Netzkabel - Meterware

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SolidCore
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Beitrag von SolidCore »

easy hat geschrieben:
20.07.2020, 21:35
Jürgen ,
ich habe das Ergebnis erwartet....bin auch sehr skeptisch ,ob es in Bert's Kette besser performt. Schaun wir mal...

Grüße Reiner
Hallo Jürgen

Mittlerweile kenne ich das Furutech ebenfalls. Konnte auch nicht so wirklich damit Freund werden.
Kurz gesagt,als emotionaler Hörer fehlte mir was.
Vielleicht findet sich ein passendes Gerät, womit es harmoniert.
Ich würde es beileibe keinesfalls schlecht ansehen. Gegen viele Kabel des unteren Preissegments ist es
natürlich ein Update.Da du ja bereits echte "Gegner" in deiner Kabelkiste hast, fällt es ab.

Gruss
Stephan
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acci
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Beitrag von acci »

Hallo Zusammen,

das Futuech DSP 4.1 spielt jetzt seit ein paar Tagen ununterbrochen an meinem DAC und ich muss sagen, bin schwer angetan.
Fujaks Klangbeschreibung kann ich nur unterschreiben.
Von fehlender Emotionalität keine Spur, es macht richtig Musik und eigentlich alles richtig. Wunderschön federnden, tiefen Bass und eine enorme nie lästige Hochtonauflösung.
Ich habe allerdings ein Original konfektioniertes mit den sündhaft teuren NCF Steckern.

Die 300h sind aber noch nicht rum, lasse es weiter einspielen


Gruss Bert
Fujak
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Beitrag von Fujak »

Hallo zusammen,

ich finde die Suche nach der passenden Kabel-Stecker-Kombination gar nicht so schwierig wie teilweise dargestellt. Zunächst werde ich mir darüber klar, was man mit den Stromkabeln eigentlich erreichen möchte. Bei mir steht an erster Stelle:
- eine möglichst hohe Detailauflösung (die auch für eine präzise Raumabbildung sorgt)
- antrittstarke Dynamik bzw. Durchzugskraft
- Souveränität und Kontrolle insbesondere im Bassbereich

Dabei gehe ich immer zunächst vom Kabel aus. Wenn ich ein Kabel gefunden habe, das möglichst weit in diese Richtung geht, dann probiere von dort aus unterschiedliche Stecker. Ein Stecker kann bestimmte Charakteristika eines Kabels verstärken oder abschwächen, aber er fügt nichts neues hinzu, was nicht schon im Kabel angelegt wäre. So zumindest meine Erfahrung.

Dieses Vorgehen führte bei mir bislang relativ gut zum Ziel, ohne ein wildes Tausch-Karussel drehen zu müssen, an dessen Ende man audiophilen Drehschwindel bekommt.

Ein wichtige Frage dabei: Kompensiere ich mit der Kabelwahl etwas oder decke ich etwas auf, was an anderer Stelle suboptimal ist?

Beispiel: Das von mir mittlerweile favorisierte DPS 4.1 halte ich für kontraproduktiv in Setups, in denen die "Digitalitis" nicht ausreichend auskuriert ist, also zuviel Jitter, unsaubere Wandlung etc. in Zuspielern, Netzwerkkomponenten oder Wandler. Auch bei tonalen Unausgewogenheiten im Setup oder bei zu wenig behandelter Raumakustik wird das DPS 4.1 keine große Freude bereiten, sondern eher anstrengend bzw. emotionslos klingen. Daran werden vermutlich auch bestimmte Stecker nicht mehr groß etwas ändern.

Grüße
Fujak

P.S.: @ Bert: Freut mich für Dich, dass es sich bei Dir auch so gut macht. Weiteres Einspielen könnte sich lohnen...
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saabcoupe
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Beitrag von saabcoupe »

Hallo,

eine direkte Verbindung des Netz Kabels mit der Platine ist für die meisten keine Alternative, auch für mich nicht.
Über zu viele Verbindungen und Kontakte mache ich mir keine Gedanken, über verschiedene Materialien, deren Qualität und daraus folgenden Auswirkungen schon.

Das ist auch der Grund warum ich vom Esoteric das Standard Inlet und die folgende Platine, deren einziges Bauteil eine Drosselspule ist, enfernt habe. Wissen sollte man das die gesamte originale Verkabelung im Esoteric ab den Trafos aus 6N reinem Draht besteht, nur die bis zum Einschalter ist Standard Ware. Ersetzt wurde es durch ein Viborg Kupfer Inlet und einen 6N Draht zur Platine des Einschalters.
Auf der entfernten Platine waren Verbindungen und Kontakte aus drei verschiedene Materialien, die Spule selbst hat Draht aus geschätzten 0,8mm Durchmesser.

Folgendes stört mich dabei. Zum Gerät geht ein Netzkabel der besten Güte, Draht und Stecker sind aus hochwertigem Kupfer, der Querschnitt beträgt 4qmm. Nun kommt man zum Gerät und stößt sofort auf Messing und Blech, der Querschnitt vom Kabel wird durch die Spule auf 0,5 qmm reduziert.
Das klangliche Ergebnis nach dem entfernen der Spule ist eine sehr deutliche Steigerung der Dynamik, schon allein dadurch hat es sich gelohnt.

