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Verfasst: 11.02.2020, 20:22
von Bernd Peter
Hallo Anton,
alle Störungen wie Jitter wären weg, ebenso "Reflexionen".
das war die Zielsetzung der Entwickler, klappt aber leider nicht.

Das ist die Erfahrung aller hier im Forum, die ich persönlich kenne und die sich damit ernsthaft und sorgfältig auseinandergesetzt haben.

Es grüßt

Bernd Peter

Verfasst: 13.02.2020, 16:01
von jherbert
Wenn ich mir Jitter-Messungen aktueller Feld-Wald-und-Wiesen-DAcs anschaue, dann ziehen die (fast alles) gerade, was kommt. Wobei das in der Regel via USB am Besten gelingt, aber auch an den klassischen Digitaleingängen. Der Takt zum Wiederherstellen des Signals ist mittlerweile auch für kleines Geld extrem präzise. Gute Beispiele liefern etwa die Produkte von RME. Ich hatte vor Jahren., als ich dafür noch Tonnen von Geld ausgab, einen ML 360s, damals Stand der Technik. Der täte sich heute (in jeder Beziehung) schwer gegen gute Standardware aus China. Ok, das Gehäuse. Aber auch da gibts für deutlich weniger Geld noch einen oben drauf.

Will sagen: Die (hier diskutierten) Probleme der 90er sind wirklich gelöst. Aber zum einen ist diese Diskussion nicht neu und zum anderen muss das am Ende jeder selbst entscheiden.

Joachim

P.s.: Meine Frau hat mir zum Geburtstag einen Akkustikvorhang geschenkt, nebst dem ok, den Vorhang hinter dem Hörplatz zu ersetzen. DAS macht einen Unterschied.

Verfasst: 13.02.2020, 18:29
von Bernd Peter
Hallo Joachim,
Wobei das in der Regel via USB am Besten gelingt, aber auch an den klassischen Digitaleingängen. Der Takt zum Wiederherstellen des Signals ist mittlerweile auch für kleines Geld extrem präzise.
wie macht er das bei USB, wie stellt er da den Takt wieder her?

Gruß

Bernd Peter

Verfasst: 13.02.2020, 19:01
von Buschel
Hallo Bernd Peter,

bei den üblichen USB-Audio Verbindungen wird kein Takt wiederhergestellt. Der DAC macht den Takt über seine interne Clock selbst. Der Sender sendet die Pakete so, dass immer genug Daten im DAC vorhanden sind. Eine PLL im Empfänger wie bei SPDIF gibt es da nicht.

Grüße,
Andree

RME

Verfasst: 13.02.2020, 20:04
von SolidCore
Hallo Joachim

Das mit dem RME kann ich in teilen bestätigen. Er reagiert nicht so pingelig auf das USB Kabel wie manch andere DACs.
Schafft es aber leider immer noch nicht, mit jedem USB-Kabel gleich zu klingen.
Das gleiche beim Netzteil.
Bei meiner Pro Ausführung ist die Kabelpeitsche das eigentliche Nadelöhr, da tut sich doch einiges, wenn man sie gegen eine
hochwertige ersetzt, und ihn Digital füttert.

Gruss
Stephan

Verfasst: 13.02.2020, 20:46
von Bernd Peter
Hallo Joachim,
Wenn ich mir Jitter-Messungen aktueller Feld-Wald-und-Wiesen-DAcs anschaue, dann ziehen die (fast alles) gerade, was kommt.
kannst du bitte mal solche Jitter-Messungen hier einstellen, das würde ich mir doch gerne anschauen.

Gruß

Bernd Peter

PS: Stimmt das, was Andree da schreibt?

