eRED-DOCK network audio renderer module

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Fujak
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eRED-DOCK network audio renderer module

Beitrag von Fujak »

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Liebe Freunde des audiophilen Klangs,

nur wenige Wochen ist es her, seitdem ich dank eines Hinweises von Christoph (taggart) auf die kleine Platine der Schweizer Firma Engineered mit dem bemerkenswerten Namen eRED-DOCK gestoßen bin und die mich seither mit ihrem audiophilen Klang erfreut.

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Quelle: Engineered SA

Der Bericht in meinem V-Thread hat offenbar weitere Mitglieder aus dem Forum inspiriert, sich diesem audiophilen Kleinod anzunähern, wie ich aus PNs erfahren durfte.
Und so ist die Zeit reif für einen eigenen Thread zum eRED-DOCK - Raum für Erfahrungsaustausch sowie technische Aspekte wie Anschluss von Stromversorgung, Datenzulieferung und Signalweiterleitung an den nachfolgenden DAC und - da dies sicherlich irgendwann unvermeidlich sein wird - mögliche Modifikationen/Optimierungen.

Nun denn: Bühne frei!

Grüße
Fujak
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Erwin-mit-G
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Beitrag von Erwin-mit-G »

Hallo Fujak,

nun bin ich also auch ein stolzer Besitzer eines eRed-dock´s - und damit gleich um ein paar Fragen reicher.
Sehr gerne komme ich auf dein nettes Angebot der Hilfe zurück. Vielen Dank, Fujak!

Es geht nun um die Anbindung via i2S:

Hier ist die PDF zum e-Red-dock:
https://www.engineered.ch/app/download/ ... 1568907405
und hier ein link zu meinem dddac Schaltplan, der via i2s angeschlossen werden soll:
http://www.dddac.com/pictures/pics1794/ ... _large.png
Der dddac benötigt laut Schaltplan die Belegung folgender Pins:
Data, BCK, LT und GND.

Auf der Platine schaut das dann aus wie hier: https://up.picr.de/32208676fl.jpeg
BCK, LRC, DATA und hinten GND.
So habe ich es von meinem macromedia dante board kommend auch erfolgreich angeschlossen.

Wenn ich jetzt auf Seite 11 der PDF vom eRed-Dock schaue, zauberte mir diese einige Fragezeichen ins Gesicht:

1. BCK vom dddac finde ich nicht auf dem eRed-Dock
2. LRC vom dddac, entspricht das dem Pin8 PCM_LRCLK vom eRed-Dock?
3. DATA vom dddac, entspricht das dem Pin12 12 PCM_SDATA0/DSDL vom eRed-Dock?
4. Welches der vielen GNDs vom eRed-Dock soll zum GND des dddacs gehen?

Auweia, das hab ich mir aber einfacher vorgestellt.
Noch als Info: ich werde dann ausschließtlich flac 44.1 und 48 kHz via Tidal / Qubuz streamen.
Vielleicht dient dir das ja auch in irgendeiner Weise.

Belleson Regulator

Ich möchte deiner Empfehlung folgend vor den Eingang, von den Akkus kommend, meinen LT3045 durch einen Belleson ersetzen. Welchen kannst du mir ans Herz legen?
die neuen SPX 78, SPX 79, SPX17 oder den älteren SPZ17
http://www.belleson.com

So, das waren jetzt erst mal alle Fragen - hoffe ich.

Mensch, ich bin schon voller Vorfreude und sehr gespannt darauf, wie es sich anhören wird.
Und welche Erleichterung, sich von den gefühlten 1001 Stellschrauben des PC´s verabschieden zu dürfen.

Vielen herzlichen Dank schon mal, Fujak!
Erwin
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Fujak
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Beitrag von Fujak »

Hallo Erwin,

willkommen im Club. :cheers: Mit Christoph (taggart) sind wir nun zu dritt, und mal sehen, wer im Laufe der Zeit noch zu uns stoßen wird.

