Behringer SRC2496 modifizieren

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

Behringer SRC2496 modifizieren

Beitragvon Keksstein » 08.01.2018, 23:22

Guten Abend,

vorweg: Eigentlich bin ich kein Fan von solchen Modifikationen und kaufe lieber Geräte die von sich aus "ohne mod" schon super sind. In der Anwendung gibt es aber fast keine Alternativen sodass ich auf ein Produkt aus dem "LowFi" Studio Equipment zurückgreifen musste. Dafür ist das Gerät teilweise super billig zu haben, meinen habe ich gebraucht für unter 100€ bekommen.

Ich habe mir einen Behringer SRC2496 bestellt, dieser soll den S/PDIF Ausgang meines Focusrite Scarlett 18i20 (24Bit/96 kHz) in 16Bit 44,1kHz wandeln oder einfach die 16Bit 44,1kHz vom CDP verlustfrei an einen Profi DAT weiterleiten und dabei von S/PDIF auf AES/EBU wandeln. Nach kurzer Suche findet man im Netz einen Schaltplan für das Gerät:

https://archive.org/stream/behringer_behringer_src2496_ultramatch_pro/behringer_src2496_ultramatch_pro#page/n1/mode/2up

Ich habe es mir nicht nehmen lassen und in das Gerät reingeschaut, folgende Dinge sind mir aufgefallen:

- Der Aufbau ist direkt primitiv, günstig gebogene Bleche, Heißkleber und einen brummenden Trafo der billigsten Sorte. Schalter und die Netzeingangsbuchse sind mit Isolierband gegen Berührung "gesichert". Mich fragt wie das Teil die CE-Prüfung bestehen konnte, (es befindet sich kein Aufkleber darauf) der Deckel ist nicht mit dem Schutzleiter verbunden und die Kabel vom Netzeingang drücken dagegen. Löst sich so ein Kabel halte ich es für nicht ausgeschlossen das es auf der Leiterplatte landet, das wäre der Supergau.
- Das Gerät verwendet den CS8420 SRC, der ist als Sorgenkind bekannt. Ändert sich die Samplingrate am Eingang "hängt" er sich teilweise auf und produziert einen Höhenabfall. Das passiert je nach Quelle aber häufiger:
http://allabout-hifi.magnetofon.de/inde ... w.html#new
- Der Jitter ist ein wenig hoch, besonders wenn man einen externen Takt verwendet. Wenn ich es richtig weiß sollte gerade bei einem SRC der Jitter aber so gering wie möglich sein.

Nachdem der Schaltplan nicht so schlecht aussieht habe ich überlegt ob sich da nicht was verbessern lässt damit das Gerät höheren Ansprüchen genügt? Ich dachte Dabei an:

1. Trafo rausschmeißen, genau wie die Spannungsregler und das Hühnerfutter darum. Den Analogteil brauche ich nicht, die +-15V kann man eventuell ganz weglassen. Die 5V für den Digitalteil kann man aus einem kleinen Schaltnetzeil Modul (Traco, Meanwell,...) speißen. Das geht Problemlos weil die Masse des Gerätes direkt mit dem Schutzleiter verbunden ist. Vielleicht noch ein Pi Filter dazwischen damit Ruhe auf der Versorgung ist.
2. Ich nehme an, der Jitter entsteht durch die beiden Oszillatoren für die Clock? Kann man diese vielleicht gegen etwas besseres tauschen?
3. Schritt 2 bringt nichts wenn der CS8420 Probleme macht. Leider bin ich kein solches Ass in der Digitalen Signalverarbeitung um zu sagen wie hoch der Aufwand dafür währe: Kann man den Chip vielleicht durch etwas zeitgemäßeres tauschen, eventuell mit einer Kleinen Adapterleiterplatte etc? Die Bugs in dem Teil verbieten es das Gerät in einem Professionellen Umfeld einzusetzen, dabei sind die Leiterplatten überraschend hochwertig im Vergleich zu frühen Produkten des Herstellers.

