DIY LAN-Kabel

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

DIY LAN-Kabel

Beitragvon Funky » 09.02.2019, 17:47

zunächst was für unseren Moderator,

vielleicht sollten wir die "Dante" Diskussion von der der LAN Kabel trennen ?

Mein Beitrag bezieht sich nämlich auf DIY Lankabel -

Die Kabel habe ich aufgebaut - Danke der Empfehlung von Henning mittels Single AWG 20 / 21 Solid Core Kabeln von VHaudio in den USAA - diese sind hochreine 7N Kupfer und einem sehr guten Dielektrikum (für analoge Kabel soll es noch besser sein als Teflon). D.h. bei den bestellten 25 Metern, und Telegärtnern Low Mass Ethernet Steckern kommt da auch ein ordentlicher Betrag zusammen.

Man muss da erst mal etwas üben, und eine spezielle Verseilungstechnik „erfinden“, dass das nicht alles in Frust ausartet. Die Kabel sind so glitschig und gleichzeitig auch starr, das dauert dann Stunden bis man richtig gleichmässig verdrillt.

Aber das Endergebnis ,ja, dass war dann ein Überraschung: Für die „gebauten“ 3 Meter hat es nämlich gar nicht funktioniert - , egal wie ich es anschloss – Es ging NIX – das war dann aehmm ja, Kacke  - dann fing das Überlegen an.

Alles nochmals überprüft, die Interfaces vom Linn, NAS und dem Switch hinterfragt, reichen da tatsächlich 4 Adern aus oder brauche ich doch Full Duplex mit 8 aufgelegten Adern wie sie Cat 5 und höher vorsehen Das Kabel nochmals durchgemessen (welch ein Gefummel an die Leitungs-Stege des LAN Steckers ranzukommen) .

Aber alle Infos deuteten darauf hin, dass es funktionieren muss. Denn das Kabel war auch richtig angeschlossen.

Nur eben der Wellenwiderstand der könnte zum Problem führen bei 3 Metern, zu Hohe Reflexionsrate und die Verbindung wird nicht aufgebaut. So sagt es halt die Theorie - siehe hier die Beiträge von Martin.

Also, es half nichts, Reduktion der Kabellänge, das war nach dem Durchsehen und ein paar überschlägige Rechnungen die einzige Möglichkeit . Dann das Kabel halbiert und neu gesteckt (hatte 2 Ersatz Ethernet Telegärtner Stecker in weiser Voraussicht bestellt).

ES FUNKIONIERT mit 1,5 Meter !! Dann die Woche über einspielen lassen (ich war viel unterwegs) und gestern Abend dann laufen lassen – danach die Meicords dran – die braucht man dann nicht mehr.

Es klingt einfach offener, transparenter, schneller, in den Höhen einfach weit weniger gedeckelt, Ohne zu nerven ! Gerade bei Klassik.

Ich werde das Wochenende nochmals immer wieder reinhören – Ausmerzen des DIY Autosuggestions Effekt , der eine kritische Distanz zum eigenen Produkt verlässlich unterminiert…….

Somit laufen 2 Kabeln – das 1. Vom Cisco Switch zum LAN Port des Melco NAS und von dort via Player Port das 2te in den Linn Streamer . Es klingt imho richtig gut, wenn es die Aufnahmen hergeben. Bin echt baff, und das bei meinen ersten händisch gestrickten Kabeln, die alles andere als wirklich gleichmässig verdrillt sind.

Hoffe, ein paar "angesteckt" zu haben sich darin zu versuchen. Es lohnt sich.

Mein nächstes Projekt - DIY für die Linn Exakt Verbindung. Da dies ein Echtzeit Feld Buss System auf Basis von Ethernet als Hardware Format ist, werden allerdings alle 8 Adern eines CAT 5 Kabels benötigt. Und das bei einer Länge von 3 Metern. Das wird sicherlich ziemlich arbeitsintensiv. Könnte sich aber lohnen. Denn die Meicords konnten sich auch bei dieser Verbindung sehr deutlich von normalen CAT 5 Kabeln abheben.