Nun zu Deinen Fragen bezüglich I²S:

Folgende PINS am I²S-Port des eRED-DOCK sollten angeschlossen werden (hinter den Pfeilen ist die äquivalente Bezeichnung Deines DDAC):
PIN 1: GND
Pin 2: MCLK => MCK (wenn vorhanden)
PIN 5: GND
PIN 6: BCLK => BCK
PIN 7: GND
PIN 8: LRCLK => LRC
PIN 11: GND
PIN 12: DATA => DATA
Von den Ground-Pins solltest Du möglichst all jene Pins mit dem Ground des DDAC verbinden, die den Pins von MCLK, BCLK, LRCK und DATA gegenüberstehen, also wie von mir in der Tabelle aufgeführt.

Die Drähte sollten hochwertig sein (am besten silber oder versilbert), um das Maximum herauszuholen. Noch wichtiger aber ist, das Board so zu positionieren, dass die Zuleitungen ultrakurz sein können. Auch wenn die I²S-Zuleitung zum bloßen Funktionieren über 10cm lang sein könnte, würde sich das ziemlich unsauber anhören. Man hört hier wirklich jeden halben Zentimeter.

Hinsichtlich der Belleson-Regler habe ich einen SPZ17 im Einsatz. Inwieweit die neueren besser klingen, vermag ich mangels Erfahrung nicht zu sagen. Im Vergleich zum LT3045 klingt der SPZ17 "analoger", während der LT3045 etwas präziser aber auch etwas kühler klingt. Je nachdem, wie der Rest Deiner Kette abgestimmt ist, und welche Hörpräferenz Du in tonaler Hinsicht hast, könnte der eine oder der andere Regler besser klingen. Wichtig ist noch, am Ausgang des Reglers einen guten ELKO als Puffer einzubauen; dafür nehme ich die SILMIC II von Elna mit 50 oder 100µF. Das entspannt den Klang noch etwas, macht ihn wärmer ohne an Präzision einzubüßen.

Ein weiteres wichtiges Kapitel ist Datenanlieferung. Ich habe in meinem V-Thread einiges dazu geschrieben (viewtopic.php?p=181954#p181954). Nicht alles ist vielleicht 1:1 übertragbar, aber eine Anregung, hier auszuprobieren. Dass LWL-Strecken einer einfachen LAN-Kabel-Verbindung überlegen sind, ist für mich allerdings verallgemeinerbar.

Ich wünsche Dir viel Erfolg, und halte uns auf dem Laufenden - insbesondere, wenn Du die ersten Töne vernommen hast.

Grüße
Fujak
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Erwin-mit-G
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Beitrag von Erwin-mit-G »

Hallo Fujak,

vielen Dank für die wertvollen Informationen!

Bezüglich der SILMIC II 100µF habe ich noch eine Frage: findet die 63V Variante deine Zustimmung?

Aber natürlich werde ich euch auf dem Laufenden halten! :cheers:

Beste Grüße,
Erwin
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Fujak
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Beitrag von Fujak »

Hallo Erwin,

das halte ich für einen weniger guten Wert. Bei 5V würde ich 6,3 oder 10 Volt nehmen.

Grüße
Fujak
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taggart
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Beitrag von taggart »

Hallo Erwin,
damit hätten wir beide dann die gleiche grundlegende Kombi:
eRED-DOCK -> DDDAC 1794 NOS :cheers:

Gruß, Christoph
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Erwin-mit-G
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Beitrag von Erwin-mit-G »

Hallo Christoph,

oh ja, super!
Und noch eine grundlegende Gemeinsamkeit:
Wir sind beide Kopfhörer - Hörer :cheers:

In meinem Vorstellungsthread viewtopic.php?p=145962#p145962
werde ich bald berichten...

Grüße,
Erwin
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morphologic
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Beitrag von morphologic »

Hallo in die Runde,

sehr spannendes Teil, dieses eRED-DOCK. Wäre vielleicht nicht darauf aufmerksam geworden, wenn Du, Fujak, es nicht separat zum Thread gemacht hättest - vielen Dank also an Christoph und Dich.

Betreibe selbst ebenfalls einen DDDAC, der neben Spdif durch ein Danteboard mit Clocktuning versorgt wird (inkl. 3,3V Netzteil DAC-nah im Gehäuse verbaut und per I²S angebunden).

Werde aufmerksam verfolgen, wie insbesondere Ihr DDDAC-Nutzer Anschluss und Hörerleben beschreibt - und Euch, Christoph und Erwin, ggf. dann nochmal um Anschluss-Rat fragen, wenn es auch bei mir soweit sein sollte.