Gerade hier im Forum gibt es ja einige Digital Experten, ich hoffe das Ihr mir hierzu ein paar Tipps geben könnt. Ob das jetzt "Gute Idee" oder "lass die Finger besser von" ist, beides würde mir helfen. :cheers:

Gruß,
Jan
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Beitragvon wgh52 » 08.01.2018, 23:59

Hallo Jan,

je nach bereits erreichter Qualität Deiner Anlage, die ich natürlich nicht beurteilen kann, könnte Dein Vorhaben durchaus sinnvoll sein oder eben nicht. :roll:

Aber ich habe erstmal Fragen, um besser Rat geben zu können :

- Von welchem Profi DAC sprichst Du? Kann er nur 16/44,1?
- Wird AES/EBU gebraucht weil der Profi DAC das braucht?
- Warum muss auf 16/44,1 downsampled werden?

Momentan stehe ich Deinem Projekt und dem Behringer doch eher noch skeptisch gegenüber 8)
Eventuell wird ja auch ganz anders "ein Schuh" aus Deinem Projekt wenn wir noch besser verstehen: "Warum die ganze Sache?" :cheers:

Grüße,
Winfried

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Beitragvon Keksstein » 09.01.2018, 00:14

Hallo Winfried und danke für Deine Antwort!

Ich erkläre den Hintergrund ein wenig genauer:
Das Gerät soll vor keinen DAC sondern vor einen DAT Recorder, ein Sony PCM-7040. (Hobby von mir) Der Sony akzeptiert nur Signale in 16Bit /44,1 oder 48kHz, er braucht auch zwingend ein Signal im AES/EBU Format, S/PDIF akzeptiert er nicht. (getestet) Mit dem Behringer dazwischen wird das Signal sofort richtig vom Sony erkannt.
Die Kette besteht aus:

Scarlett 18i20 (USB Audio Interface) -> Funk CAS-2 (Digitaler Signalumschalter) -> Accuphase DC-37 (DAC)
Am Rec. Ausgang des CAS-2 hängt der SRC und dann der Sony DAT, über einen AES/EBU -> S/PDIF Wandler soll später wieder zurück auf den CAS-2 gegangen werden. Ein weiterer Rec. Ausgang des CAS-2 geht auf den S/PDIF EIngang vom Scarlett sodass ich DAT-Bänder digitalisieren kann.
Alternativ kommen Daten in 16Bit/44,1kHz vom CD-Laufwerk die der SRC2496 dann einfach 1:1 AES/EBU konvertiert an den DAT geben soll.

Gruß,
Jan
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Beitragvon Lauscher » 09.01.2018, 00:47

Hallo Jan,

Hilft hier ein Mutec 1.1 nicht sinnvoller ?

https://www.mutec-net.com/product_mc-11-plus.php

Schau mal ob das Dein Problem lösen könnte.

Ich verwende diesen zum Konvertieren von Spdif auf 2xAES EBU - geht klasse.

Viele Grüße
Jens
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Beitragvon wgh52 » 09.01.2018, 00:54

Hallo Jan,

den Funk CAS2 Umschalter kenn ich gut vom eigenen Einsatz, das hilft beim Konzeptverständnis.

Wenn es denn sein muss ist erfahrungsgemäß (und "mathematisch" wegen des kleinsten gemeisamen Vielfachen aus 44100 und 96000) ganzzahliges resampling (zumindest bei on-line/real-time resampling) zu bevorzugen, da gibt es zumindest bei 96kHz auf 48 kHz kein krummes Interpolieren (was hörbare Folgen haben kann): Also 24/96 auf 16/48 resamplen und 16/44 bleibt 16/44. Der DAT kann ja beides soweit ich verstand.

Keksstein hat geschrieben:... weiterer Rec. Ausgang des CAS-2 geht auf den S/PDIF EIngang vom Scarlett sodass ich DAT-Bänder digitalisieren kann...
...ich denke Du meinst digital Überspielen, denn der DAT gibt ja digital an den CAS aus.

