Epluggs Abschlussstecker

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

Epluggs Abschlussstecker

Beitragvon h0e » 24.03.2016, 19:38

Hallo zusammen,

hat schon jemand mal Stecker zum Abschluss offener Ansschlüsse an der Vorstufe verwendet,
wie z.B. die Kristallstecker von Epluggs?

http://www.epluggs.de/index.php/epluggs ... ecker.html

Grüße Jürgen
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Beitragvon Daihedz » 24.03.2016, 21:19

Hallo passionierte Kurzschliessers

Ich bin derzeit intensiv mit einer sequenziell-iterativen 6-Schritt Selbstbau-Cluster-Plug-Reihe am experimentieren und hoffe, demnächst deren Resultate im JAES publizieren zu können. Hier im Forum nun schon mal exklusiv einige Vorab-Infos:

Experminentelles Setup:
1. Ritter Sport kaufen
2. Die Schokolade essen
3. Das Verpachungsalu zu Schrot variablen Kalibers zusammenkrümeln
4. Die Cinch-Orifizien mit dem Alubrösel befüllen
5. Hörtest (obligat nicht-doppelblind)
6. Goto 1

Preliminary Resultate:
- Die Alukrümelgrösse bestimmt die resultierende Reduktion der Körnigkeit des Klangbildes
- Die Restbeschichtung des Alu mit Schokolade beeinflusst Adhärenz des Klangbildes - von aluspiegelnd-neutralpermeophob bis braunsüss-immersophil
- Mit der Packungsdichte der Krümel in der Cinchöffnung lässt sich darüber hinaus die Dichte des Hörerlebens kalibrieren.

Bin mal gespannt auf Eure eigenen Resultate, falls Ihr Euch an entsprechende Versuche heranwagt.

Kariös-Experimentelle Grüsse
Simon
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Beitragvon h0e » 24.03.2016, 21:31

Hallo Simon,

auch wenn es sich hier um sogenanntes Voodoo - Zeug handelt, war der Thread nicht im Kommödienstadl gepostet und ernst gemeint.
Das Ritter Sport Tuning ist zwar unterhaltsam, aber wohl weder ernst gemeint nich zielführend,
außer die Couich vibriert bei Raummoden und muss mit zusätzlichem Gewicht ruhiggstellt werden.
In diesem Fall besser nicht die 100gr Tafeln kaufen, sondern die großen.
Übrigens verwendet Ritter Sport meines Wissens nach keine Alufolie, sondern nur eine Kuststoffverpackung,
da bist Du wohl der lila Kuh erlegen!?

Grüsse Jürgen
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Beitragvon Fujak » 24.03.2016, 21:49

Hallo Jürgen,

ich hatte vor ein paar Jahren Gelegenheit, bei einem Treffen der AudioPC-Fraktion bei Christian Abschlusskappen für ungenutzte digitale Ein- und Ausgänge von Refine Audio von unserem Forumskollegen René (digifix) an meinem Setup zu testen. Das Ergebnis hatte mich auf Anhieb überzeugt, sodass sie seither bei mir im Einsatz sind.
Ob die von Dir verlinkten Produkte wirken, vermag ich natürlich nicht zu sagen. Ich möchte mit meinem Beitrag lediglich zum Ausdruck bringen, dass es bei solchen Endkappen auch überzeugende "Non-Voodoo-Produkte" gibt.

Grüße
Fujak
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Beitragvon h0e » 24.03.2016, 22:02

Hallo Fujak,

bei den digitalen Anschlüssen drängt sich ein Stecker mit entsprechendem Abschlusswiderstand auf, oder?
Nutzt Du auch Abschlussstecker für analoge Eingänge?

Grüsse Jürgen
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Beitragvon easy » 24.03.2016, 22:06

Hallo Jürgen,

bei den von Fujak und anderen hier im Forum eingesetzten Abschlusskapen , handelt es sich um Telos Quantum Produkte. Nach meinen eigenen und auch an anderen Anlagen gemachten Erfahrungen , sind die Änderungen am deutlichsten bei den XLR Anschlüssen. Einfach selbst ausprobieren.

