eRED-DOCK network audio renderer module

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.
Fujak
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Beitrag von Fujak »

Hallo Robert,

nun melde ich mich nochmal explizit zu Deinem Problem. Denn - man mag es kaum glauben - ich hatte vor ein paar Tagen das gleiche Problem:
Der eRD wurde zwar im Netz von der Fritzbox unter "Netzwerkverbindungen" gefunden, aber BubbleUPnP Control-App fand den eRD als Renderer nicht (ebensowenig wie mein NAS bzw. Minimserver). Auch mein UPnP Tool fand ihn nicht mehr als UPnP-Devices.

Des Rätsels Lösung zumindest bei mir: Durch Zufall fiel mir auf, dass auch ein Drucker, der temporär via WLAN über das gleiche Netzwerk läuft, die zugehörige SSID nicht fand, obwohl mein Tablet und mein Smartphone über genau dieses Netz die ganze Zeit miteinander kommunzieren, also das Netz tatsächlich existiert.

Ich steckte daraufhin meinen PowerLAN Router (AP) einmal aus und wieder ein (also Reboot) und siehe da: Der Drucker tauchte im Netz wieder auf und auch eRD wurde in BubbleUPnP wieder gefunden - nebst Minimserver.

Insofern würde ich Dir empfehlen, mal alle Netzwerk-Komponenten von Strom zu trennen und nach einer Gedenkminute (damit sich alle Elkos entleeren können) alle wieder einstecken. Ich hoffe, das hilft auch bei Dir.

Grüße
Fujak
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Janho
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Beitrag von Janho »

Also ich bin gespannt. Das Board würde meinen BeagleBoneBlack mit Cronus externer Master Clock und Hermes Isolator von TPA ersetzen.
Obwohl dieses ganz gut läuft, ist die Abhängigkeit der Audio Qualität von der eingesetzten Linux Distribution unglaublich. Aber das neuste GentooPlayer war deutlich besser als ein Debian. (Alles als roon Endpoint).

Von der Idee her, kann ein kleines spezialisiertes Board wie der eRed-Dock dem komplexen Aufbau von SBC, mit isolierter externer MCK zur Erstellung von SCK und LRCK welche ja dann auch wieder isoliert und mit D-Flip Flop gepuffter werden, im Vorteil sein. Klar dies ist besser, als die katastrophale interne clock eines RPi zu nutzen und dann extern nochmal zu Puffern, aber das ist ein anderes Thema.

Ich bin gespannt wie das weiter läuft, preislich ist es schon über der o.g. Kombination. (BBB und TPA mit Crystek).
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Erwin-mit-G
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Beitrag von Erwin-mit-G »

Hallo in die Runde,

bei mir habe ich festgestellt, dass die Einschalt-Reihenfolge auch wichtig ist:

Zuerst müssen eRD und alle dazugehörigen LAN/WLAN -Gerätschaften der Netzwerkstrecke eingeschaltet werden und es muß gewartet werden (~45 Sek, allerdings kann das bei jedem anders sein), BIS DIE VERBINDUNG ORDENTLICH STEHT, und dann erst darf die BubbleUPnP App am Tablet gestartet werden - sonst wird es nichts.

Sollte die App zufälligerweise noch laufen, wenn ich die Geräte einschalte, muss ich i.d.R. alles wieder ausschalten.
Return to start... und manchmal auch den Router.

Also, bei mir hab' ich die App als "Mimose" ausgemacht, die mit Bedacht behandelt werden will ...
Seitdem ist das beherzige, null Probleme.

Schönen Gruß,
und hoffentlich klappt es bald bei dir, Robert,

Erwin
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taggart
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Beitrag von taggart »

Hallo zusammen,
ich greife Erwins Hinweis nochmal auf.
Wenn netzwerktechnisch eigentlich alles ok sein sollte - was man anhand der Leds auf dem Board ja sehr gut sehen kann -, Bubble das Board aber nicht anzeigt (bei mir sehr, sehr selten der Fall), dann reichte es bei mir, Bubble kurz zu schließen und anschließend wieder zu öffnen. Das Schließen der App muss aber über das App-interne Menü und NICHT einfach durch den Android Taskmanager erfolgen. Ein Neustart des eRD und aller Netzwerkkomponenten war bei mir dann nicht erforderlich.

Gruß, Christoph
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treble trouble
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Beitrag von treble trouble »

Hi,

da niemand auf meinen IGMP-Hinweis eingegangen ist, weise ich nochmal darauf hin.

Dieses IGMP wird von den beteiligten UPnP-Komponenten benutzt, um sich gegenseitig bekannt zu machen. Wird ein Renderer oder ein UPnP-Server gestartet (und auch zwischendurch immer wieder), schickt dieser Broadcast-Pakete an alle Geräte im LAN mit dem Hinweis "Hier bin ich; Wer ist alles da?". Zur Optimierung des Paketaufkommens gibt es dann IGMP-Caches in Netzwerk-Geräten wie Switches, Access-Points und Routern. Dabei kommt es immer wieder vor, dass Implementierungen fehlerhaft sind.