Freundliche Grüße

Albert
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taggart
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Beitrag von taggart »

Hallo Erwin,
ach, das wußte ich ich noch gar nicht. Hatte bisher nur ein Foto mit Lautsprechern in deinem V-Thread gesehen.
Ich bin auf deinen Bericht gespannt!

Hallo Albert,
was das Anschließen des eRDs betrifft, so ist eigentlich schon alles gesagt. SPDIF und AES sind ja simpel und die relevanten Pins für I2S hatte Fujak ja weiter oben schon benannt. Dann braucht's noch passenden Strom und los geht's.

Zum Thema Klang:
Als ich 2018 auf das NMR (Vorgänger vom eRD) von Engineered aufmerksam wurde, habe ich natürlich auch erstmal in allen Foren nach Erfahrungsberichten gesucht. 400 Euro sind ja auch nicht gerade geschenkt.
Außer einem Bericht auf einer asiatischen Seite und einem kurzen Thread bei AudiophileStyle war nichts weiter zu finden. Ausschlaggebend für den Klick auf den Bestell-Button war für mich letztlich, dass das Board im Bericht auf AudiophileStyle als außergewöhnlich analog/entspannt klingend beschrieben wurde.
Und das ist m.E. auch genau das, was direkt auffällt. Der Klang war anders als über USB - auffällig frei von "Artefakten" - und gefiel mir direkt sehr, sehr gut.
Weitere Verbesserungen ergaben sich durch das Einspielen (>100 Std.), Tests mit verschiedenen Stromversorgungen und kürzlich auch nochmal durch das Vorschalten eines besseren Netzwerk-Switches.
Ich höre nun seit über einem Jahr mit dem NMR/eRED-DOCK und bin in dieser Zeit nur für Tests und wenige Takte auf USB zurückgewechselt.

Zufriedene Grüße,
Christoph
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Erwin-mit-G
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Beitrag von Erwin-mit-G »

Hallo Fujak, hallo Christoph,

einen ersten Teilerfolg kann ich berichten: das Board ist verlötet. :)

Der I2S- Anschluss hat sich als etwas knifflige Angelegenheit herausgestellt, aber ich habe mich dazu entschlossen, das Board kurzerhand auf den Rücken zu drehen, und so war mittels (versilberten) Litzen der Anschluss dann doch relativ einfach zu bewerkstelligen.
(Wer kurzfristig die Clock upgraden möchte, sollte das natürlich nicht tun).

Direkt vor dem V-in habe ich dem eRed-Dock noch einen LT3045 spendiert, der soll aber demnächst durch einen Belleson SPZ17 ersetzt werden.
Auch der SILMIC II ist vorerst noch die 63V Variante.

Bild

So weit, so gut.

Alles angeschlossen (Strom, Ethernet), es blinkt und signalisiert, dass Daten ankommen, aber unerwarteter Weise wird nun der Renderer nicht im Netzwerk angezeigt (fritzbox 7490).
DHCP ist eingeschaltet.

Nun meine Fragen:
Tauchte der bei euch sofort in der Liste der aktiven Verbindungen auf?
Mit dem BubbleUPnP Server hat das (erstmal) nichts zu tun, oder?
(muss der auf dem PC installiert werden?)

Die Ethernet Kette ist Fritzbox - LAN Kabel - 10Gtek - LWL Kabel - Cisco 11224 - eRed-Dock.

Viele Grüße,
ein gerade etwas ratloser
Erwin

Edit:
Das eRed-Dock ist aufgetaucht!
Fehler war das nicht korrekt eingesteckte LAN Kabel, bzw. nach dem Einstecken in einen anderen, freien Port funktionierte es plötzlich - warum auch immer.
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Fujak
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Beitrag von Fujak »

Hallo Erwin,

Gratulation zum erfolgreichen Einbau. Die I²S-Leitung ist hinreichend kurz, um als audiophil zu gelten. :cheers:

Doch nun die spannendste Frage aller Fragen: Wie klingt es denn?

Grüße
Fujak

P.S.: Bis der richtige Silmic II eingetroffen ist, würde ich das Ganze auch mal ohne den 63V-Boliden ausprobieren.
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Erwin-mit-G
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Beitrag von Erwin-mit-G »

Fujak hat geschrieben:
15.05.2020, 20:40
Die I²S-Leitung ist hinreichend kurz, um als audiophil zu gelten. :cheers:
Oh ja, Fujak, da sagst du was! :lol:
Das war vielleicht ein Gefummel.

