Mein neuer MusikServer Antipodes K50

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.
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shakti
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Mein neuer MusikServer Antipodes K50

Beitrag von shakti »

In den letzten Monaten hat sich meine Anlage dank der Avalon Osiris Lautsprecher deutlich verändert,
speziell mein analoges set up hat sich in einen derart hohen Qualitätsbereich entwickelt,
dass ich mit meiner bisherigen digitalen Signalquelle, bestehend aus

Innuos Zenith MK III Musikserver
Innuos Phoenix USB clock
3x Melco HA N1A HA 40 4TB , eingesetzt als NAS


an einem

Brinkmann Nyquist II DAC

(ansonsten gibt es noch 1x Fritzbox und 2x Bonn N8 switch an Keces P8 Netzteilen, komplette Wireworld LAN Verkabelung)

nicht mehr viel Musik gehört habe.

Rainer (Easy) aus diesem Forum hatte mich in diesem Jahr bereits 2x besucht, da er sich die Avalon Osiris einmal anhören wollte.

Er machte mich auch auf die im direkten Vergleich abfallende Qualität meines digitalen Setups im Vergleich zum analogen aufmerksam. Mit seiner Erfahrung in diesem Bereich, sah er im Bereich des Musikservers den grössten Verbesserungsspielraum.


Insofern bin ich die verschiedenen Möglichkeiten der Verbesserung im Musik Server Bereich durchgegangen.

(Vermeiden wollte ich, dass ich weiterhin die Musik auf mehreren externen hochwertigen NAS verteilt habe,
da dies "teure" Rackstellfläche und Verkabelung erfordert. Einen DIY Weg habe ich ebenfalls ausgeschlossen, genauso wie die Zusammenstellung eines customized Musikservers eines sehr kleinen Herstellers. Ich bin kein digital native und benötige mitunter in der Tat ab und zu Hilfe bei dem Betrieb eines solchen Gerätes und insofern sollte der hinter dem Gerät stehende Service gut funktionieren.
(was im übrigen mit der Grund war, meine ersten Schritte bei Musik Servern mit Innuos zu gehen)

Auf Grund der Qualitaet des Zenith SSD Speichers war auch schnell klar, dass ich die gesamte gespeichert Musik von ca 14TB auf SSD speichern möchte. Da mich handelsübliche NAS klanglich nicht befriedigt haben (deshalb hatte ich die Melco Geräte), war klar , dass ich einen MusicServer benötige , der mindestens auf 16TB SSD aufrüstbar ist.

Meine bisherigen klanglichen Erfahrungen mit zB dem Innuos Statement oder dem Taiko Audio Musikserver liessen mich meine klanglichen Erwartungen aber auf einem niedrigen Niveau halten, hatten mich diese Geräte ob des aufgerufenen Preises doch noch nicht zu 100% überzeugen können

Ich kooperiere seit einigen Jahren mit der Firma CM-Audio,
Markus Flöter kenne ich dank vieler gemeinsamer workshops hinsichtlich seiner klanglichen Präferenzen recht gut.
(hatte Markus auf dem ersten Aktives-Hören Jahrestreffen bei mir kennen und schätzen gelernt)

So bekomme ich von Markus, einem excellenten digitalen Experten, immer wieder Tips und Anregungen.
Ich revanchiere mich dann mit ebensolchen im analogen Bereich :-)

So hatte ich auf workshops immer mal wieder mit den Antipodes Geräten Kontakt,
da Markus gerne seine Vorführungen mit diesen macht.

Als Markus mich dann vor ein paar Wochen darauf ansprach, dass es bald neue Antipodes MusicServer gibt, war meine Neugierde geweckt, Ich habe mich dann auch noch mehrfach mit seinem Partner Torsten Fink über diese ausgetauscht.

Als dann endlich der neue grosse

Antipodes K50 Musikserver

https://antipodes.audio/antipodes-music-servers.php

in Deutschland verfügbar wurde und Torsten erste Erfahrungen in seiner hochwertigen privaten Anlage machen konnte,
war schnell klar, dass Antipodes wohl offensichtlich die bisherigen klanglichen Begrenzungen im Musikserver Bereich so verschieben konnte, dass ein deutlicher Qualitätssprung zu meinem vorhandenen Zenith Musikserver zu erwarten ist
Meine weiteren Recherchen im internationalen Bereich bestätigten Torstens erste Erfahrungen!