Gruß

Reiner
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Beitragvon Daihedz » 24.03.2016, 22:09

Hallo Jürgen
Ja, Du hast recht, das eigentliche Thema ist durchaus interessant. Bloss der Link passt nicht dazu.

Ich gehe mal davon aus, dass am ehesten schlecht konzipierte Elektronik von einem Kurzschliessen der unbenutzten Eingänge profitieren dürfte. Schlecht konzipiert im Sinne, dass intern-schaltungstechnisch an den Eingängen, aus welchem Grund auch immer, keine oder ungenügende EMV-Vorkehrungen getroffen wurden. Oder aber auch, wo es denn sinnvoll gewesen wäre, nicht oder falsch terminiert.

Aber wie gesagt, zum erhellenden Kurzschliessen tuts am billigsten bereits ein Stück Abfall-Alufolie. Oder noch etwas nobler ein ensprechend passender Noname-Stecker << 1Euro.

Simon
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Beitragvon pschelbert » 25.03.2016, 17:49

Hallo

Abschluss an den Eingängen hat einen grossen Einfluss wenn der Eingang auch durchgeschaltet ist, also der momentan aktive Eingang.
Ein Eingang der aber gar nicht gebraucht wird, kann nur dann einen Einfluss haben, wenn der Wahltschalter des Eingangs (wie der auch immer gemacht ist) den nicht aktiven Eingang auch noch durchlässt.
Heisst, eigentlich sollte die Dämpfung ja unendlich sein eines nicht aktiven Eingangs.
Auch da hilft messen dann sieht man sofort ob ien Einfluss da ist oder nicht. Hören geht auch z.B. mit eienm 400Hz oder 1kHz Testton.

Gruss

Peter
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Beitragvon h0e » 26.03.2016, 00:58

pschelbert hat geschrieben:Hallo

Abschluss an den Eingängen hat einen grossen Einfluss wenn der Eingang auch durchgeschaltet ist, also der momentan aktive Eingang.
Ein Eingang der aber gar nicht gebraucht wird, kann nur dann einen Einfluss haben, wenn der Wahltschalter des Eingangs (wie der auch immer gemacht ist) den nicht aktiven Eingang auch noch durchlässt.
Heisst, eigentlich sollte die Dämpfung ja unendlich sein eines nicht aktiven Eingangs.
Auch da hilft messen dann sieht man sofort ob ien Einfluss da ist oder nicht. Hören geht auch z.B. mit eienm 400Hz oder 1kHz Testton.

Gruss

Peter


Wie so oft ist alle Theorie grau und meine Ohren sagen etwas anderes.
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Beitragvon Hans-Martin » 26.03.2016, 11:38

Hallo,
zunächst müsste man Digital und Analog unterschiedlich betrachten.
Ich habe bei allen beobachteten Digitalgeräten unkonnektierte Ausgänge mit dem entsprechenden Abschlusswiderstand belegt, bei AES/EBU 110 Ohm, bei SPDIF 75 Ohm. Das brachte in allen Fällen einen kleinen, aber hörbaren Zugewinn.
Wo auf der Leiterplatte Digitaleingangsübertrager für eine galvanische Trennung sorgen, ist eventuell eine Gleichtaktunterdrückung wirksam (zumindest bei AES/EBU) oder die Buchsenmasse liegt auf Signalmasse. Ligt sie floating, könnte man schon annehmen, dass ein Stecker diesen Stummel von Buchsenmassekargen verlängert, somit die Antennenwirkung und die Störeinkopplung, die am Übertrager und seiner InterwindungsKapazität dann in die Schaltung gerät, wo per IC oder mechanischem Schalter der Eingang angewählt wird.
Eingänge mit der genormten Impedanz z.B. 75 Ohm abzuschließen ist nicht erforderlich, aber auch nicht schädlich.
Abdeckungen mit Kappen sollen die 3mm Öffnung des Signalpins besser abschirmen. Wer das Ernst nimmt, sollte ebenso ernsthaft über die Qualität der Stecker nachdenken und dass jede abgeschirmte Leitung mittels ihrer Länge eine Art Antenne darstellt, die über den Schirm Störungen ableitet oder sie zum Signal hinzufügt, wenn eine Ableitung nach Masse/Erde nicht geschieht.

