Audio-GD Master 1 Vorverstärker

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Audio-GD Master 1 Vorverstärker

Beitragvon Fujak » 16.11.2013, 23:10





Audio-GD Master 1 Vorverstärker


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Quelle: Audio-GD


1. Einleitung

Ich hatte es an verschiedener Stelle erwähnt, dass ich einen Vorverstärker als unverzichtbaren Bestandteil in der Wiedergabekette zwischen DAC und Aktiv-LS sehe. Viele DACs, mit sogenannter Preamp-Einheit halten leider nicht das, was sie versprechen. Natürlich kommt das Signal am Aktiv-LS an, doch erst der Direktvergleich mit einem Vorverstärker zwischen DAC und Aktiv-LS offenbart den Unterschied, was noch möglich ist bzw. was vorher auf der (Kabel-)Strecke geblieben ist.

Auf der einen Seite ist das ein bedauerlicher Aspekt, da mit Mehrkosten verbunden. Auf der anderen Seite aber bedeutet dieser Umstand einen größeren Freiheitsgrad in der Auswahl eines DAC, wenn man auf die sogenannte Preamp-Stufe verzichten kann. Das machte mir seinerzeit auch die Wahl des Master 7 DAC von Audio-GD leichter.

Nachdem sich damit konsequenterweise auch die Frage nach einem geeigneten Vorverstärker stellt (mein bislang eingesetzter Vollverstärker von Symphonic Line ist hier doch ein wenig oversized), war es naheliegend, mich bei Audio-GD umzuschauen. Der Master 1 schien nicht nur optisch passend zu sein, sondern auch die Möglichkeit der direkten Verbindung zwischen den beiden Masters über die sog. ACSS-Schnittstelle (mehr dazu weiter unten), ließ mich das Risiko eingehen, diesen Preamp ungehört zu bestellen.

Der bisherige polnische Distributor von Audio-GD reagierte leider erst nach 3 Mails und 10 Tagen, als ich schon längst aufgab und bei Audiophonics in Frankreich bestellt hatte. Durch Verzögerungen beim französischen Zoll dauerte es länger als vorgesehen. Doch nun ist er seit einer Woche endlich da und spielt sich warm.



2. Produkt-Merkmale

Die äußere Anmutung des Master 1 Preamp - inklusive seines Gewichts - erinnert stark an den Master 7 DAC. Ein Blick in das Gehäuse offenbart ebenfalls große Ähnlichkeiten zum DAC: die vertrauten 3 Mu-Metall-Transformatoren (einer für Bedienelektronik, und jeweils ein Transformator mit 3 stufiger Class A-Spannungsversorgung für linken und rechten Kanal), sowie völlig getrennt voneinander aufgebauten und doppelwandig gegen elektromagnetische Einflüsse voneinander abgeschirmten doppelkanaligen (=echtsymmetrisch ausgeführten) Stereokanäle.

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Quelle: Audio-GD

Wie auch im Master 7 werden im Master 1 alle Bauteile der 4 Verstärker-Kanäle manuell selektiert und auf gleiche Werte ausgemessen, um größtmögliche Symmetrie und Kanalgleichheit zu gewährleisten.

Eine Kanal-Übersprechdämpfung von ca. -130dB und eine maximale Kanalpegel-Differenz von <0,05dB (und zwar unabhängig von der eingestellten Lautstärke) ist das Ergebnis dieses Aufwandes.


Ein- und Ausgänge:

Bild
Quelle: Audio-GD

Die Rückseite ist voll von Anschlüssen: Pro Kanal finden sich auf der Inputseite 2 XLR-Eingänge, 2 RCA-Cinch-Eingänge sowie ein ACSS-Eingang (dazu mehr im nächsten Abschnitt). Man kann also insgesamt bis zu 5 Eingangsgeräte anschließen.

Ausgangsseitig finden sich pro Kanal jeweils 1x XLR und 1x Cinch. Beide kann man parallel betreiben und werden synchron vom frontseitigen Pegelsteller geregelt. Das ist in meinem Setup mit 2 Monitoren und einem 2-Kanal-Sub, den ich über Cinchkabel versorge, eine perfekte Ausstattung.


