Was sind Eure Top 3 Titel für Audio-Demonstrationen?

Klangperlen und künstlerische Leckerbissen

Was sind Eure Top 3 Titel für Audio-Demonstrationen?

Beitragvon Hironimus_23 » 05.12.2014, 15:41

Hallo Zusammen,

viele von Euch waren sicherlich bereits in der Situation, die eigene Anlage einem interessierten Zuhörer mit geeignetem Musikmaterial zu präsentieren. Was sind Eure Top 3 Titel die Ihr dabei wählt, um mal so richtig mit der Anlage zu strunzen 8) , sofern vom Interessenten kein Wunsch geäußert wird.

Hier meine derzeit favorisierten Stücke:
1.) Vivaldi –Vier Jahreszeiten von Giuliano Carmignola und Sonatori de la Gioiosa Marca ; Titel: Der Winter, III. Allegro
2.) Katie Melua: Album: The House; Titel 1: I´d love to kill you
3.) Schiller: Album: Atemlos Live, Titel 1: Playing with Madness


Bin gespannt und viele Grüße,
Hironimus
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Beitragvon cinematic » 05.12.2014, 15:54

hmm, nur 3 Stück?

da nehm ich mal die drei hier:

Adam Baldych & The Baltic Gang - Imaginary Room - The Room of Imagination - (Jazz mit Geige)

Hadouk Quartet - Hadoukly Yours (24bit-44khz) - Chappak (Jazz mit Doudouk ;) )

Robert Coyne with Jaki Liebezeit - The Obscure Department - 21st Century Magic (mit Jaki an der Trommel)


Grüße
tom
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Beitragvon aktivator » 05.12.2014, 16:33

Hi
Pierre Moerleen /Downwind
Yello/Rubberbandman
Steve Vai/Blue Powder
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Beitragvon Melomane » 06.12.2014, 11:53

Moin,

Die nicht klassikaffinen Besucher sind immer wieder damit zu beeindrucken:

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https://www.jpc.de/jpcng/jazz/detail/-/ ... um/4187203

Ich habe die Ausgabe auch als HiRes-DL, aber meine Anlage kann die Dateien nicht so eindrucksvoll präsentieren wie die schwarzen Scheiben.

Aber je nach Tagesform und anwesender Klientel findet sich manch anderer Schatz. Immer gut für das audiophile Gemüt sind auch die Produktionen von Reference Recordings.

Gruß

Jochen
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Beitragvon Funky » 06.12.2014, 17:24

Moin moin,

was auch immer audiophil für Euch bedeuten mag, wenn Leute Ahnung von Musik (egal dann ob Rock, Jazz oder Klassik) haben geht es früher oder später bei Hörsessions immer um Inhalte und nicht um Hülle.

Da ist Jimi Hendrix mit live in philmore oder in a gadda da vida von Iron butterlfy schon ein hinhörer , beide sehr intensiv.

Klassisch - Mozart Symphony nr. 40 von Ference Fricsay von 1958 in Mono mit dem Rias Orchester Berlin oder Prokoview Violinconcert mit Ricci ebenfalls von 1958 auch in Mono, die Violin Sonaten von Gido Kremer von Bach

Jazz - da gibt es einfach zuvieles, sicherlich die erwähnten Oscar Peterson Einspielungen aus dem Schwarzwald , Miles Davis - Kind of Blue - LP von 1967 aus Uk (an die BlueNote Original kommt man einfach nicht ran) - aber da könnte ich endlos weitermachen

Es geht bei den Aufnahmen nie um den Klang, sondern immer um die Intensität mit der die Musik eingefangen wurde - Gänsehaut und Ehrfurcht - das ist etwas was eine gute Anlage auszeichnet und imho auch das einzig wesentliche. Klang kann jede brauchbare Anlage irgendwie, aber die Struktur, das Geniale einer Interpretation herauszubringen, gerade wenn der Klang nicht optimal ist - das bringen nur wenige.

