Was wir zur Zeit hören

Klangperlen und künstlerische Leckerbissen

Beitragvon Schorsch » 30.12.2017, 00:06

Hallo Andi, Hans-Martin, Harald,

sehr spannend!

Hans-Martin hat geschrieben:Die frühen Mercuries wurden für Musikliebhaber gemacht, die zu ihrer Zeit einen Röhrenverstärker und vielleicht sogar 2-Wege-LS hatten, vor der Zeit von Kalottenhochtönern. Was man da im Studio wohl als Abhöre benutzt hat? Da wären Bilder vielleicht aufschlussreich...
Grüße Hans-Martin


Mercury hat damals wohl mit Altec VOT abgehört. Eine Beschreibung der von Euch angesprochenen Mikrofonierung findet sich hier.

http://www.soundfountain.com/amb/mercury.html#MIKE

Viele Grüße
Georg
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Beitragvon Salvador » 30.12.2017, 01:45

Hallo Georg,

klasse, herzlichen Dank für diesen Link!
Da finden sich neben Infos zur Mikrophonierung auch welche zum 35mm Masterband und zu den Command Classics im Speziellen.
Ich würde vorschlagen, aus der Vorstellung der Steinberg/Beethoven/Pittsburgh/Command und den folgenden Beiträgen einen Extra-Thread zu machen in Musikempfehlungen mit dem Titel "alte Mercury Recordings mit drei Mikrophonen und 35 mm Masterband" . Da werde ich hoffentlich noch weitere reinpacken.

Genau das macht unser Forum (wieder mal) aus! Toll und Danke,

Andi
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Beitragvon Salvador » 30.12.2017, 02:01

Depeche Mode - Speak and Spell

1981, Vinyl, UK-Erstpressung, NM

Erstes Album von DM, recht günstig, für mich ein Schatz.

Besser als die deutsche Erstpressung (wahrscheinlich nur von Masterbandkopie gemacht), die remasterten Versionen (definitiv dynamikkomprimiert, nicht kaufen!) oder CD oder Hochbit, bei letzteren beiden könnte es auch mit meiner besseren Analogquelle zu tun haben, der Bass des SPU mit den AGM ist eine süchtigmachende Kombi :D Besser gehts bei mir nicht. Bin DM-Fan und sehr happy, habe das Album nie so gut gehört.

https://www.discogs.com/Depeche-Mode-Sp ... ease/56293

Beste Grüße,
Andi
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Beitragvon cassco » 30.12.2017, 09:08

eher roh & ungeschliffen als feingeistig & audiophil.
Musikalisch aber eine Wucht und ziemlich druckvoll produziert.
Wilder Mix aus Punk, Rap, Ska und Post-Punk

Sleaford Mods - English Tapas

https://www.jpc.de/jpcng/poprock/detail/-/art/sleaford-mods-english-tapas/hnum/5884690

Grüße
Sascha
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Beitragvon Hans-Martin » 30.12.2017, 14:39

Schorsch hat geschrieben:Mercury hat damals wohl mit Altec VOT abgehört. Eine Beschreibung der von Euch angesprochenen Mikrofonierung findet sich hier.

http://www.soundfountain.com/amb/mercury.html#MIKE

Hallo Georg,
dann wäre es konsequent, Mercurys auch mit Voice of the Theater abzuhören.
So, wie ich die VOT in Erinnerung habe, geht sie besser mit einer leistungschwachen SET als mit stärker gegengekoppelter PushPull-Röhrenendstufe.
Die verschnupften Höhen (so würde ich den Klang heute beschreiben) der VoT wurden vermutlich beim Mastering ausgeglichen, zusammen mit der Phono-Vorausentzerrung für sphärische Abtastnadeln und den ohnehin vorhandenen Höhenanhebungender Mikrofone ein Grund, die Höhen wieder zurückzudrehen, wenn wir heute mit ganz anderer Höhenlinearität (schärfere Nadelschliffe, anderer Abtastwinkel) abtasten, LS-mäßig wiedergeben.
Aber die etwas übertriebenen Höhen der Mercurys passen in den heutigen Zeitgeist, der sein Interesse an Natürlichkeit aufgegeben zu haben scheint.
Ich finde die Mercuries als CDs etwas unterkühlt, Mercury LPs habe ich mal gehabt, als einst das Bett durchgesägt wurde, ging dieser Teil der Sammlung mit weg :( .
Hier ein Beispiel (von Mercury verwendetem Telefunken M56 /Neuman KM56):
Bild.
Der +5dB Buckel oberhalb 5kHz ist schon heftig...
Es gibt Musikhörer, die equalizen sich den Klang zurecht, orientiert am FG des Mikrofons, kompensierend angewandt.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon tbmuc » 30.12.2017, 22:38

