Netzkabel - Meterware

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.
Harry_K
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Beitrag von Harry_K »

Also ich finde es toll, dass Swen uns hier von seinen Erfahrungen teilhaben lässt. Ebenfalls finde ich die Beitrage der anderen (Harald, Stephan, Fujak,...) die vieles von dem schon durchgemacht und abgeschlossen haben, lehrreich. Leider können wir „Anfänger, Neulinge oder was auch immer uns nicht in dem Umfang revanchieren, als Ihr uns mit Eurem Wissen und Erfahrungen geben könnt. Dies als Ermunterung, mehr an Kabelalternativen, Tips etc. für DIY‘er zu geben. Vielen Dank schon mal dafür :cheers: :wink:
Matthias
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SolidCore
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Stromkabel

Beitrag von SolidCore »

Hallo zusammen

Mein erster Beitrag war natürlich sehr umfangreich, verwirrt auch, wenn man grade damit anfängt. Dennoch,
wenn jemand zuhause eigene Versuche macht, und sich über manches wundert, findet er darin einige Erklärungen.
Die mit Logik manchmal nicht lösbar sind. Das ganze Thema Strom ist sehr Komplex.

Vielleicht wollte ich auch darauf hinaus, das die ursprüngliche Frage nach einer Empfehlung aus den genannten Gründen
schwierig zu beantworten ist. Man kann also nicht einfach sagen: Welches Kabel empfiehlt ihr? Jemand antwortet beispielsweise: Firma 123XYZ,
und es passt dann 100%.

Man kann aber generell sagen, vereinfacht, mit dem Oyaide Tunami V2 macht man zum Kaufpreis von 70,- nichts verkehrt, und kann es
über die Stecker noch ein wenig an seine Kette "Feintunen".

Das mit dem Einspielen kann ich bestätigen. Es nervt kollossal, hehe.

Hier ein Tip:

Für ein paar Euro bekommt man einen Adapter Kaltgerätebuchse auf Schukosteckdose. Damit kann man ein "Hifi"- Stromkabel
mühelos vor jeden beliebigen Verbraucher schalten. Richtig gut hat sich dabei z.B eine Waschmaschine mit Kochwäsche bewährt.
Man hat alle Arten von Last: Anlaufstrom, Elektronikkomponenten der Steuerung, Konstantstrom der Heizwendel. 3-4 Wäschen sind schon gut.
Aber natürlich auch alles, was viel Strom zieht. Rasenmäher, Fön, Heizlüfter, Klimageräte...........

Die Einspielzeit wird vom Strom bestimmt. So kann ein Kabel an einem 30W Streamen Wochen benötigen, an einer Class-A Endstufe 2-3 Tage.
Neue Kabel setze ich auch mal gerne zwischen Wand und Netzleiste ein, weil dort der Summen-strom aller Geräte das ganze beschleunigt.


Gruss
Stephan
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SolidCore
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Stromkabel

Beitrag von SolidCore »

Hallo zusammen

Nachtrag:

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.


z.B hier:
https://www.ebay.de/itm/Stromadapter-Ka ... 2131848109

.
Nebenbei bemerkt kann man mit 3 davon auch 3 Stromkabel gleichzeitig einspielen.

Gruss
Stephan
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jackelsson
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Beitrag von jackelsson »

Hallo zusammen,

so, die letzten Tage waren recht hörintensiv. Ich habe zwar keine große Lust mehr, heute noch was zu klanglichen Ergebnissen zu tippen, aber vielleicht finden ja ein paar Bildteaser Gefallen in der Runde...

Furutech FP-TCS31 / Harmonic Tech Magic Fantasy III / Oyaide Tunami V2:

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Und dann kam heute noch der Zweiersatz Schukostecker: Furutech FI-E50 NCF. Macht auf einem Bild jetzt nicht ganz soviel her (Wie jetzt, ein Stecker...?!), aber live ist das wirklich schon Hifi-Porn, die Schukos noch viel mehr als die Kaltgerätekupplungen. :D

Jetzt haben meine ollen Lapp Ölflex wirklich einen kompletten Satz "Alufelgen" bekommen, und ich kann es kaum erwarten, zu entdecken, wie das dann so spielt. Aber jetzt kommen erst einmal ein paar Tage 'Tal der Tränen' beim Einspielen, das kenne ich ja schon... :?