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Beitragvon Hans-Martin » 09.02.2019, 19:40

Funky hat geschrieben:Alles nochmals überprüft, die Interfaces vom Linn, NAS und dem Switch hinterfragt, reichen da tatsächlich 4 Adern aus oder brauche ich doch Full Duplex mit 8 aufgelegten Adern wie sie Cat 5 und höher vorsehen

Hallo Funky, ich habe noch keine Elektronikkomponente gesehen, bei der mehr als 2 Aderpaare angesteuert wurden, die anderen 2x2 waren nicht konnektiert.
Das sollte den Selbstbau erleichtern.
Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon Juergen192 » 09.02.2019, 19:41

Hallo Funky,
interessantes Projekt. In meiner Anlage finden sich ähnliche Komponenten, allerdings bin ich mit Selbstbau nicht so der Held. Meicord hat ganz klar verloren gegen JCAT und Audioquest Diamond.
Das Längenproblem kenne ich auch. Ausgehend vom Melco wollte ich den Linn direkt über eine Länge von 8m verbinden. Das ging leider nur mit zwei Kabeln (verbunden durch GISO). Aber...kein Mucks.
Statt GISO dann ein CISCO in der Mitte und es klappt wunderbar. Selbst mit der Konstellation kurzes LAN in CISCO und dann doch die beiden per GISO verbundenen Kabel zur Anbindung des Linn funktioniert es. Der Switch scheint etwas mehr 'Kraft' zu haben als der Melco.
Mein CISCO hat allerdings auch sonst keine weiteren Aufgaben. Die Fritzbox verbinde ich mit normalem LAN-Kabel zum Melco, keine sonstige NAS.
Hätte übrigens nicht gedacht, welche Wirkung auch der CISCO hat (deutlich besser als ein vorher genutzter HP).
Weiterhin viel Erfolg!
Mit freundlichem Gruße
Jürgen
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Beitragvon Funky » 09.02.2019, 19:53

Grüß Dich Jürgen,

tja, Audioquest Diamond - schon ein tolles Kabel, nur der Preis ...

Ich bräuchte insgesamt 9 Meter. (2 mal 3 + 2 ma 1,5) - der Hersteller freut sich, ich mich weniger.
Das Meicord ist natürlich dem unterlegen, aber es hat noch ein einigermassen akzeptables Preis / Leistungsverhältnis.

Was einfach dämlich ist, dass es überhaupt Unterschiede gibt. (Ich komme aus der IT-Technik und habe den ganzen Kram vor 20 Jahren eigenhändig verlegt und per Fluke auch nachgemessen). Nun, die Ohren sagen einem einfach, so ist es.

3 Meter ist für Meicord und die anderen LAN Kabel, die ich bei mir rumliegen habe, kein Problem. Es hat definitiv was mit der Fehlanpassung zu tun, die sich durch den Selbstbau ergeben. Nun, ich gebe ja so schnell nicht auf und werden berichten, was ev. zur Lösung beiträgt

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Beitragvon tom_on_wheels » 09.02.2019, 21:44

Hallo zusammen,

kann mir Dummy jemand erklären, warum LAN Kabel "Twisted" sein müssen und nicht z.B. geflochten? Zum Thema "geflochten" finde ich bei Google nur was zur Schirmung oder der Ummantelung, nicht aber ein einziges geflochtenes Kabel.

Habe aus England geflochtenes Reinsilberkabel mit 4 Litzen bekommen und will das an 1, 2, 3 und 6 an Telegärtner MFP8 anschließen. Muss ich entflechten und dann verdrillen. Aber habe mich vorhin gefragt, ob ich nicht auch das geflochtene nehmen könnte.

Funktioniert LAN Kabel nur, wenn es verdrillt ist? Handle ich mir bei Flechtung Störungen ein? Hat schon mal jemand ein geflochtenes Kabel probiert und wenn ja, wie war das Ergebnis?

Viele Grüße
Tom
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Beitragvon HenSch » 09.02.2019, 22:08

Hallo Tom,

bei LAN Kabeln ist es extrem wichtig, dass die beiden Leiter, die zu einem Leiterpaar gehören, über die gesamte Länge des Kabels den exakt gleichen Abstand zueinander haben. Der Abstand ist ein Faktor, der die Impedanz des Leiterpaares bestimmt. Und diese Impedanz muss entlang des Kabels gleich bleiben, sonst entstehen bei Impedanzänderung Reflektionsstellen. Diese Reflektionen würden das Signal stark verformen, bis zur Unkenntlichkeit auf der Empfangsseite.

Das Verdrillen ist letztlich nur ein konstruktives Vehikel dafür zu sorgen, dass die beiden Leiter immer schön aufeinanderliegen und damit der Leiterabstand konstant bleibt. Ein gewisses Maß an Unterdrückung von externen elektrischen Feldern ist noch ein angenehmer Nebeneffekt dabei.