Um die Jitterproblematik zu adressieren könnte man vor den DAT einen Mutec MC-3+ (ohne USB) schalten, der zusätzlich die SPDIF/AES3 Wandlung böte. Allerdings wäre eine jitterärmere Ratenwandlung (evtl. durch Modifikationen des Behringer) zusätzlich wahrscheinlich noch besser.

Grüße,
Winfried

PS: Jens Vorschlag mit dem Mutec 1.1 statt Behringer finde ich gut! Der MC-3+ könnte da das i-Tüpfelchen sein. Wandelt der Mutec 1.1 nicht auch AES3 auf SPDIF für den Rückweg?

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Beitragvon planetti » 09.01.2018, 02:22

Hallo Jan,

um Deine Ausgangsfrage zu beantworten, ist http://lampizator.eu/LAMPIZATOR/TRANSPO ... inger.html eine mögliche Antwort. :lol:

Berichte doch bitte über Deine Maßnahmen!

Gruß
Uli
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Beitragvon Keksstein » 09.01.2018, 09:59

Guten morgen zusammen,

Hilft hier ein Mutec 1.1 nicht sinnvoller ?


Der arbeitet so wie es aussieht aber nicht als Samplerate Konverter.

Um die Jitterproblematik zu adressieren könnte man vor den DAT einen Mutec MC-3+ (ohne USB) schalten, der zusätzlich die SPDIF/AES3 Wandlung böte. Allerdings wäre eine jitterärmere Ratenwandlung (evtl. durch Modifikationen des Behringer) zusätzlich wahrscheinlich noch besser.


Der Mutec liegt halt wieder in einem Preisbereich, da bekommt man komplette gute SRCs und kann auf den Behringer ganz verzichten. (Von Lake People oder Mytek DigitaL z.B.)
Das das Behringer Gerät so "schlechte" technische Daten hat ist wohl dem SRC Chip zu verdanken, viel mehr ist ja nicht drin. (Eventuell noch der Clock) Der Chip ist halt sehr alt und stammt aus der Anfangszeit der SRCs so viel ich weiß. Ich weiß eben nicht wie hoch der Aufwand währe einen Modernen SRC da einzubauen.
Und die Frage ist auch wie hoch der eigene Jitter des Sony ist, immerhin stammt der aus den 90er Jahren.

um Deine Ausgangsfrage zu beantworten, ist http://lampizator.eu/LAMPIZATOR/TRANSPO ... inger.html eine mögliche Antwort. :lol:


Die Seite hat mich schon öfter erheitert, ich hoffe das war ironisch gemeint. :mrgreen:
Interessant ist aber das mein Behringer ganz anders aufgebaut ist. Die haben wohl mal das Layout geändert.

Berichte doch bitte über Deine Maßnahmen!


Falls ich den Behringer behalte und mir nicht doch noch einen "modernen" SRC leiste mache ich das auf jeden Fall. Zumindest der Trafo fliegt raus, unerträglich wie der Deckel mitbrummt, von der elektrischen Sicherheit ganz zu schweigen.
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Beitragvon dietert » 09.01.2018, 10:27

Hallo Jan,

danke für den Link auf das Behringer Schaltbild. Habe bei meinen Behringer Geräten DEQ2496 und DCX2496 das digitale Frontend von CS8420 auf eine Kombination aus CS8416 und SRC4192 umgebaut, dafür gab es eine Anleitung hier:

http://freerider.dyndns.org/anlage/Behringer-Input-Stage.htm

Soweit ich mich erinnere, ist der Hauptunterschied zwischen SPDIF und Profi-Technik der Pegel und die Symmetrie, genau wie bei Analog. Vermutlich reichen zwei Komparatoren, um SPDIF auf ein symmetrisches Studio-Signal zu bringen.