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Gruß,
Swen
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Nordlicht
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Beitrag von Nordlicht »

Hallo Swen

Vielen Dank für die viele phantastischer Fotos mit denen du ohne Ton unser Forum bereicherst.
Wenn es passt würde ich gerne mal wieder nächste Woche zu dir kommen.

Viele Grüße
Jörg
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Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin »

Hallo,
nach so viel Optik und Begeisterung über das Aussehen, bevor die Sachen eingespielt sind, bleibt bei mir nur der ausdrückliche Wunsch nach doppelten Blindtests - was das Klangliche betrifft...
Grüße
Hans-Martin
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jackelsson
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Beitrag von jackelsson »

Hallo Hans-Martin,

joah, bei einem wissenschaftlichen Anspruch wäre das angesagt. Den habe ich aber nicht. Ich möchte ja nur, dass es mir gefällt - und wenn das ein Placebo-Effekt wegen der Optik ist, dann ist das für mich ja auch ok. :D

Aber die Unterschiede der Stecker sind schon deutlich hörbar. Kabel finde ich teilweise schon schwieriger, da habe ich mir selber gegenüber bisher auch echt noch einen größeren Rechtfertigungsdruck.

Gruß,
Swen
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jackelsson
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Beitrag von jackelsson »

SolidCore hat geschrieben:
01.06.2020, 13:24

Hier ein Tip:

Für ein paar Euro bekommt man einen Adapter Kaltgerätebuchse auf Schukosteckdose. Damit kann man ein "Hifi"- Stromkabel
mühelos vor jeden beliebigen Verbraucher schalten. Richtig gut hat sich dabei z.B eine Waschmaschine mit Kochwäsche bewährt.
Man hat alle Arten von Last: Anlaufstrom, Elektronikkomponenten der Steuerung, Konstantstrom der Heizwendel. 3-4 Wäschen sind schon gut.
Aber natürlich auch alles, was viel Strom zieht. Rasenmäher, Fön, Heizlüfter, Klimageräte...........
Hallo Stephan,

danke. Das ist ja ein Tipp, der gerade in den amerikanischen Foren auch gerne gegeben wird. Die haben da mit Klimageräten, etc. wohl auch tendenziell eher mehr größere Verbraucher, die permanent laufen. Ich hatte es beim Neotech mal versucht, siehe Bild. Hat aber nur bedingt was gebracht, denn wieviele Wäschen wäscht man denn schon so pro Woche... :D

Allerdings kann man so wirklich sehr schön mehrere einzuspielende Kabel in Reihe schalten.

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Gruß,
Swen
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alcedo
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Beitrag von alcedo »

Moin Sven,

Vermutlich hast es auf den Klang der Kabel auch Auswirkungen, ob du helle Wäsche oder dunkle Wäsche nimmst. Bunte farbige Wäsche wäre vielleicht ein sinnvoller Kompromiss :lol:

Farbige Grüße,
Jörg
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frmu
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Beitrag von frmu »

Moin,

wat spielt denn besser ein - Miele, Bosch, Siemens ..... :mrgreen: Vielleicht ist aber auch ein Trockner besser, nicht so verwaschen ....


humorvolle Grüße
Frank
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dirk-rs
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Beitrag von dirk-rs »

Moin zusammen,

habe gestern erst ein 2.5 er Eupen Ferrit Kabel an die Waschmaschine zum einspielen gehängt.

Irgendwie klingt die Waschmaschine leiser, ja schon regelrecht gedämpft ..die Trommel dreht jetzt in einem nie dagewesenen Fluss :mrgreen:

Gruss Dirk
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Donny
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Beitrag von Donny »

Hallo Swen,

zumindest bekommt man so mehr "Schwärze" in die schwarze Wäsche. Probier mal Weichspüler, um die Spitzen rauszubekommen.
Ich habe jetzt mal verschiedene Waschmaschinen für einen Test bestellt. :cheers:

Spaß beiseite. Ich freue mich hier immer über die weiteren Schritte zu lesen. Zumal ich hier auch Furutech FP-TCS31 und Oyaide Tunami V2 (da warte ich noch auf die Lieferung) habe.
Irgendwie bin ich mir aber inzwischen gar nicht mehr klar, welche Stecker ich denen verpassen sollte. Im Moment habe ich die Oyaide Nachbauten, tendiere aber zu Furutech FI-E11 der hält sich preislich noch im Rahmen.

