Audio-GD HE-1, HE-7 und HE-9

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.
h0e
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Beitrag von h0e »

Hallo Robert,

wir hatten den HE1 und Master 1 mal auf einem Forumstreffen zum Vergleich.
Der HE1 klingt zwar besser als der Master 1, ist aber im Gegensatz zu Master 7 gegnüber HE 7 die Mehrausgabe eher nicht wert.

Grüsse Jürgen
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Fujak
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Beitrag von Fujak »

Hallo Robert,

ich habe es ähnlich in Erinnerung, dass der Unterschied zwischen Master 1 und HE-1 zu gering ist, um die Mehrausgaben zu rechtfertigen. Dann lieber mal ein richtig gutes Netzkabel bzw. auch XLR-Kabel am Master 1 ausprobieren.

Grüße
Fujak
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rpaul
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Beitrag von rpaul »

Hallo Paulchen, Jürgen, Fujak,

danke für den Hinweis auf Magna und eure Einschätzung!

Ich werde mal bei Magna anfragen.

Und bin sehr gespannt, ob ein VV in meiner Konstallation das bringt, wovon ich (glaube) immer noch mehr haben zu wollen - Räumlichkeit. Obwohl ich aus dem Erlebten - also den Konzertbesuchen - eigentlich dazu tendiere, die hier aufgestellte These zu vertreten.

Aber es geht doch nicht´s über die befriedigte Illusion von Raum und Zeit. Oder?

ich wünsche allen einen schönen zweiten Advent!
Robert
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Genna1978
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Beitrag von Genna1978 »

Hallo zusammen,

auf der Suche nach einen Kopfhörerverstärker habe ich vor etwa 2 Jahren auf YT den NFB-1AMP entdeckt und dadurch auch die Homepage von Audio-GD. Zu dem Zeitpunkt hatte ich die Master Serie im Fokus, da die HE Serie nicht in mein Budget gepasst hat.
Zeitgleich mit dem Kauf des NFB-1, konnte ich günstig ein Paar Elac B6.2 ergattern und habe deshalb die NFB Serie mit einem NFB-1.38 DAC und A1 Verstärker komplettiert (beides zu verkaufen). Vor einem halben Jahr kamen dann die doch eher durstigen Buchardts ins Haus, die mit angegebenen max. 250W nicht wirklich satt werden. Im Oktober war es dann endlich soweit und ein Master-1 mitsamt Master-3 wurden angeschafft. Begeistert von der deutlichen Verbesserung wollte ich noch einen R7 bestellen, aber es kam anders als erwartet und durfte endlich gestern mein Rack vollenden. Jetzt erstmal die Neuzugänge ein paar Stunden einlaufen lassen.

Aktuelle Wiedergabekette:
Auralic Aries G1- Audio-GD R-7HE - Audio-GD HE-1 - Audio-GD Master-3 - Buchardt S400 SE
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Fujak
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Audio-GD HE-7 DAC - Clock-Upgrade

Beitrag von Fujak »

Hallo zusammen,

ich möchte an dieser Stelle mal wieder eine Lanze brechen für diese fantastische Firma Audio-GD. Mein DAC ist ja nun ein paar Jahre alt. Und in der Zwischenzeit steht auch bei Audio-GD die Zeit nicht still. Ständig kommenneue Modelle und Weiterentwicklungen zum Vorschein - und ehe man sich's versieht, gehört der eigene DAC zum alten Eisen - wie bei so vielen Firmen auch. Doch halt: Audio-GD hat hier wirklich etwas tolle im Programm, nämlich die Möglichkeit, dass man als Besitzer früherer Modelle an vielen entscheidenden Weiterentwicklungen partizipieren kann in Form von Upgrades.

Im Falle des HE-7 DAC hatte ich ja bereits vor einiger Zeit das Singularity-Board eingebaut, mit dem alle neueren DAC-Modelle ausgestattet sind. Das hatte damals einen großen Sprung nach vorne in der Klangqualität gebracht, als hätte man einen neuen DAC gekauft.

