10-MHz-Masterclocks in der Diskussion

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

Beitragvon Fujak » 29.03.2018, 15:41

Hallo zusammen,

ich möchte heute eine mir vorliegende Grafik der Firma Mutec posten, die die Messergebnisse des Rauschverhaltens/Jitter von fünf gängigen 10MHz-Clocks zeigt (zum Vergrößern anklicken):

Bild

Die Grafik ist noch aufschlussreicher, wenn man sie ins Verhältnis zum jeweiligen Preis der einzelnen Clocks setzt.
Demnach sieht die Preisgestaltung folgendermaßen aus:

Mutec REF10 (ca. 3.600,- €)
CH Precision T1 (ca. 21.000,- €)
Antelope Audio 10MX (ca. 6.900,- €)
Stanford Research PERF10 (ca. 3.800,- €)
Cybershaft Platinum (ca. 1.100,- €)

Preise inkl. Versand und Zoll nach Deutschland

Aus meiner Sicht der absolute Preis-Leistungssieger ist die Cybershaft Platinum Clock. Doch es gibt seit einigen Tagen (25.03.2018) eine traurige Nachricht für alle Interessenten: Die Produktion und der Vertrieb dieser Clocks wurde Anfang dieser Woche eingestellt. Sehr schade.

Doch es geht noch besser: Mutec REF10. Der qualitative Abstand zu den übrigen Clocks im Testfeld ist dermaßen groß, dass ich auch den Preis der Mutec-Clock REF10 als phänomenal günstig betrachte - vor allem im Vergleich zur Clock CH Presision T1 aber auch im Vergleich zur nicht ganz so teuren aber qualitativ schlechtesten Clock Antelope Audio 10MX.

Leider nicht im Testfeld ist die neue Clock von SOtM, genannt sCLK-OCX10 für ca. 3.500,- €. Aufgrund der veröffentlichten Werte würde ich sie ansiedeln in der Gegend des CH Precision T1 - die Werte sind auf der Website von SOtM zwar besser, aber es handelt sich dort um typisierte Werte des Oszillators ("Typical Phase noise(dB/Hz) of internal OSC") - also nicht das, was der eingebaute Oszillator tatsächlich erbringt (was von peripherer Beschaltung und Qualität der Stromversorgung abhängt), und erst recht nicht das, was man tatsächlich am Ende am BNC-Ausgang erhält. Wer die Stationen kennt, die ein Clocksignal bis zum Ausgang durchläuft und was mit ihm unterwegs alles passieren kann, kann in etwa abschätzen, in welcher Bandbreite sich das bewegen kann, was an Signalqualität übrig bleibt.

Zudem empfiehlt SOtM, für die angegebene Performance das externe Netzteil sPS-500 für weitere 595,- € dazuzunehmen, sodass man sich bereits jenseits der 4.000 € befindet. Etwas knapp im Sinne der Investitionssicherheit finde ich auch die 4 BNC-Ausgänge. Man kann zwar bei der Bestellung wählen, welche der Ausgänge 50 bzw. 75 Ohm haben sollen, wenn man Pech hat, und das Setup verändert sich nach einer gewissen Zeit (wer kennt das nicht ;-) ), könnte es dann genau dieser eine Ausgang zu wenig sein.

Für mich das Fazit dieser Grafik: Wer sich bei der Wahl einer 10MHz-Clock für die Mutec-Clock entschieden hat, kann sich bestätigt fühlen.

Grüße
Fujak
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Beitragvon easy » 29.03.2018, 16:29

Da hab ich doch schon wieder das richtige Händchen gehabt... :wink: :cheers:

Ja , ich bin hochzufrieden mit der REF 10 ,katapultiert sie doch meine Kopfhörerkette in ungeahnte Höhen.

Euch allen Frohe Ostern

Reiner
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Beitragvon muenchenlaim » 29.03.2018, 16:58

Wäre das nicht ein Perspektiv-Thema für das nächste Forumstreffen im Herbst?

Christoph
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Beitragvon h0e » 29.03.2018, 18:09

muenchenlaim hat geschrieben:... das nächste Forumstreffen im Herbst...


Zwar OT, aber ein schönes Thema, gibt es da schon was?
Christoph, weißt Du da schon was?