Also, aus meiner Sicht sind geflochtene Leiter aufgrund der obigen Überlegungen ein No-Go für LAN-Kabel. Wenn Du die Leiter entflochten hast, solltest Du sehr genau darauf achten, dass die Leiter wieder schön gerade gezogen werden vor dem Verdrillen. Und aus den ersten Fehlern beim Verdrillen habe ich gelernt, lieber mit weniger Verdrillung arbeiten, als diese zu eng zu machen. Zu eng klingt nämlich auch ziemlich genau so...

Viele Grüße,
Henning
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Beitragvon tom_on_wheels » 09.02.2019, 22:16

Hallo Henning,

herzlichen Dank für die gute Erklärung!!! Werde Deinen Rat beherzigen!

Viele Grüße
Tom

PS: Wobei, vielleicht hätte ich ja das weltbestklingendste LAN-Kabel erschaffen :cheers:
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Beitragvon Hans-Martin » 09.02.2019, 22:33

Hallo Tom,
es gibt einerseits die Forderung nach geringer Störeinstrahlung, andererseits wird die Leitung dann verlustarm, wenn eingangs- wie lastseitig dieselben Impedanzen herrschen wie sie die Leitung hat.
Ein Twisted Pair hat um 105 Ohm, die übliche Impedanz für LAN-Kabel. Die dielektrischen Eigenschaften des Isoliermaterials mit seiner Mantelstärke sorgen für Gleichmäßigkeit, einer weiteren Bedingung (Homogenität).
Ein Geflecht von 4 Adern hat nicht nur eine wechselnde Kopplung zwischen den 4 Leitern (unerwünscht), sondern auch durch den größeren Abstand eine zu kleine Kapazität (zu hoher Wellenwiderstand).
Stattdessen verwendet man sinnvoll nebeneinanderliegende Aderpaare mit unterschiedlicher Schlagzahl, als Diesselhorst-Martin Verseilung bekannt.
Grüße
Hans-Martin

Henning war schneller...
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Beitragvon Fujak » 10.02.2019, 08:55

Hallo zusammen,

mein DIY-LAN-Kabel überbrückt problemlos eine Länge von knapp 10m. Angesichts der Tatsache, dass LAN-Kabel grundsätzlich problemlos das 10-fache und mehr überbrücken können, ist das keine Sensation, sondern wie schon Henning richtig ausgeführt hat eine Frage der richtigen Anpassung - sprich des konstant gehaltenen Abstandes der beiden Adern innerhalb eines Paares. Dabei hat die Dichte der Schlagzahl pro Meter eine entscheidende Bedeutung auf die Klangcharakteristik:
Mein gefundener Idealwert liegt bei einem Schlag pro 1,5cm (ein Schlag bedeutet hier eine komplette Umwendelung um 360°). Eine geringere Schlagzahl von z.B. 2cm macht den Klang luftiger aber auch weniger fokussiert. Eine höhere Schlagzahl von z.B. 1cm lässt den Klang kompakter und fokussierter klingen.

Das Verdrillen mache ich übrigens maschinell wie bei den Harald-XLR-Kabeln: Eine Schrauböse mit ihrem Gewinde ins Bohrfutter einspannen. Das eine Ende des Adernpaares wird hier befestigt, das andere Ende in einen Schraubstock eingespannt. Dann die Bohrmaschine auf Zug halten (wichtig für gleichmäßige Schlagdichte) und mit moderater Drehzahl im Uhrzeigersinn (also im Rechtslauf) das Kabel drillen. Zwischendurch immer wieder mit einem Lineal messen, wann die gewünschte Schlagzahl erreicht wurde. Ist man versehentlich über das Ziel hinausgeschossen (zu eng gedrillt), kann man im Linkslauf korrigieren. Wichtig auch hier, das Kabel auf Zug zu halten. Damit ist das Verdrillen auch bei großen Längen eine Sache von wenigen Minuten.

Man mag den Einwand äußern, dass im Unterschied zur Handflechtung bei diesem Verfahren jede Ader einer gewissen Torsion ausgesetzt ist. Angesichts der relativ geringen Schlagdichte halte ich diesen Aspekt aus klanglicher und materialtechnisher Sicht vernachlässigbar. Auch bei den Harald-XLR-Kabeln mit wesentlich höherer Schlagdichte konnte ich keinen Unterschied zwischen Hand- und Maschinen-Verdrillung hören.

Grüße
Fujak
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Beitragvon tom_on_wheels » 10.02.2019, 09:05

Das sind ja noch sehr hilfreiche Hinweise, dankeschön Hans-Martin und Fujak.