Nun habe ich von zwei weiteren Upgrades profitieren können:

1. Neue Firmware

Der DSP-Chip, ein Intel Altera II, bildet das Herzstück in allen Audio-GD DACs. Er ist für Filtercharakteristiken, Oversampling-Raten, PLL, etc. zuständig und lässt sich mit einer ganzen Batterie von Jumpern nach eigenem Gusto konfigurieren. Selbst NOS-Fans können hier auf ihre Kosten kommen, indem man das Oversampling komplett deaktiviert und die Filtercharakteristiken entsprechend anpasst.

Dieser Chip bekommt von Zeit zu Zeit eine neue Firmware; denn Kingwa und sein Team feilen immer weiter daran, das letzte Quäntchen Information aus dem digitalen Eingangssignal in die analoge Welt zu transferieren. Mittels eines USB-Blasters (Hardware-Schnittstelle zwischen PC und DSP-Chip) und dem Intel eigenen Management-Programms für die Altera-Chips kann die neue Firmware über den PC eingespielt werden.

Und die letzte Firmware hat es in klanglicher Hinsicht wirklich in sich. Nach dem erfolgreichen Aufspielen und Neustart klingt der DAC wie nach einer Frischzellenkur: Dynamischer, kontrastreicher, feiner aufgelöst und damit räumlicher und durchhörbarer. Ich staune immer wieder, was noch möglich ist, obwohl ich immer nach dem letzten Schritt gedacht hatte: "Nun sind aber wirklich alle Möglichkeiten ausgereizt." - übrigens auch nach dem Aufspielen dieses Firmware-Upgrades. Doch auch dieses Mal hatte ich mich geirrt, denn noch ein Harware-Upgrade stand schon länger an:

2. Neue Clocks

Die Clocks von Audio-GD temperaturstabilisierte Oszillatoren (TCXO) sind für sich genommen schon ziemlich gut. Doch nicht umsonst bietet Audio-GD auch hier eine Upgrade-Möglichkeit in Form der Accusilicon-Modelle AS318-B mit 90,3168 MHz und 98,3040 MHz als Basisfrequenzen. Bei den höherwertigen DAC-Modellen werden also die sonst üblichen Basisfrequenzen (22,57922 MHz / 24,576245 MHz) vervierfacht, was weniger Jitter verspricht, auch wenn das Phasenrauschen naturgemäß mit steigender Oszillatorfrequenz innerhalb einer Modellreihe zunimmt. In den höherwertigenMosdellen hat Audio-GD diese Oszillatoren zum Teil werksseitig bereits verbaut.

Das Prozedere ist leider nicht ganz so einfach wie beim Aufspielen einer Firmware. Denn in diesem Falle muss das Singularity-Digitalboard komplett ausgebaut werden. Meine Hoffnung, alternativ über das Entfernen des Bodens an die Lötseite der Platine zu gelangen, hat sich schnell zerschlagen angesichts der Fülle von Montagepunkten für diverse Trafos, Boards etc.

Anleitungen gibt es dazu übrigens auch bei Audio-GD auf der Website bzw. auf Anfrage. Auch Magna-Hifi aus den Niederlanden übernimmt für den weniger geübten Laien den Umbau zu einem zivilen Preis.

Wer es selbst durchführen möchte, nachfolgend eine Kurzanleitung:

Hier die Singularity-Digital-Platine. Bis auf Punkt 1 und 8 können (und müssen) die Anschlüsse auf der Bestückungseite aus- und später wieder eingelötet werden:

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  1. Hier muss man die 4 Strom-Zuleitungen auslöten. (Plus und Minus-Leitungen jeweils für linken und rechten Kanal). Leichter finde ich allerdings alternativ dazu, die Leitungen oben an der Trafo-Platine abzulöten. Hier habe ich die 4 Leitungen in der Reihenfolge ihrer Platzierung mit schwarzen Punkten markiert, um sie später wieder an der richtigen Stelle einzulöten (alternativ kann man sich auch mit Durchgangsprüfer behelfen):