Grüße,
Dieter T.
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Beitragvon Keksstein » 09.01.2018, 10:56

danke für den Link auf das Behringer Schaltbild. Habe bei meinen Behringer Geräten DEQ2496 und DCX2496 das digitale Frontend von CS8420 auf eine Kombination aus CS8416 und SRC4192 umgebaut, dafür gab es eine Anleitung hier:


Vielen Dank dafür! Genau an sowas dachte ich, Jitter unter 5ps klingt besser als 2ns (Original)
Da mein Board ein wenig anders aussieht mache ich mir selber ein Layout und schaue wie sich das gut integrieren lässt.
Bleiben die Originalen Funktionen dabei erhalten?

Soweit ich mich erinnere, ist der Hauptunterschied zwischen SPDIF und Profi-Technik der Pegel und die Symmetrie, genau wie bei Analog. Vermutlich reichen zwei Komparatoren, um SPDIF auf ein symmetrisches Studio-Signal zu bringen.


Es gibt einen kleinen Unterschied beim Kanalstatusbit, für die meisten Geräte ist das kein Problem. Ich vermute das hängt mit dem Kopierschutz zusammen. Im Studio kann man den Kopierschutz nicht brauchen, es musste aber sichergestellt sein das niemand Privat damit illegale Kopien machen kann. Und damals war im Consumerbereich AES/EBU noch sehr selten.
Ein paar Jahre später war das dann egal, jeder PC konnte das was bei den DATs verboten war.

Gruß,
Jan
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Beitragvon dietert » 09.01.2018, 12:27

Hallo Jan,

mit den C und U Datenströmen kenne ich mich nicht aus. Vielleicht weiß jemand anderes, was ein SRC wie AD1896 oder SRC4192 da tut. Mir fehlen jegliche Tools dafür, um die Daten anzuzeigen und zu manipulieren, z.B. ein Gerät, um RS232 in den U-Datenstrom einzuspeisen, oder eben ein Softwaretreiber. Wollte gelegentlich die Linux Alsa Quellen dahingehend durchsuchen, allein mir fehlt die Zeit.

Grüße,
Dieter T.
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Beitragvon Keksstein » 09.01.2018, 15:12

So ähnlich geht es mir auch, Analog ist kein Problem, mit Digital Audio habe ich bisher zu wenig im DIY zu tun gehabt.

Darf ich Ausschnitte aus dem Schaltplan hochladen oder gibt das Probleme wegen Copyright?

Im Datenblatt vom CS8420 ist die rede von einem Jitter von 200ps RMS, Behringer gibt <2ns bei interner Clock an und <20ns bei Wordclock. Die Werte sind sehr hoch.
Schaut man in den Schaltplan sieht man, der SRC bekommt intern einen Takt von 12, 22 oder 24MHz je nach gewählter Samplingrate am Ausgang vermutlich. Die Takte werden von Standard Quarzoszillatoren mit 74HCU04 erzeugt, der Word Clock Eingang hat ein PLL mit dem 4046. Über eine MUX wird je nach bedarf auf den SRC geschaltet. Da sich die Werte für den Jitter je nachdem ob der interne oder der Wordclock Takt verwendet wird stark unterschieden liegt die Vermutung nahe das 2 Bessere Jitterärmere Oszillatoren
das Teil schon deutlich aufwerten, zumindest wenn man den internen Takt verwenden möchte. (die 12MHz werden aus den 24MHz geteilt)

Den CS8420 zu ersetzen wird schwer, der ist bei meiner Version des SRCs von unten auf die Platine gelötet, da kommt man nicht so einfach ran und kann kein vernünftiges Adapterboard bauen. So langsam verstehe ich warum die anderen Geräte so teuer sind.

Gibt es eigentlich eine Möglichkeit den Accuphase DAC mit in den Wordcklock Takt vom Audio Interface einzubeziehen trotz fehlendem Eingang dazu? Hat man dadurch Vorteile oder reicht es sich darauf zu verlassen das sein interner PLL etwaige Abweichungen Problemlos ausgleichen kann?

