Netzstecker und -kabel

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Hornguru
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Beitrag von Hornguru »

Hans Martin.... das trifft dann doch eher auf den spezifischen Fall der Verschraubung zu oder?

Im allgemeinen hat Zinn zwar einen höheren Widerstand aber, das ist bei einer Verbindung da sehr kurz (mm) eher weniger relevant als die Kontaktintensivität. Und eine Verschraubung, Quetschung, Krimpen etc ist doch weniger direct als ein Kabel direct mit der Kontaktstelle selbst zu verlöten. Sollte doch in dem Fall den geringsten Widerstand haben.

Zumal ein Verlöten mit der Kontaktstelle (auch wenn das Zinn äußerlich an der Oberfläche korrodiert) auch langfristig stabil bleibt da ist im Kern verbunden ist wo nix dran kommt. Kupferlitze an der Luft aber immernoch korrodieren kann.

Wie ist das?
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uli.brueggemann
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Beitrag von uli.brueggemann »

Josh,

Achtung: der Threadtitel heisst Netzstecker und -kabel !!!
VDE lässt bei Netzsteckern - und kabeln im Falle von Schraubverbindungen keine Verzinnung zu !!! Das ist grob fahrlässig!

Und bei Lötverbindungen (Beispiel = Anlöten eines Netzkabels auf einer Platine) braucht man nicht wirklich über Adernendhülsen und Crimpen zu diskutieren.

Grüsse
Uli
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Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin »

Hallo Josh,
Phonosophie verlötet seine Kabel zusätzlich nach dem Verschrauben. Anders herum macht es wenig Sinn.
In den Geräten sind die Netzzuleitungen auch verschraubt, aber untrennbar mit dem Gerät verbunden,
In dem Moment, wo man Kaltgerätekupplungen verwendet, ist das Gerät dahinter austauschbar und man weiß nicht, wer das Kabel irgendwann wo anschließt.
Da gebietet es die Sicherheit, eine zugelassene belastbare Verbindung zu wählen, die ist bei Litze immer mit Aderendhülse und guter Quetschung gegeben, unter dem Druck der Schraube werden die Drähte so verdichtet, dass Sauerstoff nicht dazwischenkommt. Wenn man dann die Verbindung zusätzlich noch mit Löten versiegelt, ist man vermutlich auf der sicheren Seite.
Zinn hat den Vorteil, Legierungen einzugehen, aber sein spezifischer Widerstand ist erheblich schlechter als Kupfer (Faktor 6).
Grüße Hans-Martin
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tideg
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Beitrag von tideg »

Hallo zusammen,

ich reaktiviere diesen Thread mal mit ein paar Fragen, auf die ich auch in den anderen Threads zum Thema Netzkabel keine Antworten finde. Ziel ist irgendwann eine Netzspinne, aber erstmal sollen es »einfache« Netzkabel zum vergleichen werden.

Neben dem Vorschlag von Stephan (viewtopic.php?p=134170#p134170), möchte ich demnächst auch ein Solidcore-Kabel mit 2 x 1,5mm² pro Leiter bauen. Dazu zwei Fragen:

1. Wie bringt man die Leiter am Ende/im Stecker vernünftig zusammen? Welche Schuko-/Kaltgeräte-Stecker eignen sich dafür?

2. Welches Solidcore-Kabel könnt ihr empfehlen? Natürlich könnte ich auch mit der Baumarktvariante starten, aber mich interessiert, was es da noch für Möglichkeiten gibt. Die Drähte von Neotech scheinen ja einen sehr guten Ruf zu haben, sind mir aber für den Anfang dann doch deutlich zu kostspielig.

LG
Tim
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Mister Cool
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Beitrag von Mister Cool »

tideg hat geschrieben:1. Wie bringt man die Leiter am Ende/im Stecker vernünftig zusammen? Welche Schuko-/Kaltgeräte-Stecker eignen sich dafür?
Jeweils zwei zusammengehörende Solid-Core-Leiter mit einer Hülse zusammenquetschen und dann diese Hülse im Stecker in die Schraubverbindung stecken (ich nehme an, du nimmst Stecker mit Schraubverbindung)

Bei 2x1,5qmm pro Leiter x 3 (PE, N, L) = 9qmm wird dein Anschlußkabel ganz schön steif.