Das Verschließen von so kleinen Öffnungen an den Buchsen darf im Verhältnis zu den Lüftungsschlitzen betrachtet werden und das große Leck ist meist die Öffnung für das Display. Abgesehen davon, dass die Displaysteuerung und das Display selbst einen Störnebel absondern, der nach innen gerichtet das Gerät derartig beeinflusst, dass sich durch Abschalten des Displays der Klang verbessern kann. Maßnahmen wie Ferrite über den Verbindungskabeln Hauptplatine zu Displayleiterplatte und Kupferblechabschirmung der Innenseite der Frontplatte haben bei mir Verbesserungen gebracht, Abschlusskappen jedoch nicht.

Man könnte meinen, dass ein Kurzschlussstecker alle Probleme löst, da er den Ein- oder Ausgang auf Masse legt.
Beim Phonoeingang sorgt er für das geringste Rauschen des meist mit den Buchsen direkt verbundenen PhonoVorverstärkers.
Beim Digitaleingang sorgt er für 0 Eingangssignal, s.o.
Beim Tape Rec Out kann er einen Pufferverstärker kurzschließen, oder den Entkopplungswiderstand (oft 100-560 Ohm) ab Eingangswahlschalter nach Masse legen und damit die Quelle ungebührlich belasten, was sich mit gequetschtem Klang bemerkbar macht. No Go.

Beim Audioeingang ist es eine Frage der Leitungsführung, ob der Kurzschluss nach Masse für die anderen Buchsen und deren Signalführung eine größere kapazitive Belastung darstellt, das würde man im Umkehrschluss aber auch dann hören, wenn eine Quelle wie ein Tuner bei Nachrichten die Zischlaute der Sprecher durchhörbar macht, allerdings haben niederohmige Ausgangstreiber eine höhere Immunität gegenüber hochohmigere Ausgänge. Was in den 1970er Jahren noch oft zu finden war, ist heute auch Dank entsprechendem Leiterplattendesign wohl kein Thema mehr, ich habe es damals oft gehört, jetzt aber schon lange nicht mehr.
Wenn ein Receiver mit Vollmetallgehäuse den lokalen UKW-Sender ohne äußerlich angeschlossene Antenne bereits mit passabler Qualität empfängt (evtl noch nicht auf Stereo schaltet) kann man sich schon fragen, wie die HF ins Gerät kommt. Mit Kappen über den Buchsen wird man da wohl nicht viel ausrichten.
Bei meinen Ketten haben die Kappen nichts gebracht, was ich als Klangunterschied wahrgenommen hätte, aber es gibt Berichte, die ich nicht anzweifeln will, dass ein Zugewinn an Reinheit vernommen wurde. Es kommt wohl auf die Gerätekonstruktion an, wie groß der ausfallen kann.
Ich habe auch eine Alufolie über die Buchsen gestülpt, mit Gehäuseschrauben fixiert. Damit dort natürlich die Masseverbindung Gehäuse-Signalmasse gebrückt, die traditionell am empfindlichsten Eingang (Phono) geschieht. Man darf bei solchen Maßnahmen auch mal ins Gerät schauen, wie die Masseführung liegt, um Schleifenbildung zu vermeiden, sonst droht der interne Trafo mit einer Brummeinkopplung. Dann hätte man den Teufel mit dem Beelzebub vertrieben.
Frohe Ostern und viel Erfolg beim Basteln! Hurtig ans Werk, die nächste Nacht ist eine Stunde kürzer!
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon h0e » 05.04.2016, 18:01

Hallo,

nachdem Erfahrungen hier eher "mau" sind habe werde ich demnächst selbst testen.
Fujak, Lust ggf. im Vergleich zu Rene's Caps zu testen?
Wer sonst noch im Münchner Raum Lust hat, melde sich gerne.

Grüsse Jürgen
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Beitragvon Fujak » 05.04.2016, 19:24

Hallo Jürgen,

welche Caps (Fabrikat und Anwendungsort) hast Du denn vor zu testen?

