Mola Mola Makua

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

Mola Mola Makua

Beitragvon Joachim » 03.06.2018, 09:49

Die aktiven Lautsprecher von Bruno Putzeys (Grimm, Kii) werden hier durchaus intensiv diskutiert. Der Mann zeichnet jedoch auch fuer ein feine Serie von Elektronikkomponenten verantwortlich, die in Groningen unter dem Namen Mola Mola hergestellt werden. Ich habe seit kurzem eine Mola Mola Makua Vorstufe im Betrieb, die fuer den einen oder anderen hier interessant sein koennte und die ich deshalb im Folgenden kurz vorstellen moechte (eine Suche im Forum nach Makua blieb erfolglos).

Ich war auf der Suche nach einer All-in-One Loesung fuer Vorstufe, DAC und phono stage. Ich war kurz davor, mir eine Grace Design m905 zuzulegen, die all dieses in offenbar hoher Qualitaet bietet, als mir eine gebrauchte Makua ueber den Weg lief. Die Makua kann mit DAC und phono stage Modulen aufgeruestet werden. Mein Exemplar hat beide Module. Die Vorstufe verfuegt auf der Vorderseite des Geraetes (und auf App/Fernbedienung) ueber 6 presets, die sich einem beliebigen Hochpegeleingang (jeweils wahlweise als XLR oder RCA ausgelegt), dem DAC oder der phono stage zuordnen lassen. Im Extremfall koennte ich z.B. 6 Tonarme ueber die Makua betreiben und mit individuellen Phono Parametern programmieren.

Die Phonostufe ist sehr variabel, erlaubt eine weitgehende Anpassung an jedes MM oder MC System und bietet Verstaerkung von 52 bis 87dB (!). Ausserdem koennen praktisch alle jemals verwendeten Wiedergabekurven (equalization) gewaehlt werden. Der DAC (PCM bis 384 kHz/32bit, 4x DSD) ist eine Eigenentwicklung von Mola Mola und diskret aufgebaut. Das ganze ist zumindest fuer meinen Geschmack sehr schoen verpackt. Die Bedienung erfolgt ueber Geraetevorderseite (an/aus, mute und presets), optionaler, massiver Fernbedienung oder App (fuer iPhone/iPad/Android). Letztere kommuniziert ueber Bluetooth und ist fuer die Programmierung der presets und Wahl der Phonovorstufen-Parameter erforderlich, welches sehr einfach ist. Ich nutze vorwiegend die sehr gut gemachte App. Zusaetzlichen zu den bislang genannten Funktionen, bietet die Makua auch eine Mono-Schaltung und eine Invertierung der Phase. Es gibt zwei Ausgaenge, die beide symmetrisch per XLR ausgelegt sind und beide stets aktiv sind. Die Ausgangsimpedanz ist mit 44 Ohm niedrig, was in Verbindung mit aktiven Studio Monitoren (und deren relative geringe Eingangsimpedanz von 10k Ohm) vorteilhaft sein kann. Ich betreibe Quested v2108 und Neumann KH120A Monitore an meiner Makua. Als Quellen dienen ein Brinkmann Bardo Plattenspieler und ein Laptop mit Roon.

Die Makua hat bei mir ersetzt: Musical Fidelity M8Pre Vorstufe, Meitner MA-1 DAC, und Tron Seven phono stage. Alles sehr empfehlenswerte Geraete. Gewonnen habe ich neben einer ueberaus komfortablen Bedienung (z.B. Wahl des MC Widerstands per App von der Hoerposition aus) vor allem eine unglaubliche Transparenz und Klarheit sowie bei der Schallplattenwiedergabe eine Erweiterung des hoerbaren Frequenzbereichs in beide Richtungen. Ein grossartiges Geraet, welches leider sehr teuer ist und wohl nur selten gebraucht zu finden ist. Ich hatte Glueck. Erheblich guenstigere Alternativen mit einem aehnlichen Funktionsumfang sind Mytek DAC+ und, wie gesagt, Grace Design m905. Beide konnte ich noch nicht hoeren.
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Beitragvon nemu » 03.06.2018, 11:26

Hallo Joachim,

danke für Deinen Bericht. Der Funktionsumfang des Geräts ist ja schon äußerst bemerkenswert.
Kurz kam bei mir der Gedanke auf, ob heute der 1.April ist. :D
Hatte noch nie was davon gehört bzw. gesehen. Ein paar Infos im Netz sind zu finden.

Mach doch mal bitte ein paar Bilder. Diese sind hier ja immer gerne willkommen.

