Netzkabel - Meterware

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muenchenlaim
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Beitrag von muenchenlaim »

Ich komme mit meiner nächsten "wer weiß was"- Fragerunde:

Für mein Oyaide Tsunami Stromkabel suche ich gute, bezahlbare (was immer das heißt) Stecker.

Problem 1: Für die drei "Leitungen" braucht es 6qmm Adernendhülsen, die die Stecker aufnehmen könne sollten.
Problem 2: Der Kaltgerätestecker sollte nicht zu "dick" sein, da er sonst nicht ins g
Gerät passt.

Für eure praktischen Tipps bedanke ich mich vorab! Christoph
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Donny
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Beitrag von Donny »

muenchenlaim hat geschrieben:
28.06.2020, 16:34
Problem 2: Der Kaltgerätestecker sollte nicht zu "dick" sein, da er sonst nicht ins g
Gerät passt.

Für eure praktischen Tipps bedanke ich mich vorab! Christoph
Hallo,

Dremel 3000 Multifunktionswerkzeug (13 ... -EbQPMHX01

Viele Grüß
Dietmar

Sorry konnte nicht widerstehen 😊
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jackelsson
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Beitrag von jackelsson »

muenchenlaim hat geschrieben:
28.06.2020, 16:34
Für mein Oyaide Tsunami Stromkabel suche ich gute, bezahlbare (was immer das heißt) Stecker.

Problem 1: Für die drei "Leitungen" braucht es 6qmm Adernendhülsen, die die Stecker aufnehmen könne sollten.
Problem 2: Der Kaltgerätestecker sollte nicht zu "dick" sein, da er sonst nicht ins g
Gerät passt.
Hallo Christoph,

der Furutech FI-11 (Cu) funktioniert für's Geld am Oyaide Tunami echt gut. Die Kaltgerätekupplung ist vom Leitungsdurchmesser überhaupt kein Problem, der Schuko etwas fummelig, geht mit etwas Nachdruck aber. Wenn das mit der Steckergröße beim Zielgerät passt, wäre das mein Tipp.

Gruß,
Swen
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jackelsson
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Beitrag von jackelsson »

Hallo Thomas,

dank Dir für die Verlinkung von Holger Barskes Artikel. Ist ja super, dass er das Thema gerade jetzt auch zufällig aufgreift, das passt ja gut. :D

Ich muss mal sehen, vielleicht baue ich mir der Neugier halber auch mal zwei solcher Kabel für die MEGs zusammen und schaue mal, was da so passiert. Ist mit zusammen 35 Euro für 2x 3,5m ja echt finanzierbar.

Ich muss aber zugeben, dass ich anhand meiner bisher in den letzten gut zwei Monaten gemachten Erfahrung etwas skeptisch bin, insbesondere und gerade in Bezug auf die Performance der verwendeten Stecker. Gerade die Kaltgerätekupplungen von Kaiser und Schurter ließen hier bei mir in der Kette leider noch reichlich Luft nach oben.

Allerdings läßt mich HBs Text auch insgesamt etwas verwundert zurück. Ich durfte ja nun in der letzten Zeit lernen, dass Netzkabel der Anlage eine deutlich vernehmbare, tonale Signatur aufdrücken können und dass auch die "Durchlässigkeit" für Details und Rauminformationen merklich variiert. Wenn er nun für seine Tests und Versuche immer "irgendwat" nimmt, was gerade so herumliegt, wird das nicht auf das jeweils gefundene Ergebnis von Testgeräten durchschlagen. Ich bin verwundert... :shock:

Gruß,
Swen
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jackelsson
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Fahrstuhlklemme -> Aderendhülse?

Beitrag von jackelsson »

Hallo zusammen,

HB hat in seinem von Thomas verlinkten Text zwei Sicherheitsthemen angesprochen, die mich auch beschäftigt haben: die von der VDE nicht erlaubte Verwendung von Massivdrahtleitern (Solidcore) für nicht ortsfeste Elektrogeräte und die vorgeschriebene Verwendung von Aderendhülsen für Leiter aus Litzendraht.