Grüsse Jürgen
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Beitragvon Fujak » 29.03.2018, 18:15

@Reiner,
offenbar hast Du Du nicht nur das richtige Händchen sondern auch die richtigen Ohren dazu (oder umgekehrt). Auch Dir viele bunte Ostereier. :cheers:

@ Christoph,
danke für Deine Anregung. Ich nehme das mal auf die Liste möglicher Themen: "10MHz-Clocks in Aktion". Dann müsste Reiner mal seine mitbringen und wer sonst noch eines der anderen Modelle besitzt. Aber noch ist das neue Forumstreffen nicht spruchreif.

@all,
Unser Forumsmitglied Mike (AktivMike) hat mich heute auf die 10MHz-Clock von Teac CG-10M Master Clock Generator aufmerksam gemacht, die ich zwar schon kannte, mich aber nie weiter mit ihr befasst hatte. Kennt jemand konkrete Daten in puncto Phasenrauschen? Die offizielle Website gibt nur die (ziemlich nutzlosen) Daten über die Frequenzstabilität aus. Preislich mit 1.500,- € auf den ersten Blick attraktiv, aber ohne den Preis ins Verhältnis mit den inneren Werten setzen zu können, leider mit wenig Aussagekraft.

Grüße
Fujak
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Beitragvon muenchenlaim » 30.03.2018, 17:37

Hallo Jürgen,
wissen nicht, nur hoffen – nachdem ich das letzte Treffen familienbedingt verpaßt habe.

Um noch den link zum Thema zu bekommen: Ich denke, die Chancen solche Geräte - gar im Vergleich - zu Gesicht zu bekommen sind relativ gering. Oder kennt jemanden einen Händler oder Privatbesitzer in der Region München (als exemplarisches Gebiet)?
Vielleicht ließe sich aber ein Händler oder Importeur erreichen. Wie das Beispiel Neumann KH420 zeigt, so ist die Wirkung mitunter nicht zu unterschätzen.

Erholsame Ostern!
Christoph
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Beitragvon dark cloud » 15.05.2018, 15:08

Moin zusammen,

ich bin euch noch eine Antwort zur Mutec Ref10 in meiner Kette schuldig.

Wie ich auf den Gedanken gekommen bin, eine 10Mhz Masterclock in meine Anlage einzuschleifen spare ich mir und ist bestimmt schon so alt wie dieser thread :D ... siehe auch meine Postings.

Jetzt ist es vollbracht und eine Mutec Ref10 gibt bei mir den Takt an. Anfänglich war ich enttäuscht, dass sich überhaupt kein Klanggewinn einstellen wollte. Im Gegenteil, die Räumlichkeit und Musikalität hat etwas abgenommen. Nun, nach fast zwei Monaten Betrieb, kann ich ggü. der ursprünglichen Konfiguration ohne 10MHz-Clock (kann an meinem DAC relativ einfach hin und her schalten) eine leichte Verbesserung hinsichtlich Räumlichkeit und Musikalität feststellen. Hierzu habe ich mittlerweile die offenen 10MHz-Ausgänge mit BNC-Kappen verschlossen, ein vernünftiges Netzkabel und ein 75 Ohm Aquox-BNC-Kabel angeschlossen sowie die Clock mit dauerelastischer Knetmasse ruhig gestellt. Der erzielte Klanggewinn ist marginal und aus meiner Sicht der bereits sehr guten internen Clock meines DAC geschuldet.

Jetzt ist die Clock aber da und wird weiterhin bei mir den Takt angeben. Vielleicht kommt irgendwann ein weiterer digitaler Zuspieler an Bord, den ich dann mit der Clock synchronisieren kann (zur Zeit nur Streaming über USB).

Gruß - Lothar
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Beitragvon Radiohörer » 15.05.2018, 20:03

Das hört sich aber nicht so sehr begeistert an, und ob der Unterschied wirklich signifikant und wirklich besser ist, lässt sich aus Deinen Zeilen nicht eindeutig rauslesen.
Grüße
Balazs, der vor 3 Tagen auch fast einen Ref 10 gekauft hat, aber dann doch nicht.... (gehört habe ich es selbst noch nie)
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Beitragvon Fujak » 15.05.2018, 20:30

Hallo Lothar,

Dein Hörergebnis bezüglich des REF10 finde ich angesichts Deines Ausnahmewandlers CH Presision C1 absolut nachvollziehbar. Für 27.000 CHF Listenpreis sollte man auch erwarten, dass die Unterschiede nur noch marginal sind. Was dieser DAC beherbergt, gehört zum allerfeinsten, auch was die Clocksektion anbelangt. Da kannst Du sehr zufrieden sein.