So habe ich mich kurzfristig entschlossen, den Antipodes K50 auch in meiner Anlage auszuprobieren.

Als die ersten Antipodes Musikserver der K Serie bei CM Audio eingetroffen waren, bin ich sofort nach Mönchengladbach geeilt um einen der ersten K50 in Empfang zu nehmen. Markus hat diesen dann schnell ausgepackt um mich durch die verschiedenen Seiten des neuen Antipodes Menüs zu führen, was für mich schon mal sehr hilfreich und ebenso lehrreich war :-)

Dank dreier von aussen erreichbarer SATA Slots waren dann auch

2x Samsung 8TB SSD

schnell montiert.

Nun steht das Gerät nun bei mir, so dass ich mich mit diesem vertraut machen kann.

Über meine ersten Erfahrungen werde ich im nächsten Beitrag schreiben.

Gruss

Juergen
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shakti
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Beitrag von shakti »

Während ich meiner Musik Datenbank beim kopieren zuschaue, habe ich ein wenig zur mir bis dato noch recht unbekannten Firma Antipodes recherchiert, hier ein paar Infos, die ich interessant fand:

Antipodes wurde 2004 von Mark Jenkins in Neuseeland gegründet,
anfangs noch primär als Hifi Kabel Hersteller. 2009 verschob sich der Schwerpunkt mehr und mehr in Richtung MusikServer, welche aktuell ausschließlich das Produktportfolio darstellen. Folgend ein paar Gedanken von Mark Jenkins zum Thema Musikserver:


"Eine wichtige Entscheidung, die ein High-End-Audiohersteller treffen muss, ist, ob Er basierend auf der von ihm verwendeten Technologie oder der von Ihm gelieferten Klangqualität verkaufen möchten. Dies gilt insbesondere für Musikserver, bei denen sich die Computertechnologien ständig weiterentwickeln und in der IT-Presse gut vermarktet werden. Das Problem besteht darin, dass einige Fortschritte in der Computertechnologie die Klangqualität verbessern und einige Fortschritte in der Computertechnologie die Klangqualität verringern. Einige einfache Beispiele sind, dass die meisten Fortschritte bei Motherboard-Chipsätzen die Klangqualität verbessern, die meisten Fortschritte bei Schnittstellen (z. B. SATA und USB) jedoch die Klangqualität beeinträchtigen. Dies liegt daran, dass die Technologien darauf abzielen, Computerleistung für die Eingabe von Zahlen und die Suche nach Daten bereitzustellen, und nicht die Klangqualität von Musikservern zu verbessern. Antipodes hat sich entschieden, eher mit seiner Klangqualität als mit der Liste der verwendeten Technologien zu konkurrieren. Aus diesem Grund listen wir nicht die spezifischen Details von beispielsweise RAM, Mips, GHz usw. auf. Wir tun dies nicht, um etwas zu verbergen. Wir tun dies, weil wir, wenn wir an den von uns veröffentlichten Spezifikationen gemessen werden, eher zur Verbesserung dieser Spezifikationen als zur Klangqualität abgelenkt werden. Antipodes ist eine Audio-Firma, keine Computer-Firma, und daher geht es bei unseren Werten um den Klang. Wir entscheiden uns dafür, nach der von uns gelieferten Klangqualität, anstatt nach den von uns veröffentlichten Spezifikationen beurteilt zu werden"

Der Antipodes K50 besteht im Grunde genommen aus 2 Geräten,
dem Musik Server und dem Musik Player. Die Trennung geht bei Antipodes so weit, dass beide Geräte im Netzwerk eine eigenen IP Adresse zugewiesen bekommen.

Über die Bedienoberfläche des Servers kann dann (unter anderem) Roon ausgewählt werden, so dass der K50server als ROON Core aufgesetzt wird.

Die entsprechende Software ist bereits aufgespielt.

Die entsprechende Software ist bereits aufgespielt und brauch nur angeklickt zu werden.

Über dieses Bedienfenster kommt man auch an den Daten Manager, an das externe CD Laufwerk (optional) sowie an die Speicherverwaltung.

