Schumann Resonanz - Voodoo oder nicht?

Mess- und Korrektursysteme
Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin »

atmos hat geschrieben:
30.01.2021, 12:30
Die Schumann-Frequenz liegt auch im Bereich des Infraschalls.
Hallo,
Günther bezieht sich auf den Begriff Frequenz - wenn auch Schumann davor steht.
wiki hat geschrieben:Infraschall ist Schall, dessen Frequenz unterhalb der menschlichen Hörfläche, also unterhalb von 16 Hz liegt.
Mit etwas gutem Willen kann man seinen Beitrag auch schönreden.
Und wenn genug Pegel vorhanden ist ........
Ja, was dann?
Das konkret tät mich interessieren :mrgreen:
Grüße
Hans-Martin
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beltane
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Beitrag von beltane »

Hallo Horst,

spannend finde ich Deine Erfahrung, dass Du den Generator nach dem Clock Upgrade des Singxers aus Deinem Setup genommen hast.

Wie lässt sich das erklären? Das Clock Upgrade wird das digitale (Musik-) Datensignal verbessert haben - weniger Jitter etc. Das führt grundsätzlich zu einem entspannteren Hören. Soweit klar.

Aber die Schumann Resonanz verhilft uns doch - egal, was wir gerade tun - zu einem entspannten Befinden. Und durch unsere technischen Gegebenheiten ist sie meist gestört. Wenn der Generator bis zum Clock Upgrade das Wohlbefinden so verbesserte, dass Du die Musik als schöner empfunden hast, wie kann dieser Effekt verloren gehen, wenn ausschließlich die Qualität des Datensignals verbessert wird?

Fragende Grüße

Frank
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Trinnov
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Beitrag von Trinnov »

Hallo Frank,

ich kann es dir nicht sagen. Vielleicht könnte das jemand beantworten der Neurologe und Wissenschaftler ist.

Aber warum sollte es nicht möglich sein mit der Musik zu entspannen.
Die Entscheidung ob Adaption des Gehirns auf die Schumann Welle oder auf die Musik fällt nach meiner Einschätzung nicht bewusst.
Je mehr das Musik Hören Arbeit ist, desto weniger kann man sich gleichzeitig dabei entspannen.

Wenn du per schlechter, verzerrter Handy Verbindung telefonierst, dann ist das Hören bzw. die Verarbeitung im Gehirn viel anstrengender als beim Musik hören über die Anlage. Je leichter es einem die Qualität des Setups macht die Musik zu konsumieren, desto höher die Entspannung bzw. desto wahrscheinlicher ist es sich dabei zu entspannen.
Idealerweise kannst du einige Stunden Musik hören ohne dabei im Geringsten zu ermüden.
Ein gutes Anzeichen ist, wenn du gerne Tracks unbedingt durchhören möchtest statt zu Zappen.

Viele Grüße,
Horst
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beltane
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Beitrag von beltane »

Hallo Horst,

also - komplett bei Dir - mit Musik lässt sich vortrefflich entspannen. Und vor allem dann, wenn sich die Wiedergabequalität auf einem sehr hohen Niveau im Sinne des Fehlens von Artefakten, Jitter, Verzerrungen... hören lässt.

Wie Du schreibst, konnte ich bei mir feststellen: Nach der Umstellung auf den Audio PC und auch unter Berücksichtigung der vorherigen Maßnahmen höre ich sehr lange ermüdungsfrei komplette CDs durch. Hektisches Wechseln erlebe ich bei mir nicht mehr.

Trotzdem hätte ich gedacht, dass sich 2 Entspannungselemente - Schumann Wellen & optimierte Musikwiedergabe - zu einer noch stärkeren Entspannung addieren.

Viele Grüße

Frank
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music is my escape
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Beitrag von music is my escape »

Hallo Horst,

Sehr interessante Beiträge hier von Dir - vielen Dank dafür von meiner Seite.