Soweit mein Input

funky
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Beitragvon kalle » 09.12.2014, 23:12

Meine REFERENZ-CD´s

Friedeman´s Aquamarin Orchester - Live
Es gibt auch eine Studioaufnahme. Ich habe beide und ziehe die Live Aufnahme immer vor.
Die Klangqualität aber vor allem die Spielfreude sind unglaublich gut eingefangen.


Ich besitze alles von Hadouk-Trio
Weltmusik die schwer zu beschreiben ist, vorzüglich aufgenommen, spannend, atmosphärisch, geheimnisvoll.


Mari Boine Persen
auch von Ihr habe ich alles was auf CD "gepresst" wurde.
Besonders empfehlenswert ist meiner Meinung nach "Eallin-Live"
Ich war vor einigen Jahren auf einem Konzert in Leverkusen, wo ich sie Live erleben durfte.
Ich war hin und weg. Es wurden auch viele Titel gespielt, die auf ihrer Live-CD enthalten sind. Dabei wurde alles fast genauso wie auf der Aufnahme wiedergegeben. Tolle Dynamik, knochentrockene Bassgewitter, eine unglaublich variantenreiche Stimme.


Viel Spaß damit, ich könnte jetzt noch weiter machen :D

Aber wir sollen uns ja auf 3 CDs beschränken. :roll:
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Beitragvon Booker » 10.12.2014, 00:55

Meine 3

Kari Bremnes "A Lover In Berlin"
Yello "Till Tomorrow"
Bobby Mcferrin " Don't worry be happy"

Das haut alle um, und alles auf Vinyl
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Beitragvon delgesu » 10.12.2014, 11:12

1. Bach: Präludium & Fuge in Es, BWV 552, Karl Richter, DG-Aufnahme, 1968
2. Mahler. Symphonie °6 in a, Wiener Philharmoniker, Pierre Boulez, DG-Aufnahme, 1993
3. Gershwin by Grofe: Original Orchestrations & Arrangements, Harmonia Mundi France-Aufnahme, 2007

Grüße
Matthias
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Beitragvon Guenni » 10.12.2014, 12:45

irgenwie sehe ich das so wie Funky!

so eine Aufnahme wäre zB die La Boheme mit Björling/de los Angeles/Sir Thomas Beecham
oder die ältere Aufnahme vom Falstaff (Karajan, Tito Gobbi)

oder die schier ungeheure musikalität einer Callas.
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Beitragvon Melomane » 10.12.2014, 14:30

Hallo in die Runde,

zur Definitionsfrage: Für mich ist audiophil im Kontext dieses threads im wesentlichen ein Attribut für die technische Seite. Im Sinne von: Kann die Qualitäten einer Anlage für jeden nachvollziehbar herausstellen.

Dann hätte ich noch audiophil im Sinne der Aufnahmetechnik/Fertigung des Wiedergabemediums in petto, eine Definition, die sich noch relativ leicht mit dem oben skizzierten Verständnis verbandeln lässt.

Bei musikalisch intensiv präsentierten Produktionen können die vorstehend an der Technik orientierten Ansätze leicht und gerne hinten runterfallen. Mit solchen Sternstunden der musikalischen Darbietung möchte ich aber nicht die technischen Qualitäten der Anlage demonstrieren - das geht leicht daneben, weil musikalische Intensität von jedem anders empfunden werden kann. Solange man keine homogene Hörermenge vom Fach = Berufsmusiker vor den LS sitzen hat, die sich dann immerhin über die Qualität meinetwegen des Gesangs auf technischer Ebene wiederum unterhalten können, sich vermutlich bei der Interpretation aber schnell auch schon wieder in die Wolle kriegen können.

Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe meine Vorschläge mit Blick auf die Absätze 1 und 2 dieses Beitrags gemacht. ;)

Gruß

Jochen
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Beitragvon Höhlenmaler » 10.12.2014, 15:48

Funky hat geschrieben:Moin moin ...
Es geht bei den Aufnahmen nie um den Klang, sondern immer um die Intensität mit der die Musik eingefangen wurde - Gänsehaut und Ehrfurcht - das ist etwas was eine gute Anlage auszeichnet und imho auch das einzig wesentliche. ...
funky


So höre ich das auch ...

