Arfi-Streamer

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

Arfi-Streamer

Beitragvon Nordlicht » 12.11.2018, 18:45

Hallo,

ich habe vor einigen Wochen von Ralf Koschnicke seine ersten Streamer zur Probe bekommen. Es kamen dann zwei getrennte Geräte bei mir an, einmal der Streamer und einmal ein Netzteil. In der endgültigen Version habe ich nun auf meinen eigenen Wunsch beide Geräte (aber einzeln geschirmt) in einem großen Gehäuse bekommen.

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Das Gehäuse ist genau doppelt so breit wie die anderen Arfi Geräte, so passen sie auch optisch zusammen.
Das besondere an dem Streamer ist dass er per Lichtwellenleiter mit dem Arfi(s)-USB verbunden wird und somit die Philosophie von Ralf der störungsfreinen Übertragung bis zum Dac fortgesetzt wird.

Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich zufrieden mit dem SOTM Ultra+ SBooster Netzteil gehört. Das änderte sich in dem Moment als der Arfi-Streamer angeschlossen wurde. Der Klang ist etwas schlanker aber deutlich detaillierter und klarer als mit dem Sotm. Dieser wurde dann eine Woche später verkauft. Obwohl mehr Details zu hören sind hat die Musikalität nicht gelitten, wie auch schon der Arfi-Dac spielt der Streamer ohne digitale Härte.

Das Betriebssystem des Streamer ist Volumino, dies kannte ich bisher noch nicht. Die Software ist aber sehr stabil und wird sofort im Netzwerk gefunden.

Meine Kette sieht nun wie folgt aus:

Arfi-Streamer --- Arfis-USB --- Arfi-DAC --- BAT VK40 --- Abacus 5X

Damit kann man nun schon ganz ordentlich ohne jegliche digitale Härte Musik hören. Ehrlich gesagt hat Digital bei mir noch nie so gut geklungen.

Viele Grüße
Jörg
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Beitragvon StreamFidelity » 13.11.2018, 11:02

Hallo Jörg,

vielen Dank für den schönen Erfahrungsbericht. Was mir noch unklar ist, wie verbindest Du den Streamer mit dem Arfi-DAC?

Grüße Gabriel
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Beitragvon beltane » 13.11.2018, 12:03

Hallo Gabriel,

Ralf hat das wie folgt realisiert:

In den Streamer wird auch das Afi USB Modul eingebaut. Dies beutet: Das USB Kabel vom Streamer zum Afi USB Modul befindet sich damit ebenfalls in dem Gehäuse - das vermeidet HF Strahlung. Der Streamer wird dann per LWL an AFIS Abhörmagrix angeschlossen und der wie gewohnt mit dem DAC verbunden.

Diese DAC Anbindung erfolgt wie folgt:

"Der arfi-dac2 setzt die Konzepte hinter afis, afi und USB-Modul konsequent fort – Stichwort: Schnittstellen, HF-Störungen und Taktung. Deshalb auch hier ganz bewusst wieder ein eigener Weg analog zum arfi-adc2: Wieder konsequent die Reduktion auf das Wesentliche, der arfi-dac2 selbst hat lediglich einen einzigen Eingang, den allerdings als RJ45-Ethercon und somit leitungstechnisch perfekt mit den anderen artistic fidelity Komponenten harmonierend. Sind mehrere Quellen gewünscht, wird zusätzlich ein afis als Schaltzentrale verwendet. Dort ist dann auch die USB-Anbindung integriert. Genügt die USB-Anbindung alleine, kann auch ein afi+USB direkt per RJ45-Ethercon verbunden werden."

Nachzulesen z.B. bei:

https://www.cm-audio.net/arfi-dac2

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon Bernd Peter » 13.11.2018, 12:18

Hallo,

was ist richtig?

Arfi-Streamer --- Arfis-USB --- Arfi-DAC ......bzw.


oder

In den Streamer wird auch das Afi USB Modul eingebaut.


Gruß

Bernd Peter
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Beitragvon beltane » 13.11.2018, 12:43

Hallo Bernd Peter,

vom Streamer per USB Kabel in das USB Modul - beide Einheiten befinden sich in einem Gehäuse.

Vom Ausgang des USB Moduls über das bekannte LWL Kabel in den artistic fidelity Audio-Isolator oder die artitsic fidelity Abhörmatrix inkl. USB afis usb.

Von dort dann wie von mir oben beschrieben in den Acousence DAC.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon Bernd Peter » 13.11.2018, 12:50

Hallo Frank,

danke für die Klarstellung.