Und das noch pro Gerät, da braucht man kein Rack mehr, da stehen die Geräte alleine auf den Anschlußkabeln ;-)

Das reißt Dir doch die Anschluß-Buchse aus dem Gerät und die Steckdosen aus der Wand raus ;-)

Nach der Sinnhaftigkeit solcher Lösungen frage ich lieber nicht.

Grüsse,
Alwin
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Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin »

Leute!
Massivdraht (solid core) ist nach VDE nur an fest installierten Geräten zulässig.
Wo Steckverbinder herausziehbar sind, gerät man an ein Kabelbruckrisiko, das will VDE vermeiden.
Kabel- (Metall-) Brände sind schwer zu löschen, das weiß jeder Feuerwehrmann. Und die Versicherung zahlt nicht, wenn nicht VDE-gerecht.

Aderendhülsen halten Litzendrähte zusammen und verbessern nach meiner Erfahrung den JKontakt, obwohl noch ein Medium dazwischenliegt, wohl weil man schön alle feinen Drähte verdichtet bekommt.
Grüße
Hans-Martin
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SolidCore
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Beitrag von SolidCore »

Hallo zusammen

Ich halte von Quetschhülsen garnichts. Die schlimmsten sind die billigen Standarthülsen. Die goldenen, wie WBT, sind da bedeutend besser, es gibt auch welche aus Silber. Die ganz billigen verschlechtern den Klang, da sie matt klingen, durch ihr eigenes, schlechteres Material wie das Kabel selbst.
Eine klanglich gute Lösung wäre das "wickeln" von Litzenkabeln, wie es früher gemacht wurde.
Man setzt das verwendete Kabel selbst ein Stück länger ab, oder nur eine Ader, und nimmt ein oder 2 Litzen, und wickelt sie um das abisolierte Kabelbüschel, das sie nicht ausfranzen können. Genau die Funktion hätte ja die Hülse. So bleibt man aber beim identischen Material. Man kann auch wunderbar noch deutlich höherwertigeres nehmen. So verwende ich gerne, wenn ich überhaupt mal Litzenkabel habe, 10-15cm UPOCC Silberdraht, den ich um das abgesetzte Ende stramm herumwickel.

Die vorgeschlagene Idee, sich aus Solid 2x 1,5mm² x3 ein Stromkabel zu bauen, ist klanglich nicht verkehrt. Bitte beachten, es ist nicht zulässig, wie schon erwähnt. Man sollte es also keinen starken Knicken aussetzen.
Das es sehr schwer wird, wie auch erwähnt, seh ich anders. Es zieht kein Gerät vom Regal.
Meintest du tatsächlich 1,5mm² oder 1,5 mm Durchmesser? Das ist nicht das gleiche.
Falls es mittenbetont und vorlaut spielt, nimm eine zusätzliche Leitung Schutzerde, gleichen Querschnitts, noch hinzu, dann als 4er-Flechtung. So biegst du den Frequenzgang wieder grade.
Bei dem Kabelpreis würde ich einfach beide Varianten bauen, und sie dir anhören. Du wirst dich wundern.
Genau so habe ich damals begonnen, Stromkabel zu entwickeln :).


Gruss
Stephan
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Mister Cool
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Beitrag von Mister Cool »

SolidCore hat geschrieben:Hallo zusammen

Ich halte von Quetschhülsen garnichts. Die schlimmsten sind die billigen Standarthülsen. Die goldenen, wie WBT, sind da bedeutend besser, es gibt auch welche aus Silber. Die ganz billigen verschlechtern den Klang, da sie matt klingen, durch ihr eigenes, schlechteres Material wie das Kabel selbst....

Falls es mittenbetont und vorlaut spielt, nimm eine zusätzliche Leitung Schutzerde, gleichen Querschnitts, noch hinzu, dann als 4er-Flechtung. So biegst du den Frequenzgang wieder grade.
Hi,
auf der gesamten Stromversorgungsstrecke bis zu Deiner Steckdose gibt es wahrscheinlich zig solche Quetschhülsen, und ausgerechnet die letzte in dem Stecker soll den Klang matt machen? Warum?

Auf die Frequenzgangbiegung und die Frequenzgangmessung vorher/nachher bin ich schon jetzt gespannt.