    Bild
  2. Hier sind die Ableitungen für WLK, BCLK, DATA und Ground zur DAC-Platine linker Kanal abzulöten.
  3. Hier sind die Ableitungen für WLK, BCLK, DATA und Ground zur DAC-Platine rechter Kanal abzulöten.
  4. Steuerungsleitung, die lediglich via Molexstecker verbunden ist.
  5. SPDIF-Eingang für BNC-Buchse (Signal und Ground)
  6. SPDIF-Eingang zur AES/EBU-Buchse.
    • 6a: Die blauen (hier zwischen zwei Kondensatoren zur Fixierung geklemmt) müssen an der Buchse ausgelötet werden. An dem einen Draht befindet sich noch ein kleiner Kondensator.
    • 6b: hier befindet sich die Lötstelle für den Ground-Draht der XLR-Buchse
  7. SPDIF-Eingang für Cinch-Buchse (Signal und Ground)
  8. die beiden Oszillatoren müssen natürlich von der Lötseite ausgelötet werden. Das geht am besten mit Entlötpumpe und ggf. der letzte Rest mit Entlötlitze. Dann können die Oszillatoren mit leichtem Aushebeln entfernt werden.
So sollte es dann aussehen:

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Und später mit den neuen Clocks dann natürlich so:

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Dann das Ganze wieder zusammenbauen. Sie Stromleitungen zur Trafoplatine lassen sich am einfachsten mit einer langen Pinzette an der senkrechten Trafoplatine entlang heraufziehen.

Zum Schluss war bei mir noch das Danteboard, welches mit dem internen I²S-Port verbunden ist, mit seinen 5 Zuleitungen anzuschließen (MCLK, BCLK, LRCK, Data, Ground).

Vor dem Zuschrauben des Gehäuses letzte Endkontrolle, ob alles vorschriftsmäßig verkabelt ist und kurz einschalten, ob Musik aus den analogen Buchsen kommt. Dann das Ganze ins Rack verbracht und angeschlossen.

Der Klang versetzt mich in Verzückung. Ein schöner feinaufgelöster, cremiger Klang mit warmem Grundton, straffem, tiefreichenden Bass und perfekt gestaffelter Bühne. Diese Verbindung von aktueller Firmware und den Accusilicon-TCXOs lässt den DAC in eine andere Liga aufsteigen. Ehe ich mich versah wurden aus dem Probehören fast zwei Stunden schönster Musikgenuss.


Fazit:
Wer immer einen älteren HE-7 DAC sein eigen nennt, verpasst das Beste an diesem Gerät, wenn er diese beiden Upgrade-Schritte auslässt.


Grüße
Fujak

P.S.: Fast überflüssig zu erwähnen, dass man sich natürlich weitergehende Gedanken machen könnte, wie zwei Clocks der Sorte "Neutron Star 2" den DAC beflügeln könnten...
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Salvador
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Beitrag von Salvador »

Hallo Fujak,

wenn Du den HE7 zum HE7-NOS umbaust (Singularity Bord raus!) und - nicht offiziell supportet aber bei alten HE7 Bords die ein NOS-Upgrade bekommen haben (ich hoffe, Du hast es behalten) definitiv funktionierend - entsprechend umjumperst, dann umgeht das Signal alle DAC-Clocks und richtet sich im Slave-Mode ausschließlich nach dem Takt des eingehenden Signals.
In unserem Fall ist das das per I2S angebundene Dantebord mit Neutronstar2 Clock, ggf. sogar mit angeschlossener Reclockerplatine. Dann genügt sogar EINE Neutronstar2 .
Den Rest kannst Du Dir denken.... Kann es denn überhaupt theoretisch besser gehen?
Hatte es schon ein paar Mal beschrieben, aber.....

Grüße,
Andi
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Fujak
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Beitrag von Fujak »

Hallo Andi,

Dein Weg ist für mich keine Alternative, da ich zu denen gehöre, die sich mit der "NOS-Klangsignatur" nicht anfreunden können.

Grüße
Fujak
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Salvador
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Beitrag von Salvador »

Hallo Fujak,

ich kann Dir versichern,
das ist klanglich etwas ganz anderes. Der Steuerungs-Chip wird quasi komplett umgangen.