Ich dachte schon, Ralf überträgt USB per LWL.

Gruß

Bernd Peter
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Beitragvon beltane » 13.11.2018, 13:11

Hallo Bernd Peter,

gerne - einer von Ralfs zentralen Ansätzen liegt ja in der Vermeidung von HF Einstrahlungen. Durch das Einbauen des USB Moduls in das Streamergehäuse und damit auch des USB Kabels, das den Streamerteil mit dem USB Modul verbindet, sind alle HF relevanten Komponenten in einem geschlossenen Gehäuse untergebracht und damit gegenüber anderen Komponenten wie dem DAC sehr gut abgeschirmt. Ich habe den Streamer noch nicht live gesehen, auf den obigen Bildern sieht es aber wirklich so aus, dass sehr auf diese Abschirmung geachtet worden ist.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon sunny_time_99 » 13.11.2018, 19:52

Hallo Frank,

magst Du mir bitte kurz erklären wo du diese Abschirmung auf den Bildern erkennst? Ich sehe nur ein Gehäuse, in das anzunehmender Weise Komponenten eingebaut sein müssten. Das Komponenten in ein Gehäuse gebaut werden sehe ich nun noch nicht als Durchbruch an.

LG

Sunny
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Beitragvon beltane » 13.11.2018, 22:54

Hallo Sunny,

ich habe mich da missverständlich ausgedrückt. Und ganz sicher kann ich es auch nicht so präzise ausdrücken wie Ralf selber. Insofern sollte er eigentlich seine Ansätze darstellen, dann wären die Aussagen stimmiger.

Es geht um das Gesamtkonzept. Zu dem gehören:

1. Keine HF Einstrahlungen über den Leitungsweg direkt weitergeben und Jittervermeidung.

Dem dienen das USB Modul, die spezielle LWL Anbindung und die Abhörmattix inkl. Reclocking. Dies ist in dieser Art meiner Kenntnis nach sehr einmalig realisiert.

2. Vermeidung von HF Einstrahlungen durch offene Geräte, Kabel, Netzteile..

Hier ist die Bauweise des Streamers ein konsequenter Schritt - aber sicher nicht einmalig.

3. Vermeidung der Weitergabe von HF Anteilen in das Stromnetz

Hier werden passende Netzteile mit Filter verbaut. Das macht nicht jeder so gründlich - ist aber auch nicht einmalig.

In der Sumne hat Ralf aber durch die Gesamtheit aller Massnahmen ein sehr schlüssiges Konzept geschaffen, zu dem auch die spezielle Anbindung an den DAC und die Möglichkeit der Anbindung der Masterclock gehören. DSP und OS werden ebenfalls nicht eingesetzt - solche Rechenmassnahmen finden bei Bedarf im Streamer statt.

Auch das ist nicht einmalig - aber selten als Gesamtkonzept anzutreffen.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon Ralf Koschnicke » 13.11.2018, 23:25

Hallo zusammen,
tja, Jörg war so früh mit seiner Neuerwerbung, dass noch gar keine Infos auf unserer Website zu finden sind. Deshalb schreibe ich mal ein bisschen was dazu.
Zu oben: Nun ja, ein Metallgehäuse mit leitend (weil Metall) eingebauter Netzwerkbuchse und ansonsten nur ein Netzanschluss und LWLs, das ist bereits augenscheinlich eine recht ordentlich geschirmte Sache. Was man außerdem nicht sieht, kommt obendrauf: Metallgehäuse mit leitenden Kantenübergängen die alle eng gezahnt ineinandergreifen. Das ist nochmal etwas anderes als hübsch eloxierte Aluminiumgehäuse, bei denen die Kantenübergänge alle quasi isolierend sind. Das sind aber nur Details. Entscheidender ist, dass die Streamer-Einheit vollständig gekapselt in einer eigenen Metall-Kassette im Um-Gehäuse sitzt, genauso auch das Netzteil mit üppiger Filterung auch gegen „Rückspucken“ von Störungen ins Netz. Das Wichtigeste ist dann aber das integrierte USB-LWL-Modul. Das ist im Prinzip identisch zum externen beim Afi+USB. Es gibt deshalb auch einen Upgrade-Preis, wo das existierende USB-Modul des Kunden einfach eingebaut wird.