Gruß,
Jan
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Beitragvon modmix » 09.01.2018, 15:52

Für den ähnlichen DCX2496 gibt es bei Pilgham einen DCX-SRC-Clock.
Ward Maas hatte mir den eingebaut - mir ist das nicht gelungen ,-(.
Spielte mit dieser Lösung deutlich besser.

Bestimmt kann er auch sagen, ob ein Einsatz im SRC2496 ginge...

hth
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Beitragvon Hans-Martin » 09.01.2018, 16:48

Keksstein hat geschrieben:
um Deine Ausgangsfrage zu beantworten, ist http://lampizator.eu/LAMPIZATOR/TRANSPO ... inger.html eine mögliche Antwort. :lol:


Die Seite hat mich schon öfter erheitert, ich hoffe das war ironisch gemeint. :mrgreen:
Interessant ist aber das mein Behringer ganz anders aufgebaut ist. Die haben wohl mal das Layout geändert.

Hallo,
Das Schaltbild gibt es bei Lampi:http://lampizator.eu/LAMPIZATOR/TRANSPORT/behringer/SRC2496.pdf

Mein Gerät hat FC861, die Chips auf der Unterseite der Platine.

Die Layoutänderungen sind vielleicht nicht so wichtig wie die von Lampi beigebrachten Skizzen, immer wieder kommt es zu inhaltlich fehlerhaften somit irreführenden Vorschlägen, denen man nicht ungeprüft folgen sollte.
Lampizator hat geschrieben:OK , OK, I AM NOT GOOD AT DRAWING !!!

Z.B. wird bei der SRPP Ausgangsstufe an der Anode der Ausgang gezeichnet, er gehört wegen der gewünschten niedrigeren Impedanz eigentlich an die Kathode der oberen Röhre.
Und in diesem Bild verpasst er die Gelegenheit, die beiden Ausgänge des AKN DAC so an die Röhre anzuschließen, dass das Ausgangssignal ohne Polaritätswechsel am Ausgang ankommt. Man muss nicht alles so ernst nehmen, auch wenn L.Fikus das handsigniert (7.7.2009).

Ich würde die Quarze von der Leiterplatte nehmen, beide durch gute Oszillatoren ersetzen, diese federnd aufgehängt mechanisch entkoppeln. Bequemlichkeit hat bisher bei mir nur dazu geführt, dass ich mit dem Originaltrafo experimentioert habe, ob es eine bessere Netzankopplung gibt, war aber optimal. Digitaltechnik über RKT ist nicht mein Ding, dann lieber Ferrite über die von mir verdrillten Zuleitungen zur Leiterplatte. Bei meinem Exemplar brummt der Trafo auch, aber in 50cm Entfernung nicht mehr wahrnehmbar.

Dass im Betrieb am selben Eingang die Abtastrate wechseln kann, ist zwar denkbar, aber nur beim Streaming häufig. Ds war damals aber noch nicht so verbreitet. Wenn man zwischen den Eingängen umschaltet, muss das Gerät sich zwangsläufig neu auf das jweilige Eingangssignal einschießen, eine andere Lösung fällt mir nicht ein. Ein Reset mit jedem zwischenzeitlichen Mute Signal wäre eine Frage der Firmware.
Aber was erwartet man vom Billigheimer? Für die 90Euro auf dem Gebrauchtmarkt bekommt man doch schon extrem viel Funktion, zumal Lampi den DAC über den grünen Klee lobt.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Keksstein » 09.01.2018, 17:28

Für den ähnlichen DCX2496 gibt es bei Pilgham einen DCX-SRC-Clock.
Ward Maas hatte mir den eingebaut - mir ist das nicht gelungen ,-(.
Spielte mit dieser Lösung deutlich besser.


Danke für den Tipp. Das sollte so ziemlich das selbe machen wie der von "dietert" vorgeschlagene Umbau.