Liebe Grüße,
Andi
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Fujak
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Beitrag von Fujak »

Hallo Andi,
wenn Du den HE7 zum HE7-NOS umbaust (Singularity Bord raus!) und - nicht offiziell supportet aber bei alten HE7 Bords die ein NOS-Upgrade bekommen haben (ich hoffe, Du hast es behalten) definitiv funktionierend - entsprechend umjumperst, dann umgeht das Signal alle DAC-Clocks und richtet sich im Slave-Mode ausschließlich nach dem Takt des eingehenden Signals.
In unserem Fall ist das das per I2S angebundene Dantebord mit Neutronstar2 Clock, ggf. sogar mit angeschlossener Reclockerplatine. Dann genügt sogar EINE Neutronstar2 .
Den Rest kannst Du Dir denken.... Kann es denn überhaupt theoretisch besser gehen?
Hatte es schon ein paar Mal beschrieben, aber.....
Ich nehme an, Du zielst ab auf den Thread über die Audio_GD NOS-Version (viewtopic.php?f=23&t=7617). Das ist nun etwa 4 Jahre her. Seitdem hat sich auch bei der OS-Version des HE-7 sehr viel getan. Der HE-7 (ohne NOS) von damals ist klanglich ziemlich weit entfernt von dem heutigen HE-7 mit all seinen Upgrades in Firmware und Hardware.

Natürlich kann es theoretisch (d.h. konstruktionstechnisch) nicht besser gehen, als dass ein pieksauberes I²S-Signal, das aus dem Neutron Star 2 getakteten Danteboard kommt, für die A/D-Wandlung verwendet wird. Aber ein pieksauberes Clocksignal ist ja nicht alles, was in die hörbare Gesamtqualität der A/D-Wandlung eingeht.

Um die Diskussion nicht zu weit ins theoretische ausufern zu lassen, wäre aus meiner Sicht ein direkter Hörvergleich zwischen den beiden HE-7 DACs die einzige aussagekräftige Herangehensweise. Schade, dass Du so weit weg wohnst bzw. ich von Dir.

Insofern: Was hälst Du davon, dass wir unsere beiden DACs zum Forumstreffen mitbringen und an einer der (hoffentlich hochwertigen) Anlagen im Vergleich spielen lassen? Das könnte vielleicht nicht nur für uns beide interessant sein.

Grüße
Fujak
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blackpepperjam
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HE-7S

Beitrag von blackpepperjam »

Hallo

Auch ich betreibe immer noch den HE-7 der auf HE-7s samt singxer f1 upgegraded wurde. Letztes Jahr im August dann das Accu Clock upgrade. Alles von Magna umbauen lassen.

Firmware hatte ich zuvor v3 Accurate laufen.
Momentan ist es die R7tda_Asy_P2_dsdclk.

Auch ein DI-20-HE, der den Wandler per i2s fuettert, rennt seit geraumer Zeit und toppt den im DAC befindlichen Singxer F1 doch deutlich in Sachen sauberkeit/klarheit/durchhoerbarkeit/schwarzer Hintergrund, was im Umkehrschluss mehr wahrnehmbare (lowlevel)Informationen bedeutet.
Das wird sich noch deutlich steigern, da ich derweil nur ein einfaches, kurzes HDMI Kabel nutze.

All diese Dinge haben den DAC teilweise sehr weit nach vorne gebracht und ich kann immer noch nicht so ganz fassen, was aus dem Teil rauskommt. Denn die gesamte Kette kann durchaus in der Lage sein, Emotionen freizusetzen und entsprechend in mir hervorrufen...
Wenn es rennt, dann sollte ich am besten nix anderes mehr vorhaben. Und vor dem schlafen die Kopfhoerer aufzusetzen ist ebenfalls keine gute Idee!
Nachteil ist, dass immer mehr Alben immer weniger vollumfaenglich geniessbar sind. Minderwertige Studioaufnahmen, wo die Tracks einzeln aufgenommen und bearbeitet worden sind, machen am wenigsten Spass. Nicht gerade selten, dass ich dann das Rauschen der einzelnen Tracks hoeren kann, wenn sie muted/unmuted werden.
Live Aufnahmen hingegen, ob nun im Studio, im Pub, oder sonst wo sind ein Hochgenuss!

