Vorstufe mit Phonoteil: E.A.R. 868PL / EAR 868 PL

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Vorstufe mit Phonoteil: E.A.R. 868PL / EAR 868 PL

Beitragvon Salvador » 20.10.2016, 16:41

Hallo zusammen,

bei meiner Suche nach geeigneter Röhrenvorstufe und Phonovorverstärkung bin ich auf dieses Gerät gestoßen, das in Tests bestens weggekommen ist und gut beleumundet scheint:

Die E.A.R. 868 PL.
Im Wesentlichen handelt es sichum eine single-ended Röhrenvorstufe mit Cinch Ein- und Ausgängen und transformergestützten XLR-Ein- und Ausgängen, die in abgespeckter Form auf der EAR 912 basiert. Sehr gut soll das Phonoteil sein, das auf der EAR 88-Phonovorstufe basiert (diese hat aber MM UND MC-Eingang) und die EAR MC-3 MC-Übertrager eingebaut hat (drei verschiedene Abgriffen für 4, 12 und 40 Ohm, entspricht Übersetzung von 30x, 20x und 10x),(baugleich mit MC-4, bestens beleumundet, mit vier verschiedenen Abgriffen für 4, 6, 12 und 40 Ohm, entspricht Übersetzung von 40x, 30x, 20x und 10x). Das Übersetungsverhältnis des Übertragers kann man intern umschalten. Es gibt nur einen Phonoeingang, entweder nutzbar als MM ODER als MC (dann mit Übertragern). Die übertragergestützte Ausgangsimpedanz liegt bei 600 Ohm.

Unten ein paar Links zu Tests. Wer hat die denn schonmal gehört? Gibt es Meinungen/Erfahrungen zu dem Gerät?

deutsch:

http://www.hifistatement.net/tests/item/1263-ear-868

http://www.hifitest.de/test/stereovorst ... r-868_3897

Beste Grüße,
Andi
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Beitragvon never » 20.10.2016, 22:35

Hallo Andi,

diese ausgesprochen langzeittaugliche, nicht nervende, aber trotzdem sehr fein zeichnende Vorstufe kann ich aus eigener Erfahrung absolut empfehlen. Ich hatte sie hauptsächlich mit einem Analoglaufwerk von Nottingham Analogue mit einem Benz Ruby an Geithein RL 940 Aktivboxen betrieben - siehe http://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?f=6&t=3694#p59875

Die in den von Dir verlinkten Berichten angesprochenen positiven Eigenschaften entsprechen auch meinen Erfahrungen.

Freundliche Grüße,
never (Udo)
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Beitragvon Salvador » 20.10.2016, 23:12

Hallo Udo,

ja und warum hast Du sie denn nun nicht mehr? Hast Du etwas den Plattenspieler aufgegeben?
Mit einem Nottingham Analogue möchte ich selbst nun einsteigen.....

Beste Grüße,
Andi
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Beitragvon never » 21.10.2016, 03:14

Hallo Andi,

Du ziehst einen zwar naheliegenden, aber sachlich nicht gänzlich zutreffenden Schluss:

Ich besitze noch den E.A.R.868 und auch die restlichen Bestandteile meiner Anlage, verwende diese aber nicht mehr. Nach einem erneuten Umzug habe ich mich zu einem gerätemäßigen Downsizing entschlosssen.
Hardware und Schallplatten ruhen im Keller und werden vermutlich nicht mehr bei mir zum Einsatz kommen. Das bedauere ich auch gebührend, weil HiFi mich immer noch so interessiert wie in all den Jahren zuvor und ich auch nach wie vor die analoge Seite von HiFi als genußreichste Variante einstufe und ich zudem mit meiner letzten Anlage absolut zufrieden war.

Freundliche Grüße,
never (Udo)
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Beitragvon audiosix » 24.10.2016, 07:09

Hallo,

Paravicini findet immer einen guten Kompromiss von Musikalität und Auflösung/Feinzeichnung. Die Vorstufen spielen auf der angenehmeren Seite. Gut für längeres entspanntes hören.

Bei mir spielt immer was vorher instandgesetzt wurde. EAR darf immer ein bisschen länger, manchmal über den Feierabend hinaus. Favorit ist bei mir die PB88, sehr ähnlicher Aufbau wie die 868.