Das gleiche habe ich im Oppo und im Ripnas gemacht. Deren Veränderungen habe ich nicht speziell getestet und verglichen, verschlechtert hat es sich dadurch aber ganz sicher nicht. Der Draht der im Gerät verwendet wird ist identisch mit dem der Kabel.

Wenn das alles umgesetzt ist kann man sagen das man fertig ist, mehr geht nicht.

Vg Harald
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shakti
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Beitrag von shakti »

Fujak hat geschrieben:
25.07.2020, 13:27
Das von mir mittlerweile favorisierte DPS 4.1 halte ich für kontraproduktiv in Setups, in denen die "Digitalitis" nicht ausreichend auskuriert ist, also zuviel Jitter, unsaubere Wandlung etc. in Zuspielern, Netzwerkkomponenten oder Wandler. Auch bei tonalen Unausgewogenheiten im Setup oder bei zu wenig behandelter Raumakustik wird das DPS 4.1 keine große Freude bereiten, sondern eher anstrengend bzw. emotionslos klingen. Daran werden vermutlich auch bestimmte Stecker nicht mehr groß etwas ändern.
ok, habe verstanden,

mein set up ist für ein Kabel in der Güte des DPS 4.1 einfach nicht gut genug :(
am Kabel kann es ja nicht liegen :wink:

Gruss
Juergen
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Tinitus
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Beitrag von Tinitus »

Hallo Jürgen,

niemand zwingt dich Dir diesen Schuh anzuziehen. Dukakis hat ja nicht gesagt, dass es nicht auch noch andere Gründe gibt, warum das 4.1 nicht passt. Es hören ja nicht alle mit den gleichen Kabeln und bei den meisten Leuten wird die Milch im Kühlschrank auch nicht sauer, obwohl die keine teuren Kabel wie zum Beispiel Schnerzinger.
Ich gönne jedem seinen persönlichen Erfolg bei der Suche nach dem passenden Kabel. Wie so manches Kabel beworben wird, finde ich persönlich dann lustig.

Schnerzinger hat „Atomic bonding“ Hallo? Das geht doch gar nicht anders.

Das 4.1 hat Nanopartikel (passt zu manchem Deo), wenn es Nanopartikel auf Kohlenstoff sind, ist das oft Ruß, dass klingt natürlich weniger sexy, kostet aber sicher nicht die Welt.
Aber das trifft ja nicht nur auf Kabel zu, in vielen Bereichen ist die Kunst des Verkaufend heute wichtiger als das Produkt selbst und das gilt auch für gute Produkte.

Gruß

Uwe
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wgh52
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Beitrag von wgh52 »

Hallo Juergen,
shakti hat geschrieben:
25.07.2020, 14:45
...mein set up ist für ... einfach nicht gut genug :(
so geht's mir ständig! :wink: :mrgreen: :cheers:

Grüße,
Winfried

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steklo
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Beitrag von steklo »

Hallo,

hat hier vielleicht schon jemand Erfarung gesammelt mit dem Nanotech #309? Die Firma Mains 'R Us, die als Händler in UK neben vielem anderen sowohl Furutech als auch Nanotech als Meterware vertreiben schrieb mir auf Nachfrage:

"309 is 2nd best cable on planet only furutech dps4.1 is better"

Insofern scheint das Nanotech ein ebenfalls interessanter Kandidat zu sein bei einem Preis, der eher dem des Furutech TCS31 entspricht.

Viele Grüße
Stefan
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easy
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Beitrag von easy »

Leute,

das beste Kabel ist das, dass am besten In die eigene Kette und zu der eigenen Hörpräferenz passt. So einfach ist das. :D

Grüße Reiner
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easy
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Beitrag von easy »

shakti hat geschrieben:
25.07.2020, 14:45
ok, habe verstanden,

mein set up ist für ein Kabel in der Güte des DPS 4.1 einfach nicht gut genug :(
am Kabel kann es ja nicht liegen :wink:

Gruss
Juergen
Mensch, der war gut ... schön, das du es ironisch siehst. :D

Grüße
Reiner
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Fujak
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Beitrag von Fujak »

Hallo Jürgen,
shakti hat geschrieben:
25.07.2020, 14:45
ok, habe verstanden,

mein set up ist für ein Kabel in der Güte des DPS 4.1 einfach nicht gut genug :(
ja, in der Tat eine bittere Erkenntnis für Dich, aber in dem Falle leider unumgänglich; ich kenne ja Dein Setup.
shakti hat geschrieben:
25.07.2020, 14:45
am Kabel kann es ja nicht liegen :wink:
Das wäre in der Tat ein Fehlschluss.
:mrgreen:

O.K., genug geblödelt, Spaß beiseite: Die von Dir zitierte Passage in meinem Beitrag bezog sich auf ein Beispiel für den Aspekt: Deckt das Kabel etwas auf oder kompensiert es etwas? Im konkreten habe ich von suboptimalen Setups geschrieben, in denen das DPS 4.1 vermutlich wenig Freude bereiten dürfte.
Daraus nun den Umkehrschluss zu ziehen, dass immer dann, wenn das Kabel in einem Setup nicht passt, dies an einer suboptimalen Anlage liegt, habe ich weder gemeint, noch halte ich das für schlüssig. Nur weil 70 % aller Gewalttäter auch Raucher sind, bedeutet das nicht, dass 70% aller Raucher gewalttätig sind. 8)

Grüße :cheers:
Fujak
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Beitrag von Fujak »

Hallo Stefan,
steklo hat geschrieben:
25.07.2020, 15:56
hat hier vielleicht schon jemand Erfarung gesammelt mit dem Nanotech #309?
interessantes Kabel, danke für den Hinweis. Das wäre einen Versuch wert. Wenn es besser als das TCS31 klingt, dann wäre das der Preis-Leistungssieger.

Grüße
Fujak
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Amati
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Beitrag von Amati »

Hallo,
hat jemand schon mal das „Neotech NEP-3200 UP-OCC Copper“ getestet?
Auch dieses Kabel wird in 25cm Segmenten angeboten.
https://www.hificollective.co.uk/catal ... -3200.html

Gruß
Peter
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saabcoupe
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Beitrag von saabcoupe »

Hallo Peter,

die Leiter von dem Kabel sind hart und steif, lassen sich deswegen sehr schwer konfektionieren.
Wegen des Querschnitts von über 6qmm passen auch nur die Schuko Stecker von Oyaide und die Furutech FI- E38 oder man lässt am Schuko einen Leiter für L und N weg.

Klanglich wird es auf Grund seiner Materialien vergleichbar mit den teuersten von Audioquest und PS Audio sein.

Gruß Harald
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SolidCore
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Beitrag von SolidCore »

Fujak hat geschrieben:
25.07.2020, 13:27
Hallo zusammen,

..................

Ein wichtige Frage dabei: Kompensiere ich mit der Kabelwahl etwas oder decke ich etwas auf, was an anderer Stelle suboptimal ist?

Grüße
Fujak
Hallo zusammen

Die Frage ist sehr gut. Seit langem bin ich der Meinung, das ein Kabel auch durchaus sehr "ehrlich" sein kann,
und somit in sehr guten Ketten klangfördernd aufspielen kann, und an "schlechten" Geräten grauenhaft.
Sie zeigen dann eher unsaubere Netzteile, nicht bekämpfte Störungen, Güte eines Geräts.

Ebenso gibt es in meiner subjektiven Betrachtung auch Kabel, die sehr "gutmütig" wirken, sprich Fehler verzeihen.
Dies dann leider auch auf Kosten der Auflösung. Hier gilt: Lieber angenehm, als Kreisch.
Da kann man sich auch mal vertun, im Sinne der Nicht-Nachvollziehbarkeit von dritten. Weil einfach der Vergleich fehlt.

So gehe ich seit jeher hin, wenn ich mal ein neues Kabel entwickel, und teste es in 5 verschiedensten Anlagen.
Um die Gafahr zu schmälern, das es nur bei mir einrastet. Dabei wähle ich bewusst eine günstige, einfache Anlage,
2 sehr hochwertige, jedoch mit verschiedenen Geräten, und sogar eine Heimkinoanlage. Das ist nun interessant.
Bei der Vielzahl an Lautsprechern im Kinomodus, oder auch Prologic Music 2, hört man Stromkabel-Unterschiede noch deutlicher.
Erst wenn ein Kabel in allen Anlagen positiv wirkt, sehe ich es als fertig entwickelt.

Sucht man jedoch ein passendes Stromkabel für seine heimische Kette, reicht natürlich der Versuch zuhaus.
Dort soll es letztendlich ja für einen Klanggewinn sorgen.

Eins fehlt mir noch. Ich lese in Klangbeschreibungen oft: Bass besser, Hochton strahlender und ähnliches.
Wie ist es denn mit Begriffen wie musikalischer Fluss, Homogenität, "bruchlose Klangwand", emotionale Steigerung,
kühle oder sachliche Wiedergabe, Einhaltung von akustischen Größen, als Beispiel das eine Gitarre größentechnisch
zum Sänger, oder einem Kontabass passt? Auch das schafft selbst ein Stromkabel in gewissen Grenzen.

So wirken manche Stromkabel klanglich, als ob man einen virtuellen Subwoofer leiser, oder auch lauter macht.
Andere erzeugen Micky-Maus Stimmen, wieder andere einen virtuellen "Fliegenschwarm" zwischen den Lautsprechern.
Dies ist meist bei feinsten Litzen hörbar. Einige klingen wirklich "matschig" in den Kontouren.
Das wäre für mich der "Next Level" der Betrachtung. Je teurer der Spaß wird, umso wichtiger.


Gruß
Stephan
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