Leider schwankt die Widergabequalitaet sehr stark, was wohl an der Stromqualitaet meines derzeitigen Wohnsitzes liegt, trotz eigener Phase.

derzeitige Kette:
Aries Femto, Hoerwege Netzteil (steht auf der abschussliste)
DI-20-HE (Stromregenerierung)
HE7S (Stromregenerierung)
HE9 (Stromregenerierung)




Dennoch moechte ich einen persoenlichen kritischen (Rueck)Blick auf die Flagship AudioGD Dac's HE7 HE7S werfen.

Es sind extreme Diven was die Zuspielung und Netzkabel angeht, was einen Anfaenger wie mich teilweise sehr frustriert hat. Nur allzuschnell kann er anaemisch klingen. Oder das Klangbild weicht komplett auf und spielt sehr diffuse.... zu spitze Hoehen, zu boomiger Bass, eingeschraenkte dynamik etc etc etc.
Auch habe ich den HE7S testweise gegen weitaus guenstigerere DAC's ausgetauscht:
wie zb den kleinen Dr DAC Prime oder Violectric V800
Erkenntnis:
Wenn der HE7S, aus welchen Gruenden auch immer, unter aller sau spielt, bleiben die anderen beiden von moeglichen Stoerungen nahezu unbeeindruckt.

Das austauschen und tweaken des Digitalen Frontends, bis hin zu Switch und Router, haben das immer wieder bestaetigt wie sensibel der DAC und die gesamte Kette ist.
Auch das austauschen des Streamers gegen einen Cd Spieler macht klar, Streaming = schwieriges Thema!



Unterm Strich... wuerde ich die Flagship DAC's von AudioGD weiter empfehlen?
Jein... Die ganzen DAC upgrades, ob nun Hard oder Software machen deutlich, dass man eher ein "Beta tester" ist, was Vor und Nachteile hat.
Erfahrung mit uebersensibler Elektronik sollte man auch mitbringen.
Auch die R7'ner sind weiterhin nicht einfach in der Handhabung, dass machen die Diskussionen auf Headfi sehr deutlich.
Wuerde ich den HE7S gegen einen R7HE tauschen wollen? Nur nachdem ich beide nebeneinander in meiner Kette gehoert habe und der grundsaetzliche klangliche Karakter erhalten bleibt.
Wuerde ich den HE7S gegen einen anderen DAC tauschen wollen? In meiner Naivitaet sage ich mal "nur ueber meine Leiche".

lg
Daniel
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Salvador
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Beitrag von Salvador »

Hallo Fujak,

sorry, dass ich mich jetzt erst melde, hat ein Weilchen gedauert.

In Kürze, an einem Test beim Forumstreffen habe ich kein Interesse, und zwar aus folgenden Gründen.

Ich habe seinerzeit mal zu einem Treffen bei Jürgen meinen damals neuen HE-7 mitgebracht. Dort wurde er wie ich finde unter Wert vorgestellt und anschließend in einer Zusammenfassung „preisklassenbezogen“ eingeordnet. Das wurde dem Gerät nicht gerecht und hat mich frustriert. Dass Dir diese Vorführung und e3r Vergleich zum Master7 damals zum Kauf von ebenfalls einem HE-7 verholfen hat (glaube ich mich zu erinnern), dürfen wir dann als positiven Aspekt der Vorführung verbuchen.

Was mir die Sache aber damals gezeigt hat ist: vergleichende Tests stören die innere Zufriedenheit, gerade solche in großem Rahmen.
Bei so etwas geht einer quasi als Verliere vom Platz. Der ist dann entweder langfristig mit seinem Gerät unzufrieden oder aber, und dazu wird es dann kommen müssen, es muss dann was gemacht werden. Geräteverkauf, Geräteumbau. Es geht da dann immer weiter. Ich mag das für mich nicht mehr. Wie blackpepperjam ja treffend zusammengefasst hat, die großen audio-gd DACs sind Diven, hat man sie aber erst mal zum Singen gebracht ist das prächtig. Ich mag weder mir noch Dir die Freude an unseren Geräten verderben. Ich hätte einfach die Klappe halten sollen, das wäre das beste gewesen. Dein DAC und mein DAC so wie sie sind mit internem Dante-Bord das ist schon was ganz Feines.