Die Layoutänderungen sind vielleicht nicht so wichtig wie die von Lampi beigebrachten Skizzen, immer wieder kommt es zu inhaltlich fehlerhaften somit irreführenden Vorschlägen, denen man nicht ungeprüft folgen sollte.


Alleine das er an alles Röhren bastelt und die Aufbauqualität der gezeigten Arbeiten sagen schon einiges aus.
Leider hat er auch schon Geräte verbastelt um die es wirklich schade ist. :(
Von so etwas halte ich garnichts. Der Behringer ist aber ein "China Kracher" der im Ausgangszustand diverse Probleme hat. Es gibt aber leider keine wirkliche Alternative, die anderen Geräte können nicht auf 16 Bit herunterrechnen. (wie gut der Behringer bzw. der Steinzeitliche Cirrus Chip das kann steht auf einem anderen Blatt)

Die Chips sind auch bei mir auf der Unterseite. Das Layout der Leiterplatte selbst sieht auch sehr brauchbar aus.

Ich würde die Quarze von der Leiterplatte nehmen, beide durch gute Oszillatoren ersetzen, diese federnd aufgehängt mechanisch entkoppeln. Bequemlichkeit hat bisher bei mir nur dazu geführt, dass ich mit dem Originaltrafo experimentioert habe, ob es eine bessere Netzankopplung gibt, war aber optimal.


Da die Ausgänge über Impulsübertrager getrennt sind und die Analogen I/Os Symmetrisch aufgebaut sind konnten die die Masse direkt auf den Schutzleiter legen ohne Nachteile. Deshalb spricht auch nichts gegen Kleine Schaltnetzteilmodule etc.

Digitaltechnik über RKT ist nicht mein Ding, dann lieber Ferrite über die von mir verdrillten Zuleitungen zur Leiterplatte. Bei meinem Exemplar brummt der Trafo auch, aber in 50cm Entfernung nicht mehr wahrnehmbar.


Die Impulsübertrager sind in jedem Profi Gerät drin, die haben keinen Negativen Einfluss auf das Gerät. Ob man jetzt was fertiges kauft oder selber auf einen Kern wickelt, geht beides ohne vor oder Nachteile.
Mir gefällt die ganze 230V Seite nicht, der super billige Netztafo ist das negative Sahnehäubchen. die 20€ für einen besseren Innenaufbau ist es mir auf jeden Fall wert.

Aber was erwartet man vom Billigheimer? Für die 90Euro auf dem Gebrauchtmarkt bekommt man doch schon extrem viel Funktion


Das ist völlig klar, für das Geld ist die Kiste ein Schnäppchen. Die Idee etwas daran zu verbessern kam mir weil ich sowieso ein paar Dinge für meine Anwendung Umbauen möchte. (Unter anderem ein "Direct" Knopf der das Signal einfach durchschleift, damit die Kiste Bitgenau ausgeben kann)

Gruß,
Jan
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Beitragvon Hybrid-OLI » 13.01.2018, 23:24

Servus

Besagter "China-Kracher" befindet sich in meinem Sortiment.
Ursprünglich mal als SCMS-Knacker gekauft.
Das Teil ist in der Tat kurios, aufgemacht habe ich ihn aber noch nicht.
Hat jemand ein Bild der Innereien ?

Obwohl er offiziell "nur" 96kHz kann ist es mir mal gelungen, 192k über SPDIF damit zu wandeln.
Wie das ging, weiß ich nicht.
Meiner wird übrigens weder warm, noch brummt er. Bei Behringer ist das so eine Sache.
Manche Geräte zicken herum, andere funktionieren tadellos jahrelang !

Ein u.U. nicht zu unterschätzendes Feature des Gerätes ist es, daß man damit auch krumme Abtastraten konvertieren kann. Bei älteren Digitalgeräten wie DAT oder MD, kann das möglicherweise die Rettung sein, wenn man Samplerate-Probleme hat.
Amtliche Geräte wie z.B. mein TC Finalizer 96k, erwarten stets exakte Samplerates.
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Hybrid-OLI
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