Bin sehr gespannt auf Deine weiteren Berichte.

Viele Grüße
Dietmar
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jackelsson
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Beitrag von jackelsson »

Hallo zusammen,

hmm, jetzt, wo Ihr's sagt... vielleicht hätte ich Colorwaschmittel verwenden sollen, dann wäre der Hochtonbereich möglicherweise farbiger geblieben.

Aber immerhin habe ich eine Waschmaschine von Grundig (!), da muss es danach doch eigentlich gut klingen, oder? Immerhin gibt es da als Auswahl neben "Pflegeleicht" und "Feinwäsche" auch noch "Bayern 1", "Radio Alpenstar" und "NDR 90,3". Das muss doch für was gut sein... :wink:

Vielleicht sollte ich für die Waschmaschine ja auch grundsätzlich das gute Eupen nehmen, dann habe ich endlich keine Probleme mehr mit EMV-Schmutz in der Wäsche.

Gruß,
Swen

PS: klappt das wohl auch mit einer Plattenwaschmaschine...?
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jackelsson
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Einspielen von Kabeln

Beitrag von jackelsson »

Hallo zusammen,

bei der Beschäftigung mit dem Thema 'Einspielen von Netzkabeln' findet man ja jede Menge Theorien und Thesen im Netz, teils in den einschlägigen Foren, teils auf Herstellerwebseiten. Zwei wie ich finde sehr interessante Beiträge zum Thema möchte ich hier einfach mal zu Diskussion stellen.

Ob, und wenn ja wieviel Wahrheit hinter diesen Theorien steckt, vermag ich natürlich nicht zu beurteilen. Aber immerhin haben sich da eine Menge Leute Gedanken zu der Thematik gemacht, warum das, was man so ganz offensichtlich hört, denn eigentlich passiert.

Ob das jetzt etwas gutes oder schlechtes ist, dass die beiden nachfolgend zitierten Herren mit der Thematik auch ihre Brötchen verdienen, kann man natürlich diskutieren: tiefes Fachwissen versus materielles Interesse...

Die erste Theorie stammt von Caelin Gabriel, dem Chef von Shunyata Research:
Burn-in is an annoyance in many ways. It is frustrating as a manufacturer to make a fine product and then when it arrives at the customer, it doesn't sound just right. It is frustrating to the customer because they have to wait several days to weeks for their system to stabilize. And it is frustrating from a designer and scientist's point of view because it is so difficult to explain why you need to go through this.

Burn-in is not a perception, it is not an illusion and it is not a product of suggestion. It is a fact. Too many people, world-wide with vast variety of different types of cables, from every single manufacturer have noticed the effect. For the people that insist on having their intellectual curiosity satisfied with proof or peer reviewed scientific papers on burn-in are going to be sadly disappointed. There is no proof that we are currently aware of.

Are there any theories for the burn-in effect? Some people believe that it is related to the dielectric (insulation) that surrounds the conductor. They believe that dielectric changes over time when exposed to an alternating field. I personally do not believe that this is the primary cause of the effect. Copper and silver metals at the atomic level are loosely associated in a roughly crystalline arrangement. This is very dependent upon the manner in which the wire was extruded or cast and dependent upon how it is stressed (bent). What many people don't realize is that the molecules in metals can and do migrate (move) in relationship to one another over time. This migration can be caused by the release of inter-atomic field stress, accelerated by the movement of electrons and associated heat. Also, if a metal is plated or is in contact with a different type of metal, the inter electro-voltaic potential can cause molecular migration. In my opinion, and it is just that - not a proof, is that the movement of the electrons through the metal, over time, causes minute adjustments to the the inter-molecular positions of the atoms relieving stress within the metallic structures. As the current flows micro current pathways are established within the cable. It's just a theory. This is also why cryogenic treatment is helpful in that it accelerates the release of this stress.

Let's look at the probability that a proof or even hard scientific evidence that corroborates the burn-in effect could be acquired. Let's assume that the effect of burn-in is function of a change in the molecular structure within the conductor itself. To find evidence of this we would need to use an electron microscope and examine the structure of the metal before and after burn-in. Even then, it is highly doubtful that we would find a visible difference.