ACSS:

Neben den 4 analogen Eingängen pro Kanal gibt es noch einen 5. Input, nämlich die sog. ACSS-Schnittstelle. Die Abkürzung steht für "Audio-gd Current Signal System". Dieses Prinzip wird u.a. im Master 7 DAC eingesetzt und bedeutet, dass das Signal vor der üblichen I/V-Stufe in der Strom-Domäne verbleibt und zunächst dort verstärkt wird, bevor es dann in die I/V-Stufe und anschließener Spannungsverstärkung gelangt. Das bereits vor der I/V-Stufe verstärkte Stromsignal wird dort abgegriffen und mittels Mini-XLR-Buchsen aus dem Gehäuse als ACSS-Output geführt. Schließt man an den ACSS-Output ein spezielles Kabel an, um den Master 7 DAC mit dem Master 1 VV zu verbinden, so schaltet der Master 7 automatisch seine analogen Ausgangsstufen ab.

Das ACSS-Kabel leitet dann das Stromsignal an den Vorverstärker Master 1, wo dann die I/V-Wandlung stattfindet, bevor es dann in 4 Kanälen (wegen des symmetrischen Aufbaus 2 pro Stereokanal) mittels diskreter Verstärkerstufen auf knapp 20V Ausgangsspannung (XLR) bzw. knapp 10 V (RCA-Cinch) @ <10 Ohm gebracht wird. Das dürfte auch für größere Kabellängen bzw. kleinere Querschnitte reichen, um die Eingangsstufe des Aktiv-LS unter Kontrolle zu haben.



Technische Merkmale:

Volume Charakteristik:
Linear @ 70 steps (+5dB Gain);
Logarithmisch @ 99 steps (+8dB Gain)

Output Level (max.): 9.5V @ RCA; 19V @ XLR; 4.8mA @ ACSS
Output-Impedanz: 10 Ohm @ XLR; >10 M Ohm @ ACSS
Input-Impedanz: 94 K Ohm @ XLR; <10 Ohm @ ACSS

Frequenzgang: 20Hz - 20KHz ( <0.15dB )
Kanal-Übersprechdämpfung: > 130dB
Kanal-Pegelabweichung: < 0.05dB
S/N Ratio: >120 dB

Leistungsverbrauch: 43W class A @240V
Transformer Power: 135W (insgesamt)
Gewicht: 15,5 KG
Abmessungen (BxLxH): 430mm X 430mm X 93mm

Zubehör: Stromkabel, Fernbedienung, optional ACSS-Kabel

Preis: ca. 1.300,- € (inkl. Versand und Zoll)


Bedienung:

An Bedienelementen findet sich eine ähnlich blau leuchtende Ziffernanzeige wie beim DAC. Sie zeigt zum einen den gewählten Input, zum anderen den Wert des Pegelstellers an. Input und Pegel werden mit jeweils 2 Tasten (up/down) bedient.

Mittels eines mit "Debug" bezeichneten Tastschalters auf der Rückseite des Master 1 kann man die Regelcharakteristik des Pegelstellers wahlweise auf 99 logarithmische oder 70 lineare Schritte einstellen. Das ist sehr hilfreich, wenn man beispielsweise im unteren Regelbereich feiner einstellen können möchte (in dem Falle wäre die logaritmische Charakteristik einzustellen). Außerdem kann über den "Debug"-Tastschalter eingestellt werden, ob der Master 1 den letzten Wert des Pegelstellers beim Ausschalten merken soll oder immer in der (sichereren) Minimalstellung starten soll. Den zuletzt gewählten Input merkt sich der Master 1 in jedem Falle.

Die Elektronik des Pegelstellers ist ebenfalls 4-kanalig ausgelegt, digital gesteuert und basiert auf einer ganzen Batterie an Relais mit den entsprechenden Widerstandswerten, die dann in unterschiedlichen Kombinationen zusammengschaltet werden. Die Bauteile dafür sind handverlessen und ausgemessen ("gematched"), um eine geringstmögliche Pegeldifferenz zu gewährleisten. Dieses aufwändige Konzept, was Kingwa mit einer gleichbleibenden Audio-Qualität unabhängig vom eingestellten Pegel begründet, macht sich auditiv durch leises mechanisches Klicken bei Veränderungen des Pegels bemerkbar. Bei laufender Musik hört man natürlich nichts davon.