VG,
Thomas
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Mr.Nixie
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Beitrag von Mr.Nixie »

Hallo alle zusammen,

ich möchte Euch doch gerne mal als der Hersteller des Röhren-Schumis, der auch weiter vorne im Faden schon mal Erwähnung gefunden hat, erzählen, wie die „Jungfrau“ (also ich) zum Kinde kam...

Vorsicht, das wird etwas länger, hoffentlich nicht langweilig !

Bis zum Juni 2020 kannte ich weder einen Schumann-Generator, noch irgendwelche gleichnamigen Resonanzen, bis dann mir ein Bekannter aus Bad Schwartau ein Bild seiner neuen Errungenschaft zusandte, und ich das titulierte mit den Worten: „Was soll denn das sein, eine neue Induktionskochplatte?“. Es stellte sich dann schnell heraus, dass dies ein venezolanischer Schumann-Generator war mit TDA2030 als Endstufe und einen Sack voller fetter Elkos. Mit der Idee, ob ich nicht auch so etwas bauen könnte und mit diesen mageren Erkenntnissen alleine gelassen machte ich mich dann mal auf die Suche nach Infos. Mein Bekannter hat mir nur noch gesagt, dass die Antenne dem Labyrinth der Kathedrale in Chartres nachempfunden sei.
Auf Wikipedia gibt es ja entsprechende Zeichnungen und auch Fotos, und mein erster Gedanke war: „Was haben denn die damals im 13. Jahrhundert geraucht um so etwas auf dem Boden auslegen zu können“.

OK, was machen wir zuerst, Schaltung oder Antenne. Ich beschloss letzteres, was mich ungelogen drei Tage und Nächte Arbeit kostete. Nicht nur, um das Teil mehrfach zu zeichnen – logisch, die ersten Versuche gingen voll in die Hose, sondern das „Ding“ auch noch so zu verbinden, dass da im Endeffekt eine „gerollte“ Leiterbahn mit Anfang und Ende entsteht, und das auch noch zu überprüfen.
Die Ansteuerung dieser „Antenne“ ist in der Zwischenzeit auch schon entstanden, eine Push-Pull Endstufe in Class-A, worin die Antenne den Arbeitswiderstand darstellt.
„Oh Elend, das heißt ja, ich brauche einen Widerstand.“ Habe mal 20 Ohm genommen als Ausgangswert. Und diese 20 Ohm mit einer Leiterbahn machen; d.h. das müssen sehr viele Meter Leiterbahn werden. Dafür war dann die ganze Schaltung quasi „Elkofrei“.

So, nächste Hürde, wie komme ich zu meinem sauberen Sinussignal. Die üblichen Verdächtigen, Phasenschieber oder Wienbrücke scheiterten in der Stabilität und / oder Signalqualität an gewissen Unzulänglichkeiten wegen der niedrigen Frequenz. Also habe ich es in geheimer Kommandosache mal ganz anders gemacht – verrate ich hier aber nicht. Auf jeden Fall war ich dann stolzer Besitzer eines frequenzstabilen und in sinnvollen Grenzen einstellbarem Sinus mit super konstantem Pegel und Klirr < 0,3%. Also hätte ich eigentlich schon mit dem restlichen Layout loslegen können, aber mein Bauchgefühl sagte mir, da fehlt noch das gewisse Knoff Hoff, wenn ich bloß wüsste was, schließlich sollte mein Generator ja ein Naturphänomen nachahmen...

