Mutec MC-3+ Smart Clock

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

Beitragvon uli.brueggemann » 27.12.2013, 15:42

modmix hat geschrieben:Es ist mir noch ein großes Rätsel, warum diese 'Klangsignaturen' erhalten bleiben...

Ulli,

zum einen könnte man über das Thema galvanische Kopplung spekulieren.

Zum anderen wäre zu berichten, dass ich kürzlich mit Herrn Peters über einen Punkt diskutiert habe, bei dem ein T+A DAC8 versorgt per Fireface UC und MC-3+ einen "gelockten" Zustand anzeigt aber versorgt per Streamer und MC-3+ eben nicht. In beiden Fällen zeigt das MC-3+ aber seinerseits "gelockt" an.

Erklärung: man muss verstehen, was mit Reclocking nun wirklch passiert. Das Reclocking der MC-3+ beinhaltet kein Bufferung. Beispiel: man will einen 44.1 kHz-Track spielen, der Streamer macht aber nur angenommene 42 kHz. Demzufolge liefert er nicht genügend Daten, es würde ein Buffer-Underrun auftreten. Wenn der Streamer dagegen die Daten mit 46 kHz liefert, würde ein Buffer-Overrun entstehen. Es bleibt also dem MC-3+ nichts anderes übrig, als die Daten mit der jeweils ankommenden Taktrate zu verarbeiten. D.h. der DAC bekommt eben die Daten mit niedriger oder hoher Taktrate, wenn diese ausserhalb eines gewissen Bereichs liegt (welcher mit der internen Clock bestimmt wird), wird eben die Lock-Anzeige abgeschaltet. Trotzdem erfolgt die Wiedergabe entsprechend der falschen Rate. So bei dem genannten Streamer.
Und der MC-3+ reicht eben nur durch. Er kann kann also für die gegebene Rate nur eine Signalformung derart durchführen, dass die Taktflanken des Eingangstaktes verbessert am Ende wieder rauskommen.

Spannend würde es dann noch, wenn die Basisrate zusätzlich schwankt. Dann muss ja die Taktrate auch noch nachgeführt werden. Das Reclocking wäre dann so etwas wie ein Tiefpass, welches kurzzeitig saubere Taktflanken bildet und niederfrequent die Rate nachführt.

Ich persönlich gehe davon aus, dass die meisten Effekte daher rühren, dass keine wirklichen Puffer vorliegen. Es bräuchte dann ja auch eine Kontrolle des Datenstroms, um bei Underrun Daten nachzufordern und bei Overflow die Übertragung anzuhalten. Was bei spdif, Toslink, i2s aber nicht gegeben ist.

Grüsse
Uli
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Beitragvon uli.brueggemann » 27.12.2013, 21:28

Ulli,

nun können wir über die Bedeutung eines Puffers im Sinne von Delay-Line oder eben wirklichen Ausgleich von größeren Schwankungen bzw. unterschiedlichen Taktraten diskutieren.

Du kennst ja den Effekt von Clicks, der bei zwei leicht differierenden Taksignalen entsteht. Den könnte die MC-3+ nur dann perfekt ausgleichen, wenn ein entsprechend großer Puffer vorliegt (was auch nur in dem Fall geht, wo der ankommende Datenstrom dann schneller ist). Über die Zeit gesehen, füllt sich der Puffer dann ständig. Bis er überläuft.

Die MC-3+ hat keinen solchen Puffer. Natürlich einen, der notwendig ist für die nicht unendlich schnelle Datenaufbereitung. Ansonsten muss sich aber der Ausgangstakt dem Eingangstakt anpassen. Es findet definitiv keine Abtastratenänderung statt. Sonst würde ein dem MC-3+ nachgeschalteter DAC immer gelockt anzeigen.

Grüsse
Uli

PS: ansonsten frag mal nach bei Herr Peters :-)
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Beitragvon Heule » 28.12.2013, 11:57

Hallo Ulli,

an Lichtleiterkabeln habe ich jetzt drei verschiedene gehört. Bei allen ist der Unterschied zum Coax vorhanden! Mit Coax klingt es halt einfach noch schöner! Gestern kam meine Frau während des Probehörens in das Zimmer, und fragte ganz spontan nach der Musik und das diese ganz toll klingen würde. Diese Musik lief aber bestimmt schon hundertmal hier, und nie hat sie danach gefragt. Hat der Mutec also alles richtig gemacht. :D

Gruß Oliver
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Beitragvon Daihedz » 28.12.2013, 13:33

Hi Oliver

Heule hat geschrieben:... An Lichtleiterkabeln habe ich jetzt drei verschiedene gehört. Bei allen ist der Unterschied zum Coax vorhanden! Mit Coax klingt es halt einfach noch schöner! ...

Du bist mit Deiner Aussage offenbar in bester Gesellschaft. Das suggeriert nämlich auch AKM. Zum Thema steht schon seit Jahren in all ihren Manualen zu den DAC-Eval-Boards besagter Firma folgendes:

AKM hat geschrieben:... Coaxial connection is recommended when evaluating the sound quality ...

Nachzulesen am aktuellsten Beispiel z.B. hier:
http://www.akm.com/akm/en/file/ev-board ... 495SEQ.pdf,
wo es auch etwas zur gepflegten Stromversorgung von DAC's zu sehen gibt.

Lichtleiter könnten allenfalls Vorteile dann haben, wenn durch eine (unsachgemäss) angelegte, elektrisch leitende COAX-Verbindung eine Brumm-, resp. Induktionsschleife ins System eingebaut würde. Dieses Risiko ist bei einer optischen Verbindung natürlich ausgeschlossen.

