Wann heben sich externe DACs klanglich von Geräte-DACs ab?

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

Beitragvon chriss0212 » 26.01.2019, 05:57

den fokus nur auf einen teil zu legen ist nicht optimal.


Aber irgendwo muss man ja anfangen.

Grüße

Christian
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Beitragvon Gionni » 26.01.2019, 17:47

die frage ist, ob die verstärkereinheit überhaupt 16bit auflöst!!
wenn schon ein getesteter accuphase e270 probleme hat 16bit zu erreichen, dann sollte man vielleicht das ganze etwas überdenken.

auf audiosciencereview.com kann man sich ein bild von der problematik machen.

je besser die verstärkereinheit umso unempfindlicher zeigt er sich gegen netzstörungen und dadurch klangschwankungen im verlauf.
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Beitragvon beltane » 26.01.2019, 19:10

Hallo Gio,

wie wurde denn beim Vollverstärker Accuphase E270 getestet bzw. ermittelt, dass er Probleme hat, 16 Bit zu erreichen / aufzulösen?

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon Gionni » 26.01.2019, 19:25

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für weitere messungen und infos folgender link
https://www.audiosciencereview.com/foru ... fier.6220/
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Beitragvon chriss0212 » 26.01.2019, 20:49

Ich habe es mir noch nicht durchgelesen... aber geht es da um Dynamik oder Auflösung? Das sind ja zwei verschiedene paar Schuhe... würde ich sagen.

Ein verrauschtes Signal kann ja noch immer gut auflösen... finde ich...

Stichwort Dithering

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Gionni » 26.01.2019, 21:48

16bit auflösung entsprechen 96db dynamik umfang. der gemessene verstärker erreicht gemittelt 93,9db sinad .

sinad wird aus thd und snr ermittelt
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Beitragvon chriss0212 » 13.02.2019, 00:46

Aber ein analoges Signal hat ja keine Abstufung in der Dynamik sondern ist im Gegensatz zu einem digitalen Signal quasi stufenlos.

Und auch wenn eine Quelle rauscht kann ich in diesem Rauschen noch immer Informationen wahrnehmen... selbst, wenn das Rauschen eigentlich stärker ist, als das Nutzsignal.

Ich kann doch an sich auch mit einem Bit die komplette Dynamik ausschöpfen... 0=Mute und 1 volle Verstärkung... oder?

Grüßle

Christian
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Beitragvon Gionni » 13.02.2019, 10:35

im grunde geht es darum ob das eingangssiganal unverfälscht verstärkt wird.
wenn der verstärker einen bestimmten frequenzbereich stört, kann alles davor noch so gut sein.
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Beitragvon KSTR » 13.02.2019, 10:52

Die Messungen des guten Amir auf ASR sind ganz allgemein immer mit Vorsicht zu genießen!

Bzgl SINAD, das ist die RMS-Summe von THD (nicht: THD+N) plus SNR (die aber logarithmisch angegeben sind, und vom SNR wird der negative Wert genommen, weil beide Negativ sein müssen für die Summe). Also zB bei THD=-90dB und SNR=90dB gibt -90dB (+) -90dB = -87dB und damit einen SINAD von 87. Sobald ein Term wesentlich kleiner ist (also besserer Wert), wird er praktisch vernachlässigt. Also, SNR von 110dB und THD von -90dB gibt immer noch eine SINAD von 90.

Der praktische Nutzen von SINAD ist extrem umstritten (ausser für Marketingzwecke), und zur Beurteilung des Auflösungsvermögens taugt er schon gleich gar nicht.

Entscheidend für die gehörte Auflösung ist die Stärke des psychoakustisch relevanten Rauschflures ggü dem Signal (egal ob das ein bischen verzerrt oder nicht). Da wir völlig problemlos 20dB in unkorreliertes Rauschen hineinhören können und statische Störsignale (wie leichten 50Hz-Brumm) eh relativ gut ausblenden, ist die wirksame Auflösung deutlich höher als das was von einer simplen, zudem auch noch eindimensionalen Messung des SNR zu erwarten ist, oder gar eben SINAD (was den irrelevanten THD oder gar THD+N mit ins Boot holt).

Kann man ja auch leicht testen: Wir nehmen eine gute 24-Bit Aufnahme und schneiden die unteren 8-Bit weg, wegen mir zumindest mit Dithering. Hören wir Unterschiede (im soliden Versuch, natürlich), kann der Verstärker nicht das Problem sein bzgl. Auflösung. Oder der DAC, oder was auch immer.
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Beitragvon Gionni » 13.02.2019, 15:07

danke für die ausführliche erklärung :)
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Beitragvon Distel » 14.02.2019, 10:56

Hallo,
aus berufendem Munde (M. Pavischitz von Horch-Audio) liegt die "physikalische!" Grenze für Dynamik bei Transistoren bei etwas unter 20 Bit. Übertragbare Frequenzen hängen maßgeblich von der Rise-Time, also der Schaltgeschwindigkeit der Transistoren ab. Insofern sind 32 Bit/796kHz Digitalauflösung immer mit etwas Vorsicht zu bewerten. Auf eine Autobahn kann man theoretisch auch mit Mach 3 fahren. Praktisch ist es unmöglich. (Luftwiderstand!)
Möglicherweise gibt es A/D-Wandler, die tatsächlich solch hohe Auflösungen sauber und zeitrichtig wandeln - Schluss ist dann freilich in der analogen Verstärkerstufe und endgültig Schluss beim Lautsprecher - von den beteiligten Netzteilen noch gar nicht zu reden.
Tatsächlich unterscheiden sich D/A-Wandler durch die verwendeten Wandlerbausteine - ist oft Geschmacksache, HF-Festigkeit (meist unterschätzt - die analogen Stufen mögen hart einstrahlende HF nicht so sehr), die Digitalfilter (fals eingesetzt- Mode ist es hochzusampeln und den Filter zu sparen, da hochfrequente Artefakte nicht zu hören sein sollen - sic?) und zudem sollte die analoge Ausgangsstufe "schnell" genug sein, um nicht von den Wandlerausgangstufen überfordert zu werden.
dabei ist es eigentlich wurscht, ob der Wandler im Voll-Vor oder Endverstärker liegt. Netzteil ist auch nicht ganz unwesentlich.
just my 2p
Sascha
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