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Horse Tea
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Beitrag von Horse Tea »

Hallo zusammen,

einem Chemiker fällt erst einmal bei den Angaben von Harald (Beryllium Kupfer) nur ein, dass es sich entweder um eine Legierung oder um eine Beschichtung handelt. Da Beryllium extrem spröde ist, halte ich eine Legierung für deutlich wahrscheinlicher, als eine Beschichtung. Und wenn dann noch eine Beschichtung mit Palladium und Platin mit Schichtdicke angegeben wird, liegt für mich schon nahe, dass es sich in beiden Fällen um eine Legierung handelt. Eventuell sind die Anteile der beiden Metalle verschieden und erklären den Preisunterschied. Oder die Marketingabteilung wollte nicht so raus mit den Fakten...

Viele Grüße
Horst-Dieter
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SolidCore
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Beitrag von SolidCore »

Hallo zusammen

Nun muss man auch bedenken, das die Rohlinge, also unbeschichtet, wohl eher preistechnisch aus einer Maschine stammen,
und dann Modellmässig nur anders beschichtet werden. Auch andere Oyaide haben Beryllium als Grundlage.
Für den M-1e und F-1 auch noch einen ganz anderen "Rohling" zu fertigen wäre eher noch teurer.
Ok, 100% wissen wir es nicht. So verschiedene kann der F-1 jedoch nicht sein, wenn ein C-004 mit Aluhülle annähernd gleich klingt.
Je nachdem, welche Hülle man verbaut.

Darauf hatte ich schon vor gut zwei Jahren hingewiesen.
Hier mal die damalige Kurzanleitung dazu:
https://we.tl/t-bC8DiP7OaW


Gruß
Stephan
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Fujak
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Beitrag von Fujak »

Hallo Stephan,

ja, Dein wertvolles PDF hatte ich damals heruntergeladen und sorgsam verwahrt - so sorgsam, dass es leider wieder in Vergessenheit geriet, bis Du heute darauf wieder einmal Bezug nahmst. Dein PDF endet ja an der Stelle, wo der Hörvergleich noch ausstand. Insofern meine Frage an Dich, ob die Sonarquest-Aluhülsen mit dem Original-Alu von Oyaide mithalten können.

Grüße
Fujak
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Amati
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Beitrag von Amati »

Schönen Sonntag Nachmittag,

Leute, Leute, jetzt hatte ich mich gerade auf die Rhodium Viborgs eingeschossen, da kommt Ihr mit diesem pdf. :mrgreen: :cheers:
Eigentlich ist man immer zu früh dran , weil das, was man dann erwirbt, im selben Moment veraltet ist und nur noch die Hälfte wert. Zugegeben etwas überzogen, aber so ist das. Andererseits kann man ja nicht ewig warten. Insofern wäre auch ich gespannt, ob diese Kombi nun „annähernd gleich“ klingt, was immer annähernd auch bedeuten mag. :wink:

Grüße
Peter
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Fujak
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Beitrag von Fujak »

Tja Peter, Deine Viborg Rhodium gehören wohl zu der Kategorie "überstürzter Fehlkauf". :mrgreen:
Spaß beiseite: Am Preisleistungsverhältnis gemessen gibt es aus meiner Sicht nichts vergleichbares. Wenn dann noch die Sonarquest-Aluhülsen von Stephan für gut befunden werden, dann hast Du doch vieles richtig gemacht. :cheers:

Grüße
Fujak
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Amati
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Beitrag von Amati »

Lieber Fujak,
Ich habe Glück, weil ich ja noch nicht den Kaufen Button gedrückt hatte :cheers:

Gruß
Peter
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SolidCore
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Beitrag von SolidCore »

Fujak hat geschrieben:
04.10.2020, 17:06
Hallo Stephan,

ja, Dein wertvolles PDF hatte ich damals heruntergeladen und sorgsam verwahrt - so sorgsam, dass es leider wieder in Vergessenheit geriet, bis Du heute darauf wieder einmal Bezug nahmst. Dein PDF endet ja an der Stelle, wo der Hörvergleich noch ausstand. Insofern meine Frage an Dich, ob die Sonarquest-Aluhülsen mit dem Original-Alu von Oyaide mithalten können.