Grüße
Fujak
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Beitragvon easy » 15.05.2018, 21:12

Hi Lothar,
ich kann mich Fujak's Worten nur anschließen.Das du selbst bei deinem Topwandler noch marginale Verbesserungen hörst , das spricht doch für die Güte der REF 10. :cheers:
Ich selbst nutze die REF 10 ja nur an 2 MC 3+ und da bringt sie deutliche Verbesserungen.

Melde dich halt mal zwecks Treffen.

Gruß
Reiner
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Beitragvon dark cloud » 16.05.2018, 14:06

... kurze Ergänzung zu meinem Posting vom 15.05.2018.

Die Erwartungshaltung an eine externe 10Mhz-Clock war meinerseits sehr hoch. Ursprünglich hatte ich daran gedacht, mir einen gebrauchten 10 Mhz Oszillator von Meinberg aus dem Satellitenbereich anzuschaffen. Wurde aber hier im Thread aus verschiedenen Gründen verworfen.

Mit meinem Posting möchte ich die Mutec Ref10 nicht als überflüssig darstellen. Im Gegenteil, sie bringt in meiner Kette einen klanglichen Zugewinn, den ich persönlich als klein, aber als nicht (!) vernachlässigbar einstufe.
Hier macht sich wieder deutlich bemerkbar, dass die letzten Prozentpünktchen Klangverbesserung sehr aufwändig und teuer sind :wink:

Gruß - Lothar
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Beitragvon easy » 16.05.2018, 17:05

Hier macht sich wieder deutlich bemerkbar, dass die letzten Prozentpünktchen Klangverbesserung sehr aufwändig und teuer sind :wink:



Ja,ja, das kenne ich aus eigener Erfahrung...aber das Ergebnis entschädigt für alles. :D

Gruß

Reiner
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Beitragvon music is my escape » 16.05.2018, 17:13

Hallo an alle,

Bei Fairaudio wurde der 200er Ultra von SOTM mit hauseigenem Supernetzteil und der ebenfalls hauseigenen 10MHz Clock getestet - auch hier spricht der Tester bei Nutzung von letzterer nur von marginaler, dennoch gut hörbarer Verbesserung.

https://www.fairaudio.de/test/sotm-sms-200-ultra-streamer-audio/

Grüße,
Thomas
:cheers:
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Beitragvon audiokarl » 20.05.2018, 00:17

2 Fragen in der Highendwelt des Wahnsinns muss ich mir noch versuchen zu klären.

1. optimiere ich meine Kette mit einem Preamp anstatt direkt mit dem DAC und seiner Lautstäkeregelung in die Endstufe zu gehen?. ......dafür einen Accuphase Pre zum Test bestellt.

2. bringt eine Clock, die nur den Takt des DAC optimieren soll, hörbare Verbesserung?
Eine Mutec ref-10 habe ich heute dafür bekommen.

Gewaltig ist der Unterschied nicht aber z.B. Percussioneffekte sind etwas detaillierter. Das ist als erstes aufgefallen.
In der Summe von Instrumenten und Stimmen verändert sich deren Abgrenzung und es wirkt klarer und breiter. Je weniger Instrumentierung, z.B. nur Stimme und eine Gitarre, klingt ähnlich wie mit dem Esoteric DAC allein.
Die Clock lass ich nun ein paar tage laufen um zu sehen ob sie sich noch verändert.
Dann kommt der Stax Kopfhörertest, der eigentlich noch prägnanter sein sollte.
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Beitragvon chriss0212 » 20.05.2018, 01:01

Hallo Karl,

Das kann an meiner Meinung so pauschal nicht sagen. Viele Veränderungen betreffen meiner Meinung nach die Bühnenabbildung, die mir persönlich beim KH gänzlich fehlt

Mir fällt es mit Kopfhörer oft schwer die Unterschiede, die ich über Lautsprevher Wahrneme auch per Kopfhörer zu erfahren.

Habe übrigens auch nen Staxx :)

Viele Grüße

Christian
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