Meine bevorzugten Aufnahmen sind eher alte Jazz Aufnahmen.
z. bsp .....

Coleman Hawkins - The Man I Love
Cecil McBee - Love (auf Thembis - Pharoah Sanders
Archie Shepp - Body And Soul



allerdings, gut gefallen kann mir auch elektronische Musik, die muss eine ordentliche Box sehr laut unverzerrt darstellen können.



Gruß Ingo
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Beitragvon alexfra » 10.12.2014, 17:58

Wenn meine alten Motörhead-Scheiben nicht total nach Blechdose klingen, spricht das auch sehr für die Anlage. Aber das war Off-Topic :wink:
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Beitragvon Guenni » 12.12.2014, 16:38

Melomane - so sehe ich das im Prinzip auch. Aber das ist das Testen Vordergründiger Qualität der Anlage.

Ein Beispiel wie ich dies mit meinen Aufnahmen meinte ist, dass einige Freunde sich nach ein zwei Hörsessions bei mir auch mal ältere Aufnahmen zulegten, die dann jedoch enttäuscht hergelaufen kamen und meinten, dass es bei Ihnen viel mehr rauscht.
Das Rauschen der älteren Aufnahmen habe ich genauso - aber bei mir legt sich das Rauschen eben teilweise als Klangteppich fernab vom eigentlichen Signal räumlich woanders nieder.
Diese Unterschiede aufzuzeigen muss eine Anlage fähig sein. Und deshalb teste ich dann lieber mit solchen "alten Kamellen". So eine verrauchte Jazz-Keller Atmosphere mit hustendem Publikum und klimperndem Besteck (jazz at the pawnshop) zeigt mir im Prinzip mehr von der Anlage als eine perfekt aufgenommene Referenzaufnahme
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Beitragvon Hans-Martin » 13.12.2014, 00:47

Jazz At The Pawnshop ist zwar immer wieder ganz nett, aber eine aus bekanntermaßen so vielen Einzelmikrofonen zusammengemischte Aufnahme mag zwar gefallen, aber als Referenzaufnahme würde ich sie nicht nehmen. Zudem sie invertiert ist und nach Umpolen besser klingt.

Ich würde mich nie auf eine Aufnahme allein verlassen, deshalb hier meine 3 Klassikaufnahmen (ohne Wertung der Reihenfolge):

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Rachmaninoff - Grieg: Symphonic Dances - Eduardo Mata / Dallas Symphony Orchestra 1989 Intersound CDD477 (Audio Plus Direct to digital)

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Gustav MAHLER Symphony No. 5 St. Petersburg Philharmonic Orchestra/Yuri Temirkanov Waterlily Acoustics WLA-WS-76-SACD

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Exotic Dances from the Opera Eiji Oue Minnesota Orchestra ReferenceRecordings RR-71CD(HDCD)

Allle 3 CDs kommen tonal ausgewogen und haben beeindruckende räumliche Abbildung, abgesehen davon sind sie in korrekter Polarität geliefert. Wohlüberlegt sage ich hier: diese Aufnahmen sind der Hammer.
Wenn Karajan von seinen (noch dazu invertierten) CDs meinte, dass alles vorher wie Gaslicht gewesen sei, dann ist das hier Sonne pur.

Jazz:
Bigband Corner Pocket von
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[url?http://www.tnt-audio.com/topics/james_e.html]The King James Version[/url] Harry James & His Big Band Sheffield Lab-3
Die CD wurde mangels Bandmitschnitt von der Sheffield Direktschnitt Schneidefolie abgetastet, beide sind invertiert, das sollte man bedenken und kompensieren.