Grüße
Fujak
Hallo zusammen

Stimmt. Hatte das PDF nicht weiter ergänzt. Es war damals auch einfach nur einer der vielen Hinweise,
die ich immer wieder an nähere Bekannte sende. Dir, Fujak, hatte ich sie auch per email gesendet.

Hier gehts nun weiter:
Sonarquest ist nur einer der vielen Anbieter von Aluhüllen. Die Firma bietet 2 Versionen an, wo man beim Kauf aufpassen muss.
Die erste ist aus "hellem" Aluminium, besteht nur aus einem Teil, und hat im hinterem Bereich 2 Löcher, darin die
Schrauben für die Zugentlastung. Die zweite, aus dunklerem Alu, wie in meiner .pdf, hat zusätzlich noch ein Inlay, baugleich
zu den F-1, und eine geschlossene Aluhülle ohne Löcher, die am Ende über das Inlay geschraubt wird.
Noch ein Tip am Rande: Wenn man nur die Hüllen braucht, nimmt man besser die US-Stecker, das Paar für 37 Dollar statt 55 mit EU-Stecker.

Zum Klang:
Witzigerweise klingt die hellere Hülle auch "heller". Von daher leicht zu merken. Sie wirkt klanglich frischer, spritziger, dynamischer.
Die dunklere zeigt sofort einen Zuwachs an positiver Ruhe, wirkt dadurch klanglich auch etwas zurückhaltender, musikalischer.
Das wird wirklich zur Geschmacksfrage. Beide gefallen mir deutlich besser als die originale C-004 auf Kunststoff. Diese erscheint
nervöser, unruhiger, unausgewogener. Diese "Tauschtechnik" klappt übrigens ebenso auch an Furutech, Viborg, Iego, und anderen Steckern.

Nun zu deiner Frage.
Dazu werden wir nun feinfühlig und pingelig. Die helle Hülle ist frischer als die Original Oyaide F-1, die dunkle dagegen zurückhaltender.
Die F-1 setzt sich klanglich in die Mitte. Mit dem Hinweis, da muss man schon richtig genau hinhören. Für ungeübte
möglicherweise nicht erkennbar, oder erst nach einiger Zeit.
Ich selbst verwende hauptsächlich die dunklen Hüllen an meinem selbst entwickeltem Silberstromkabel, und bin mit der Kombi hochzufrieden.
Aktuell ist es sehr beliebt.


Je nachdem welches Kabel man nun verwendet, harmoniert auch mal der eine, oder andere Stecker, auch in Kombination mit anderen Hüllen.
Ich bin überzeugt, Kabel und Stecker bilden eine Art Harmonie, von daher sind allgemeine Empfehlungen schwierig.
So hatte ich vormals versuchsweise auch mal "nur" als 4N Silber ein Stromkabel gebaut. Dies war mir etwas zu unruhig, nervös.
Mit den neuen Viborg Steckern aus Gerts Beitrag, Model VE / VF512S, konnte ich es etwas "zähmen".
5N Silber macht dagegen nicht den Ansatz von Unruhe, ganz gleich welche Stecker. Nennen wir es "entspannte Transparenz".
Klarer Suchtfaktor :)

Hier die unterschiedlichen Hüllen nochmal:

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Gruß
Stephan
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Fujak
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Beitrag von Fujak »

Hallo Stephan,

Super! Vielen Dank für die detaillierte Beschreibung der Unterschiede - auch in puncto klangliche Signatur. :cheers:

Grüße
Fujak
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SolidCore
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Beitrag von SolidCore »