Damit kommen wir zum nächsten Grund. Die mangelnde Vergleichbarkeit: Wir haben unterschiedlich modifizierte Dantebords fest in die DACs eingebaut, mit unterschiedlich verwendeten Materialien, z.B. Kabelage, meiner hat noch eine komplette Silbersolidcoresignalinnenverkabelung. Wir würden immer Äpfel mit Birnen vergleichen. Und dann, welches LAN-Kabel- und welche LAN-Karte verwenden, wir müssten die zum Test aufschrauben zum Umstecken.

Dann die Testumstände. Man sollte ohne Raumkorrektur vergleichen finde ich in einem akustisch gut präparierten Raum um die wahren klanglichen Charakteristika am besten raushören zu können. Dann das Setup: Ich habe den DAC und den zuspielenden PC an unterschiedlichen Stromleitungen mit jeweils einem eigenen Stromaufbereiter davor. Wir so etwas woanders nachstellen? Und falls das nicht so möglich ist, möchte ich meine Komponente dann von den Umständen her in einer suboptimalen Umgebung aufspielen lassen nur um mir dann im Netz Verrisse darüber durchzulesen.

Dann der Aufwand, das alles ab- und aufzubauen. Ist mir zu viel, am Ende geht noch was kaputt, das ist bei mir so eine aufwändige Installation, inklusive eines echten Potentialausgleichs des DACs an seinem zentralen Massepunkt. Die kann ich nicht mitnehmen/woanders nachbauen. Auf welches Netzkabel einigen wir uns? Usw. usw. usw.

Ich wollte nur nochmal abschließend darauf hinweisen, dass bei alten HE-7 Bords, ein Umbau zum NOS-DAC ist dabei nicht nötig!, es möglich ist, den DAC im echten synchronous mode zu betreiben. Frank hat damals auch kein Upgrade bei seinem Master7 gemacht sondern auch entsprechend umgejumpert und war vom klanglichen Zugewinn seines DAC, der auch mit einer hochwertigen Quelle gefüttert wird, begeistert. Meine eigene theoretische Überlegung ist es eben, dass ein NeutronStar2-getaktetes und danach direkt im DAC per I2S eingespeistes Master-Signal technisch das Nonplusultra darstellt. Demgegenüber sah ich ein Upgrade des Eingangsbords, andere OS-Filter, und bessere Clocks in der Eingangsstufe als technisch entweder unterlegen oder weniger wichtig an. Diese meine Zufriedenheit ist bei mir vollkommen gesetzt und ich betrachte meinen DAC mit dem modifizierten Dante-Bord drin, so wie er jetzt bei mir angeschlossen ist und betrieben wird, als vollkommen und absolut gesetzt. Solange da nichts kaputt geht, mache ich daran nichts mehr, so zufrieden bin ich damit.

Was jetzt nun besser klingt, werden wir aus oben genannten Gründen, auch wegen der räumlichen Distanz, sonst bist Du mir jederzeit herzlich willkommen!, wahrscheinlich nie herausfinden. Ich würde sagen, wir freuen uns beide einfach an sehr hochwertigen und toll klingenden Geräten und wer jetzt von uns den Mount Everest und wer den K7 bestiegen hat ist egal, wir winken uns einfach freundlich zu und genießen die Aussicht!

Ganz herzliche Hobbygrüße,
Andi
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emma
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Beitrag von emma »

Hallo Daniel,

bei meinen M7s und HE7s ging es mir manchmal ähnlich, unabhängig von der schwankenden Stromqualität.
blackpepperjam hat geschrieben:
23.02.2020, 12:28
Es sind extreme Diven was die Zuspielung und Netzkabel angeht, was einen Anfaenger wie mich teilweise sehr frustriert hat. Nur allzuschnell kann er anaemisch klingen. Oder das Klangbild weicht komplett auf und spielt sehr diffuse.... zu spitze Hoehen, zu boomiger Bass, eingeschraenkte dynamik etc etc etc.
Deine Beschreibungen decken sich sehr stark mit meinen Beobachtungen bei invertiert abgehörtem Signal. Der HE7 zeigt die Unterschiede.