Dann lege ich nachher mal los...
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Beitragvon uli.brueggemann » 10.02.2019, 12:59

Es ist schon spannend. Da haben sich zig Ingenieure Gedanken gemacht, wie man per LAN sicher Daten überträgt und das dann über weiteste Stecken (man denke bloss an den gesamten Internet-Datenverkehr). Und dann genaue Spezifikationen zu CAT5, CAT6 und CAT7 erstellt.

Und dann kommen die "Amateure", verdrillen sich die Leitungen selbst, setzen das ohne Abschirmung ein und das Ganze weit ab von jeglichen Spezifikationen. Wo dann das LAN-Kabel bei 5m Länge nicht mehr tut, aber 2m noch funktionieren. Und dann klingt es auch noch besser, verdammt noch mal.

Was machen also die Ingenieure falsch?

Es sollen ja anscheinend digitale Daten übertragen werden. Was dann im idealen Sinn sauberste Rechtecksignale sind. Diese werden dann abhängig von der Qualtität des Kabels, von dessen Länge und von den Impedanzen übertragen, reflektiert und mehr oder weniger verbogen. Bis hin zur Unkenntlichkeit. Dann klappt gar nichts. Davor werden dann, gottseidank, falsche Datenpakete noch durch Korrekturalgorithmen richtiggestellt (der Dank gilt den Ingenieuren).

Ein ideales Rechteck hat nun ein Spektrum welches bis ich höchste Frequenzen reicht. So ein Signal würde damit auch im ungünstigen Fall einen prima Radiostörsender abgeben. Das will man aber nicht, also scheint eine Bandbreitenbegrenzung sinnvoll. Und spätestens damit wird die digitale Übertragung analog.

Fürs Internet ist die Datenübertragung nie schnell genug, siehe die Entwicklung 100 Mbit, 1 Gbit, 10 Gbit ...
Demzufolge müssen die Leitungen mitmachen, was eben zu den entsprechenden Spezifikationen führt.

Leider wird dann mit der Nutzinformation eben auch alles mögliche an Hochfrequenz übertragen, die dann spätestens im DAC demoduliert und dem Hörsignal aufaddiert wird.

Hier kommt dann der audiophile Amateur zum Zuge: er schmeisst die Schirmung in den Müll, verwendet hochwertige Leiter und Isolationsmaterialien, verdrillt das locker nach Gusto und hofft, dass dann die Übertragung (mit grosser Wahrscheinlichkeit ausserhalb der Spezifikationen) trotzdem klappt. Das digitale Signal kommt dann eben mehr analog als digital an, wird trotz des Riesenjitters dann mittels der Korrekturalgorithmen noch richtig gerechnet und gelangt dann zum DAC. GLÜCKLICHERWEISE aber auch mit weniger HF-Müll. Der Preis ist eine bessere Wiedergabe, die Mühe hat sich gelohnt.

Also haben beide recht, die Ingenieure mit ihren Spezifikationen und die Amateure mit der Nichteinhaltung derselbigen. Gottseidank steht das NAS nicht in den USA und der Streamer im Wohnzimmer. Das würde das DIY-Kabel nicht mitmachen. Also die Wahrheit liegt wieder mal dazwischen.

Happy tweaking :wink:
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Beitragvon StreamFidelity » 10.02.2019, 14:13

Hallo Uli,

uli.brueggemann hat geschrieben:Und dann kommen die "Amateure", verdrillen sich die Leitungen selbst, setzen das ohne Abschirmung ein und das Ganze weit ab von jeglichen Spezifikationen. ... Und dann klingt es auch noch besser, verdammt noch mal.


so kenne ich Dich ja gar nicht. :mrgreen:

uli.brueggemann hat geschrieben:... Das digitale Signal kommt dann eben mehr analog als digital an, wird trotz des Riesenjitters dann mittels der Korrekturalgorithmen noch richtig gerechnet und gelangt dann zum DAC. GLÜCKLICHERWEISE aber auch mit weniger HF-Müll. Der Preis ist eine bessere Wiedergabe, die Mühe hat sich gelohnt.


Das amüsiert mich. :cheers:

uli.brueggemann hat geschrieben:Also haben beide recht, die Ingenieure mit ihren Spezifikationen und die Amateure mit der Nichteinhaltung derselbigen. Gottseidank steht das NAS nicht in den USA und der Streamer im Wohnzimmer. Das würde das DIY-Kabel nicht mitmachen. Also die Wahrheit liegt wieder mal dazwischen.