Hallo Zusammen,
ein wenig sehr modern für manchen, aber (meiner Ansicht nach) hörenswert,
ist Lugi Nonos Werk "Das atmende Klarsein".
Der sphärische Chorgesang hat eine ganz eigentümlich beruhigende Wirkung.
Mit "großen" Lautsprechern im entsprechenden Raum gehört, wahrscheinlich noch größerem psychodelichen Effekts.
http://www.luiginono.it/opere/das-atmende-klarsein/
https://www.discogs.com/Luigi-Nono-Das-Atmende-Klarsein/release/4230787

Grüße
Thomas
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Beitragvon Kawumm » 04.01.2018, 16:09

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Beitragvon Sire » 05.01.2018, 20:32

Kawumm hat geschrieben:Hallo

bin einfach begeistert

https://www.google.de/search?client=fir ... 00&bih=768


Ein vielschichtiges und spannendes Album. Auch wenn ich mich anfangs etwas schwer damit getan habe, ich hatte Benjamin Clementines eingängigeres Debüt "At least for now" noch zu sehr im Ohr: Es lohnt sich.
Etwas mehr Geduld, bzw. das passende Faible braucht es für Tony Conrad With Faust "Outside the Dream Syndicate", bei dem dumpf stampfende Rhythmen mit mäandernden Geigenklängen und anderem mischen . Minimale Experimental-Musik vom Feinsten. Läuft hier gerade via Spotify. (Die zweite Seite ist übrigens etwas abwechslungsreicher...)

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Gruß Klaus
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Beitragvon beltane » 08.01.2018, 23:39

Hallo zusammen,

höre gerade mit großer Begeisterung das Album "Defending Ancient Springs" des schottischen Musikers Jackie Leven aus dem Jahr 2000. Jackie Leven wird dem Genre Singer & Songwriter zugerechnet:

https://www.jpc.de/jpcng/poprock/detail ... um/1777001

Wunderschöne - bisweilen melancholische - Stücke, die auch klanglich überzeugen.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon beltane » 09.01.2018, 00:27

Hallo zusammen,

noch eine CD, die ich sozusagen wiederentdeckt habe und weiterempfehlen möchte aus dem Jahr 2010: Azure Ray - Drawing Down The Moon.

https://www.jpc.de/jpcng/poprock/detail ... um/4499210

Es handelt sich hier um wunderbare Popmusik, die aber auch starke Einflüsse des Folks und der Singer & Songwriter Richtung aufweist. Schöne akustische Instrumente, zweistimmiger Gesang und tolle Arrangements - die im Bass aber immer wieder auch elektronisch unterstützt werden. Klanglich sehr gut, wenn Anlage und Raum eine saubere Basswiedergabe erlauben.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon beltane » 10.01.2018, 01:13

Hallo zusammen,

heute Abend habe ich die CD "No Kind Of Blues" der niederländischen Band No Blues sehr genossen:

https://www.jpc.de/jpcng/poprock/detail ... um/2556031

Es handelt sich um eine Live CD im Sinne eines Best Of und um eine zum Zeitpunkt des Erscheinens im Jahre 2013 neue Studio CD.