In dem mysteriösen Kästchen befindet sich eine Doppelspule (links/rechts). Liegt im Fusspunkt der Gegenkopplung und ist damit ein Teil der RIAA Entzerrung.

Reinhard
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Beitragvon Salvador » 24.10.2016, 09:13

Hallo Reinhard,

konntest Du denn mal die PB88 als reine Phonovorstufe (hat aber einen Lautstärkeregler, dann aber nur verwendbar mit Phono als Quelle) im Vergleich mit der P868PL hören. Man liest ja überall, die Phonosektion der 868 wäre der 88 gleichzusetzen/entsprechen. Wie ist denn Deine klangliche Einschätzung der beiden im Vergleich?

LG,
Andi
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Beitragvon audiosix » 24.10.2016, 10:25

Hallo,

die beiden sind schaltungstechnisch gleich und klingen auch gleich. In der 88pb wird sogar die gleiche Leiterplatte wie in der 868pl verwendet.

Gruss,
Reinhard

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Beitragvon Salvador » 24.10.2016, 13:27

Hallo Reinhard,

danke für Deine klangliche Einschätzung und das Einstellen der Bilder!

Was mich noch interessoeren würde, hattest Du auch mal eine EAR 912 da und konntest die hören? Diese hat ja die gleiche Linestufe drin wie die 868 und die gleiche Phonostufe wie 868 und P88, aber mit dem MC-4 Übertrager, der baugleich mit dem MC-3 Übertrager ist , der in den beiden anderen Geräten verbaut ist, aber der MC-4 hat vier verschiedene Abgriffe und diese lassen sich bequem vorne an der Front der 912 umstellen, zusätzlich sogar selektiv der Gain der Phonostufe in 6 dB-Schritten. Von der reinen Anschluss- und Ausstattungsvielfalt finde ich die 912 schlicht überragend, das Design ist leider nicht so schön wie das der 868.

Die Frage nun an Dich: Wie klingt denn die 912? Ist sie sachlich nüchterner als die 868 (die 912 ist explizit als Studiogerät gedacht) oder ist sie tonal/vom Klangcharakter her gleich, nur eben in manchen technischen Disziplinen etwas besser?
Falls Du hier etwas an Erfahrung zu berichten wüsstest, ich wäre sehr gespannt!

Beste Grüße,
Andi
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Beitragvon audiosix » 24.10.2016, 13:58

Hallo,

tonal liegen die alle in der gleichen Richtung, auch die 912. Das Phonoteil der 912 ist aber nicht baugleich, Ähnlichkeiten sind aber da. Das 912er arbeitet mit 1,5 Röhren pro Kanal oder 3 Trioden und hat einen eigenen Ausgangsübertrager mit verschiedenen Abgriffen ( 0, -6 und -12 dB), eben Studio. Der MC Übertrager hat 3, 6, 12 und 40 Ohm Wicklungen.

Gruss,
Reinhard
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Beitragvon Melomane » 24.10.2016, 18:39

Hallo Andi,

die reinen Phonovorverstärker gibt/gab es auch ohne Vol-Poti.

Gruß

Jochen
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Beitragvon audiosix » 10.11.2016, 09:38

Hallo,

dieses nachgeschaltete Poti im 834P ist nur eine Notlösung. Je nach Potistellung ändert sich der Ausgangswiderstand und damit der Klang.

Gruss,
Reinhard
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Beitragvon SolidCore » 10.11.2016, 11:59

Hallo zusammen

Auch wenn ich den Phonoteil nicht beurteilen kann, liest man doch viel gutes darüber.
Ich selbst höre mit einer 834L Deluxe SE ohne Phonoteil. Zu dessen Klang kann ich nur die vorige Aussage bestätigen.
Eine wundervoller Pfad zwischen Musikalität und Auflösung. Die E.A.R macht in meinen Ohren nicht den Fehler, absolut nach Röhre klingen zu wollen. Die Eleganz und Schönheit von Röhrenvorstufen, aber die Kontrolle und Geschwindigkeit eines Transistors. Neu hingestellt dachte ich: Spielt sehr unauffällig.
Nach 2 Monaten hören ging ich spasseshalber mal zurück auf eine Threshold-Vorstufe. Glaubt es oder nicht, die Threshold, bestimmt kein schlechtes Gerät, klang dagegen irgendwie "billig". Unnatürlicher, weniger blumig, nicht so Rund.

Gruss
Stephan
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