Letztlich fußt die ganze Idee zu der neuen Streamer-Plattform (es gibt diverse Ausführungen) auf den Erfahrungen mit Afi+USB. Nach wie vor kann man zwar einen Afi mit dem externen USB-Interface an einen beliebigen Rechner – z.B. Laptop oder Digital-Streamer – anschließen und man bekommt auf recht einfache Art und Weise ein tolles Musikwiedergabegerät.
Es gibt aber eben auch von Anfang an die Berichte, dass USB-Kabel immer noch einen Einfluss haben, dass die Stromversorgung – Afi oder USB-Teil – einen Einfluss hat, oder auch irgendwelche Einstellungen oder Optimierungen am Rechner – Hardware oder Software.
Das habe ich natürlich alles umfassend untersucht und immer wieder bin ich beim gleichen Schluss gelandet. Das Konzept nach vorne in Richtung des Audio hält das was es verspricht. Es gibt aber eben noch andere Wege des Einflusses. Vor inzwischen doch schon recht langer Zeit habe ich das hier mal unter dem Titel „Sekundäre Wege“ thematisiert. Im Kern reduziert sich m.E. alles auf den Einfluss von HF-Störungen, was macht der Wiedergabe-Computer diesbezüglich so alles, über die Luft wie über die Kabel daran, ob Netz oder Signal/Daten.

Zunächst der Musikserver „arfi-muse“ und jetzt eben die neuen Streamer reduzieren Einflüsse über diese sekundären Wege auf ein Minimum. Beide sind seitens CPU so ausgelegt, dass sie nicht viel mehr Leistung bereitstellen als fürs Musikhören tatsächlich gebraucht wird. Das senkt den Stromverbrauch und damit bereits im ersten Schritt das Störprofil. Das Netzteil ist nun integriert und so aufgebaut, dass darüber auch keine unerwünschten Effekte mehr auf andere Geräte entstehen. Die ganze IT-Welt, also CPU-Einheit, Speicher und Audiointerface ist komplett schön doppelt gekapselt zusammen in einem Gehäuse. Die Verbindung zur Audio-Welt findet nur über die drei Lichtleiter unseres „arfi-optical“ statt.

Am schlüssigsten wird die Sache dann bei Kombination mit dem „arfi-dac2xt“ bei dem das afi-optical-Gegenstück direkt im DAC sitzt und der inkl. Netzteil genauso aufgebaut ist. Man hat die entscheidende Audiostufe somit ebenso als gekapselte kompakte Einheit. IT-Welt und Audio-Welt kommunizieren nur über Lichtleiter. Alles was für die Musikwiedergabe wichtig ist, inkl. Takterzeugung, sitzt schön getrennt von IT im DAC. Über einen Afi oder Afis als Gegenstück kann man aber natürlich auch wie bisher andere DACs versorgen und hat zumindest das Thema Abspielgerät vollumfänglich erschlagen.

Natürlich kann man alles ganz anders machen und wer gerne bastelt und sich alles aus Einzelteilen zusammenstellt, dem sei das auch weiterhin gegönnt. Streamer oder Musikserver plus DAC sind nun unser Angebot, um sich unkompliziert und ohne viel eigenes Dazutun ums Wesentliche kümmern zu können: das Musikhören!

Beste Grüße
Ralf

P.S.: Diese Geräte sind dort natürlich nicht zu sehen. Wer aber mit mir persönlich sprechen möchte und nach Köln keinen weiten Weg hat, der kann uns diese Woche (morgen bis Samstag) gerne auf der Tonmeistertagung besuchen. Ich hätte auch ein paar Gästekarten zu vergeben. Interessenten bitte per PM oder besser noch E-Mail an mich.
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Beitragvon Wolfgang » 14.11.2018, 12:36

Hallo Ralf,

vielen Dnak für die detaillierte Beschreibung.

Viele Grüße
Wolfgang
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Beitragvon sunny_time_99 » 17.11.2018, 13:37

Hallo Ralf,

auch von meiner Seite ein Dankeschön für die Erklärungen. Mich interessiert, wie bei allen Geräten, aber natürlich auch brennend das Innenleben. Gibt es Fotos davon, dass sich der geneigte Interessent neben den Worten auch über die tatsächlichen Maßnahmen ein "Bild" machen kann? Ich persönlich finde das Thema LWL schon als sehr interessantes Thema - es ist eine ganz eigene Herangehensweise - ich mag sowas.

Hinsichtlich es Netzteils sei mir hoffentlich die Frage erlaubt, ob es sich dabei um ein Schaltnetzteil oder ein lineares Netzteil handelt.

Vielen Dank und Gruß

Sunny
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