Verfasst: 13.02.2020, 22:05
von Hans-Martin
Hallo Stephan,
die Situation erinnert mich an den Benchmark DAC1, von dem die Testberichte im Überschwang schrieben, dass Klangunterschiede bei Digitalkabeln nun der Vergangenheit angehörten. Alle, die ich kennenlernte, die einen DAC1 besaßen, haben ihn nach gewisser Zeit wieder verkauft. Und das nicht, weil bei dem neuen DAC die gehörten Kabelunterschiede verschwanden. Kabel machen nach wie vor Unterschiede. Nicht jeder hat die Gabe, sofort den Unterschied zu hören, was bei der Kabelentwicklung sicherlich hilft.
Wer überzeugt ist, dass Kabel keinen Unterschied machen können, mag in Gegenwart anderer diesen leugnen, selbst wenn er ihn wider Erwarten gehört hat. Ich denke, wir beide haben solche Kameraden in situ kennengelernt.
PLLs sind erforderlich, die Ladung von Pufferspeicher zu regeln. Sie schaffen es genausowenig, die gewünschte Null* Zeitfehler zu bewerkstelligen. Zweifel an der Datenintegrität habe ich nicht.
*Wieviele Nullen hinter dem Komma wohl erforderlich sind, bis man keinen Unterschied mehr hören kann???
Meine Beobachtung zeigt, dass längere ummantelte Kabel zunehmend Mikrofonieeffekten ausgesetzt sind (das bezieht sich auf Kabel mit SPDIF-Formaten, mit USB fehlt mir noch die Praxis, die ich bei LAN-Kabeln sehr zögerlich entwickle).
Grüße
Hans-Martin

Verfasst: 21.02.2020, 14:49
von digitalonly
Hallo Stefan,
SolidCore hat geschrieben:
13.02.2020, 20:04
Bei meiner Pro Ausführung ist die Kabelpeitsche das eigentliche Nadelöhr, da tut sich doch einiges, wenn man sie gegen eine
hochwertige ersetzt, und ihn Digital füttert.
hast Du hier schon weitere Erkenntnisse? Bei meinem Babyface Pro FS ist ja von RME ein vergoldetest und abgewinkeltes Kabel dabei, was aber sehr kurz ist. Wenn ich da mit einer einfachen USB-Verlängerung rangehe, könnte man das durchaus als Sakrileg verstehen.

gruß

Anton

Verfasst: 21.02.2020, 18:39
von jherbert
Bernd Peter hat geschrieben:
13.02.2020, 20:46
kannst du bitte mal solche Jitter-Messungen hier einstellen, das würde ich mir doch gerne anschauen.
Bitteschön (für Jittermessungen nach unten scrollen):

Den hier hatte ich mal: https://www.audiosciencereview.com/foru ... iew.10842/

Den habe ich jetzt: https://www.audiosciencereview.com/foru ... -dac.2582/

Und das bekommt man für wenig Geld: https://www.audiosciencereview.com/foru ... ewed.9446/

Oder das: https://www.audiosciencereview.com/foru ... iew.10519/

Und natürlich geht es auch billiger.
Bernd Peter hat geschrieben:
13.02.2020, 20:46
PS: Stimmt das, was Andree da schreibt?
Im Asynchronen Modus ist das genau so.

Verfasst: 21.02.2020, 23:47
von SolidCore
digitalonly hat geschrieben:
21.02.2020, 14:49
Hallo Stefan,
SolidCore hat geschrieben:
13.02.2020, 20:04
Bei meiner Pro Ausführung ist die Kabelpeitsche das eigentliche Nadelöhr, da tut sich doch einiges, wenn man sie gegen eine
hochwertige ersetzt, und ihn Digital füttert.
hast Du hier schon weitere Erkenntnisse? Bei meinem Babyface Pro FS ist ja von RME ein vergoldetest und abgewinkeltes Kabel dabei, was aber sehr kurz ist. Wenn ich da mit einer einfachen USB-Verlängerung rangehe, könnte man das durchaus als Sakrileg verstehen.

gruß

Anton
Hallo Anton

Was heisst weitere Erkenntnisse? Ich zeige mal 2 Ausführungen, die ich mir für den RME ADi2-Pro gebaut habe.
Eins für direkten Anschluss an einen SPDiF Ausgang vom Streamer oder CD, da entfällt dann auch eine Steckverbindung.
Länge kann man ja beliebig bauen. Und ein weiteres für AES-EBU In- und Output.
Beide hört man deutlich als klangliche Verbesserung heraus.

Bild

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Gruss
Stephan