Stromversorgung - Power Conditioner

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matia100
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Beitrag von matia100 »

Hallo Karl,

habe unterdessen bei LAB12 angefragt, aber noch keine Antwort.

Alle Test, die in Deutschland erschienen, und auch einige internationale, gehen auf diese Display-Anzeige "Input EMI" nicht näher ein, aber implizieren immer wieder, es würde die EMI-Noise Situation am Gordian-Eingang bezeichnen. Selbst in dem übersetzten deutschen Manual vom deutschen Vertrieb wird diese Ergänzung im aktuellen Manual "Output Measurement" nicht aufgeführt.

Eine nichttriviale Nachlässigkeit?!
Hoffe, wir finden es noch raus.

Ich fahre den Gordian auch im Automatik-Modus. Du kannst aber jederzeit Filterstärke und Topologie fix einstellen und dann bspw. bei verschiedenen Einstellungen den Noise-Sniffer mal dranhängen. Es sollten sich Unterschiede ergeben.

Eigentlich macht der Noise-Sniffer von AudioPrism genauso eine mehr-oder weniger breitbandige Messung wie der Gordian am Ausgang.
Hierüber wüsste man eben gern mehr. Die Demodulation von HF in ein hörbares Geräusch entspricht einem Bewertungsfilter. Allein das man es hört insinuiert das dies etwas mit dem klanglichen Ergebnis zu haben soll. Dem ist natürlich nicht so. Gleich, ob Geräuschwahrnehmung oder Angabe einer mV-Zahl, gibt uns das bei Veränderungen einen Hinweis. Nicht mehr und nicht weniger.

Grüße
Matthias
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Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin »

Hallo Matthias,
der Audio Prism Noise Sniffer versagte bei mir in dem Moment, wo ein beliebiges Gerät mit Schuko-Netzfilter an der Steckdosenleiste oder in der näheren Unterverteilung angesteckt war. Ich denke, dass der X-Kondensator des Netzfilters schon ausreicht, um den Noise Sniffer auszubremsen.
Ich habe damals den Noise Sniffer zurückgeschickt.
Er liefert hörbar-umgesetzte nachvollziehbare Ergebnisse "zum Anfassen", zur Bewertung der Störsituation taugt er jedoch weniger als erwartet. Denn ein zusätzlich angeschlossenens Schaltnetzteil mit Schutzerde macht den Klang der HiFi-Kette wohl eher nicht wirklich besser - aber der Noise Swiffer suggeriert das.
Schade eigentlich, wäre doch zu schön gewesen, war wohl zu einfach...
Grüße
Hans-Martin
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matia100
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Beitrag von matia100 »

Hallo Hans-Martin,
Hans-Martin hat geschrieben:Er liefert hörbar-umgesetzte nachvollziehbare Ergebnisse "zum Anfassen", zur Bewertung der Störsituation taugt er jedoch weniger als erwartet."


Genauso ist es.
Es liegt in der Natur der Sache, das der gemeine Audiophile nach etwas erhörbaren sucht. Aus Sicht des Herstellers ist es wohl allzu verführerisch dem Anwender etwas mitzugeben bei dem der Erfolg darin besteht nichts mehr zu hören...

Gleichwohl ist bei der von Karl genannten Applikation nach dem Gordian ein Vergleich mit dessen Messergebnis u.U. aufschlußreich. Dazu müsste er aber wissen, welcher Filter eingestellt ist und wie die Anzeige "Input EMI" zustande kommt. Daraus könnte man schlußfolgern ob der Gordian hier auch nur ein Anzeige-Show anbietet oder mehr.

Viele Grüße
Matthias
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Audiophon
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Beitrag von Audiophon »

kali hat geschrieben:
09.08.2020, 12:44
Hallo Frank,

ich kann zum PPP zwar nix sagen, aber zum P12.

Im Jänner habe ich einen P12 bekommen und interessehalber meinen LAB 12 Gordian am P12 angesteckt um die Werte (Netz/P12) zu vergleichen.
LAB 12 an der Steckdose EMI (>10.000 kHz) 74,4 mV
LAB 12 am P12 angesteckt EMI 69,1 mV

Karl
Hallo Karl,

der o.g. Schreiber aus dem Westdrift Forum war ich :D . Interessant, ich nehme mal sicher an, dass Deine angegebenen Werte die Werte am Eingang und nicht am Ausgang (d.h. duch den LAB 12 bereits gefiltert) sind?!

Interessant daher, da ich einen Furman mit eingebautem Symmetriertrafo sowie Ausgängen für Endstufen habe die nicht über diesen Trafo laufen.