Während Solidcore-Leiter aus diversen Gründen als Netzkabel für mich von vorneherein nicht wirklich in Frage kamen, kam das Thema mit den Aderendhülsen schon auf.

Die Meinungen, ob sich eine Aderendhülse grundsätzlich klanglich positiv oder negativ auswirkt, gehen ja auseinander. Hans-Martin hat ja z.B. in einem Netzkabel-Thread vor drei Jahren betont, dass seiner Erfahrung nach Aderendhülsen klanglich positiv sind.
"Ich fand, dass passende Aderendhülsen den Klang überraschend verbesserten. Die üblichen Aderendhülsen sind zwar ein Medium zwischen Kabel und Schraubklemme, aber wenn sie von der Schraube am endgültigen Ort auf das Kabel gequetscht werden und sich so der Umgebung anpassen, kann der Übergangswiderstand minimiert werden. Dadurch, dass die Litzendrähte in der Hülse nicht ausweichen können, hat das Vorteile gegenüber der einfachen Verschraubung, wo einerseits nicht alle Litzendrähte unter Druck stehen, im ungünstigsten Fall manche Drähte sogar bei der Schraubendrehung abgeschert werden könnten."

(viewtopic.php?p=136267#p136267)
Ich selber hatte eher angenommen, dass Aderendhülsen klanglich nicht so das Gelbe vom Ei sind, war mir aber bewußt, dass sie von der VDE vorgeschrieben sind, wenn eine Schraube direkt auf den Litzendraht drückt. Nun haben aber die meisten Stecker von z.B Furutech und Oyaide (und wohl auch noch einiger anderer Hersteller) teilweise sogenannte Fahrstuhlklemmen statt nackter Schrauben in den Anschlussterminals. Ich zitiere mal Wikipedia:
"Fahrstuhlklemmen besitzen einen soliden Bügel („Fahrstuhl“), der die Leiter beim Anziehen zusammenpresst. Damit können flexible Litzenleitungen ohne Aderendhülse direkt geklemmt werden, ohne dass die Schraube bei dem Klemmvorgang die Einzeldrähte beschädigt."

https://de.wikipedia.org/wiki/Klemme_(E ... aubklemmen
Hier mal ein Bild aus der Furutech-Wandsteckdose, die den gleichen Klemmentyp hat.

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Ich muss zugeben, ich hatte schlicht bisher keine Lust, klangliche A-B-Vergleiche zwischen mit und ohne Aderendhülse zu machen, habe aus dem Bauch heraus keine Aderendhülsen verwendet. Mich hat aber Hans-Martins oben zitierter Kommentar nachdenklich gemacht (ich habe den Thread leider erst vor drei Tagen entdeckt, als er wegen einer dort gestellten Frage nach zwei Jahren Inaktivität wieder nach oben geploppt ist).

Hat sonst noch jemand mal - bei entsprechend verwendungssicheren Steckern mit Fahrstuhlklemmen - den Unterschied ausprobiert?

Gruß,
Swen
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jackelsson
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Furutech DPS 4.1

Beitrag von jackelsson »

Hallo zusammen,

hier bei mir hat sich zwischenzeitlich ein weiteres Kabel eingefunden, dass mittlerweile nun auch schon die MEGs versorgt, welches ich aber auch an der Pass XP-30 ausprobieren werde. Es handelt sich mal wieder um etwas von Furutech, nämlich deren "größtes" Meterwaren-Kabel, das DPS 4.1, eine optisch grenzwertige lila (!) Strippe im Gartenschlauchformat. Langsam komme ich mir hier im Thread vor wie ein Furutech-Markenambassador... :?

Naja, das DPS 4.1 hat jedenfalls einen Außendurchmesser von 17mm, ist also noch dicker, als das auch schon recht unhandliche FP-TCS31. Da ist die Auswahl der Stecker eingeschränkt, Oyaide kann man z.B. leider vergessen. Ich habe also schlicht die hier vorhandenen - und sicherlich vom Furutech-Marketing auch für dieses Kabel vorgesehenen - FI-50 NCF von den Lapp Ölflex ab- und ans DPS dranmontiert.