Grüße
Fujak
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Beitragvon h0e » 10.04.2016, 13:09

Hallo zusammen,

da hier im Forum keine Erfahrungen mit den Epluggs vorhanden waren möchte ich kurz berichten.
Man sollte dabei berücksichtigen, dass ich zur Klanglupen- und Detailhörerfraktion gehöre und nicht zur eher emotionalen Musikflusshörer-Gemeinde.
Entsprechend ist meine Kette aufgebaut.
Zum Test hatte ich analoge Chinchstecker, alle XLR Anschlüsse an der Vorstufe sind ohnehin belegt.
4 Varianten hatte ich hier:

0 RCA Stecker von Rean (ohne alles als Blindstecker Gegentest) statt Rittersport Tuning
1 Kristallstecker Top Line
2 Diamantstecker
3 Diamantstecker High Power
4 Kristall Diamantstecker High End

0 Blindstecker ohne jegliches Innenleben auf einem unbenutzten Ausgang brachte keinen Unterschied gegenüber keinem Stecker auf einem freien RCA Eingang.
Daher habe ich im Verlauf 1-4 immer nur gegen offene Anschlüsse getestet.

1 überzeugte mich schon haptisch nicht, der RCA hat einen schlechten Sitz.
Auch war in meiner Kette der Einfluss sehr gering.
2 Schon haptisch sind 2 und 3 eine andere Liga, ordentlicher Sitz. So sollte ein RCA Stecker wenigstens sein.
Der Mittenbereich wird etwas wärmer, Frauenstimmen bekommen etwas mehr Schmelz, die Bühnentiefe nimmt etwas zu, Klavieranschläge verlieren etwas an Härte und Schärfe.
Klingt erst einmal angenehm.
Aber irgendwie klingt das für mich nicht richtig.
Ein Klavier hat eben harte Anschläge, die möchte ich nicht weichgespült.
Der vordergründig angenehmere Klang, der dem Musikfluss tatsächlich förderlich ist, geht mit dem Verlust von Detailinformationen einher.
3 Im Grunde wie 2, etwas mehr Räumlichkeit, bei einigen Stücken sehr schön für den Fluss der Musik.
Manchmal schwer zu entscheiden, ob 2 schöner oder 3 besser klingt.
4 der Furutechstecker ist haptisch eine Augenweide.
Klanglich nochmal etwas weiter wie von 2 zu 3, aber mir viel zu viel. Alles klingt wie mit angezogener Handbremse, die Dynamik ist weg.

Mein Fazit.
1 ist m.E. nach entbehrlich, 2 und 3 können für Musikflusshörer interessant sein, Klanglupenspinner wie ich werden damit nicht glücklich, da Details und Dynamik verloren gehen.
Klingt vordergründig angenehmer, aber für mich pers. nicht langzeittauglich.
4 war bei mir einfach zu viel des Guten, das war wie einen Porsche 911 mit Sandsäcken vollzustopfen und die Kraft zu spüren, aber trotzdem nicht vom Fleck zu kommen.

Grüsse Jürgen
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Beitragvon Sebabe » 04.11.2018, 19:41

Ich habe die Epluggs gerade mal getestet. Sie wurden mir bei einem Besuch beim HifiForum in Baiersdorf als Geheimwaffe angepriesen. Ich konnte aber leider wirklich gar keinen Unterschied feststellen.

Viele Grüße
Sebastian
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Beitragvon Mister Cool » 04.11.2018, 21:25

Sebabe hat geschrieben:Ich habe die Epluggs gerade mal getestet... Ich konnte aber leider wirklich gar keinen Unterschied feststellen.

Na ja, woher soll der auch kommen, von den Schwingungen der Minerale? ;-)

"...EPLUGGS sind im Gegensatz zu normalen Abschlusssteckern, zusätzlich mit Mineralien bestückt worden. Über die Massenanbindung können sich die Schwingungen der Minerale in den Geräten ausbreiten und für eine deutliche Klangverbesserung, gegenüber herkömmlichen Abschlusssteckern, sorgen...."

Grüsse aus Erlangen nach Erlangen :-)
Alwin
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