RME ADI-2 DAC - Coax SPDIF In, keine 24/192?

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

RME ADI-2 DAC - Coax SPDIF In, keine 24/192?

Beitragvon ony » 11.06.2018, 20:49

Hallo,

ich habe meinen “alten” ADI-2 durch einen ADI-2 DAC ersetzt.

Jetzt bekomme ich eine Fehleranzeige (Emphasis detected at SPDIF coax input / Non Audio Signal at SPDIF coax input), wenn ich von meinem Netzwerkplayer über den Coax-Anschluß (SPDIF In)
HighRes-Files (.wav mit 24 Bit/192 KHz) abspielen möchte.

Beim meinem alten ADI-2 geht die gleiche Verbindung problemlos.

Alle anderen Formate funktionieren.
Kann es sein das der neue ADI-2 DAC am coaxialen SPDIF-Eingang das Format (24 Bit/192 KHz) nicht unterstützt? In der BDA steht leider nichts dazu, nur Coax-SPDIF nach IEC 60958

Hat hier jemand das Gerät und kann dies bestätigen oder revidieren?

Gruß & Dank, Roland
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Beitragvon ony » 14.06.2018, 07:14

Hallo,
lt. RME ist mein Netzwerkplayer (Pioneer N50) das Problem, der Pegel des coaxialen SPDIF-Ausgang wäre zu niedrig. Der Eingang an meinem alten ADI 2 sei empfindlicher, darum funktioniert es da.

Ich kann das zwar nicht überprüfen, glaube aber dem Herren von RME, dieser hat sich auch sehr rührend um mein Problem gekümmert. Danke, auch auf diesem Weg nochmals, für den umfangreichen Support!

Meinem Problem hilft das aber nicht weiter, ich musste den RME ADI 2 DAC leider zurückgeben. Zusätzlich einen neuen Netzwerkplayer zu kaufen sprengt mein derzeitiges Vorhaben,
außerdem wüsste ich ja nicht welcher Netzwerkplayer sicher funktionieren würde, ich kann ja schlecht die Aus- /Eingänge messen (und beurteilen) oder zig Geräte ausprobieren.
Dann bleibe ich halt bei meinem alten ADI 2.

Was bei mir einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt ist der Umstand, dass es offensichtlich nicht sichergestellt ist, dass ein Netzwerkplayer/Streamer/& co. (von einem "Markenhersteller") mit einem (jedem) DA-Wandler (ebenfalls "Markenhersteller") sicher funktioniert.

Vielleicht ist in vielen Fällen ja gar kein Totalausfall das Ergebnis, sondern nur "eine schlechte Wiedergabequalität", weil der Wandler "grenzwertig" arbeiten muss?
Ich sehe die Sache der wahlfreien Kombination von Quellgerät und Wandler jetzt jedenfalls deutlich kritischer.

Gruß, Roland
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Beitragvon Mister Cool » 14.06.2018, 07:57

Hi,

hast Du die optische Verbindung ausprobiert (Toslink)?

Allerdings ich bin mir nicht sicher, ob beide Geräte diese Datenrate per Toslink unterstützen.

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon ony » 14.06.2018, 09:47

Hallo,
nein, ich habe keine weiteren Tests durchgeführt. Das war zwar auch ein Tipp des MAs von RME, aber ich wollte das Gerät nicht weiter "benutzen".

Hintergrund ist, dass ich an meinem DC-Laufwerk nur einen optischen Ausgang habe.
Nutze ich nun für den Netzwerkplayer den optischen Ausgang, kann ich mein CD-Laufwerk nicht mehr anschließen.
Deshalb wollte ich den neuen DAC nicht weiter strapazieren, wenn ich eh weiß das ich ihn zurückgeben muss, weil die Anschlüsse nicht ausreichen.

Gruß, Roland
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Beitragvon KSTR » 14.06.2018, 09:58

Die neuen RME's haben <0.3Vpp Empfindlichkeit in der Spec stehen, während ein Sendegerät mindestens 0.5Vpp liefern muss. Da ist nicht allzuviel Reserve, das stimmt, zumal ein Empfänger auch mit 0.2Vpp noch funktionieren sollte (was RME halt nicht garantiert). Ein kleiner Converter/Repeater könnte das Problem beheben: https://www.amazon.de/LINDY-Audiokonver ... B002WSAB8E
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Beitragvon ony » 14.06.2018, 10:58

Hallo Klaus,
Danke für den Tipp, aber den optischen Eingang bräuchte ich ja für mein CD-Laufwerk, das kann nur optisch.
Gruß, Roland
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Beitragvon Mister Cool » 14.06.2018, 11:00

Ein kleiner Converter/Repeater könnte das Problem


Genau,

wenn mir ein Gerät, wie das RME, so gut gefällt (mir gefällt es auch total, aber passt nicht in meine Landschaft), würde ich mich von solchen einfachen und unkompliziert überwindbaren Problemchen nicht abschrecken lassen :-)

Ein Traumgerät mit
- Optisch/Elektrisch/USB input
- Symetrisch/Chinch output
- DSP
- Lautstärke/Fernbedienung

Was will man mehr?
bombastisch

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon ony » 14.06.2018, 11:47

ony hat geschrieben:Hallo Klaus,
Danke für den Tipp, aber den optischen Eingang bräuchte ich ja für mein CD-Laufwerk, das kann nur optisch.

... sehe gerade der Lindy-Converter arbeitet ja auch als "Verstärker", coax in/coax out sollte möglich sein....
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Beitragvon Hans-Martin » 14.06.2018, 18:38

Hallo,
auf S.44 der Serviceanleitung findet man die Beschaltung des Digitalausgangs:
Angesteuert wird der Ausgang mit einem Gatter vom 74HCU04 (Hex Inverter) gefolgt von R122 mit 10 Ohm, einem Kondensator C129 mit 100nF, R116 mit 33 Ohm, macht mit dem Inverter zusammen ca. 55Ohm Vorwiderstand, über die der Übertrager angesteuert wird, parallel hat der noch 150 Ohm.
Dieser Übertrager ist dann mit 75 Ohm Widerstand an die SPDIF Buchse gekoppelt.

Wenn man einen 75 Ohm Widerstand als Last einsteckt, müsste die Ausgangsspannung auf die Hälfte heruntergehen. Bricht sie stärker zusammen, liegt eine Fehlanpassung der Quelleseite vor, weil der Ausgangswiderstand deutlich höher liegt als erwartet.
Vielleicht hat Pioneer das in einem späteren Modell besser gelöst, in der Vergangenheit (vor 30 Jahren, PD91) benutzte Pioneer 74HCU04, 4 Inverter parallel, um über 33uF (dazu parallel 10nF) den Übertrager anzusteuern (primärseitig parallel 100 Ohm/470pF Zobel/Snubber), die Sekundärseite mit 75 Ohm an die Buchse angepasst. Übersetzungsverhältnis im Übertrager nicht genannt, vermutlich 5:1 .
Der Verzicht auf Widerstände vor dem Übertrager setzt m.E. voraus, dass mehrere Inverter parallel arbeiten, im Pioneer Netzwerkspieler liegen 2 brach, die man umfunktionieren könnte...
Grundschaltungen hier:
http://www.epanorama.net/documents/audio/spdif.html
Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon ony » 17.06.2018, 20:09

Hallo Hans-Martin,

vielen Dank für die detaillierte Information!

Gruß, Roland
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