In dieser Entwicklungszeit begab es sich eines Abends, dass ein Gewitter aufzog, nicht über Rohrbach, so vielleicht 5 km weg auf der Saalfelder Höhe, aber doch interessant, das Blitzen und Donnern in der Dämmerung und der Regen mitsamt dieser herrlichen „gesäuberten“ Luft. Und so lauschte ich bei geöffnetem Fenster den Grollen. Und auf einmal ging bei mir im Hirn die rote Lampe an: Jeder Blitz ist doch ein bisschen anders – und damit auch jeder Donner. Das heißt ja im Umkehrschluss, dass die Anregung dieser Schumann-Frequenzen auch immer ein wenig anders geschieht. Also brauche ich gar keinen 100%ig perfekten Sinus, sondern dieser darf gar nicht so perfekt sein, sonst „klingt“ es künstlich – ähnlich, wie wenn man Klavier auf dem Keyboard oder auf einem richtigen hölzernen Instrument mit einem Gewicht > 100 kg spielt. Man hört es einfach, dass es ein künstlich erzeugter Ton ist und sei das Keyboard noch so gut.

Und dann kam ich auf die Röhre mit ihren Fehlern, die natürlich in den modernen Typen soweit wie möglich ausgemerzt wurden. Sie sind aber noch vorhanden, und mit gewissen – in der Röhrengemeinde verständlicherweise verpönten – Schaltungstricks kann man diese Schwächen wieder provozieren – das in meiner Beschreibung vom Schumanngenerator erwähnte Funkel- und Schrotrauschen.
http://www.nixiekits.eu/Downloads/Schum ... eibung.pdf

Diese „Schmutzeffekte“ sind nicht so ohne weiteres zu messen, deswegen möchte ich an dieser Stelle einmal in der Entwicklung der Röhre ganz weit zurückgehen bis in das Jahr 1913, wo man sich darüber wahrhaftig noch keine Gedanken gemacht hat, und Euch ein tolles Video von Patric Sokoll vorstellen, der seine Liebenröhre (!) in Betrieb nimmt und auch den Frequenzgang ./. Verstärkung ermittelt. An den Oszi-Bildern seht Ihr sehr anschaulich diese „Unsauberkeiten“.
https://www.youtube.com/watch?v=lWRRFi0E3aU

Und freundlicherweise liefert mir die Spanngitter-Röhre in meiner „gedopten“ Schaltung auch gleich noch die gewünschte Dosis von harmonisch klingendem K2-Klirrfaktor. Und der unangenehme K3-Klirr, den die Rechteck-Schumann-Generatoren mit den 555er Timer-Bausteinen und 33% „Klirr“ erzeugen, bleibt außen vor.
Und ja, man kann beim Rechteck nicht wirklich von Klirr sprechen, ich bezeichne das jetzt aber mal so, weil ein Rechteck ja Oberwellen haben muss, damit es ein solches ist in einem definierten Pegel- und Frequenzverhältnis, halt „zeitsymmetrisch“ , deshalb ungerade und im Kehrwert, also Grundwelle 100% (1/1), 3. Oberwelle 33% (1/3), 5. Oberwelle 20% (1/5), 7. Oberwelle 14,3% (1/7) usw. Und ein Sinussignal soll ja eigentlich keine Oberwellen haben, oder wie bei Röhrenschaltungen, eben nicht zeitsymmetrisch, d.h. geradzahlige Oberwellen.

Jetzt noch ein logarithmisches Poti als „Pegelsteller“ dazu, hier und da noch was biegen oder auch verbiegen und alles noch optimieren usw. und dann ward er fertig, und das Muster läuft seit Juli 2020 bei mir im Dauerbetrieb und zeigt noch keinerlei Anstalten einer Alterung der Röhre...

Und ebenso ja, auch ich gehörte (!) zu den Technikern, die immer meinten, wenn man nichts messen kann, existiert das auch nicht. Aber spätestens seit der Entwicklung des Teils musste ich mich auch belehren lassen und feststellen, dass ich doch nicht so imun bin, wie ich immer gedacht habe, und dass es doch noch so einige Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die meinem begrenzten Horizont erst mal verschlossen bleiben.

Grüße
Jürgen
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atmos
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Wirkradius

Beitrag von atmos »

Hi, Jürgen,
eine Firma, die so einen Resonator als medizinisches Gerät verkauft, schreibt von einem Wirkdurchmesser von 80 cm.