Grüsse,
Alwin
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tideg
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Beitrag von tideg »

Vielen Dank für eure schnellen Antworten und wertvollen Hinweise!

Dass Solid-Core-Leiter für dieses Vorhaben nach VDE nicht zum Einsatz kommen dürfen und die Gründe dafür sind mir bekannt. Mich interessiert zunächst einmal nur, wo die klanglichen Unterschiede liegen und wie stark ggf. Vorteile sein könnten. Davon abhängig und nur mit zusätzlichen Vorkehrungen (u.A. keine hängenden Kabel, keine Knicke, kein Bewegen von Komponenten, Einweisung der Familie, usw.) würde ich dann eventuell darüber nachdenken sowas dauerhaft einzusetzen; aber erstmal hören ...

Quetschhülsen werde ich probieren. Was ist die Alternative? Leiter direkt nebeneinander in die Schraubverbindung? Klingt wackelig, gerade wegen der steifen Drähte!

Danke Stephan, für die vorgreifenden Tipps zur Beeinflussung durch zusätzlichen PE-Leiter und Flechtung! Allerdings komme ich dann insgesamt auf 7 Drähte und verstehe nicht, wie sich damit eine Vierer-Flechtung realisieren lassen sollte? Wenn ich dich richtig verstehe, sollte ich wohl erstmal mit Baumarkt-Draht anfangen? Werde ich wohl aufgrund der Tatsache, dass es sicherlich mehrere Kabel zum vergleichshören werden, auch tun. Mich würde trotzdem interessieren, ob und was es zwischen Baumarkt und den Neotech-Drähten noch gibt.

LG
Tim
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Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin »

Hallo,
der Einfluss der Netzkabelcharakteristik auf den resultierenden Klang kann beobachtet, besser gesagt: gehört, also festgestellt werden, individuell nach Geschmacksaspekten bewertet.
In dem Bemühen, Kausalität und Wirkung in ein Gedankengerüst einzubauen, sind Irrtümer oder Ausnahmegeräte mit widersprüchlichem Verhalten nicht zu vermeiden

Wenn man behauptet, dass das Ausgangssignal eines Gerätes seinen Ursprung aus der Steckdose hat, wird man viele Gegenstimmen hören, bis hin zur vielgepriesenen PSRR.
Wie sehr die Performance eines Gerätes vom Netzteil abhängt, kann man leicht feststellen, indem man den Netzstecker zieht. Nur nachts sind alle Katzen grau.

Mit dem üblichen Trafo-Gleichrichter-Siebelko-Spannungsregler-Netzteil schlägt auf den Ausgang des Reglers mehr durch als der idealisierende Theoretiker erklären kann. Die Audiobandbreite des Netzkabels korreliert für meine Ohren mit dem Ausgangssignal der versorgten Komponente.
Aber auch die HF-Eigenschaften spielen mit hinein, wenn es um die Erdung geht, und über die Schukos der Steckdosenleiste sind die Geräte mehr oder weniger gut gekoppelt. Ob intern HF verarbeitet wird wie z.B. bei CD-Playern, oder reine NF, macht noch einen Unterschied.
Juergens Präferenz für ein rein analoges System ohne DSP (oder anderweitige Digitaltechnik) wird seine Gründe haben.

@Tim: Eine 7-adrige Leitung darf nach VDE 3 Adern für Schutzerde vorsehen, dann bleiben 2 für Phase, 2 für Nullleiter, niemals jedoch weniger Schukoquerschnitt als Netzleiterquerschnitt.
Ich habe 3 verdrillte Leiter für Schoko, darum wendeln sich im Gegensinn abwechselnd je 3 gleichartige (auch bezogen auf vorgenannte) Leiter für Phase und Null. Ob man die Schukoleiter rechtsherum wendelt oder in der anderen Richtung (mit entsprechenden Konsequenzen für den Wendelungssinn der anderen Leiter), darf man nach Hörvergleich entscheiden. Ich sage nur, der Unterschied ist hörbar, wie auch die Festigkeit im mechanischen Aufbau /Zusammenhalt.