Diese Caches sorgen also dafür dass nicht mehr alle IGMP-Pakete an alle Geräte geschickt werden, sondern die Caches merken sich, dass unter der einen IP-Adresse ein UPnP-Server und unter der anderen Adresse ein Renderer läuft. Kommt nun ein neues Gerät dazu (bspw. eine App, also ein UPnP-Controler), fragt diese im Netz ebenfalls mit Broadcast-Paketen nach, wo denn etwas Interessantes läuft. Diese Pakete fangen die IGMP-Caches ab und beantworten die Anfrage direkt mit den gecachten Werten. So ungefähr, und soweit ich das verstanden habe.

Funktioniert dieses IGMP-Caching und IGMP-Snooping, geht das Entdecken von Geräten schneller. Funktioniert es nicht richtig, dauert es teilweise mehrere Minuten, bis ein Gerät dann doch mal gefunden wird. Mitunter hilft das Ab/Einschalten eines der beteiligten Geräte. Und da Ihr diese Symptome habt, tippe ich auf solche Probleme.

Bspw. gab es mal Probleme mit der fritzbox diesbzgl. Allerdings meine ich, dass diese der Vergangenheit angehören, bin mir aber nicht sicher. Ich habe die fritzbox nicht mehr auf dem Weg zwischen Access-Point, NAS und Streamer. Stattdessen steckt da ein netgear-Switch. Diese kommen mit IGMP klar. Dagegen hatte ich den Eindruck, dass es bei mir nicht mehr funktioniert, wenn ich IGMP in meinen Ubiquiti-Unifi-Access-Points aktivierte. Daher habe ich es bei diesen wieder abgeschaltet und seitdem keine Probleme mehr.

Schöne Grüße
Gert
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Fujak
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Beitrag von Fujak »

Hallo liebe Red-Docker,

bei mir verhält sich BubbleUPnP so, dass auch ein nachträglich gestartetes eRD angezeigt wird. Offenbar liegt die App "auf der Lauer" und scannt das Netzwerk fortwährend nach UPnP-Devices ab. Nach dem Hochfahren des Boards (ca. 30sec.) dauert es dann noch etwa 5sec., dann wird der eRD angezeigt und steht zur Verfügung.

Ich vermute, dass die Bandbreite der beschriebenen Verhaltensweisen von eRD/BubbleUPnP durch die beteiligten Netzwerkkomponenten determiniert ist.

@Gert: möglicherweise spielt dabei auch ein aktiviertes/deaktiviertes IGMP eine Rolle. Bei mir jedoch kann ich es in keiner meiner Audio-Netzwerk-Devices an- oder abschalten, da diese Option gar nicht existiert. Meine Fritzbox, bei der es ja diese Option gibt (dort gibt es die Checkbox "für Video-Streaming optimieren"), ist in meinem Audio-Netzwerk außen vor.

Grüße
Fujak
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treble trouble
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Beitrag von treble trouble »

Hallo Fujak,

ja, stimmt, leider gibt es die Option nicht bei allen Geräten. Solange diese kein (fehlerhaftes) IGMP-Caching betreiben, ist das dann kein Problem. Wenn das Caching aber nicht funktioniert und man kann es nicht abschalten, kann man nur das Gerät austauschen.

Dass das Finden des Renderers bei Dir 5 Sekunden dauert, werte ich als Indiz dafür, dass in Deinem Netzwerk kein IGMP-Caching vorhanden ist. Normalerweise sollte das eigentlich schneller gehen. Aber mit 5 Sekunden kann man leben, finde ich, wenn es nur zu Anfang so ist.

Häufig hilft es auch, in der fritzbox bei den Geräten (Renderer und NAS) einzustellen, dass sie jedesmal dieselbe IP-Adresse zugeordnet bekommen sollen. Je nachdem probieren die Apps nämlich erst mal, unter der bisherigen IP den Renderer oder den Server zu kontaktieren, so dass das recht flott geht, wenn die IP-Adresse dieselbe bleibt.

Schöne Grüße
Gert
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chriss0212
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Beitrag von chriss0212 »

Hallo eRed Docker

Eine Frage: Wenn ich es richtig verstehe, ist der PC ja nur noch eine "Remote" um dem Board mitzuteilen woher es seine Daten beziehen soll. Ist dann die Qualität des Rechners eigentlich noch irgendwie relevant?

Vielen Dank und Gruß

Christian
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Fujak
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Beitrag von Fujak »

Hallo Christian,

ja, das verstehst Du richtig. Du kannst im Grunde auf einen PC verzichten, wenn Du Deine Daten auf dem NAS beherbergst. So mache ich es zumindest. Es gibt bei mir nur noch das "Dreigestirn" NAS - eRED-DOCK - Smartphone, die in einem eigenen Netzwerk per WLAN untereinander verbunden sind.