So, why doesn't someone just do some research and publish a paper on it?
Follow the money my friend. To do this kind of research takes time and money. Any institution that would even consider it would want to know what the return on investment would be for such a study. It would be hard to justify just to satisfy intellectual curiosity without some overriding product development potential or financial incentive or advancement to scientific knowledge.

Now what really fries the brain is not what causes the burn-in effect. To me, it is why we can hear it in a high-end audio system. Think about it. You won't find any proof there either. Just a lot of arguments back and forth.
https://www.whatsbestforum.com/threads/ ... ost-235136

Und dann gibt es da noch einen längeren Aufsatz von George Cardas, der eine völlig andere Theorie vertritt:
There are many factors that make cable break-in necessary and many reasons why the results vary. If you measure a new cable with a voltmeter you will see a standing voltage because good dielectrics make poor conductors. They hold a charge much like a rubbed cat’s fur on a dry day. It takes a while for this charge to equalize in the cable. Better cables often take longer to break-in. The best "air dielectric" techniques, such as PFA tube construction, have large non-conductive surfaces to hold charge, much like the cat on a dry day.

Cables that do not have time to settle, such as musical instrument and microphone cables, often use conductive dielectrics like rubber or carbonized cotton to get around the problem. This dramatically reduces microphonics and settling time, but the other dielectric characteristics of these insulators are poor and they do not qualify sonically for high-end cables. Developing non-destructive techniques for reducing and equalizing the charge in excellent dielectric is a challenge in high end cables.

The high input impedance necessary in audio equipment makes uneven dielectric charge a factor. One reason settling time takes so long is we are linking the charge with mechanical stress/strain relationships. The physical make up of a cable is changed slightly by the charge and visa versa. It is like electrically charging the cat. The physical make up of the cat is changed by the charge. It is "frizzed" and the charge makes it's hair stand on end. "PFA Cats", cables and their dielectric, take longer to loose this charge and reach physical homeostasis.

The better the dielectric's insulation, the longer it takes to settle. A charge can come from simply moving the cable (Piezoelectric effect and simple friction), high voltage testing during manufacture, etc. Cable that has a standing charge is measurably more microphonic and an uneven distribution of the charge causes something akin to structural return loss in a rising impedance system. When I took steps to eliminate these problems, break-in time was reduced and the cable sounded generally better. I know Bill Low at Audioquest has also taken steps to minimize this problem.

Mechanical stress is the root of a lot of the break-in phenomenon and it is not just a factor with cables. As a rule, companies set up audition rooms at high end audio shows a couple of days ahead of time to let them break in. The first day the sound is usually bad and it is very stressful. The last day sounds great. Mechanical stress in speaker cables, speaker cabinets, even the walls of the room, must be relaxed in order for the system to sound its best. This is the same phenomenon we experience in musical instruments. They sound much better after they have been played. Many musicians leave their instruments in front of a stereo that is playing to get them to warm up. This is very effective with a new guitar. Pianos are a stress and strain nightmare. Any change, even in temperature or humidity, will degrade their sound. A precisely tuned stereo system is similar.

You never really get all the way there, you sort of keep halving the distance to zero. Some charge is always retained. It is generally in the MV range in a well settled cable. Triboelectric noise in a cable is a function of stress and retained charge, which a good cable will release with both time and use. How much time and use is dependent on the design of the cable, materials used, treatment of the conductors during manufacture, etc.

There are many small tricks and ways of dealing with the problem. Years ago, I began using PFA tube "air dielectric" construction and the charge on the surface of the tubes became a real issue. I developed a fluid that adds a very slight conductivity to the surface of the dielectric. Treated cables actually have a better measured dissipation factor and the sound of the cables improved substantially. It had been observed in mid eighties that many cables could be improved by wiping them with a anti-static cloth. Getting something to stick to PFA was the real challenge. We now use an anti-static fluid in all our cables and anti-static additives in the final jacketing material. This attention to charge has reduced break-in time and in general made the cable sound substantially better. This is due to the reduction of overall charge in the cable and the equalization of the distributed charge on the surface of conductor jacket.