Grüße
Hans-Martin

P.S. 31 Jahre nach meinen ersten erfolgreichen Netzkabelexperimenten stelle ich fest, dass der Einsatz von Aderendhülsen auf einzelnen Massivdrähten sich meinem Experimentalportfolio erfolgreich entzogen hat :mrgreen: .
Bei Litzendrähten sträubte ich mich zunächst gegen diesbezügliche Vorschrift, musste aber dem Erfolg Recht geben. Bei Massivdraht sah ich keinen erkennbaren Vorteil, schaben/quetschen sich doch die Schrauben in das Material des Leiters durch die Oberfläche hinein. Bei Litzen drängt die Schraube manche Litzendrähte zur Seite, schneidet auch einige durch, das spricht für Aderendhülsen oder anderen mechanischen Zusammenhalt, der zugleich der Gegenseite maximale Kontaktfläche bietet. Viele Aderendhülszangen sorgen mit ihrer Pägung der Hülsen zwar für Zusammenhalt der Adern, verhindern aber eine Formschlüssigkeit mit der anderen Kontaktseite.
Da in den Netz-Schraubverbindungen reine Kupferschrauben nicht zugelassen sind, unterscheide ich nach Gehör Eisenschrauben von verkupferten Versionen.
Vernickelte Oberflächen würde ich meiden.
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SolidCore
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Beitrag von SolidCore »

Hallo zusammen

@Alwin:
Wo sollen denn Quetschhülsen in der Hausisolation vorkommen? Zumindest ab Verteiler ist alles Solid,
und durch Klemmen in den Wanddosen weiterverdrahtet. Leider seit geraumer Zeit mit Wago Klemmen,
die nicht unbedingt den gewünschten Kontakt herstellen. Besser sind Lüsterklemmen mit nur einer Schraube.
Warum nun Blechhülsen den Klang matt machen, ist bei deinen Argumenten zwar erklärbar, aber sinnfrei. Dazu müsstest du ebenso bedeutende Unterschiede von Stromkabeln wahrnehmen, deinen Ohren vertrauen, und dir dabei so sicher sein, um nicht mehr messen zu wollen.
Ich erklärs einfach: Jedes eingebrachte Material in ganz gleich welches Kabel bringt seine eigene Klangsignatur mit, und fügt sie hinzu. Der Strom muss ja vollflächig durch. Wenn man nur zur Verdeutlichung es mal total übertrieben darstellt, und baut aus dem gleichem Blech wie die Hülse ein Stromkabel, kann man sich ungefähr vorstellen wie es klingt. Und zu einem ganz geringen Anteil erzeugt die Hülse das gleiche.

@Tim:
Ich meinte nicht sieben Adern, sondern die doppelte Erde nochmal, also 4 Erde. Diese in 2x2 Teilen, dann hast du eine 4er-Flechtung. Die Enden des Solidcore würde ich nicht einzeln anschrauben, werden sie mit einer Platte gepresst, kann es sein, das eine lockerer ist wie die andere. Ich würde sie, in deinem Fall 2, mit einer Kombizange am Ende eng verdrillen, das sie in der Anschlussplatte gewendelt ist. So bleiben beide gleich fest. Bei Erde dann 2x2, wenn 4 nicht passen.


Gruss
Stephan
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Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin »

Hallo,
hier mal eine relativ einfache Bauanleitung zum Thema Netzkabel:
Hergestellt wird eine 3-polige Netzleitung mit Schuko, Null und Phase.
Verwendet wird ein Litzenkabel mit vorzugweise PTFE oder ähnlicher Ummantelung, die das Litzenbündel fest bandagiert, damit das Ergebnis mehr wie Massivdraht klingt.
2 am Bedarf orientierte, aber doppelte Längen mit 4% Längenzuschlag fürs Flechten werden abgeschnitten, für die Schutzerde wird ebenfalls ein solches Kabel abgelängt, mit 2cm Zuschlag, damit an beiden Enden eine Reserve bleibt (VDE verlangt, dass beim Abreißen die Schutzerde zuletzt den Kontakt verliert).
Alle 3 werden jeweils in der Mitte geknickt und dort abgemantelt, so kann man bei jedem Leiter herstellungsbedingte Laufrichtungsunterschiede kompensieren.
Mit Aderendhülsen für den jetzt doppelten Querschnitt werden die 3 V-förmigen Kabel in den Netzstecker geschraubt/dort verquetscht, die Hülsen passen sich unter dem Schraubendruck der Gegenseite an, was die bestmögliche Kontaktfläche, also niedrigsten Übergangswiderstand bringt.
Jetzt werden neue Paare gebildet, Schutzerde paart sich mit Null und Phase, der verbleibende Leiter von Null paart sich mit Phase, macht 3 unterschiedliche Aderpaare, die nun zu einem Zopf fest verflochten werden.
Man kann die Aderpaare erst verdrillen und dann den Zopf flechten, oder die Aderpaare parallel halten, was einen eher flachen Zopf bringt.
Eine weitere Schutzummantelung ist über alles erforderlich, ich finde da einen Teflonschlauch oder den üblichen Isolierschlauch besser als Schrumpfschlauch, aber man muss ja nicht schrumpfen, Abstand mit Luft schadet nicht.
Nicht vergessen, das Gehäuse des Netzsteckers drüberstülpen und bis zum Stecker durchschieben, ebenso für die Kaltgerätekupplung (je nach Schlauchdurchmesser kann erforderlich sein, die Reihenfolge Steckergehäuse mit dem Schlauch zu tauschen)