Hallo zusammen

Aufgrund eurer positiven Resonanz haue ich noch mal einen der vielen kleinen Geheimtips raus.
Anstatt den "kostspieligen" Oyaide P-004e empfehle ich den Schuko von Akiko.

https://www.akikoaudio.com/en/products/ ... um-english

Dieser ist klanglich sehr nah am Oyaide. Und wesentlich! günstiger.
Er spielt, wohl aufgrund seines Tellurium Kupfers, anstatt Red-Copper der Anbieter wie Viborg, Sonarquest usw,
so gar nicht mit den Nachteilen von üblichen rhodinierten, also engeres Klangbild, manchmal mit Hang zur Kühle.

Sondern wunderbar rund, neutral, präzise auf den Punkt, bleibt dabei aber schön räumlich, offen, mit toller Detailarbeit.
Alle vorher genannten Tips mit den Hüllen bleiben auch hier bestehen.
Nicht wundern, neu angeschraubt wirkt er im Sub-Bass etwas schlank. Nach ca 3 Tagen gibt sich das jedoch komplett.
Läuft selbst an Vollsilber-Stromkabeln richtig gut.
Es wäre auch möglich, das der Kaltegerätestecker ebenso überzeugt. Diesen teste ich erst in ca 2 Wochen.

Gruß
Stephan
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Salvador
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Beitrag von Salvador »

Hi Stephan,

und welchen empfiehlst Du da? Copper, Gold oder Rhodium?

LG,
Andi
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SolidCore
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Beitrag von SolidCore »

Hallo Andi

Du hast Recht !
Ich habe zwar Akiko erwähnt, aber nicht das Modell.
Dafür ist mein Link dahin jedoch richtig.

Ich meine die rhodinierte Version, und diese im direktem Bezug zum Oyaide P-004e, oder auch M-1e.
Wer mit diesen nicht zufrieden ist, braucht den Akiko nicht versuchen, bzw die Gold- oder Kupfervariante wählen.
So hatte ich einen Ersatz gesucht, mit dem ich ebenso leben kann, als auch bei 5 Kabeln eine Menge Geld "spare".
Einige hier verwenden auch Kabel zum Meterpreis bis 150,-, dort würde ich derlei hochpreisige Stecker überhaupt nicht verbauen.
Für mein Empfinden setzt man da falsch an. Genau dort wäre ein Akiko preislich genau im richtigem Verhältnis.

Typische Rhodiumstecker gingen, subjektiv für mich, klanglich so gar nicht, Furutech Gold fand ich sehr lahm, immer in Bezug zum Kabel selbst.
Manchmal hört man die Differenz auch erst, wenn man es einfach selbst versucht. Eine Allgemein-Empfehlung wird es nie geben.
Nur Signaturen, die man bei Bedarf richtig einsetzen kann.

Gruß
Stephan
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Donny
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Beitrag von Donny »

SolidCore hat geschrieben:
07.10.2020, 14:55
Hallo Andi

Du hast Recht !
Ich habe zwar Akiko erwähnt, aber nicht das Modell.
Dafür ist mein Link dahin jedoch richtig.

Ich meine die rhodinierte Version, und diese im direktem Bezug zum Oyaide P-004e, oder auch M-1e.
Wer mit diesen nicht zufrieden ist, braucht den Akiko nicht versuchen, bzw die Gold- oder Kupfervariante wählen.
So hatte ich einen Ersatz gesucht, mit dem ich ebenso leben kann, als auch bei 5 Kabeln eine Menge Geld "spare".
Einige hier verwenden auch Kabel zum Meterpreis bis 150,-, dort würde ich derlei hochpreisige Stecker überhaupt nicht verbauen.
Für mein Empfinden setzt man da falsch an. Genau dort wäre ein Akiko preislich genau im richtigem Verhältnis.