Da mir der lila Farbton des Kabels doch etwas im Auge brannte, wollte ich dem DPS auch unbedingt einen Geflechtschlauch überziehen. Glücklicherweise hat Audiophonics etwas passend dickes aus schwarzer Baumwolle im Angebot. Das mit der Baumwolle war mir wichtig, ich wollte keinesfalls einen Kunstfaserschlauch, weil ich ausschließen wollte, dass der Kunststoff irgendeine Auswirkung auf die Leitungseigenschaften hat (ich hatte noch gut die diversen, diesbezüglichen Diskussionen hier im Forum im Hinterkopf...).

Das Aufziehen eines dreieinhalb Meter langen, wabbeligen Geflechtsschlauchs ist übrigens kein Vergnügen. Zwei davon noch viel weniger.

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Das DPS 4.1 ist beeindruckend aufgebaut. Das ist ja immer etwas, was Bilder schlecht transportieren können. Aber nachdem ich in letzter Zeit ja an diversen Kabeln herumgefummelt habe, muss ich sagen, das keines solch einen aufwändigen Aufbau hatte, wie das DPS. Was davon Show ist und was wirklich notwendig, weiß man natürlich nicht, aber das Abisolieren war auf jeden Fall ein Erlebnis: PVC-Mantel, Papierlage, Kupfergeflecht, Kupferfolie, PVC-Innenmantel, Faserumhüllung, Baumwollfäden als Füllmaterial zwischen den Leitern, PE-Außenisolation der Litzenleiter, Flourpolymer-Innenisolation der Litzenleiter... Uff! :-)

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Das Zusammenbauen war ein ziemlicher Akt, aber irgendwann war das Kabel dann fertig. Ich muss zugeben, mit der schwarzen Geflechthülle und den Boutique-Steckern sieht der Gartenschlauch schon ziemlich nach Edelhifi aus. ;-)

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Und wie klingt's nun?

Während die 2x 3,5m für die Geithains mittlerweile einigermaßen eingespielt sind, ist das kürzere Netzkabel für die Pass noch zu frisch, als dass ich mich da mit einem Kommentar aus dem Fenster lehnen wollte. An den MEGs schlägt sich das DPS 4.1 aber schon mal sehr gut. Hier spielt es sehr groß, mächtig und durchsichtig, das ist schon ein gewaltiger Sprung gegenüber dem Lapp Ölflex. Der Raum ist viel größer, der Bassbereich kontrollierter und kräftiger, es sind eine Menge mehr Details hörbar. Das ganze Klangbild hat eine Selbstverständlichkeit, die so vorher nicht da war. An den Geithains gefällt mir das DPS 4.1 sehr gut, das bleibt da definitiv. Ich würde sagen, diese Baustelle ist damit abgeschlossen.

Bleibt jetzt noch das Kabel für die Pass XP-30... :roll:

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Im Bild: Furutech DPS 4.1, MuSiGo PC1, Oyaide Tunami V2.

Gruß,
Swen
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Amati
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Beitrag von Amati »

Vielen Dank für diesen Bericht und Deinen Mut 500€/Meter für so einen Versuch zu investieren. Umso schöner wenn der Versuch erfolgreich ist :cheers:

Peter
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Schorsch
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Beitrag von Schorsch »

Hallo Swen,
Glückwunsch! Die sehen doch richtig Klasse aus!
Auch meine Erfahrung ist, wenn es selbstverständlicher rüberkommt, dann hat man was richtig gemacht. :cheers:

Zu den Pass: Ich würde die Anlage mit identischen Stromkabeln versehen. Also einfach noch ein wenig Geduld mit dem Einspielen.

Welche Signalkabel nutzt Du an den Geithain? Der Wechsel zu guten XLR-Kabel hat bei mir die größte Veränderung gebracht.