Da ich in einem Doppelhaus (ohne Photovoltaik) wohne, jedoch in unserer Nachbarschaft fast alle Solaranlagen auf dem dach haben, ist mein Stromnetz sehr stark mit HF belastet (laut Messung mit meinem "Messgerät" https://greenwavefilters.com/wp-content ... -25-17.pdf ; laut Spezifikation misst das Gerät HF ab 3 kHz bis 10 MHz, wobei es ab 10 kHz wohl am empfindlichsten ist).

Direkt aus der Steckdose messe ich im Haus zwischen 400 mV und 1700 mV. Am separaten Stromanschluß der Anlage leider um die 1.200 mV (renne leider schon seit Wochen dem Elektriker hinter her, damit er mir die Anlage auf eine unbelastetere Phase legt :roll: ).

Am Endstufenausgang macht der Furman mir daraus 35-40 mV. An den Trenntrafoausgängen aber immer noch hohe 400 mV. Ich schiebe dies auf den generellen Nachteil aktiver Lösungen die wie im meinem Fall (oder in dem im PS Audio Forum berichteten Fall) HF einstreut.

Viele Grüße
Martin
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pedder3
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Beitrag von pedder3 »

Hallo,

habe auch so ein Messgerät und auch eine Solaranlage.
Bei mir wird Tagsüber auch knapp 1700 angezeigt.
Wird das besser, wenn man die HiFi Anlage auf eine unbelastete Phase legt?

Und, kann mir bitte jemand erklären, was eine unbelastete Phase ist?

Danke
Peter
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chriss0212
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Beitrag von chriss0212 »

Hallo Peter
Und, kann mir bitte jemand erklären, was eine unbelastete Phase ist?
Eine unbelastete Phase ist eine Phase die eben nicht anderweitig belastet (also Strom „entnommen“) wird.

Normalerweise kommt in unseren Häusern heute Drehstrom mit 3 Phasen an... diese werden dann durch den Elektriker durch den Sicherungskasten so verteilt, dass alle drei Phasen bei normalem Verbrauch möglichst gleich belastet werden sollten. Wenn Du eine Waschmaschiene laufen lässt, wird diese Phase recht stark belastet... aber das muss nicht zwangsweise heißen, dass dies Phase schlechter „klingt“ da andere Geräte, die z.T. Deutlich weniger verbrauchen sehr viele mehr Dreck Produzieren.

Hilft das weiter?

Grüße

Christian
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Audiophon
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Beitrag von Audiophon »

pedder3 hat geschrieben:
30.09.2020, 20:52
Hallo,

habe auch so ein Messgerät und auch eine Solaranlage.
Bei mir wird Tagsüber auch knapp 1700 angezeigt.
Wird das besser, wenn man die HiFi Anlage auf eine unbelastete Phase legt?

Und, kann mir bitte jemand erklären, was eine unbelastete Phase ist?

Danke
Peter
Hallo Peter,

Christian hat das ja schon richtig erläutert. Nachdem ich das Messgerät hatte bin ich einfach im Haus rumgewandert und habe die diversen Steckdosen gemessen. In manchen Räumen im Haus waren die Werte deutlich niedriger. Daher möchte ich mir jetzt die Anlage auf die gleiche Phase legen lassen wie diese Räume.

... wenn denn nur der Elektriker mal kommen würde!

Viele Grüße
Martin
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pedder3
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Beitrag von pedder3 »

Guten Morgen.

Danke für die Erklärung. Das hilft mir weiter.
Dann hat das also mehr mit anderen Verbrauchern im Haus zu tun, als mit der Solaranlage....

Wünsche einen schönen Tag.
Peter
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Audiophon
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Beitrag von Audiophon »

Hallo Peter,

ich denke ja, obwohl natürlich die Solaranlagen sicher auch einen Einfluß haben werden. So messe ich nachts beispielsweise durchweg niedrigere Werte als tagsüber was auf den Einfluß von Solaranlagen schliessen lassen könnte.

Viele Grüße
Martin
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Ralf77
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Beitrag von Ralf77 »

Hallo zusammen, da ich auf einer Steckdose relativ viele Schaltnetzteile (Harmony Hub und Ladegerät, Streamer, AppleTV, Sat-Receiver,...) habe möchte ich mir gerne einen passablen Netzfilter zulegen.

Ungern möchte ich viel mehr als 1500 Euro ausgeben.

Da ich mich damit absolut nicht auskenne würde ich mich über einen Ratschlag freuen.
Die üblichen Verdächtigen sind:

- Isotek Auqarius
- LAB12 Gordian
- Ifi Powerstation

Zudem habe ich jetzt noch den Inakustik Netzfilter AC-3500P gefunden...
Was mich aber wundert ist die sehr minimalistisch Platine im Inneren :shock:

https://abload.de/image.php?img=7319256 ... eqojb0.png

https://abload.de/image.php?img=09d8129 ... 3q3jqx.png


Alternativ habe ich noch den Niagara 1200 von Audioquest gefunden:

https://abload.de/image.php?img=f892ad6 ... 0aejc9.png



Was würdet ihr mir empfehlen?