Fernbedienung:

Bild
Quelle: Audio-GD

Nicht unerwähnt bleiben sollte auch die Fernbedienung, die aus dem Vollen (Alu) gefräst wird und einen entsprechend wertigen Eindruck macht. An Funktionen stellt sie naheliegenderweise die Wahl des Inputs, Pegel sowie eine Mute-Funktion bereit.



3. Klang

Was ist nun der Lohn dieses Aufwandes? - Ja richtig: der Klang!

Angeschlossen habe ich den Master 1 an den Master 7 sowohl mit hochwertigen Cinchkabeln, symmetrischen XLR-Kabeln sowie den ACSS-Kabeln in Mini-XLR-Ausführung.

ACSS-Kabel: Im Unterschied zu meinem bisherigen eingesetzten Symphonic Line, der das Klangbild ein wenig wärmer darstellte als mit dem jeweiligen DAC alleine, ändert sich mit dem Master 1 an der Tonalität absolut nichts. Kein Unterschied - selbst bei mehrmaligem Umstecken.

In der Detailauflösung hingegen habe ich den größten Unterschied wahrgenommen. Nicht nur, dass die Bässe druckvoller, prägnanter und konturschärfer kommen, auch in den Höhen klang es nuancenreicher und zugleich seidiger, in der Mittellage fiel mir vor allem bei Stimmen auf, dass sie ausdrucksstärker und organischer klingen.
Insgesamt würde ich den wesentlichen Klangunterschied so beschreiben, als hätte man beim Fernsehbild vorher den Kontrastbereich auf 90% und nun auf 100% stehen. Gerade wenn man zuerst eine Weile mit Vorverstärker hört, empfindet man danach das Klangbild ohne VV weicher, weniger direkt und unlebendiger.

Anschluss des Fireface UC:
Als ich zur Gegenprobe das Fireface anschloss, hatte ich einen anderen Höreindruck: Hier ändert sich das Klangbild tonal mehr in Richtung Wärme. Bässe klangen nun deutlich kraftvoller aber auch präziser. In den Höhen wurde es ein wenig detaillierter aber die Fireface typische metallische Schärfe im Klangbild wurde leider ebenfalls deutlicher. Trotzdem würde ich das Fireface lieber mit Preamp als ohne hören wollen - dann allerdings lieber mit dem wärmeren aber detailärmeren Symphonic Line Amp.

Anschluss Yulong DA8:
Der Yulong DA8 DAC, den ich an anderer Stelle schon erwähnt habe, profitiert hingegen beeindruckend vom Master 1 - hinsichtlich Basspräzision, Dynamik und feiner aufgelösten Höhen. Man hört aber gegenüber dem Master 7 DAC auch deutlich die Grenzen seines Wandlerchips (Sabre ESS9018), was die Detailauflösung anbelangt. Das kann kein Preamp kompensieren.


Andere Input-Schnittstellen:

Cinch:
Im Vergleich zur ACSS-Schnittstelle klingen auch die von mir ausprobierten Cinchkabel hervorragend. Zum Einsatz kommen Oehlbach XXL 200 Solid Silver, ein Straight Wire Encore II sowie ein RG 142 von P.Bogner, allerdings werden die Bässe besonders beim Oehlbach-Kabel dicker und unpräziser. Auch die Detailauflösung ist schwächer als mit der Verbindung über ACSS.

XLR-Verbindung:
Das verwendete XLR-Kabel (Sommer Gallileo) klingt hinsichtlich der tonalen Balance näher dran an der ACSS-Verbindung. Doch die Neutralität und vor allem die Detailauflösung ist mit der ACSS-Verbindung ungeschlagen.

In amerikanischen Forum Head-fi-org wurde auch eine hochwertigere Reinsilber-Verkabelung (solidcore) für die ACSS-Schittstelle erwähnt, die noch aufgelöster spielen soll (Zitat: "another league"). Es gibt offenbar für alles noch eine Steigerung...