Viele Grüße
Georg

PS: Hier noch eine Bestätigung Deiner Aktion: https://audiosaul.de/furutech-dps-4-1-d ... tromkabel/
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jackelsson
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Beitrag von jackelsson »

Hallo zusammen,

naja, sich so teures Netzkabel zu kaufen, ist schon ziemlich verrückt. Aber die Entscheidung kam zumindest nicht völlig aus der lauen Luft. Ich hatte kürzlich die Gelegenheit, einem Vergleich dreier Furutech-Netzkabel beizuwohnen: FP-TCS31, FP-S032N und halt DPS 4.1. Alle drei hatten an einem Audio Note Röhrenvollverstärker eine sehr deutliche Klangsignatur - und das DPS 4.1 war mit Abstand das beste und ausgewogenste.

Nun muss solch ein Ergebnis an einem Röhrenvollverstärker eines anderen Herstellers für meine Situation hier zuhause ja erst einmal nix heißen. Da aber ja eh praktisch nirgendwo 2x dreieinhalb Meter Netzkabel zum testen zu bekommen sind (das Neotech war da die rühmliche Ausnahme), blieb mir sowieso nichts anderes übrig, als per Bauchgefühl den Sprung ins kalte Wasser zu wagen.

Und wenn schon, denn schon... ;-)

@Georg: als XLR-Leitung zwischen Pass und MEGs dienen hier 2x 10m (!) MuSiGo XLR2, die funktionieren ganz ausgezeichnet und haben den ursprünglichen Satz Vovox Sonorus DirectS abgelöst.

Gruß,
Swen
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Schorsch
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Beitrag von Schorsch »

Hi Swen,

Du hast aber lange Leitungen. 8)

Nun im Ernst, da hast Du da ja schon was Feines. Durch die Länge bist Du also auch schon in dem Bereich, dass die Kabelkosten die Größenordnung der Lautsprecherkosten erreichen.

Viele Grüße
Georg
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Fujak
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Beitrag von Fujak »

Hallo Swen,

Halleluja, Du machst Dir als Pionier in Sachen Netzkabel einen richtigen Namen im Forum. :cheers:

Das DPS 4.1 erzeugt auch bei mir einen Habenwollen-Effekt. Der verwendete Innenleiter ist für mich kein Unbekannter. Mitsubishi (MMI) ist der Hersteller desselben, der übrigens auch von Oyaide für das Tunami V2 oder von Acrolink eingesetzt wird. Verglichen mit letzterem Hersteller ist das DPS 4.1 noch relativ günstig aber schon beträchtlich teurer als das mittlerweile von vielen eingesetzte FP-TCS31 (mit einem etwas einfacher aufgebauten Kupferleiter).

Je länger ich mich mit Netzkabeln beschäftige, desto hemmungsloser denke ich über Preise nach, von denen ich mir früher eine komplette Stereoanlage geleistet habe. Nun denn, ich habe einen Meter dieses Juwels geordert für den Anschluss an meinen G-PPP. 8)

Ergebnisoffen wie ich bin, werde ich mit Euch meine Begeisterung ebenso teilen wie meine Ernüchterung. :?

Grüße
Fujak
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h0e
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Beitrag von h0e »

Fujak hat geschrieben:
29.06.2020, 15:26
Je länger ich mich mit Netzkabeln beschäftige, desto hemmungsloser denke ich über Preise nach, von denen ich mir früher eine komplette Stereoanlage geleistet habe.
Ja, da sprichst Du ein wahres Wort gelassen aus. :mrgreen:
Ich bin erfreut, dass doch einige unseren virtuellen Stammtisch zum Thema Stromversorgung zum Anlass genommen haben aktiv zu werden.