Bei mir wird es ausschliesslich Roon geben, insofern werde ich zu den anderen Abspielmöglichkeiten nichts sagen können.

Der Antipodes K50 kann die Musik über die verschiedensten Möglichkeiten ausgeben.
Das offensichtlichste ist der Weg über die "spezielle", dh galvanisch entkoppelte Ethernet Schnittstelle. Mit einem LAN Kabel nimmt der Antipodes Kontakt zu einem Streamer oder einem "Roon Ready" Gerät auf. Dies erfolgt dann in einem speziellen Roon eigenen Datenformat.

Das nächste bereitgestellte Format ist USB, welches ebenfalls speziell aufbereitet wird.

Aus Sicht von Antipodes eignen sich aber beide Datenformate nicht für eine höchstwertige Wiedergabe bzw nicht als höchstwertige Schnittstelle zu einem DAC.

Beide Schnittstellen sind auf Computerbedürfnisse hin spezifiziert und übertragen entsprechend auch Artefakte/Störungen, die man aus einem DAC raushalten möchte.

Insofern bereitet der K50 aus den vorhandenen Daten die klassischen digitalen Übertragungsformate AES/EBU und SPDIF auf. Dies erfolgt in einem aufwendig konzipierten Modul, welches das Signal (bzw dem Takt) einem reclocking und einem dejitter Prozess unterzieht.

Der Antipodes K50 ist entsprechen mit einem SPDIF in RCA und BNC sowie dem AES/EBU Ausgang in XLR ausgerüstet. Auch eine moderne I2S Schnittstelle im HDMI Format steht zur Verfügung. Da diese Schnittstelle nicht genormt ist, lässt sie sich auf unterschiedliche Herstellerprofile konfektionieren (was ich nicht prüfen kann, da ich keinen passenden DAC verwende)

Auf die Spitze treiben kann man diese Schnittstelle, indem man den K50 mit einer externen Megahertz clock synchronisiert, der Anschluss ist ebenfalls vorhanden.

Im eigentlichen ServerAnschlussbereich kann man 2 externe USB Festplatten anschliessen, welche sofort erkannt werden und in das zentrale Daten filing als Speichererweiterung übernommen werden. Auch ein externes CD Laufwerk kann hier angeschlossen werden.

Bei mir ist der DAC per USB, per Ethernet und per AES/EBU Kabel mit dem Brinkmann Nyquist II DAC verbunden, interessiert mich doch, wie sich die Klangunterschiede bemerkbar machen. Als Kabel verwende ich 3x Wireworld.

Meine Neugier auf die ersten Klänge ist riesig, doch hatte man mir empfohlen, dass ich erst meine Daten auf die SSD Festplatte kopiere, bevor ich Roon von meinem Back Up aus wieder installiere. Sollte ich in meinem Heimnetz tatsächlich ca einen Tag pro 1TB Daten benötigen, dann bin ich noch rund zwei Wochen mit kopieren beschäftigt, bevor ich ans Musik hören komme...

Warum geht das alles nicht schneller...

Gruss
Juergen
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shakti
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Beitrag von shakti »

Um die Ladezeiten zu überbrücken habe ich mich auch mit den anderen Geräten der K Serie auseinandergesetzt,
der K50 ist ja vorerst Probeweise eingezogen. Sollte mir an meinem Brinkmann Nyquist II der LAN Eingang klanglich am besten gefallen, wäre zB der Antipodes K40 eine interessante Wahl. Sollte der USB Ausgang die erste Wahl werden, könnte evtl auch ein K30 reichen:

Der K50 ist das Spitzengerät hinsichtlich "Server" und "Player" und besitzt neben den Computer spezifischen Ausgängen Ethernet und USB noch ein Digitales Ausgangsboard, in dem SPDIF und AES/EBU sowie ein I2S Ausgang zur Verfügung gestellt werden.

Im identischen Gehäuse gibt es den K40, der im Prinzip aus dem K50 Server Modul besteht und entsprechend nur einen Ethernet Ausgang besitzt. Alle weiteren digitalen Ausgänge (hochwertiges USB, SPDIF, I2S, AES/EBU) sind entfallen.