Typische Rhodiumstecker gingen, subjektiv für mich, klanglich so gar nicht, Furutech Gold fand ich sehr lahm, immer in Bezug zum Kabel selbst.
Manchmal hört man die Differenz auch erst, wenn man es einfach selbst versucht. Eine Allgemein-Empfehlung wird es nie geben.
Nur Signaturen, die man bei Bedarf richtig einsetzen kann.

Gruß
Stephan
Hallo Stephan,

erst mal danke für den TIP. Würde ich gerne ausprobieren. Plane mir die Stecker einmal in Kupfer und einmal in Rhodium zu bestellen.

Aber hast Du auch schon Erfahrung mit dem Kabel?

https://www.akikoaudio.com/en/akiko-aud ... pe-english

Der Meter-Preis (39,50€ incl. MwSt) hält sich ja stark in Grenzen. Man muss "nur" 10€ Versand dazurechnen.

Bei 1,5m mit Kupfer Steckern kommt man dann mit Kleinzeugs auf ca. 150€ in Rhodium auf ca. 200€.

Viele Grüße
Dietmar Düll
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SolidCore
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Beitrag von SolidCore »

Hallo Dietmar

Zu deinem gezeigtem Netzkabel kann ich leider nichts sagen.
Ich kenne lediglich die Akiko Schukos in Rhodium. Diese fand ich so gut, das sie mir eine Empfehlung wert sind.

Ansonsten bin ich nicht so ein Freund von OFC Litzen. Für mich ist das alles halbgar, und klingt auch sehr ähnlich.
Wie mein Nutzername ausdrückt mag ich eher wenigere, dickere Adern, generell für Audio, und möglichst hochwertiges Grundmaterial.
Auch versilbert sehe ich als Kompromiss. entweder sehr gutes Kupfer, oder sehr gutes Silber. Einfaches Silber bis 3N niemals.
Es gibt natürlich auch gute Kupferlitzenkabel, hier seih mal das Nanotec Golden Strada 309
als Preisknaller hervorgehoben. Sie haben durch Zusatzmaßnahmen einfach einen anderen Lösungsweg gefunden.
Alles genannte stellt nur meine subjektive Meinung dar.

Gruß
Stephan
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Luxman4Ever
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Beitrag von Luxman4Ever »

Moin,
Ich wuerde mir gerne neue Netzkabel fuer den Switch/NAS und die USV basteln.
Welche Kabel/Stecker sind zu empfehlen im Budget Bereich?

Beste Gruesse Bernd
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h0e
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Beitrag von h0e »

Hallo zusammen,

ich konnte am Wochenende Furutech Annacondas mit unterschiedlichen Steckern hören.
Rodinierte Viborgs imVergleich zu Akikos.
Für mich gehen die rodinierten gar nicht, hart, nervös, der Raum ist unnatürlich vergrößert und unscharf,
die Höhen scheinen zu klirren und bereiten mir Unwohlsein.
Mit den Akikos ist es gleich viel besser, der nervige Hochton ist weg, die unscharfe Abbildung ist zwar besser,
bleibt aber verbesserungswürdig. Das zum Vergleich angesteckte Refine Emotion spielt so,
wie ich mir das vorstelle (und auch ein wenig gewohnt bin).
Alle Stimmen und Instrumente erhalten Körper und sind schon im Raum verteilt,
alles wirkt zwar ein wenige kleiner, aber es spielt sehr organisch
nichts nervt.
In einem anderen Setup hatten wir zuvor Emotion gegen Annaconada mit Kupfer-Viborgs verglichen.
Auch hier ein wenig Härte und Unaufgräumtheit, aber nicht so ausgeprägt wie bei den rhodonierten.
Auch hier würde bei mir das Emotion bleiben, denn da spratzelt nix,
alles wird organisch wiedergegeben.

Auch wenn man es schon weiß, ist man doch verblüfft, wie viel Unterschied alleine Stecker ausmachen!
„Faszinierend.“

Grüsse Jürgen
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