Grüsse Jürgen
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steklo
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Beitrag von steklo »

Hallo in die Runde,

dann will ich auch mal:

Ich bekam vor 2 Wochen von Steffen Kraft (Aalen Hifi) 3 Kabel zum Testen geliehen:

Furutech FP-TCS31 mit FI-E 38 R / FI-28 R
Furutech FP-TCS21 mit FI-E11 R / FI-11 R
TMR NK6

Die zu versorgenden Geräte sind:

Allo DigiOne Streamer (mit Raspberry Pi als Basis) mit Allo Shanti Supercapacitor Netzteil
Audio Note DAC 1.1x signature
Audio Note M1 Phono Vorverstärker
Audio Note P1SE Endstufe
Stromverkabelung Groneberg Series 3
Netzleiste Knürr Laborleiste (orange)
Separate 3 x 2,5 qmm Solidcore Leitung vom Sicherungskasten, abgesichert über Schraub-Schmelzsicherung

Der Einfachheit halber kopiere ich hier meine vorab schon verfassten Eindrücke, die ich unmittelbar nach meinen Hörsessions an Steffen geschickt habe.

"Ich habe die Anlage seit Montag Abend jeden Abend laufen lassen (Anmerkung: Die Furutech Kabel waren laut Steffen null eingespielt). Am Montag genau so, wie von Dir vorgeschlagen, d.h. TMR NK6 an die Endstufe, TCS 31 an die Vorstufe und TCS 21 an den DAC. Am Anfang hat mich das gar nicht begeistert, der Klang war zwar sehr aufgelöst, aber ohne Zusammenhang und dabei fahl, grau und flach. Da waren meine Groneberg Series 3 klar besser. Aber ich war ja gewarnt, dass es dauert, bis die Kabel "klingen".
Am späten Montag Abend war bereits hörbar, dass die Kombi Deiner Kabel zugelegt hatte und nun schon besser war, als meine Kabel: Voller, farbstärker und mit mehr Raum.

Ab Dienstag habe ich mich dann auf den Vergleich der Kabel an der Endstufe konzentriert (alles andere meine Groneberg Kabel). Hier fand ich ziemlich schnell, dass mir die beiden Furutech wesentlich besser gefallen als das TMR NK6. Die Räumlichkeit ist vergleichbar, aber irgenwie ist bei den Furutechs mehr Lebendigkeit während das TMR ein wenig langweilig wirkt. In der Folge habe ich das TMR aussortiert und nur noch die beiden Furutechs verglichen, wiederum zunächst nur an der Endstufe. Mir fällt es dabei schwer, einen wirklichen Unterschied zwischen TCS31 und TCS21 zu hören. Manchmal meine ich, dass das TCS31 mehr Autorität und Punch hat, aber das mag auch Autosuggestion sein. Kann es sein, dass bei so einer "kleinen" 2 x 10W Röhrenendstufe der Unterschied im Leiterquerschnitt keine große Rolle spielt?

Gestern habe ich die beiden Kabel dann auch nacheinander an Vorstufe und DAC probiert (alles andere wiederum Groneberg). Es war schnell klar, dass die Kabel an der Endstufe den deutlichsten Unterschied zum Groneberg machen, insbesondere was Punch und Attacke angeht. Aber auch an Vorstufe und DAC zeigten die Furutechs schönere Klangfarben, mehr Bass, mehr Raum. Dabei schien mir der Unterschied am DAC beinahe größer. Auch hier kann ich nicht sagen, dass ich einen Unterschied zwischen beiden Kabeln feststellen konnte, eigentlich erstaunlich alleine schon wegen der unterschiedlichen Steckerausstattung! Am DAC dachte ich sogar manchmal, dass das TCS21 den Raum fast noch präziser abbildet – aber auch das in einem Maße, wo ich das nicht als gesicherte Erkenntnis verbuchen würde."

Genau eine Woche später bekam ich noch eine Kiste mit einer ganzen Reihe von Netzkabeln, einige DIY-Kabel, Cardas NK14, Groneberg Quattro Reference und eine unterbrechungsfreie Netzspinne mit 4 Auslässen.

"... am Montag kamen die anderen Kabel an. Wie der Zufall es wollte, waren Frau und Kinder an dem Abend verabredet, d.h. ich hatte freie Bahn. Da ich annahm, dass die Kabel in der Kiste alle bereits eine Weile eingespielt sind, ging ich auch zügig in die Vollen, habe mich dabei aber auf wenige der zugesandten Kabel beschränkt, um mich nicht zu verzetteln: Das Groneberg Quattro Reference, ein geflochtenes Kabel (solid core?), natürlich die unterbrechungsfreie Netzspinne mit 4 Auslässen und einen roten Vierfach-Verteiler mit ganz kurzem Anschlusskabel.