4. Fazit

Der Master 1 bildet zusammen mit dem Master 7 ein hervorragendes Gespann - gerade durch die Möglichkeit der ACSS-Verbindung. Aber auch andere DACs dürften davon profitieren. Aufgrund seiner Anschlussvielfalt ermöglicht der Master 1 zudem weiteren Zuspielern/Quellen, von seinen Stärken zu profitieren. Im Vergleich zum bisher eingesetzten Symphonic Line Amp, löst er feiner auf und ist klanglich absolut neutral. Mit seiner kräftigen Ausgangsstufe dürfte er auch mit großen Kabellängen und geringen Querschnitten gut klarkommen.

Grüße
Fujak
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Beitragvon shakti » 17.11.2013, 02:13

Vielen Dank für den ersten Eindruck, das Gerät interessiert mich sehr!
vielleicht hat der französische Vertrieb nun ja wieder Master 1 auf Lager.

netten Gruss
Juergen
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Beitragvon cantusfirmus » 17.11.2013, 13:48

Lieber Fujak,

vielen Dank für diesen feinen Bericht, wie immer wunderbar nachvollziehbar, in Schrift gesetzte Höreindrücke - eine Kunst. ;)

Eine Frage am Rande, nicht zum VV sondern zum DAC Chip (O.T., ich weiss, sorry!) Du schreibst, dass der Sabre Chip nicht so fein auflöst wie der PCM1704. Im Internet habe ich oft zum Sabre Chip über dessen Auflösungsvermögen (und Schnelligkeit) gelesen, hast Du hier andere Hörerfahrung? (Der PCM1704 dagegen hat doch ein sehr "rundes", "analoges" Klangbild...)

Vielen Dank und lieben Gruß
Horst
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Beitragvon Heule » 17.11.2013, 14:13

Hallo Fujak,

auch von meiner Seite vielen Dank. Bei deinen Vergleichstests wäre ich gerne mal dabei.

Gruß Oliver
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Beitragvon Fujak » 17.11.2013, 15:03

Lieber Horst,

danke für die Blumen. Aussagen über DAC-Chips haben m.E. immer nur eine begrenzte Aussage, da die Gesamtumsetzung des DACs die wesentliche Rolle spielt (Schaltungslayout, Qualität der Bauteile, Stromversorgung, analoge Ausgangsstufe u.v.m.). Da gibt es im Netz viele Beispiele von billigen DACs aus Fernost, die mit den besten DAC-Chips von Wolfson, Burr Brown oder ESS Sabre werben, aber man im konkreten Hörtest davon nicht viel hört, weil eben der Rest nicht stimmt. Demgegenüber ist der Yulong DA8 eine positive Ausnahme mit einer sehr, sehr guten Umsetzung für den ESS9018 (ich werde demnächst etwas zu diesem tollen DAC schreiben).

Zum anderen ist immer die Frage, in welcher Liga man DACs miteinander vergleicht. Der Yulong (ESS 9018) spielt um Klassen besser als das Fireface UC (AKM-AK4620B). Der Master 7 (BB PCM1704UK) wiederum spielt um Klassen besser als der Yulong DA8.

Als Du mich vor ein paar Wochen besucht hattest, hatte die Zeit leider nicht mehr gereicht, um auch noch den Yulong beim Vergleichshören hinzuzunehmen, und da ich vorhabe, ihn zu verkaufen, wird sich das leider auch nicht mehr nachholen lassen. Aber um eine grobe Orientierung zu geben: Er spielt in etwa auf halber Strecke zwischen Fireface UC und Master 7.

Viele Grüße
Fujak
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Beitragvon Fujak » 17.11.2013, 15:08

shakti hat geschrieben:Vielen Dank für den ersten Eindruck, das Gerät interessiert mich sehr!
vielleicht hat der französische Vertrieb nun ja wieder Master 1 auf Lager.

Hallo Juergen,

Audiophonics bestellt immer nur auf Anfrage bei Kingwa. Ich werde meine zukünftigen Bestellungen, sie nicht in Frankreich am Lager sind, wahrscheinlich direkt bei Kingwa machen, das scheint mir am schnellsten zu gehen.

Grüße
Fujak
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Beitragvon Fujak » 17.11.2013, 15:13

Heule hat geschrieben:Hallo Fujak,
auch von meiner Seite vielen Dank. Bei deinen Vergleichstests wäre ich gerne
mal dabei.