Als weitere Iteration der K Reihe gibt es den K30, welcher wieder aus "Server" und "Player" besteht. Beides ist gegenüber dem K50 mit etwas reduzierter Leistung. So hat der "Server" einen etwas leistungsschwächeren Prozessor (Single Core statt Multicore) und der "Player" bietet ausschliesslich einen hochwertigen Ethernet und USB Ausgang an (dh kein SPDIF, I2S, AES/EBU) ,
auch sind gegenüber dem K50 weniger Netzteile verbaut, die Spannungsversorgung der Baugruppen ist entsprechend einfacher.


Gruss
Juergen
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shakti
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Beitrag von shakti »

​Markus Flöter (CM Audio) hat mir auf Nachfrage noch ein paar zusätzliche infos zu den neuen Antipodes MusikServern geschickt:



"Antipodes Musikserver K- und S- Serie

V5.6H Mainboard (K50 Server und K40 Server)


Physikalisch handelt es sich um die gleiche Platine wie das V4H, das in der Antipodes CX verwendet wurde. Seine Audioleistung hat erheblich von der neuen ISM-Abstimmung profitiert. Das V5.6H wird im K50 und K40 verwendet und ist der Hauptgrund dafür, dass die K50 und K40 die am besten klingenden Antipodes Musikserver sind. Was die Leistung betrifft, so kann dieses Board eine Musikdatei in CD-Auflösung mit einem einzigen CPU-Kern unter Verwendung des Roon DSP in DSD512 umwandeln. Es verfügt über weitere 5 echte Prozessor-Kerne, um gleichzeitig mit der Wiedergabe auch andere Funktionen ausführen zu können, was es sehr vielseitig macht und ihm den nötigen Spielraum für den Betrieb der Server Apps gibt.

V5.2H Mainboard (K30 Server Board und S40 Server- und Player Board)


Hierbei handelt es sich um ein neues Board mit der neuen ISM-Abstimmung, das die gleiche Single-Core-Leistung wie das V5.6H-Board hat, jedoch mit weniger Prozessor-Kernen. Dieses Board ist eine "Premiere" - das erste Antipodes-Board, das sowohl für Server-Anwendungen als auch für Player-Anwendungen hervorragend geeignet ist. Das V5.2H-Board hat zwei Kerne und zwei virtuelle Prozessor-Kerne. Wenn die Wiedergabelösung relativ einfach gehalten wird, bietet Ihnen dieses Board einen großen Teil der Leistung der V5.6H und kann ohne Überhitzungsprobleme betrieben werden, solange es frei steht, damit die Wärme abgeführt werden kann.

V5X Mainboard (S30 Server- und Player Board, K30 Player Board, K50 Player Board)


Dies ist ein neues Board mit der neuen ISM-Stimmung, das etwas leistungsfähiger und besser klingend ist als das V4X-Board, das im Antipodes EX verwendet wird. Was die Leistung anbelangt, kann dieses Board CD-Musikdateien mit Hilfe des Roon-DSPs auf DSD256 hochsampeln, erfordert jedoch die Roon-Parallelisierung, um alle seine Kerne dafür nutzen zu können. Wie das V4X bietet auch das V5X eine gute Leistung bei Serveranwendungen, übertrifft aber die notwendige Leistung, die für Playeranwendungen wie Roon Ready oder Squeezelite benötigt wird.

R1i Reclocker-Board (K50 und S20)

Dies ist eine neue Reclocker-Platine, bei der die Eingangselektronik vollständig von der Reclocker- und Ausgangselektronik isoliert ist. Dies bedeutet eine sehr deutliche Verbesserung der Klangqualität gegenüber dem Antipodes P2 Reclocker der für EX und CX genutzt werden konnte.

HSL80 Netzteil (drei im K50 und jeweils eins in K40 und K30)

Das in der HSL80 und der HSL50 verwendete Stromversorgungsschema ist für einen großen Teil der Klangqualitätsverbesserungen gegenüber den Vorgängermodellen CX und EX verantwortlich. Das HSL80 ist stark überdimensioniert und wird im K50 verwendet, der drei HSL80 verwendet. Die Musikserver K40 und K30 nutzen jeweils ein HSL80.