Gruß Stephan
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Beitragvon Rossi » 03.06.2018, 11:43

Hallo Joachim,

die Mola Mola Makua ist wirklich ein sehr schönes Gerät. Mir gefällt das auf das Wesentliche reduzierte Design ausgesprochen gut und die Materialqualität ist absolut top. Vom Klang her wohl eher schlank und präzise, soll sie auch hier vorne mitspielen. Sicher ist der aufgerufene Preis eine Hausnummer, v.a. wenn man bedenkt, wie wenig - konzeptbedingt - hinter dem schönen Alugehäuse überhaupt verbaut ist. Aber unter einer Preis-Leistungs-Betrachtung mit der möglichen Erweiterbarkeit um DAC- und Phonomodul relativiert sich auch das wieder. Allein die Tatsache, dass alle Eingänge über XLR- und RCA-Eingänge verfügen spricht Bände und hier sollten sich viele anderen Hersteller ein Beispiel nehmen!

Gruß, Stefan
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Beitragvon beltane » 03.06.2018, 15:36

Hallo zusammen,

auf der High End führte Manger die neue P2 an der Mola Mola Vor- und Endstufe vor - klanglich im Gesamtpaket absolut überzeugend.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon meldano » 03.06.2018, 17:35

beltane hat geschrieben:...
auf der High End führte Manger die neue P2 an der Mola Mola Vor- und Endstufe vor - klanglich im Gesamtpaket absolut überzeugend...


Manger gingen schon immer gut mit hochwertigen Schaltverstärkern.
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http://www.my-hiend.com/vbb/showthread. ... post235611
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Beitragvon Mister Cool » 03.06.2018, 20:07

Hi,

Ich habe mir gerade die Mola Mola Produkte angeschaut, und sie sehen toll aus. Aber die Preise, die dafür aufgerufen werden, überfordern mein Vorstellungsvermögen.

Wenn man in so ein Mola Mola Kaluga Monoblock ($16.500 das Paar) ein Blick wirft, findet man ein Hypex SMPS Netzteil (€220) und 700W ncore Verstärkermodul (€300 ?)

https://www.soundstagehifi.com/index.ph ... amplifiers

Also der Aufpreis für die schöne Front/Gehäuse ist ganz schön happig :-)

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon Joachim » 04.06.2018, 01:31

Bilder kann ich nachreichen, hoffentlich am naechsten Wochenende.
Gruss, Joachim
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Beitragvon beltane » 04.06.2018, 07:55

Hallo Alwin,

das zeigt dann doch, für welch geringe Kosten man - wenn man es technisch und handwerklich beherrscht - einen sehr guten Verstärker bekommt.

Hier im Forum gibt es ganz sicherlich einige Forenten, die mit diesen Teilen eine Endstufe herstellen könnten....


Viele Grüße

Frank
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Beitragvon Mister Cool » 04.06.2018, 08:34

beltane hat geschrieben:Hier im Forum gibt es ganz sicherlich einige Forenten, die mit diesen Teilen eine Endstufe herstellen könnten....


Auf jeden Fall!
Diese Kombination ist in den DIY-Kreisen sehr beliebt, verbreitet, tausendfach verbaut und dokumentiert. Vielleicht nicht in dieser "selektierten" Variante wie bei mola Mola Mola (da sitzt der Entwickler direkt an der Quelle), aber nicht viel schlechter :D

BTW.
Selbst für einen Amateur/nicht-Elektroniker wie mich, ist es kein grosser Akt diese Dinge zusammenzustöpseln. Ich setze acht Stück davon ein (8-Kanal Endstufe, die ich gerade baue).

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Grüsse,
Alwin
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Beitragvon chriss0212 » 04.06.2018, 09:03

Auf 6Moons habe ich gelesen, dass sie eine eigene Input Stage haben... Aber ob das den Preis erklärt???

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon shakti » 04.06.2018, 12:49

Hypex bietet DIY Bausätze an. Diese sind wohlbekannt und dadurch, dass einige Hersteller professionelle Gehaeuse fertigen, sehen die Ergebnisse zumeist recht anspruchsvoll aus.

Dazu gibt es eine OEM Schiene. Diese wird an "High End" Hersteller vermarktet, die zwar einen guten Namen, aber nicht da Entwicklungsbudget fuer eigene Entwicklungen haben.

Damit nicht jeder "ohne Ahnung" bei Hypex OEM Kunde werden kann und es auch eine Differenzierung der angebotenen Produkte gibt, bietet Hypex keine Eingangsstufen an. Diese muss der jeweilige OEM Kunde selber entwicklen. Weiterhin bietet die OEM Sparte von Hypex Module an, die es nicht im DIY Bereich gibt.

Mola Mola ist als Marke eingeführt wurden, um als Beispiel fuer ein solches Konstrukt zu dienen.

Daher hochwertige Designergehäuse, individuelle Eingangsstufe, wertige Verarbeitung usw.

Da hier im Forum aktuell ja gerne DIY betrieben wird, kann ich die Hypex DIY Module auf jeden Fall empfehlen, habe schon einige der Endstufen da gehabt, sind immer (preisklassenbezogen) prima.

Gruss
Juergen
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