Ich würde auf jeden Fall als Verbindung zwischen Reclocker-OUT und DAC-IN der elektrischen COAX-Variante den Vorzug geben.

Evaluierende Grüsse
Simon
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Beitragvon Thomas K. » 30.12.2013, 18:54

Hallo zusammen,

bin gerade wieder von der Weihnachtstour zu meinen Schwiegereltern zurück.
Ich kann Olivers Beobachtung voll bestätigen. Zunächst hatte ich meinen DVB-C Receiver mit opt. Kabel (Sommer Cable) an den Mutec angeschlossen. Mittlerweile mit einen 1m Coax "Lutzifer".
Klingt deutlich sauberer.

Viele Grüße
Thomas K.
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Beitragvon Fujak » 21.02.2014, 21:18

Hallo Ulli,

mit großem Interesse habe ich Deinen Beitrag gelesen - nicht nur, weil wir beide an der gleichen Mutec-Clock mit vermutlich gleicher Rb-Clock experimentiert haben, sondern weil wir offenbar auch zu unterschiedlich großen klanglichen Unterschieden gekommen sind (siehe hier).

Was mich ebenfalls darüber hinaus interessiert, sind Deine Erfahrungen mit verbesserten (Ofen-)Oszillatoren. Da kommen noch spannende Zeiten auf uns zu...

Grüße
Fujak
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Beitragvon Breti » 24.02.2014, 16:06

Hi,

ich oute mich mal als den anderen Hörerer mit der MV89A :)

Habe jetzt an meiner umgebauten Acapella Violon einige Wochen mal mit und mal ohne externe 10MHz Clock gehört und der Unterschied ist doch sehr deutlich (wenn man es einmal gehört hat, dann gehts nicht mehr ohne). Gestern hatte ich aus Versehen meine Mutec im falschen Modus laufen und war nach 2 Stunden Musikhören nur frustriert, wie anstrengend und nervig die Musik doch ist. Dann fiel mir plötzlich auf, dass ich vergessen hatte die externen 10MHz an der Mutec auch einzuschalten (falscher Modus). Und siehe da: Mit der Clock war die ganze schrille Nervigkeit wie weggeblasen! Hätte mir das vor ein paar Wochen jemand erzählt - ich hätte kein Wort geglaubt.

Wer also schon eine Mutec hat und für kleines Geld mal einfach Testen möchte, dem empfehle ich sich bei ebay für aktuell 35€ so eine MV89A zu besorgen und sie anzuschließen. Alles war man dann noch braucht ist ein 12V 1A Netzteil und ein BNC Kabel, welches man durchschneidet und anlötet. Schon kann man vergleichen. Wenns dann gefällt kann man ja immer nochmal über Steigerungen nachdenken...

Im normalen Reclocker Modus höre ich übrigens im Vergleich mit/ohne Mutec kaum einen Unterschied. Ich war daher schon nahe dran sie zu verkaufen - umso interessanter ist daher das Ergebnis mit den externen 10MHz. Jetzt wird sie wohl bleiben müssen ;)

Viele Grüße,
Thomas
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Beitragvon Mega-Lupe » 24.02.2014, 22:24

HAllo!
Entschuldigt bitte, aber mal ne Einsteigerfrage: Wie bindet man ein solches Mutec in das Anlagensetup ein??
Vor den DAC?
Grüße
Ralf
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Beitragvon wgh52 » 24.02.2014, 22:35

Hallo Ralf,

ja, genau in den SPDIF Zweig zwischen Quelle und DAC. Bei mir ist wegen mehrerer Digitalquellen vor dem Mutec dann ein Funk CAS-2.V3SE SPDIF Umschalter eingeschleift.

Hoffe das hilft,
Gruß,
Winfried

PS: Ulli war schneller :cheers:

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Beitragvon Heule » 17.04.2014, 22:10

Hallo Fujak,
schau mal auf diese Seite:
http://www.mutec-net.com/artikel.php?id ... d6q8o5jp31
:mrgreen:
Sollte dir bekannt vorkommen. Da wird von einem Kaskaden User gesprochen :shock:

Gruß Oliver
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Beitragvon Fujak » 18.04.2014, 07:18

Hallo Oliver,

ja, der User kommt mir irgendwie bekannt vor. Verrückter Typ, was der da mit den Mutecs angestellt hat. Naja, was tut man nicht alles für guten Klang. :wink:

Grüße
Fujak
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Beitragvon Heule » 18.04.2014, 10:14

Das hat dieser Kaskaden User aber sehr schön geschrieben. Da könntest
du dir mal eine Scheibe abschneiden :mrgreen:

Gruß Oliver
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Beitragvon nikander » 19.04.2014, 17:37

Dazu nochmal eine blöde Frage:
Wie verbandelt alles, z.B. für eine 2-er-Kaskade?
An welches Mutec Spdif rein, an welchem raus in den DA Wandler und wie die Mutecs untereinander?

Danke,

Christian
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Beitragvon Amati » 19.04.2014, 19:32

Ich habe die 24 Seiten nicht komplett gelesen, deshalb entschuldigt bitte , wenn ich so dazwischen grätsche.
Bei mir werkelt nach dem Win PC per usb eine Hiface Evo und die dazugehörige Clock. Von da aus geht es per AES/EBU zum Dac.
Macht es Sinn die Hiface clock gegen dieses kleine "Wunderteil" auszuwechseln?

Peter
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Beitragvon nikander » 19.04.2014, 20:47

@ modmix

Z.B. Also PC - SPDIF - SPDIF Eingang 1. Mutec - XLR out 1. Mutec - XLR in 2. Mutec - SPDIF out 2. Mutec - DA Wandler?
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