Hallo Oliver,

ja gerne, Vergleichshören macht zu mehr als nur zwei Ohren auch mehr Spaß. Meistens ist es ja eine Frage der terminlichen Abstimmung, ob ein Hörtest mit anderen zusammen klappt. Zudem mache ich meine Hörtest über mehrere Tage, um eine temporäre Tagesform zu relativieren. Aber wenn Du in meiner Gegend bist, melde Dich gerne bei mir. Wir sehen uns ja ohnehin bald auf dem Treffen.

Bis dahin viele Grüße
Fujak
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Beitragvon Heule » 17.11.2013, 16:04

Ja Fujak,

können wir machen. Würde mich freuen. Können ja beim Forumstreffen mal darüber reden. :-)

Genieße deine tolle Anlage.

Gruß Oliver
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Beitragvon khonfused » 17.11.2013, 21:21

Hallo Fujak,

danke für den Test. Würdest Du sagen Ergebnis wie erwartet? Oder hat Dich doch etwas an dem Gerät überrascht?

Mit dem polnischen Vertrieb hatte ich auch schon mal einen erfolglosen Emailkontakt versucht. Mit Frankreich klappt Kommunikation und Service dagegen sehr gut.

Trotzdem würde ich wohl direkt bei audio gd bestellen, v.a. wenn der Euro stark ist und angesichts der Tatsache, dass Zoll und sonstige Gebühren durchaus "schwankend" sind.

Grüße
Christian
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Beitragvon Fujak » 17.11.2013, 21:31

Hallo Christian,

nein, überrascht hat mich das Ergebnis nicht; es fiel eher erwartungsgemäß gut aus (angesichts dessen, was ich von Audio-GD bisher kannte und gelesen hatte).

khonfused hat geschrieben:Trotzdem würde ich wohl direkt bei audio gd bestellen, v.a. wenn der Euro stark ist und angesichts der Tatsache, dass Zoll und sonstige Gebühren durchaus "schwankend" sind.

Sehe ich mittlerweile genauso. Ich wollte mir durch den europäischen Vertriebsweg ein gesetzliches Rückgaberecht sichern, falls das Gerät nicht meinen Erwartungen entspricht. Kingwa lehnt dieses Rückgaberecht übrigens ab; bei ihm kauft man auf volles Risiko. :|

Grüße
Fujak
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Beitragvon Tinitus » 16.12.2013, 10:20

Hallo,

den Master 1 gibt es jetzt bei Audio GD mit 5 % Weihnachtsrabatt, der Rabatt gilt auch für die meisten anderen Geräte aber nicht für Master 7.

Gruß

Uwe
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Beitragvon Heule » 21.04.2014, 09:17

Hallo Fujak,
wenn ich deinen Bericht so lese, bekomme ich das Gefühl der
Vorverstärker ist wichtiger für den Klang wie der DAC in Relation
gesehen.
Auch ich habe ja in letzter Zeit so meine Versuche gemacht mit
DACs und Vorverstärkern. Anscheinend kommt man klanglich
fürs gleiche Geld gesehen besser weg, wenn mann mehr Geld
in den Vorverstärker steckt und dazu einen gutgemachten
Relativ günstigen DAC.
Preisklasse bis 2000,00€
In deinem Fall ein Master 1 für 1300,00€ und ein gutgemachter
DAC für 600,00-700,00€. Die Auswahl an verschiedenen guten DACs
finde ich sehr groß. Die Auswahl an sehr guten Vorverstärkern
finde ich eher gering (Preisklassenbezogen)
Auch finde ich einen symetrischen Anschluss am VV für die Boxen
sehr wichtig. Es klingt irgendwie frischer/reiner und mit mehr schmackes.

Gruß Oliver
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Beitragvon music is my escape » 21.04.2014, 10:32

Hallo Oliver, hallo an alle anderen;

auch ich bin momentan auf dem Trip, dem VV eine größere Bedeutung beizumessen als bisher.