Die Musik bietet im besten Sinne ein Crossover aus Jazz, Blues und arabischen Stilelementen (und manchmal ein wenig Coumtry). Wunderbar instrumentiert und klanglich hervorragend produziert.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon Bajano » 12.01.2018, 20:04

beltane hat geschrieben:Hallo zusammen,

heute Abend habe ich die CD "No Kind Of Blues" der niederländischen Band No Blues sehr genossen:

https://www.jpc.de/jpcng/poprock/detail ... um/2556031

Es handelt sich um eine Live CD im Sinne eines Best Of und um eine zum Zeitpunkt des Erscheinens im Jahre 2013 neue Studio CD.

Die Musik bietet im besten Sinne ein Crossover aus Jazz, Blues und arabischen Stilelementen (und manchmal ein wenig Coumtry). Wunderbar instrumentiert und klanglich hervorragend produziert.

Viele Grüße

Frank


Hallo Frank,
vielen Dank für die ausgezeichnete Empfehlung. Ich höre das Album schon seit 1,5 Stunden über Tidal und mir gefällt nicht nur die gute Aufnahmequalität, sondern vor allem die tolle Abwechslung zwischen verschiedenen Musikstilen ... Langeweile kommt nicht auf und es hört sich genauso an, wie Du es beschrieben hast.
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Beitragvon Thomas K. » 12.01.2018, 20:13

Hallo zusammen,
ab und zu muß es auch Easy-Listening sein. Wer derselben Ansicht ist, bitte weiterlesen
Forumsmitglieder in meinem Alter werden die Aufnahmen kennen
Allen Digitalhörern bei denen dies nicht der Fall ist möchte ich diese Aufnahme ans Herz legen, die Kompilation ist aus 1968,
als CD erschienen 1990 bei A&M Records USA Bar Code Nr. 0007502132582
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Diese CD klingt absolut phantastisch.
Und ich lege sie seit Jahren immer mal wieder auf.

Viele Grüße
Thomas
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Beitragvon Thomas K. » 14.01.2018, 13:56

Gestern Abend in aller Ruhe gehört
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ich zitiere hier
(2006, Aito/Just Records Babelsberg AICD 008)

Markku Lepistö, u.a. auch bei Pirnales, Värttinä und Doina Klezmer beschäftigt, ist einer der besten Akkordeonisten nicht nur in Finnland. Spätestens mit »POLKU« ist er auch in der allerersten Kategorie der Komponisten angekommen. Lepistö versteht »POLKU« (dt. Weg) als musikalische Biographie seit der Zeit, als er seine Heimat Kuortane in Pohjanmaa verließ – daher auch die Titel der Stücke.

Diese sind alle von ihm selbst, und allesamt sind sie phantastisch. Lepistö erweist sich als großer Melodiker, als fast visionärer Arrangeur, und als Virtuose sowieso. Mit kongenialen Partnern wie Petri Hakala (mand), Pekka Lehti (b), Jouko Kyhälä (harmonium) und Janne Viksten (g, bj) einerseits und andererseits Janne Lappalainen (bouzouki) und Lassi Logren (nyckelharpa) kann aber auch nichts schief gehen. Und zum Schluss weiß man nicht, welches Stück man jetzt sofort noch mal hören mag: das beschwingte »Aosta«, das spannende »Helsinki«, das melancholische »Finisterre«, die wunderbare »Botnia Suite«, die fetzige »Kettusen Mollipolkka«? Da capo, aber komplett! (tjk)
Allerfeinste Musik. Aufnahmetechnisch allenfalls etwas getrübt durch die laute Mechanik der Nyckelharpa.
https://de.wikipedia.org/wiki/Nyckelharpa

Viele Grüße
Thomas
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Beitragvon Melomane » 17.01.2018, 12:51

Hallo,

auch wenn das neue Jahr schon fast wieder vorüber ist ;) , läuft bei mir dieser Tage immer wieder gern gehört das diesjährige Neujahrskonzert:

Bild

https://www.qobuz.com/de-de/album/neuja ... 6446618920

Ich habe mir den Download in 24/96 gegönnt. Zur Klangqualität kann ich derzeit wenig sagen, weil kein Zugriff auf die heimische Anlage gegeben ist.

Aber das Konzert macht einfach gute Laune. Mit hohem Fußwippfaktor oder zum Mitdirigieren - je nach Gusto!

Gruß

Jochen
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