U.a. die unzähligen Ausführungen von Hans-Martin hier im Forum haben mich mit invertiertem und nicht invertiertem Signal experimentieren lassen und waren für mich "Gold" wert. Er hat hier im Forum irgendwo mal eine Liste gepostet, welche Plattenlabels überwiegend Invertiert oder nicht invertiert pressen. EMI ist demnach auch bei meinen Aufnahmen immer nicht invertiert, mehrheitlich habe ich aber invertiertes Material.

Ich beobachte, wenn alles richtig ist, daß die Bühne bei mir stärker nach vorne zu mir kommt, mache das aber auch sehr oft im Schnelltest an der stärker fokussierteren Darstellung einer Stimme fest. Auch der Bass ist oft konturierter.

Meiner Meinung nach wird bei Zuspielung z.B. am RCA-Spdif Eingang, zumindest bei meinen Audio-gd M7s und HE7s, die absolute Phase invertiert, ich nehme an, daß ich nicht irgendwo anders noch einen Dreher drin habe. Dies gilt für die RCA- und XLR-Ausgänge gleichermaßen. Erste Hinweise, daß ich richtig liegen könnte, habe ich im WWW auch mal hier gefunden:

https://audioinvestigations.blogspot.co ... arity.html

"...I may be taking polarity more seriously now, after it appeared that incorrect polarity was making my system sound worse than correct polarity. And now my measurements have revealed that both of my Audio GD DACs, my DAC 19 as well as my new Master 7 Singularity, invert polarity.* I was especially shocked to find that the Master 7 Singularity inverts polarity at both the balanced and unbalanced outputs. This appears to be no mistake. It suggests that Kingwa shares the belief that my friend has that most recordings sound better in inverted polarity, so Kingwa has simply made inverted polarity his standard polarity. It would not seem possible that this resulted from oversight, when so many other details have been attended to perfectly..."


Einfach mal das Signal invertieren, z.B. nach den den XLR Ausgängen am DAC.

Versuch macht kluch. :-)


Liebe Grüße
Marco
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Melomane
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Beitrag von Melomane »

Hallo Marco,

wie kann man dieses Experiment nach dem DAC durchführen, wenn der weder XLR-Ausgänge hat noch die nachfolgenden Geräte entsprechende "Schalter"?

Viele Grüße

Jochen
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emma
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Beitrag von emma »

Hallo Andi,


ich glaube Du sprichst einen Umstand aus, der ganz viele Hifi-Fans umtreibt, die ständige Unruhe, es könnte doch noch weiter gehen.
Bin mit meinem HE7s und M7S eigentlich auch richtig glücklich, meistens so ganz richtig, wenn sie mind. 3-4 Stunden schon unter Strom sind.
Die eigentliche Höllenmaschine ist für mich allerdings der HE-350.

Und schon wieder umtreibt mich der Umbau auf Accu-Glocks, nach der Beschreibung von Fujak. :D
Habe mich am Anfang mal durch die verschiedenen Konfigurationen "gejumpert" und bin dann irgendwann bei 8-fach OS hängengeblieben.

Wie würdest Du denn "Deinen" NOS-Klang im Unterschied zu "8f-OS" genauer beschreiben. Was macht den Unterschied?


Grüße
Marco
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emma
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Beitrag von emma »

Hallo Jochen,

ich betreibe eine ganz altbackene Anlage mit Cd-Laufwerk und DAC, Pre und Endstufe, habe keinen Invert-Schalter.

Bei gerippter oder gestreamter Musik gibt es ja oft softwarebasierte Möglichkeiten der Invertierung schon im digitalen Bereich, das geht dann auch ohne XLR-Ausgänge am DAC, hier bitte die Spezialisten fragen.

Bei mir habe ich ganz klassich an einem von zwei Paar analogen (linker und rechter Kanal) XLR- Eingängen am Pre intern die Pin 2 und 3 vertauscht.

D.H. auf einem Eingang wird jetzt bei mir intern einmal invertiert und einmal nicht invertiert weiterverarbeitet.
Ich schalte jetzt am Pre zwischen zwei Eingängen dasselbe Signal einmal verdreht und einmal nicht verdreht weiter.


Grüße
Marco
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