It seems there are many infinitesimal factors that add up. Overtime you find one leads down a path to another. In short, if a dielectric surface in a cable has a high or uneven charge which dissipates with time or use, triboelectric and other noise in the cable will also reduce with time and use. This is the essence of break-in.

A note of caution. Moving a cable will, to some degree, traumatize it. The amount of disturbance is relative to the materials used, the cable's design and the amount of disturbance. Keeping a very low level signal in the cable at all times helps. At a show, where time is short, you never turn the system off. I also believe the use of degaussing sweeps, such as on the Cardas Frequency Sweep and Burn-In Record (side 1, cut 2a) helps.

A small amount of energy is retained in the stored mechanical stress of the cable. As the cable relaxes, a certain amount of the charge is released, like in an electroscope. This is the electromechanical connection.

Many factors relating to a cable's break-in are found in the sonic character or signature of a cable. If we look closely at dielectrics we find a similar situation. The dielectric actually changes slightly as it charges and its dissipation factor is linked to its hardness. In part these changes are evidenced in the standing charge of the cable. A new cable, out of the bag, will have a standing charge when uncoiled. It can have as much as several hundred millivolts. If the cable is left at rest it will soon drop to under one hundred, but it will takes days of use in the system to fall to the teens and it never quite reaches zero. These standing charges appear particularly significant in low level interconnects to preamps with high impedance inputs.

The interaction of mechanical and electrical stress/strain variables in a cable are integral with the break-in, as well as the resonance of the cable. Many of the variables are lumped into a general category called triboelectric noise. Noise is generated in a cable as a function of the variations between the components of the cable. If a cable is flexed, moved, charged, or changed in any way, it will be a while before it is relaxed again. The symmetry of the cable's construction is a big factor here. Very careful design and execution by the manufacturer helps a lot. Very straight forward designs can be greatly improved with the careful choice of materials and symmetrical construction. Audioquest has built a large and successful high-end cable company around these principals.

The basic rules for the interaction of mechanical and electrical stress/strain variables holds true, regardless of scale or medium. Cables, cats, pianos and rooms all need to relax in order to be at their best. Constant attention to physical and environmental conditions, frequent use and the degaussing of a system help it achieve and maintain a relaxed state.
http://www.cardas.com/insights_break_in.php

Gruß,
Swen
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Stromkabel

Beitrag von SolidCore »

Hallo Swen

Das kann man auch stark vereinfachen.
Jedes neue Stromkabel mit neuen Steckern spielt in den ersten Stunden ganz vernünftig, und wandert dann klaglich
etwas ab. Auffallend dabei die leichte Nervösität, und die fehlende, harmonische Stimmigkeit.

Ich würde so grob geschätzt sagen, ist bei 1,5 kW Last der Spuk schon nach 30 Stunden vorbei,
bei 600 Watt nach 80h, bei 200W nach 100h, unter alles darunter kann auch mal 150h dauern, besonders, wenn Silber mit im Spiel ist.
Dabei verändert sich der Klang immer hin- und her, dabei Musik hören kann man dennoch. Soooo tragisch ist das auch nicht.
Es fällt bei direkten 1:1 Vergleichen mit längst eingespielten Kabeln schon stärker auf.

Eure Tips, auch mal Buntwäsche mit in den Waschgang zu packen, damit es später farbiger klingt, kannte ich gar nicht.
Könnt ihr ja mal genauer von berichten. :lol:

Den Vergleich der Furutech, Tunami und Harmonic wird schwierig zu beurteilen. Die Neotech Stecker "klingen" so ganz anders als die Furutech.
Wesentlich schneller, präziser, auf den Punkt. Ansonsten würden sich 2 der Kabel stark annähern, da sie innen ähnlich sind. Kupfer-Litze.
Somit sollte das Harmonic strukturierter erscheinen, wenn der Stecker nicht ausbremst.
Bin gespannt ob das so hinkommt. Bei derlei Vergleichen in einer Netzleiste, die "hinternander" durchverdrahtet ist, würde ich immer den
selben Steckplatz wählen, da sie in derlei Leisten gern mal unterschiedlich klingen. Steckt man also 3 Netzkabel in solche Leisten,
und tauscht nur das andere Kabelende am Gerät, kann man sich auch verennen.

Gruss
Stephan
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