Um die mehreren Stunden Hörsession abgekürzt zusammenzufassen: Keins dieser Kabel kam an die Furutech Kabel heran; diese glänzen mit einer Differenzierung, Räumlichkeit und dynamischem Umfang, den keines der anderen Kabel bietet. Dazu ein kräftigerer und farbenprächtigerer Bass. Das anfänglich von mir bemängelte Zischelige im Hochton ist offenbar inzwischen verschwunden.
Erstaunlicherweise wirkte auch die Netzspinne trotz fehlender Übergangswiderstände und dabei an alle Komponenten angeschlossen dynamisch limitiert im Vergleich zu Furutech an Endstufe (TCS31) und DAC (TCS21) mit Groneberg Series 3 an Vorstufe und Streamer über die Netzleiste. Interessanterweise war es in meinen Ohren auch egal, ob meine Knürr Labornetzleiste oder der rote Vierfachverteiler davorgeschaltet war."

Dafür, dass ich anfangs noch sehr im Zweifel war, ob ich wohl überhaupt einen Unterschied zwischen verschiedenen Netzkabeln hören würde, war das Ergebnis dann doch überraschend eindeutig. Ich muss zugeben, dass ein Netzkabel schon eindeutig Komponentenstatus haben kann. Und die TCS-Kabel haben mir sehr gut gefallen!
jackelsson hat geschrieben:
29.06.2020, 10:58
Ich hatte kürzlich die Gelegenheit, einem Vergleich dreier Furutech-Netzkabel beizuwohnen: FP-TCS31, FP-S032N und halt DPS 4.1. Alle drei hatten an einem Audio Note Röhrenvollverstärker eine sehr deutliche Klangsignatur - und das DPS 4.1 war mit Abstand das beste und ausgewogenste.
@ Swen: Dieser Hörvergleich interessiert mich wegen Audio Note natürlich besonders! Kannst Du vielleicht noch mal auf die Unterschiede der Kabel in der Kombi mit dem Audio Note Vollverstärker (OTO SE oder Meishu?) eingehen?

Ich würde auf Basis der Furutech TCS Kabel sehr gerne einen Netzverteiler ohne Steckverbindungen realisieren und würde dazu gerne nach Erfahrungen hier in der Runde fragen und meine Überlegungen dazu mit Euch diskutieren.
Frage an die Moderation und die Hauptprotagonisten dieses Threads: Ist das der richtige Ort dafür oder soll ich dafür einen neuen Thread starten?

Viele Grüße
Stefan
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Amati
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Beitrag von Amati »

steklo hat geschrieben:
29.06.2020, 17:01


Ich bekam vor 2 Wochen von Steffen Kraft (Aalen Hifi) 3 Kabel zum Testen geliehen:

Furutech FP-TCS31 mit FI-E 38 R / FI-28 R
Furutech FP-TCS21 mit FI-E11 R / FI-11 R
TMR NK6

Hallo Stefan, hast du mal eine Adresse von Steffen Kraft?

genau die Kabel wollte ich in der Kombination auch mal testen.

Peter
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steklo
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Beitrag von steklo »

Hallo Peter,

gerne:

aalen-HiFi
Philipp-Funk-Str. 50
73433 Aalen
+49 1516 5241683
http://www.aalen-hifi.de
info@aalen-hifi.de

Das Ausleihen bei Steffen war übrigens vollkommen unkompliziert und er hat auf alle Fragen sehr zügig und immer informativ und freundlich geantwortet. Kurz: Es war eine Freude und es ist klar, wo ich meine Kabel kaufe.

Ich bin übrigens weder verwandt, verschwägert oder sonst irgendwie mit Steffen verbunden.

Viele Grüße
Stefan
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