Man kann aber auch als Controlpoint ein Tablet oder einen Desktop-PC nehmen. Auf dem PC kann man mittels Foobar, JRiver etc. das eRD steuern.
Ich habe bislang nicht feststellen können, dass die Wahl des Controlpoint oder die darauf betriebenen App / Anwendung Einfluss auf den Klang hat. Anders sieht es dagegen aus, wenn Du auf dem PC neben dem Controlpoint auch noch die Musikfiles auf dessen HDD beherbergst. Dann bist Du wieder in der Mühle der endlosen Optimierungen drin, aus der Du durch den eRD gerade entkommen bist. ;-)

Grüße
Fujak
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chriss0212
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Beitrag von chriss0212 »

Hallo Fujak

Danke für das Feedback... beruhigt ;)
Dann bist Du wieder in der Mühle der endlosen Optimierungen drin, aus der Du durch den eRD gerade entkommen bist. ;-)
Noch bin jch ja nicht enkommen, würde aber gerne ;)

Ich habe Files auf dem NAS ausserden nutze ich TIDAL und QOBUZ. Das geht alles mit Bubble UPNP? Zumindest so lange es noch keine native Roon Unterstützung gibt oder?

Und in Sachen Raat/ Roon... ist man dann nicht wieder in der Optimierfalle?

Viele Grüße

Christian
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Bernd Peter
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Beitrag von Bernd Peter »

Hallo Fujak,
Anders sieht es dagegen aus, wenn Du auf dem PC neben dem Controlpoint auch noch die Musikfiles auf dessen HDD beherbergst. Dann bist Du wieder in der Mühle der endlosen Optimierungen drin, aus der Du durch den eRD gerade entkommen bist.
wo siehst du den oder die Unterschiede, denn das NAS ist ja auch ein PC?

Gruß

Bernd Peter
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chriss0212
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Beitrag von chriss0212 »

Hallo Bernd Peter

Ich bin zwar nicht Fujak aber meine 2 Cent dazu:

Wenn ich alles richtig verstanden habe, ist das NAS ja nur reine Speicher von dem die Daten abgerufen werden. Vielleicht liegt hier noch ein wenig Potential, aber da so ein NAS ja schon sehr schlank aufgebaut ist, könnte ich mir vorstellen, dass es sich in Grenzen hält.

Ein Lineares Netzteil könnte hier schon ein wenig Potential bereitstellen.

Man könnte natürlich auch einen im RAM laufenden Server aufsetzen... und da man nur noch wenige Dienste benötigt, könnte es ja noch mal ein kleines Schippchen on top geben... aber ob sich das noch bis zum eRED DOCK durchschlägt... wer weiß ;)

Viele Grüße

Christian
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Fujak
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Beitrag von Fujak »

Hallo zusammen,
chriss0212 hat geschrieben:
18.07.2020, 19:38
Noch bin jch ja nicht entkommen, würde aber gerne ;)
Kein Problem. Ich sach nur: eRD
chriss0212 hat geschrieben:
18.07.2020, 19:38
Ich habe Files auf dem NAS ausserden nutze ich TIDAL und QOBUZ. Das geht alles mit Bubble UPNP? Zumindest so lange es noch keine native Roon Unterstützung gibt oder?
Ja.
chriss0212 hat geschrieben:
18.07.2020, 19:38
Und in Sachen Raat/ Roon... ist man dann nicht wieder in der Optimierfalle?
Ich habe kein Roon und damit auch keine Optimierungsfalle. :lol:
Bernd Peter hat geschrieben:wo siehst du den oder die Unterschiede, denn das NAS ist ja auch ein PC?
Nein, meines Erachtens ist ein NAS kein PC. Bestenfalls ist ein NAS ein sehr reduzierter Computer. Somit fallen viele Funktionen und Dienste weg, die normalerweise einen PC zu einem nervösen Lippizaner machen. Damit kehrt eine andere Ruhe in den musikalischen Fluss ein, als wenn man die Daten auf einem PC ablegt und von dort abruft.

Und wie Christian schon richtig erwähnte: Bereits ein Lineares Netzteil (sowie die Datenübertragung per WLAN), und schon verliert ein NAS seine ohnehin schon geringe Nervosität.

Grüße
Fujak
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Bernd Peter
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Beitrag von Bernd Peter »

Hallo Christian, hallo Fujak,

wenn ich ein Mainboard mit onboard Quadcore CPU und passiver Kühlung nehme (60-100€) und noch eine Intel PCIe LAN Karte einsetze, liege ich doch schon weit vor all den üblichen NAS, oder? Dann spendiere ich der Karte noch eine gesonderte Spannungsversorgung, das BS wird auf Audio PC Niveau gebracht, das wars.

Für mich ist ein NAS ebenfalls ein sehr reduzierter Computer, allerdings im wahrsten Sinne des Wortes: schwach und hardwaremäßig - wenn überhaupt - Durchschnitt. Die gemachten Anstrengungen mit der LAN Verbindung unterstreichen es.

Es grüßt

Bernd Peter
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Melomane
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Beitrag von Melomane »

Hallo,

für mich ist ein NAS ein wie auch immer gearteter Rechner, der Dateien im Netzwerk bereit stellt. Egal, ob das ein rpi oder eine für Audio optimierte Highendlösung ist. Und wie performant die Kiste läuft, hängt meiner Meinung nach von deren Ausbau und der verwendeten Software(versionen) ab.

Viele Grüße

Jochen
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