Mit Stirnlampe auf dem Kopf, der stärksten Lesebrille des Hauses und wiederholten, prüfenden Kontrollblicken durchs Fernglas
https://www.amazon.de/Pentax-Papilio-II ... 175&sr=8-1
konnte bei der Operation eigentlich nicht wirklich was schief gehen.
Aber froh war ich dennoch, als schließlich der Soundcheck (nach den ersten Startschwierigkeiten) kam:

Grandios. Einfach nur grandios!

Mein "Aufstieg" - mein AudioPC war "nur" mittelmäßig gemodded - war mit Sicherheit weiter als der deinige oder auch deiner, Christoph,
aber es ist wirklich, wie ihr sagtet:
"frei von Artefakten".
Analog. Seidig. Eine unspektakuläre Klarheit.

Es fällt mir schwer, nicht ins Schwärmen zu geraten:
Orchestermusik, dann Orgel mit Cello, Chöre. Körperhaft da.
Eine Räumlichkeit, die mich stellenweise zusammenzucken ließ, weil plötzlich neben mir jemand stand und sang. Das habe ich noch nicht erlebt.
Wo früher ein Rauschen war, spielen jetzt einzelne Geigen.

Also, ich kann das eRed-Dock wirklich empfehlen.
Wer nicht unbedingt auf seinen AudioPC aus anderen Gründen angewiesen ist, kann damit in meinen Augen viel Zeit und Geld sparen.
Toll, dass ich im V-thread von dir, Fujak, über den eRed-Dock gestolpert bin! :cheers:

Und dennoch bin ich natürlich gespannt, was die nächsten Optimierungen bringen werden.
Angedacht sind die nächsten Tage eine Akkuversorgung des eRed-Docks mit vorgesetztem Belleson Regler.

Aber jetzt heißt es erstmal, sich ganz fallen und mitreißen zu lassen - von den wogenden Wellen des neuen Klanges.
...nada brahma...

Erwin
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Fujak
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Beitrag von Fujak »

Hallo Erwin,
Grandios. Einfach nur grandios!

Mein "Aufstieg" - mein AudioPC war "nur" mittelmäßig gemodded - war mit Sicherheit weiter als der deinige oder auch deiner, Christoph, aber es ist wirklich, wie ihr sagtet:
"frei von Artefakten".
Analog. Seidig. Eine unspektakuläre Klarheit.

Es fällt mir schwer, nicht ins Schwärmen zu geraten:
Orchestermusik, dann Orgel mit Cello, Chöre. Körperhaft da.
Eine Räumlichkeit, die mich stellenweise zusammenzucken ließ, weil plötzlich neben mir jemand stand und sang. Das habe ich noch nicht erlebt.
Wo früher ein Rauschen war, spielen jetzt einzelne Geigen.
na, das ist ja mal eine Ansage. Aber was soll man anderes sagen, wenn es doch nun mal so klingt? :D
Jedenfalls freut es mich, dass das auch bei Dir der eRED-DOCK den Julius Cäsar macht: veni, vidi vici.

Weiterhin schönen Musikgenuss wünsche ich Dir :cheers:
Fujak
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taggart
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Beitrag von taggart »

Hallo Erwin,
das Platinchen scheint ja auch bei dir jetzt gut zu funktionieren, prima!
Es hat eine recht lange Einspielzeit, vermutlich wirst du in den nächsten 100 Stunden durchaus noch die ein oder andere Verbesserung ausmachen können - so war's zumindest bei mir!
Fujak hat ja gute Erfahrungen mit dem Belleson-Regler, aber berichte du gern auch mal, wenn das Teil da ist. Würde mich interessieren, wie/ob sich der Klang für dich in Verbindung mit dem DDDAC nochmal verändert.

Gruß, Christoph
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Jupiter
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Maschinchen vs. G-Dac

Beitrag von Jupiter »

Hallo zusammen,
euer Maschinchen scheint ja sehr sehr zu funktionieren. :cheers:
Schade das diese Jahr das Forumstreffen ausgefallen ist.
Ich hätte es gerne mal gegen die G-Dac`s verglichen.
Wirklich schade.

Gruß Harald
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