Ahh da ist der Uli mit einem versönlichen Ton zurück. :D

Auch wenn meine Kommentare es vielleicht nicht durchblicken lassen: ich finde den Kommentar von Uli gut. Aus dem einfachen Grund, weil ich durch stöbern in den unterschiedlichen Foren schon langsam "die Flöhe husten" höre. Verbunden mit der Erfahrung, dass ich Unterschiede zwischen einem CAT6 Billigkabel und einem CAT7 HighEnd Kabel zwar heraushören konnte. Hier aber nicht, wie verschiedentlich nachzulesen, im Sinne eines luftigeren oder kompakteren Klangs, etc. Sondern im Sinne einer Störungsfreiheit (keine Mini Dropouts mehr). Was mich wieder zu einem Fazit eines Forenten führt: Das beste Kabel ist kein Kabel!

Ich finde den Kommentar von Uli daher deswegen gut, weil es eine andere Sicht auf die Dinge gibt. Uli eben in seiner ironischen Art nach dem Nutzen fragt. In diesem Sinne frage ich mich, wie sich der Klang verändert, wenn ein ungeschirmtes LAN Kabel ein Netzkabel kreuzt?

Wie auch immer, jeder lebt sein Hobby anders. Jeder hört anders und warum sollte ein ungeschirmtes verdrilltes LAN Kabel nicht besser klingen? Kann sein. Für mich ist das nichts. Ich habe mir schon die Ohren gebrochen einen Unterschied aus verschiedenen LAN Switches herauszuhören. Hat zwar auch Spaß gemacht aber die Unterschiede waren halt marginal. Selbstkritisch möchte ich anmerken, dass man sich mit diesen und anderen Themen auch verrückt machen kann. Ich werde jetzt wieder mehr Zeit für Musik hören und genießen investieren.

Grüße Gabriel
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Beitragvon Hans-Martin » 10.02.2019, 14:48

Fujak hat geschrieben:Dabei hat die Dichte der Schlagzahl pro Meter eine entscheidende Bedeutung auf die Klangcharakteristik:
Mein gefundener Idealwert liegt bei einem Schlag pro 1,5cm (ein Schlag bedeutet hier eine komplette Umwendelung um 360°). Eine geringere Schlagzahl von z.B. 2cm macht den Klang luftiger aber auch weniger fokussiert. Eine höhere Schlagzahl von z.B. 1cm lässt den Klang kompakter und fokussierter klingen.

Das Verdrillen ... Dann die Bohrmaschine auf Zug halten (wichtig für gleichmäßige Schlagdichte) und mit moderater Drehzahl im Uhrzeigersinn (also im Rechtslauf) das Kabel drillen.
Hallo Fujak,
schöne Zusammenfassung, wo ich mich vermutlich bei der fokussierten Version wiederfinden würde.
Wie steht es mit der Lebendigkeit, Griffigkeit, ist die auch bei der höheren Schlagzahl besser?

Ich habe CAT7 gestrippt, da hat grün/weiß 2cm, orange/weiß 3cm /Schlag. Alles linksgewendelt (entspricht Rechtslauf der Maschine).
Hast du mal Kabel im anderen Wendelungssinn gestrickt?
Grüße
Hans-Martin

P.S. bei Netzkabeln habe ich ähnliche Beobachtungen gemacht.
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Beitragvon tom_on_wheels » 10.02.2019, 19:14

So, gerade mein erstes selbstgepfriemeltes Kabel in Betrieb genommen, zwischen Switch und Innuos Zen MKIII.

Reinsilber 0,4 mm Durchmesser, Telegärtner MFP8 Stecker und Basalt-Gewebeschlauch drüber.

Erster Höreindruck: deutlich besser als das bisher beste LAN-Kabel, dass ich bisher dran hatte, das Wireworld Starlight.

Zwei Stück muss ich noch machen, einmal von der Fritzbox zum Switch und vom Switch zum Trinnov. Aber für heute reicht mir das erst mal...
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Beitragvon music is my escape » 10.02.2019, 20:54

Hallo Tom,

na das ist ja mal eine Ansage - besonders in Anbetracht des Preises:

https://www.hifi-regler.de/shop/wireworld/wireworld_starlight_cat8_ethernet-1_0_m-100007625-1_0m.php


Hast Du oder jemand anderes eine Idee, weshalb man selbst derart preisintensive, dediziert zur Hifinutzung entwickelte bzw. zumindest angebotene LAN-Kabel mit geringem Aufwand klanglich toppt?

Dass man DIY in vielen Aspekten nicht mit kommerziellen Angeboten vergleichen kann, ist mir klar - aber speziell bei Thema LAN-Kabel könnte man schon den Eindruck gewinnen, dass die Hersteller nicht wirklich wüssten, was sie tun.

Viel Freude beim Hören,
Thomas
:cheers:
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