Jetzt ist es an der Zeit, gewissenhaft die Adern vom Stecker ausgehend durchzumessen, um am Ende die 2 Adern für Phase, die für Null und die für Schutzerde bei der Kupplung (wieder mit Aderendhülsen) korrekt anzuschließen. Ziel ist ja nicht der Totalkurzschluss zwischen den 3 Leitern, sondern die Homogenisierung der elektrischen Felder um die Leiter.
Die Stecker wähle ich nach dem Kriterium Nickelfrei, Rhodium gefällt mir persönlich weniger gut als einfach Messing oder Messing vergoldet. Die etwas nachgiebigere, weichere Oberfläche macht durch Verformung mehr Kontaktfläche, so sagt man. Warum auch immer, ich finde die Unterschiede sind deutlich hörbar (ebenso eventuelle Verkupferung der Schrauben).
Grüße
Hans-Martin
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Mister Cool
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Beitrag von Mister Cool »

Hier gibt es die passenden Überzugschläuche dazu.

https://www.media-seller.de/kabel-zubeh ... lauch.html

Je nach dem, wie mann den Überzug ausseinander streckt, werden die Leiter darin zusammengepresst, oder eher locker zusammengehalten

Oder Hülsen

https://www.media-seller.de/kabel-zubeh ... erial.html


Grüsse,
Alwin
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SolidCore
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Beitrag von SolidCore »

Hallo zusammen

Uieh. Stromkabelbau findet nun also auch hier statt. Gefällt mir. :)

Ohne Anspruch auf Richtigkeit würde ich die Adern aber anders anordnen. Falls jemand Martins Vorschlag umsetzt, könnte er ja auch mal eine Alternative bauen. Man findet dabei heraus, ob allein die Anordnung bereits klangliche Unterschiede zeigt. Phase und Null würde ich nicht miteinander verdrillen, da sie sich eher gegenseitig stören als kompensieren. Je eine Schutzerde mit Phase, die andere mit Null verdrillen ist da weitaus besser. Deshalb würde ich 2 zusätzliche Adern Schutzerde einbringen, und diese jeweils mit der verbleibenden Phase und Null verdrillen. Dies wird ziemlich sicher bedeutend ruhiger und mit schwärzerem Hintergrund klingen.

Eine andere gute Methode wäre, einfach beide Phasen zusammenzulegen, und die Schutzerde außen herum wendeln, mit Null das gleiche. So bekommt man auch einen definierten Abstand Phase zu Null. Wichtig dabei ist, das die stromführenden Adern sowohl vor, als auch nach dem Flechten die gleiche Länge haben. Sonst verschiebt sich die stabile Ortung im Klanggeschehen. Die Adern der Schutzerde im letzten Vorschlag können ruhig länger sein, dann aber beide um die gleiche Länge.

Viel Spass beim Tüfteln.

Gruss
Stephan
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Mister Cool
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Beitrag von Mister Cool »

Hi,

was soll das Flechten/Verdrillen der einzelnen Netzleiter verhindern oder kompensieren? Die Einstreuung von "Schmutzstrahlung" auf die Adern oder die gegenseitige Beeinflussung der Adern selbst?

Grüsse,
Alwin
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