HSL50-Netzteil (S60)

Dieses Netzteil hat das gleiche Design wie das HSL80, ist aber nicht so überdimensioniert. Das HSL50 wird nur im externen Netzteil der S-Serie verwendet (S60). Es ist wichtig zu beachten, dass die S20, S30 und S40 auf optimale Leistung mit einer sehr schnellen Stromversorgung abgestimmt wurden. Ein einfaches smps Netzteil in Form eines Steckernetzteils ist im Lieferumfang der S-Serie enthalten. Für eine viel höhere Leistung ist ein S60 ideal. Sie können zwar einen S20, S30 oder S40 mit einem linearen Netzteil eines Drittanbieters betreiben, aber Sie verlieren etwas an Geschwindigkeit und Dynamik im Vergleich zur Verwendung des S60.

Beschreibung der K- und S-Serie Modelle

Dieser Abschnitt beschreibt, wie die oben beschriebenen Komponenten in den jeweiligen Modellen kombiniert worden sind. Beachten Sie, dass eine Musikserver Audioquelle in den meisten Fällen zwei Schlüsselstufen umfasst: Server-App und Player-App.

Server-Anwendungen

Die Server Apps organisieren Ihre Musikdateien und Streaming-Dienste. Selbst wenn Sie nur Streaming-Dienste hören, liefert die lokale Bereitstellung Ihrer Musik an die Player-Anwendung einen besseren Klang, als wenn Sie sich als Server-Anwendung auf einen Streaming-Dienst verlassen. Die Server-Anwendung streamt die Dateien an die Player-Anwendung. Beispiele sind Roon Server oder Squeeze Server. Die Server Apps können parallel installiert auf allen Antipodes Modellen der K- und S-Serie laufen.

Player-Anwendungen

Die Player-App empfängt das gestreamte Signal von der Server-App und wandelt es in ein digitales Audiosignal um. Die Qualität des von der Server App empfangenen Datenstreams hat einen erheblichen Einfluss auf die Qualität des von der Player-Anwendung erzeugten digitalen Signals. Beispiele für Player Apps sind Roon Ready, Squeezelite oder AirPlay. Bis auf den K40 (auf dem ausschließlich Server Apps laufen) können die Player Apps auf allen Modellen der K- und S-Serie laufen. Zur Optimierung des Ausgangssignals der Player-App kann jeweils nur eine Player-App aktiv sein. Die Player Apps können aber über das Konfigurationsmenü im Webbrowser einfach gewechselt werden.

Server und Player auf einem Musikserver

Alle Antipodes-Musikserver, mit Ausnahme des K40, sind in der Lage, sowohl die Server-App als auch die Player-App auszuführen, und können als reine Server oder als reine Player verwendet werden. Der K40 ist so konzipiert, dass er nur die Server-Apps ausführen kann.

Antipodes Musikserver S30

Der S30 verwendet das V5X-Board, bietet USB- und Analogausgänge und wird mit einem Standard-Smps Netzteil betrieben. Die Existenz der Analogausgänge bedeutet nicht, dass ein audiophiler DAC enthalten ist. Die Analogausgänge dienen der Bequemlichkeit und ermöglichen einen niedrigen Einstiegspunkt für einen Benutzer, der keinen audiophilen DAC besitzt. Die Klangqualität verbessert sich erheblich, wenn ein hochwertiger USB-DAC hinzugefügt wird. Der S30 kann zur Ausführung von Server Apps und/oder Player Apps verwendet werden, aber seine Hardware ist für die Player App optimiert.

Antipodes Musikserver S40

Der S40 verwendet das V5.2H-Board, bietet Direct Streaming über Ethernet und USB-Ausgänge und wird mit einem Standard-Smps Netzteil berieben. Der S40 kann zur Ausführung von Server-Apps und/oder Player-Apps verwendet werden, aber seine Hardware ist für die Server-App optimiert.

Antipodes Reclocker S20

Der S20 verwendet das R1i Reclocker Board und bietet S/PDIF-, AES3- und I2S-Ausgänge. Er wird mit einem Standard-Smps Netztel betrieben und empfängt das Musiksignal ausschließlich über USB. Der S20 kann verwendet werden, um die Klangqualität eines S30, S40 oder K30 zu verbessern.