Grüße,
Ralf
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Donny
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Beitrag von Donny »

Hallo Ralf,

ich empfehle Dir den Filter wenn möglich vorher zu testen. Ich hatte diverse (Fuhmann, LAB 12, PS Audio) da und die gingen alle wieder zurück. Bei mir konnte ich mit den Filtern keine Verbesserung (PS Audio) - im Gegenteil Verschlechterung (Fuhmann, LAB 12) in der Dynamik feststellen. Für den LAB 12 gibt es z.B. ein Testpaket, das man ordern kann.
Man kann das sicher nicht verallgemeinern, aber ich bin da nicht der einzige - daher am besten testen.

Ich hatte auch die Überlegung die Netzteile die mir das Netz verunreinigen durch z.B. IFIs zu ersetzen. Oder eben auf eine andere Leitung zu legen.

Viele Grüße
Dietmar
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Ralf77
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Beitrag von Ralf77 »

Hallo Dietmar,

Vielen Dank für Deinen Tip.
Ich bin „leider“ meist ein Gebrauchtkäufer...
Das macht das Testen unmöglich.
Zudem muss ich gestehen, dass ich alles andere als ein Goldohr bin und ohne den direkten 1:1 Vergleich fällt es mir meist sehr schwer einen Unterschied zu hören.

Ich hatte vor einiger Zeit mal einen PS Audio Power Plant P3 hier. Da konnte ich nichts Nachteiliges hören...dafür, dass es nicht schlechter wird ist mir der Preis dann aber doch zu hoch gewesen.

Wenn ich ehrlich bin, dann suche ich eine gute Netzleiste mit einem brauchbaren Filter und möchte parallel dazu sicherstellen, dass ich nicht etwas kaufe, was vollkommener Blödsinn ist zum aufgerufenen Preis. Wenn ich das minimalistische Innenleben des Inakustik Netzfilters sehe, dann frage ich mich halt wofür ich 1500 Zahle...aber das kann ich eben nicht einschätzen.

Grüße,
Ralf
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Thomas86
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Beitrag von Thomas86 »

Hallo Ralf,

Wenn du "nur" eine Netzleiste suchst,
Dann empfehle ich die IsoTek Sirius.

Grüße
Thomas
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Donny
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Beitrag von Donny »

Ralf77 hat geschrieben:
14.10.2020, 21:29
Hallo Dietmar,

Vielen Dank für Deinen Tip.

-----
Ich hatte vor einiger Zeit mal einen PS Audio Power Plant P3 hier. Da konnte ich nichts Nachteiliges hören...dafür, dass es nicht schlechter wird ist mir der Preis dann aber doch zu hoch gewesen.

......

Grüße,
Ralf
Hallo Ralf,

gerne. :cheers:

Genau so ging es mir mit dem P3 auch. Bei anderen mag er sicher positiv sein. Aber man weiß es vorher halt nicht. Der P3 filtert ja in dem Sinne nicht, sondern moduliert neu. Darum habe ich ihn nachdem ich hinter Filter erst mal einen Haken gemacht habe doch probiert.

Manchmal kann man bei gebrauchten Geräten (speziell, wenn sie vom Händler kommen) ein Rückgaberecht vereinbaren.

Bei gebrauchten dann eben auf bekannte Namen achten, die kriegt man dann zur Not i.d.R. auch wieder gut weiter. Oder schau ob nette (alle) Forenmitglieder in der Nähe sind, die vielleicht mal zum Testen vorbeikommen und ein wenig was aus dem Fundus mitbringen.

Wie gesagt "Filter" nehmen halt auch immer etwas weg. Ich gestehe ich bin bis jetzt kein Fan davon geworden. Überleg Dir nochmal den Ansatz die Ursachen zu beseitigen, Z.B. durch Netzteile (die nicht einstreuen - kosten ja nicht die Welt) und /oder eine extra Leitung anzugehen.

Letztlich ist es immer eine Kette. Eine top Netzleiste alleine bringt es nicht. Ich persönlich habe mir eine Feldmann gegönnt. Sehr solide. Die filtert aber nicht und lässt sich natürlich wie sollte es anders sein auch noch durch einen Kabelwechsel bzw. Kaltgerätebuchse verbessern.

Viele Grüße
Dietmar
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martin83
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Beitrag von martin83 »

Guten Morgen allerseits!

Ich beschäftige mich grade auch mit einer Netzleiste namens Dynavox X4100.
Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich mir einen besseren Klang nur einbilde. Ich meine, man hört damit mehr Details und insgesamt mehr Ruhe zwischen den Instrumenten.
Wenn ich dann aber direkt an die Wanddose anschließe, fällt mir nicht wirklich ein schlechterer Klang auf.
Woran kann das liegen?

VG
Martin
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