Letztenendes ist eine Kette nur so stark wie ihr schwächstes Glied, klar. Sah ich bisher ebenfalls ziemlich viel Potential in einem möglichst guten D/A-Wandler, zeigen viele Erfahrungen der jüngeren Zeit aber, dass weniger der Wandler an sich als vielmehr das, was davor (in meinem Fall auf PC-Seite) und eben danach (ein möglichst guter VV) kommt, eine wichtigere Bedeutung hat.

Ich habe in letzter Zeit einige Vorverstärker getestet und wirklich jeder von denen veränderte nicht nur das Klangbild an sich, sondern beeinflusste und nicht selten reduzierte er auch die Bühnenabbildung im Vergleich zum Anschluss direkt am DAC.

Um den Bogen zum Thread hier zu bekommen: ich bin schon seit geraumer Zeit auf der Suche nach einem höherwertigen Audio-GD-VV auf dem Gebrauchtmarkt; leider ist das Angebot da ziemlich bescheiden und es wird darauf hinauslaufen, dass so ein Teil wohl oder übel neu bestellt werden muss.

Als Kopfhörerfan würde ich aber gleich zum Master 9 greifen; auf die paar Eur mehr käme es dann auch nicht mehr an. Einzig die Optik dieser Geräte hält mich momentan noch von einem Kauf ab; irgendwie kann ich mich noch nicht so richtig mit diesem DIY-Look anfreunden; zumindest nicht für den Neupreis... :oops:
Und die Integration der Subwoofer (Übergang, Cut, Delay...) ist mit einem 2-Kanal-Pre auch nicht sooo einfach. Und einen gebrauchen Funk MTX Monitor bekommt man für das Geld auch schon. Und eine dezente Raumkorrekturmöglichkeit außerhalb des PC beinhaltet der Audio-GD auch nicht. Und und und..... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Viele Grüße,
Thomas
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Beitragvon Heule » 21.04.2014, 10:46

Hallo Thomas,
dann sehen wir das ja ähnlich.
Wie DIY sehen sie meines Erachtens nicht aus, doch gibt es da noch
Luft nach oben. Verschieden blaue lEDs usw. dürfte es hier nicht geben.
Wenn du von Audio GD zwei Teile hast, und beide haben ein unterschiedliches
Blau auf dem Display, sieht das schon merkwürdig aus.
Ansonsten wirkt der Rest sehr hochwertig.
Habe gerade gestern wieder die Erfahrung gemacht wie unterschiedlich
verschiedene Vorverstärker an DACs klingen können.
Vielleicht können wir eine Sammelbestellung des VV machen;-)
Und der nächste Hammer war für mich, das je nach Vorverstärker der
Effekt an jeder anderen Box unterschiedlich war. Also kommt es wiederum
auf das Pairing an.

Gruß Oliver
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Heule
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Beitragvon music is my escape » 21.04.2014, 11:34

Ja, das ist alles nicht so einfach. Und da man die Dinger entweder nur gebraucht oder ohne Rückgaberecht neu zu einem "vernünftigen" Preis bekommt, ist es auch schwer, entspannt Probe zu hören und zu sehen, ob sich die Ausgabe wirklich lohnt.

Nach meinen Erfahrungen in der letzten Zeit bin diesbezüglich nämlich ziemlich skeptisch und auch die ganzen Berichte im Netz und leider speziell auch hier im AH sehe ich zunehmends kritisch; viele Dinge werden anfänglich gehypt oder zumindest ausnehmend positiv besprochen, nach einer Weile aber verschwindet diese Euphorie sang- und klanglos, ohne dass darüber auch noch berichtet wird und mir ist es jetzt bereits mehrfach passiert, dass ich gewisse, hier eigentlich sehr gut beleumundete Dinge gekauft habe, diese mir wider Erwarten aber gleich von Anfang an nicht gefielen und ich im Nachhinein per PN erfuhr, dass es letztlich vielen so ging und sich nur niemand getraut hat, das auch öffentlich zu schreiben. Schade eigentlich...

Letztenendes muss man, so wie Du, einfach eine Möglichkeit finden, unter vertretbarem Aufwand selber probezuhören. Welche Vorverstärker hast Du denn mit welchen DACs an welchen LSP getestet und was erhoffst Du Dir im Gegensatz zu denen von einem Master 1?
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