Antipodes Netzteil S60

Das S60 arbeitet mit dem HSL50-Netzteil, mit dem die Klangqualität der S20, S30 und S40 erheblich verbessert werden kann. Ein einziges S60 kann zwei beliebige S20, S30 und S40 mit Strom versorgen. Die ultimative Lösung der S-Serie ist ein S60, das den S40 mit Strom versorgt, auf dem die Server-Apps laufen. Ein zweites S60 versorgt den S30 mit Strom, auf dem die Player App läuft und einen S20 Reclocker.

Antipodes Musikserver K30

Der K30 kombiniert das V5.2H-Board, auf dem die Server Apps laufen, mit dem V5X-Board, auf dem die Player Apps laufen. Beide werden mit einem einzigen HSL80-Netzteil betrieben und bieten einen USB-Audioausgang. Er ist vergleichbar mit der Kombination von S40, S30 und S60 in einem einzigen Gehäuse, jedoch mit überlegener Stromversorgung durch das größere HSL80-Netzteil.

Antipodes Musikserver K40

Der K40 verwendet das V5.6H-Board, das von einem einzigen HSL80-Netzteil gespeist wird. Der K40 ist optimiert für die Server Apps, das Musiksignal wird in höchster Qualität ausschließlich über Direct Stream Ethernet an einen Ethernet fähigen D/A Wandler geschickt.

Antipodes Musikserver K50

Der K50 verwendet das V5.6H-Board zur Ausführung von Server-Anwendungen, das V5X-Board zur Ausführung von Player-Anwendungen und das R1i Reclocker Board zur perfekten Aufbereitung des Digitalsignals. Jede der drei Boards wird von einem dedizierten HSL80-Netzteil mit Strom versorgt. Die Ausgänge sind Direct Stream Ethernet, USB, S/PDIF, AES3 und I2S.

Antipode CD-Ripping Plattform K10

Der K10 ist ein hochpräziser Ripper, verbaut in einem vollen Aluminium Gehäuse, der an jeden Antipodes-Musikserver angeschlossen und zum automatischen Rippen Ihrer CDs verwendet werden kann. Er wird über ein doppeltes USB-Kabel an den Antipodes-Musikserver angeschlossen."


und hier noch ein interessanter link:

https://www.musikserver.news/antipodes/antipodes-story

Gruss
Juergen
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Andi
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Beitrag von Andi »

Moin Jürgen,

nach dem, was Du uns da so zum lesen gegeben hast, bin ich echt gespannt auf Deine klanglichen Beschreibungen vom K50.

Mal wieder sehr interessant Deine Berichte.

Auf Bildern sieht es so aus, als ob die SSD da lose in den Schächten liegen, ist das wirklich so oder sitzen die stramm in den Schächten?

VG Andi
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Trinnov
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Beitrag von Trinnov »

Hallo Jürgen,
Auf die Spitze treiben kann man diese Schnittstelle, indem man den K50 mit einer externen Megahertz clock synchronisiert, der Anschluss ist ebenfalls vorhanden.
Ich wüsste nicht, dass das mit dem K50 geht.
Bist du dir da ganz sicher?
Vielleicht kommt dir das USB to AES/I2S Board (DDC) auch irgendwie bekannt vor.
Zumindest ging es mir so, als ich das erste Innenfoto des K50 gesehen habe.
Man kann aus dem Web Foto extrem viel über die konkret verbauten Innereien (Mainboards, DDC usw.) und deren Verschaltung rauslesen.

Viele Grüße,
Horst
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Bernd Peter
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Beitrag von Bernd Peter »

Hallo,

wenn ich mir die Bilder vom offenen K50 anschaue, suche ich bisher vergeblich den Reclocker.

Kann mir da jemand helfen?