?

Gruß
Günther
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chriss0212
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Beitrag von chriss0212 »

Hallo Günther
eine Firma, die so einen Resonator als medizinisches Gerät verkauft, schreibt von einem Wirkdurchmesser von 80 cm.
So weit ich informiert bin, kann man ja die Leistung bei Jürgens Gerät einstellen. Der „Wirkdurchmesser“ eines Lautsprechers hängt ja auch von der eingestellten Lautstärke ab ;)

Jürgen: richtig?

Grüße

Christian
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ohneA
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Beitrag von ohneA »

Hallo Jürgen.
80cm halte ich für stark untertrieben... oder lass es mich anders formulieren:
Möglicherweise trifft dies auf das medizinische Gerät zu, da die Energie als solches gekapselt ist und nur schwach abstrahlt.

Mein Hörzimmer hat gute 25qm Grundfläche. Also ich nur einen Resonator hatte, stand dieser gut 2m Luftlinie entfernt und hat wunderbar funktioniert. Gut, jetzt habe ich zwei und bin der Meinung, dass der Effekt stärker ist. Aber auch Nummer 2 hat gut 2m Abstand.
Also, 80cm Wirkradius halte ich für untertrieben.

Gruss
Martin
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Mr.Nixie
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Beitrag von Mr.Nixie »

atmos hat geschrieben:
20.02.2021, 10:04
Hi, Jürgen,
eine Firma, die so einen Resonator als medizinisches Gerät verkauft, schreibt von einem Wirkdurchmesser von 80 cm.

?

Gruß
Günther
Haste mir mal einen Link zu dem Gerät ?
Nee, also meiner wirkt (bei mir) auf "halber Lautstärke" gut auf 5 m = Entfernung Bett im Schlafzimmer, aber wie Chris0212 schon sagte, bei mir kann man den Pegel zwischen 0 und Max. einstellen.

LG Jürgen
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Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin »

Mr.Nixie hat geschrieben:
01.02.2021, 16:07
Jeder Blitz ist doch ein bisschen anders – und damit auch jeder Donner. Das heißt ja im Umkehrschluss, dass die Anregung dieser Schumann-Frequenzen auch immer ein wenig anders geschieht. Also brauche ich gar keinen 100%ig perfekten Sinus, sondern dieser darf gar nicht so perfekt sein, sonst „klingt“ es künstlich – ...
Hallo Jürgen,
die Anregung erfolgt doch durch eine Art Dirac-Impuls, der in seiner Form noch extrem weit von einem Sinus mit 7,83Hz entfernt ist.
https://de.wikipedia.org/wiki/Blitz#Dau ... on_Blitzen

Bei einer Resonanz besteht eine Phasengleichheit der sich überlagernden Wellen, identische Wellenlänge versteht sich. Die räumlichen Gegebenheiten (Erde, Ionosphäre) bestimmen entscheidend die Wellenlänge, bei der es zur Resonanz kommen kann.
Die Anregung erfolgt durch Sperics oder Blitzentladungen, deren Zeitpunkt nicht vom Phasenzustand der Schumannfrequenz abhängt, die ja sehr schwach ausgeprägt ist, schwer messbar.
Donner ist eine Sekundärerscheinung, er entsteht, wenn das Magnetfeld des Blitzstroms zusammenbricht, welches den Plasmakanal während des BItzes zusammengehalten hat.
Mir fällt die Zündspule im Auto ein, die von 800-8000 UpM von der einfachen Periode bis auf 1/10 der Zeit herunter immer gleiche Zündpulse liefert, weil die Stromunterbrechung zählt, nicht die Aufladezeitkonstante der Spule.
Einen Zusammenhang zwischen Donnerklangspektrum und Schumannresonanz vermag ich nicht herzuleiten, vermutlich gibt es den nicht. Der gewohnte Raummoden-Berechnungsansatz sieht ganzzahliche Vielfache vor, ebenso sind in der Musik ganzzahlige Vielfache bei Obertönen typisch (nicht bei Glocken).
https://de.wikipedia.org/wiki/Schumann-Resonanz zeigt einen komplexeren mathematischen Ansatz zur Berechnung der Hohlraumresonanzen,
Da kommt zu 7,83Hz nicht 15,66, sondern 14,3Hz und k5 liegt nicht bei 40,5, sondern bei 33,8Hz, gemessen 32,4Hz. Das gewohnte Audio-Schema verfehlt hier.
Die dort gezeigte Grafik Bild
weist eine stärkere Amplitude bei 14,1Hz auf, als die Grundwelle in unserem Denken erwarten ließ. Oder haben wir nur nicht bedacht, dass ein auslösender Blitz anders als ein vollständiger Sinus eben nur ein Gleichstrompuls ist, keinen inversen Gegenschwung hat?

