussetzungen mit deinen 8260. Alles Andere ist Hobby und fürs träumen.... 8)

Gruß Jörg
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Beitragvon delgesu » 06.11.2014, 15:13

Jörg, das ist eine lustige Parallele: mit Lyngdorf habe ich beinahe sechs Jahre gehört; sowohl mit der "reinen" RP-Komponente (leider hat die keinen Digitaleingang, grrr), als auch mit dem DPA. Das ist ebenfalls ein gutes System; leider fast ohne Eingriffsmöglichkeiten... :cry:

Grüße
Matthias
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Beitragvon Rainair » 07.11.2014, 17:26

...so, jetzt ist die Testzeit leider abgelaufen.

Nach oftmaligem Hin- und Herbiegen des Frequenzgangs bin ich zu der Ansicht gekommen, dass es, für mich jedenfalls, viel besser ohne Dirac klingt. Denn, wie ich schon am Anfang geschrieben habe, mir fehlt einfach dieses "prickeln", wenn ich Dirac aktiviere.

Ich kann auch nicht glauben, dass die Kurve bei der Impuls-Antwort mit Dirac echt gemessen ist, sondern ich vermute eher, das ist die gewünschte Soll-Kurve. Denn ohne Dirac ist die (gehörte) Impulswiedergabe schnell, trocken und eben impulsiv. Komischereise sagen die Dirac-Kurven etwas anderes. Mit Dirac kommt mir alles wie weichgespült vor, vielleicht korrekt, aber doch langweilig. Und auch irgendwie "künstlich", anders kann ich es nicht beschreiben.

Nächste Idee: Meine (analog TPS-geregelten) 4-Weg Boxen mit miniDSP 2x8 ansteuern, vielleicht kann man da mehr erreichen. Hat jemand von euch schon damit erste Erfahrungen ? Für Tips und Hinweise wär ich, wie immer, sehr dankbar.

LG, Rainair
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Beitragvon delgesu » 09.11.2014, 19:26

rainair,
hast du die von DIRAC vorgeschlagene kurve verwendet? wenn ja: die klingt wirklich schlimm.
versuch mal was in der art, wie ich es vor ein paar postings vorgeschlagen habe ... da ist dann wirklich nichts mehr mit "langeweile", "kein prickeln", "künstlich" usw.
da geht die post ab.

miniDSP: wenn dir DIRAC aber generell nicht gefällt, dann wird das wohl auch keine lösung für dich sein; denn letztlich steckt da ja auch DIRAC dahinter.

viele grüße
matthias
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Beitragvon Rainair » 10.11.2014, 18:38

Hallo Matthias,

ich hab schon div. Kurven ausprobiert, nicht nur die vorgeschlagene. Aber, um es kurz zu machen, so richtig hat mir keine gefallen.
Liegt wohl doch an den Hörgewohnheiten, wie schon Fujak vermutet hatte. Nur komisch, bei der ursprünglichen Abstimmung der Boxen hab ich mich damals eigentlich nur an meinen Bayer-Kopfhörern orientiert, sie klingen also ziemlich gleich. Und daran hab ich mich offenbar gewöhnt. hab mal so, aus Spaß, Dirac über KH gehört: Wie erwartet: Das geht gar nicht, so wie das klingt. Und ist ja auch nicht so gedacht.
Ausserdem will ich zum Hören nicht unbedingt einen Rechner / Laptop laufen lassen.

LG, Rainair
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Beitragvon beltane » 19.11.2014, 08:37

Hallo zusammen,

immer wieder spannend, wie unterschiedlich die Erfahrungen mit derselben Komponente in unterschiedlichen Anlagen- und Raumsituationen sind. Ich würde nicht mehr ohne DIRAC hören wollen. Nun habe ich in meinen beiden Anlagen Subwoofer, die sich mittels DIRAC viel besser einbinden lassen. Und ich habe in beiden Räumen deutliche Moden.

Mit Dirac sind die Übergänge Sub / Main harmonisiert, die Moden verschwunden und der Bass ist schlanker aber eben auch konturierter.

Für die Mitten und Höhen klingt es für mich über Dirac leicht ausgewogener und natürlicher, sind aber nur geringe Unterschiede.

Dem Klang insgesamt mag ich über Dirac deutlich länger und entspannter folgen.