Gruß

Bernd Peter
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ohneA
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Beitrag von ohneA »

Hallo Horst.
Ich kann Deinem Statement nur beipflichten, auch wenn ich nun kein Elektronikspezialist bin. Aber zumindest verfolgt der Hersteller den gleichen Ansatz, den wir ja mit unseren "Bastelcomputern" auch verfolgen: Bestmögliche Stromversorgung, keine rotierenden Bauteile (Lüfter oder HDD), sauber geclocktes Ausgangssignal, aufwendige und maximal saubere Stromversorgung und eben auch Gedanken zu unnötigen Schnittstellen.
Alles Dinge, die ja hier im Forum auch ausgiebigst diskutiert wurden und hier nun auf professionelle Art und weise umgesetzt. So meine Bewertung.
Bin ebenfalls sehr gespannt auf Deinen ersten Hörbericht, Juergen.

Gruss
Martin
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shakti
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Beitrag von shakti »

Andi hat geschrieben:
21.11.2020, 19:28
...

Auf Bildern sieht es so aus, als ob die SSD da lose in den Schächten liegen, ist das wirklich so oder sitzen die stramm in den Schächten?

VG Andi
Habe noch nicht so oft Festplatten in einen SATA Anschluss geschoben. Für mich sitzen die Festplatten da stramm drin, zumindest gehört zum Lieferumfang des K50 ein kleines Blech Werkzeug zum rausziehen der Festplatten.

Gruss
Juergen
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shakti
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Beitrag von shakti »

Trinnov hat geschrieben:
22.11.2020, 00:44
Hallo Jürgen,
Auf die Spitze treiben kann man diese Schnittstelle, indem man den K50 mit einer externen Megahertz clock synchronisiert, der Anschluss ist ebenfalls vorhanden.
Ich wüsste nicht, dass das mit dem K50 geht.
Bist du dir da ganz sicher?


Viele Grüße,
Horst

Zumindest hat der K50 einen Wordclock Anschluss.
Hinsichtlich der Beschriftung ist dieser unter "output" geführt:

"Femto Word Clock Master Output on BNC"

Da ich keine Geräte mit Clock Eingang betreibe und auch keine externe Clock nutze,
kann ich leider (noch nicht) nicht genau sagen, was mit dem Anschluss möglich ist.

Gruss
Juergen
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h0e
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Beitrag von h0e »

Hallo Jürgen,

der Word Clock Ausgang dient wohl eher dazu, einen DAC mit Wordclock - Eingang zu takten,
eine externe Clock (wie Ref 10 o.ä.) kann man m.E. nach nicht verwenden.

Mich würde interessieren, wie bzw mit welchen "Apps" Du den K50 betreibst?
Leider ist in der aktuellen Firmeware der Minimserver rausgeflogen,
den ich bzgl. Klangperformance und Konfigurationsmöglichkeiten sehr zu schätzen gelernt habe.
Ich hoffe das Antipodes den wieder aufnimmt.
Wer für gute 15.000 Euro ein Gerät kauft, wird wegen der 10 Euro jährlich für den Minim nicht harzen müssen.

Grüsse Jürgen
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shakti
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Beitrag von shakti »

h0e hat geschrieben:
22.11.2020, 13:46
Hallo Jürgen,

der Word Clock Ausgang dient wohl eher dazu, einen DAC mit Wordclock - Eingang zu takten,
eine externe Clock (wie Ref 10 o.ä.) kann man m.E. nach nicht verwenden.

Mich würde interessieren, wie bzw mit welchen "Apps" Du den K50 betreibst?
Leider ist in der aktuellen Firmeware der Minimserver rausgeflogen,
den ich bzgl. Klangperformance und Konfigurationsmöglichkeiten sehr zu schätzen gelernt habe.
Ich hoffe das Antipodes den wieder aufnimmt.
Wer für gute 15.000 Euro ein Gerät kauft, wird wegen der 10 Euro jährlich für den Minim nicht harzen müssen.

Grüsse Jürgen

Da mir die Aufbereitung meiner MusikSammlung und die Integration mit Tidal sehr gut gefällt nutze ich ROON,
habe ich als lifetime Abo gebucht. Wenn ich Markus Flöter richtig verstanden habe, ist das Antipodes Betriebssystem weiterhin sehr flexibel und weitere APPs sind lad- und integrierbar.

Hinsichtlich der wordclock liegst du wahrscheinlich richtig, würde ja auch Sinn machen,
die vorhandene gute eingebaute clock zum takten der nachfolgenden Geraete nutzbar zu machen.

Gruss
Juergen
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