Peacocks von The Bill Holman Band: A View from the side 1995
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Midnight Sugar von
Tsuyoshi Yamamoto Trio Three Blind Mice TBM 23
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Diese CD basiert auf einer alten Analogaufnahme der frühen 1970er Jahre, beide sind invertiert und somit zu kompensieren.

Da gibt es noch sehr viele 192kHz/24Bit Musikfiles, deren verbale Numerik einen zunächst ehrfurchtsvoll erstarren lässt, aber wenn man sie hört, schaltet man lächelnd ab.
Das bezieht sich auf die vielen aufgewärmten Kommerzprodukte, die eigentlich kalter Kaffe sind, weil ihre Zeit vorüber ist. Eine neue Remastered Take Five oder Kind Of Blue, einst aufgenommen mit Tonband vor Dolby Noise Reduction, kann einfach nicht mehr überzeugen, wohl dem, der gepflegtes Vinyl von damals im Schrank hat (und bei A-Seite KoB 2% langsamer spielt). Beides invertiert...
Ich meine hier allerdings auch nicht Ralf Koschnickes Acousense Aufnahmen, die mit großer Sorgfalt gemacht wurden (und polarität: positiv), das wäre ungerecht, aber wenn ich sie nicht unter meinen Top 3 liste, bedeutet das nicht: unter ferner liefen...

Pop
Crossover: Walter/Wendy Carlos Switched on Bach.
Bach, direkt aus dem Moog, ganz ehrlich, keine Mikrofone, keine Raumeinflüsse, Technik pur, direkt aus dem Synthesizer. Keine Klangmanipulation, um es Autofahrern, Kofferadiohörern, oder wem auch immer Recht zu machen. Ebenso Eddy Louiss: Blues For Klook (der Rest der CD hält dieses Noveau allerdings nicht mit)
Stevie Ray Vaughan: Tin Pan Alley (dito). Lou Reed Walk On The Wild Side. Paul Simon & Ladysmith Black Mambazo Homeless (Graceland)
Mir macht da E.L.O. - Roll Over Beethoven oder John Miles Music richtig Spaß, wenn ich Auto fahre. Aber da diese Musik dafür produziert wird, vorübergehend Spaß zu generieren, ein ernsthaftes Interesse an Klangauthentizität auf der Produktionsseite erkennbar nicht existiert, feiert diese Musik sich selbst und taugt nicht für Audio-Demo als Referenz für eine gut klingende HiFi-Kette/Anlage. Dann doch lieber die blitzsauberen Stockfisch-Produktionen, die sich gnadenlos komprimiert selbst ins besondere Abseits schießen, aber dennoch gut ankommen, fett im Bass, vordergründig in der Abbildung. Vielleicht sollte ich jetzt mal meine alten LPs von Werner Lämmerhirt oder Sammy Vomáčka, Lilienthal, Elster Silberflug, David Qualey, Mike Silver zum Vergleich raussuchen... Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass die digitalen Aufnahmen überleben und ohne Kompression irgendwann noch einmal veröffentlicht werden, solange man sich noch an die Künstler erinnert...
BildWar Kari Bremnes Gate ved Gate noch unter Kirkelig Kulturverkstaedt wunderbar in einer Holzkirche aufgenommen, wurde nach dem Wechsel zu einem anderen Plattenlabel zwar in HDCD produziert, aber den 20Bit stand auch eine gehörige Portion Dynamikkompression gegenüber, schon war ein Referenzstatus verspielt.

In Anlehnung an den braven Soldat Schwejk verabrede ich mich „Nach dem Krieg um sechs im Kelch!“, ich meine den Loudness-Krieg, erst wenn der vorbei ist, mache ich meine ernsthaften Vorschläge zum Thema Pop hier.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Melomane » 13.12.2014, 09:52

Guten Morgen die Herren,

Hans-Martin hat geschrieben:Audio Plus Direct to digital


Ist das Hinweis auf die Zeit, in der man stolz darauf war, kein analoges Teufelszeug mehr bei der Produktion eingesetzt zu haben? Oder verbirgt sich hinter dem Hinweis mehr?

Gruß

Jochen
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