Echtmessungen mittels Carma mit / ohne Dirac habe ich noch nicht durchgeführt, werde ich aber mal nachholen.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon Fujak » 19.11.2014, 09:18

Hallo zusammen,

die in diesem Thread immer wieder geschilderten Erfahrungen, wonach es sich mit Dirac Live künstlich, steril, unlebendiger, ohne Gänsehauteffekt etc. anhört, kann mehrere Gründe haben, die sich z.T. auch in ihren Auswirkungen addieren können:

1. bisherige Hörgewohnheiten
2. eine suboptimal abgestimmte Zielkurve
3. Filterlänge
4. Eingesetzter Convolver

Ad 1:
siehe hier: viewtopic.php?p=89549#p89549

Ad 2:
Es lohnt sich durchaus, die Zielkurve zu Beginn entsprechend des bisherigen Frequenzganges zu verändern (also meistens abgesenkte Höhen, angehobener Grundtonbereich). Meistens verändert sich der Klangeindruck schon dadurch positiv, dass man linear von der unteren Eckfrequenz bis zur oberen linear um 3-5dB absenkt.

Ad 3:
Auch die Filterlänge (Taps) hat entscheidenden Einfluss darauf, inwieweit Details durch das Convolving verloren gehen und sich das Klangbild "korrekter aber irgendwie künstlich und leblos" anhört. Je kürzer die Filterlänge, desto mehr Details werden verschliffen und die Musik verliert an Lebendigkeit. Leider habe ich keine Information darüber gefunden, welche Filterlängen Dirac Live einsetzt. Acourate beispielsweise kann Filter bis zu 131072 Taps erstellen. Das ergibt schon eine sehr feine Auflösung, wenn man diese konsequent von der Logsweep Messung bis zur endgültigen Filtererstellung beibehält.

Ad 4:
Convolver ist nach meiner Erfahrung nicht gleich Convolver. Ich hatte vor einiger Zeit zusammen mit Harald [nihil.sine.causa] ein paar Vergleiche mit unterschiedlichen gebräuchlichen Convolvern gemacht. Wir kamen beide zu dem gleichen Hörergebnis, dass der Sourceforge VST-Convolver die beste Detailauflösung erbringt. Auch wenn er schon ziemlich in die Jahre gekommen ist, und schon lange keine Updates mehr erfolgt sind, so gehört er immer noch zu meinem bevorzugten Convolver (Als VST-Host setze ich Foobar ein, mit dem die Files processed werden).

Grüße
Fujak
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Beitragvon Octagon » 19.11.2014, 11:32

Fujak hat geschrieben:... gehört er immer noch zu meinem bevorzugten Convolver (Als VST-Host setze ich Foobar ein, mit dem die Files processed werden)

Hallo Fujak,

konntet ihr in den Convolver Test auch Uli's (Acourate) VST Plugin und/oder den Acourate/Convolver einbeziehen?

Mir ist neu, dass Foobar auch für anderes als reine AudioFiles genutzt werden kann. Wie schaffe ich es beispielsweise aus MQn den "VST Host Foobar" anzusprechen?

Danke
Thomas
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Beitragvon Fujak » 19.11.2014, 16:34

Hallo Thomas,

Octagon hat geschrieben:konntet ihr in den Convolver Test auch Uli's (Acourate) VST Plugin und/oder den Acourate/Convolver einbeziehen?

Ja, beide waren ebenfalls dabei. Daneben noch den Convolver von Knufinke SIR VST-Convolver sowie den "hauseigenen" Convolver von Foobar (foo_convolve.dll).
Octagon hat geschrieben:Mir ist neu, dass Foobar auch für anderes als reine AudioFiles genutzt werden kann. Wie schaffe ich es beispielsweise aus MQn den "VST Host Foobar" anzusprechen?

Das geht leider nicht. Der VST-Host in Foobar dient nur der Einbindung von VST-PlugIns in Foobar. Neben dem Abspielen von Muskfiles kann man mit Foobar auch Files offline "processen" (rechter Mausklick auf File und "Convert" anklicken. Als übergeordneten VST-Host, kann man Foobar leider nicht gewinnen.
Was Du suchst, dürftest Du am ehesten im gleichnamigen Programm VST-Host (Freeware von Hermann Selb) oder anderen Programmen finden.

Ich gebe allerdings zu bedenken, dass ich noch keine Hard- und Softwarekonfiguration erlebt habe, in welcher Realtime-Convolving nicht zu Lasten der Klangqualität gegangen wäre. Der Convolving-Prozess bringt viel Unruhe ins System - also eine Nebenwirkung, die wir als wackere Jitter-Ritter ja unter allen Umständen vermeiden möchten. :wink:

Grüße
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Beitragvon Octagon » 19.11.2014, 16:59

Fujak hat geschrieben:Ich gebe allerdings zu bedenken, dass ich noch keine Hard- und Softwarekonfiguration erlebt habe, in welcher Realtime-Convolving nicht zu Lasten der Klangqualität gegangen wäre. Der Convolving-Prozess bringt viel Unruhe ins System


Da bin ich bei Dir. Eine funktionierende Lösung ist wie von Heinz (L_Hoerer) angewendet, das Convolving auf einen getrennten PC auszulagern. Ich möchte jetzt den Vergleich zu online Convolving auf meinem R2 im RAM machen. Mit der RAM Version ist der Sprung trotz online Convolving sehr groß.