Auch wenn die bis dato gelieferten Erklärungen sich als nicht haltbar erweisen, hat sich das Prinzip Schumann-Generator für mich zweifelsfrei durchgesetzt.
Schaut man sich ein SPDIF-Signal an, lernt man schnell, wie Rechtecksignale getaktet werden müssen, damit zu einer Grundfrequenz auch die doppelte Frequenz ausgeprägt hinzukommt. Vielleicht gelingt es sogar, neben den 7,83Hz auch 14,1Hz genau zu treffen...
Grüße
Hans-Martin
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Mr.Nixie
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Beitrag von Mr.Nixie »

Hi Hans-Martin,

Ich vermute fast, dass die Empfangsantenne bei 7.83 Hz bei dieser Grafik einfach weniger Antennengewinn hat; denn sonst wäre ja die "Grundwelle" lt. Definition die am stärksten ausgeprägte Frequenz bei 14,1 Hz...
Und es gibt ja auch Grafiken, wo das Verhältnis "richtiger" ist.
Dass meine Beschreibung natürlich "hinkt" ist mir auch klar, aber wie erkläre ich meinem Kinde den dreidimensionalen Dirac-Impuls, wo man t und f frei bestimmen kann, wo doch in der Technik gilt "f=1/t" und umgekehrt.
Überlassen wir das lieber z.B. Herrn Dr. ing. Gottfried Behler (RWTA Aachen), der Anfang der 90er mal einen "Ausflug" in die freie Wirtschaft zu Klein+Hummel gemacht hat; er hat auch versucht, es mir zu erklären. War richtig schwierig und langwierig, bis da die rote Lampe bei mir angegangen war ohne die höchst komplizierte Mathematik dahinter.
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Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin »

Hallo Jürgen,
ähnliche Werte zeigt (allerdings keine besonders aktuell-neue Seite): http://www.vlf.it/inductor/inductor.htm - Hans Michlmayr (Funkzeichen VK6ZT) wohnt nahe Perth Australien, eine Kontaktmöglichkeit konnte ich nicht ausmachen, zu gern hätte ich ihn nach speziellen Details befragt.
Ich denke, dass die Spule als Sensor für das Magnetfeld immer noch besser ist als die entsprechende Sensorik unseres Hirns.
Wenn einer auf Draht ist, meint das was anderes...

Der Funkamateur weiß, wie man eine Rahmenantenne baut, da wird er (VK6ZT) auch wissen, wie man sie für hohe Empfindlichkeit auf Resonanz abstimmt (Parallel-C) und mit einem Abschlusswiderstand bedämpft, um sie im gewünschten Bereich breitbandiger zu gestalten, um den Preis des Wirkungsgrades.
Beides scheint hier (1nF, 100kOhm) nicht der Fall zu sein.
Mit dieser Begründung ist nicht zu erwarten, dass diese Antenne ebenfalls die Schumann-Grundwelle schwächer empfängt als die 2. Mode, wie aus der obigen Grafik hervorgeht - diese Begründung ließe erwarten, dass eine Antenne entsprechend die höheren Moden deutlicher boostet, was sich aus den Oszillogrammen nicht bestätigen lässt.
Eine (für den Bereich fehl-)abgestimmte Antenne fällt am Rand nach unten anders, weniger ab, als die höheren Frequenzen nach Fourier zu den höheren Frequenzen. Das eine passt nicht mit dem anderen zusammen.