Im nächsten Schritt vergleiche ich einmal offline convolvte Files gegen deren online Convolvte Originalversion. Das würde ich aber gern auch unter MQn machen können...

Uups, vielleicht verschieben weil hier doch zuviel ot, sorry

Thomas
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Beitragvon wonderears74 » 24.05.2015, 18:45

Hallo Zusammen,
ich habe mal eine Frage.

Ich habe mir die Trial Version der Software geladen.

Zum Messen und für die Wiedergabe habe ich mir ein FireFace UC und ein Behringer Micro mit Kalibarationsdateien geliehen. Allerdings gibt bei den Dateien Ordner benannt "0" und "90". Welcher enthält die korrekte Datei für die Dirac Messung?
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Beitragvon h0e » 24.05.2015, 19:20

Üblicherweise bedeutet 90 Grad, senkrecht stehendes Mikro, das wäre für eine Raummessung richtig.
0 Grad wäre waagerecht auf die Boxen ausgerichtet, z.B. für die Messung einzelner Chassis für Frequenzweichen.
Grüsse Jürgen
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Beitragvon ElDuderino69 » 25.05.2015, 21:06

Hallo,

ich habe gerade die ersten 4 Tage meiner Testphase um und bin von Dirac live (für Stereo) absolut begeistert.

Obwohl ich meinen Raum in den vergangen Wochen bereits raumakustisch mit viel Aufwand wie massive Bass-Traps, grosse Deckensegel und auch REW Messungen optimiert habe, hat die Software das besagte i-Tüpfelchen erledigt.
Der Meinung waren auch 2 Freunde, die ich sofort zum Probehören einladen musste.

Noch präzisere und aufgeräumtere Bühne, Stimme exakt da wo sie sein soll, voluminöseres Klangbild. Einfach eindeutig besser als ohne!

Also steht für mich fest: ICH BRAUCHE DIESE SOFTWARE!

Aktuell besteht meine Kette aus Sonos Connect und Oppo 105 die an einem Primare SPA 21 hängen (diesen setze ich auch als Wandler ein) und gehört wird mit ein Paar Abacus APC Aktiv-LS.
Filme und TV kommen über einen 55 Zoll Sony. Musik als Flac-Dateien, Bilder, Filme etc. liegen oben im Arbeitszimmer auf einem Qnap NAS. Dort habe ich auf dem PC JRiver 20 im Einsatz.

Auf Sicht soll der Sonos Connect weg, da er ja keine hochauflösende Formate wiedergeben kann.

Nun also folgende Fragen:

1. Kann ich erst die Software für Stereo erwerben und diese ggf. in 1-2 Jahren auf Mehrkanal bei Zahlung Differenzpreis upgraden?
2. Wie bekomme ich Tonsignale z.B. vom Oppo Bluray Player in die Software um auch diese optimiert hören zu können.
3. Es wird ja letztendlich nichts an einem "schönen und guten" HTPC im Kleinformat vorbeiführen, oder? Ich könnte dann darauf Dirac aufspielen, JRiver per App bedienen und XMBC für Filme installieren. Gäbe es hierfür eine externe oder interne hochwertige Soundkarte die digitale Eingänge hat (ggf. auch für Mehrkanal).

Ich bitte einmal um INput........Vielen Dank vorab!!

VG Michael
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Beitragvon beltane » 26.05.2015, 07:22

Hallo Michael,

zu 1. am besten den Deutschlandvertrieb für DiracLive - Icy Medien - kontaktieren.

Zu 2. Aus meiner Sicht würde das nur dann gehen, wenn Du im PC eine Abspielsoftware nutzt, die digitale Signale wiedergibt, die von einer Soundkarte extern zugeführt werden. In dieser Abspielsoftware müsstest Du Dirac als virtuelles Sounddevice einstellen können. Ggf. geht das mit entsprechender SW der Soundkarte.

Alternativ könntest Du als Vorstufe Emotiva nutzen (wäre aus den USA zu importieren) - die hat die Vollversion von DIRAC. Oder es gibt einen Hersteller funktionsreduzierter Systeme - den Namen suche ich heute Abend raus. Dann würden diese Geräte das Oppo Signal empfangen (Stereo). In beiden Fällen wärst Du aber auf den DA Wandlers dieser Hersteller angewiesen oder bis max. 96 kHz limitiert.

Zu 3. kann ich leider nichts sagen. Ich würde immer einen externen DA Wandlers präferieren.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon Raal » 26.05.2015, 08:32

Hallo Michael,

hier bekommst du genau das was du suchst:

http://www.minidsp.com/products/dirac-series

Viele Grüße
Andreas
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