Deshalb denke ich, dass die Pegelverhältnisse der gezeigten Kurven hinreichend stimmen, bzw. stimmig sind.
Die Grundwelle ist im Pegel in der Natur(!) wohl nicht die überragend stärkste.
Warum wohl?
Und welche Konsequenzen hat das für die Schumann-Generatoren?
Wenn man Sinus zu Sinus (gleicher Frequenz) addiert, kommt wieder ein Sinus heraus, ggf. phasenverschoben.

Wenn es stimmt, dass ein Blitz eine erdumspannende Welle auslöst, deren Ursprung irgendwo auf halbwegs senkrecht zur Erdoberfläche stattgefundenen Entladung basiert, welche Richtung nimmt die abgestrahlte Welle dann? Den kürzeren Weg über die Pole oder den etwas weiteren über den Äquator?
Der Praktiker sagt, dass erst nach 5 Wellenlängen Abstand die elektrische und magnetische Komponente so zusammenfinden, wie es in Lehrbüchern zu lesen ist. Also mehrere Erdumrundungen, während neue Blitze neue Phasenbeziehungen erzeugen, was auch einer Bedämpfung gleichkommt
Da bleiben viele Fragen offen...
Die Natur exakt nachbilden bleibt ein Traum.
Grüße
Hans-Martin
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Mr.Nixie
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Beitrag von Mr.Nixie »

Hallo Hans-Martin,

ja, das ganze ist sehr mysteriös, zumal man ja nicht "eben mal" diese ELF-Frequenzen messen kann.
Dennoch gibt es im Netz tagesaktuelle Messungen - wenn gleich aus Sibirien; aber man muss halt auch eine Empfangsstation errichten, die möglichst weit weg von jeder Technisierung ist ;-)
Aber da sind schon sehr gute Gesetzmäßigkeiten zu erkennen - und vorallem die "nahen" Gewitter.

https://noc.galacticage.org/schumann-resonance/

Bild

Hhm, vielleicht wird das Bild auch jedesmal aktualisiert (ähnlich einer Webcam), wenn man diesen Thread hier erneut aufruft.

BTW: Gestern erreichte mich die E-Mail eines Doktors, der den Schumann-Generator nun das erste Mal bei einer Operation in einem mexikanischen Krankenhaus eingesetzt hat:
"Today I used the Schumann for the first time in my hospital, I didn't even hook to linear PSU and in positive it worked. Placebo or not, if if works it works! Surgery technically went easier, my mind in a flow and happy state. I can't know if the waves emitted by the Schumann did it or it was my desire for it to work and my trust in it."

Ich sage einmal, egal ob Voodoo oder nicht, wenn es dem Operateur gut geht, geht es dem Patienten auf dem Operationstisch auch "gut"...soweit es die Umstände halt zulassen. Gut geht es dem Patienten natürlich nicht, sonst läge er nicht auf dem Tisch...

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LG Jürgen
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Trinnov
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Beitrag von Trinnov »

Hallo Jürgen,

Glückwunsch! Auch in Mexiko setzt man auf deinen Generator.
Ich finde der ist schon besonders, da man den Anteil an Oberwellen stufenlos einstellen kann.
Ich hatte leider aber noch nie die Möglichkeit ihn zu testen.

Für ein immer aktuelles Schuhmann Spectrogram verwende ich diesen Link.
http://sosrff.tsu.ru/new/shm.jpg

Aber immer an die 5 Stunden Zeitverschiebung denken.

Viele Grüße,
Horst
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