Was wir zur Zeit hören

Klangperlen und künstlerische Leckerbissen
schoko-sylt
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Beitrag von schoko-sylt »

alcedo hat geschrieben:
08.12.2022, 11:59
Danke dir, Holger, für deine Tipps

Ein paar hübsche Mieder wären nicht schlecht. Ich weiß nur nicht, wie meine Frau darauf reagieren würde 😇

Viele Grüße in den Norden,
Jörg

Hallo an alle Fans der Dexy Midnight Runners,

musste bei Jörgs Satz sofort an das Cover von Kevin Rowland, den Bandleader der o.g. Truppe denken, der das Cover seiner für meinen Geschmack sehr anhörenswerten Solo-LP "My Beauty" aus dem Jahr 1999 mit einem schönen Bild von sich versehen hat. - Wollte das Bild so nicht direkt großformatig in Jörgs Thread stellen und habe daraufhin die harmlose Variante hier im allgemeinen Thread gewählt.

Aber trotzdem: Dachtest Du hinsichtlich der hübschen Mieder vielleicht an sowas, lieber Jörg?


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Viele Grüße

Holger
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alcedo
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Beitrag von alcedo »

Hallo Holger

so in etwa habe ich mir das schon gedacht.
Nur das darin kein Mann steckt ;-)

EDIT: Das Album ist "trotzdem" schön anzuhören. Das Fusswippen bei "Reflections of my life" fällt mir aber noch etwas schwer

Beste Grüße
Jörg
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alcedo
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Respighi: Pinien von Rom

Beitrag von alcedo »

Guten Abend zusammen

einige werden heute morgen sicher mitbekommen habe, dass ich eine mehrteilige Artikelserie über den Musikproduzenten Walter Legge gesucht habe. Hintergrund dazu waren u.a. die dort empfohlenen Alben. Und eins davon hat es mir richtig angetan:

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Karajan at his best! Hier liegt noch nicht der spätere typische Karajan-Breitwandsound, sondern ein eher klares, transparentes Klangbild zugrunde. Selbst der oft mit viel Schmackes gespielte (und gerne als Testfile genutzte) 4. Satz "I pini della via appia" ist transparent und in der "Édition Studio Masters"-Aufnahme absolut wohlklingend. Mein Anspieltipp!

Wer dieses Werk noch nicht kennt, dem sei Respighis Erklärung (des 4. Satzes) hier beigefügt:
"Einsame Pinien stehen Wacht in der tragischen Landschaft der römischen Campagna. Undeutlich, aber immer wieder, glaubt man den Rhythmus zahlloser Schritte zu hören. Der Dichter sieht im Geist uralten Ruhm wieder aufleben: Unter dem Geschmetter der Buccinen naht ein Konsul mit seinem Heer, um im Glanze der neuen Sonne zur Via Sacra und zum Triumph auf’s Kapitol zu ziehen.“


Wer es lieber pompöser und dennoch mit feinen Klangfarben mag, dem sei Mutis Aufnahme empfohlen.
Oder diese hier: https://youtu.be/a5YqCaUAwzQ :lol:
Da kann man sich auch den martialischen Heimmarsch des römischen Prätors Crassus nach seinem Sieg über das Sklavenheer des Spartacus gut vorstellen (über 6.000 Gefangene ließ Crassus damals entlang der Via Appia kreuzigen).

Beste Grüße
Jörg
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Hybrid-OLI
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Beitrag von Hybrid-OLI »

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Gerade erst vor 4 Wochen erschienen. Gibt es auch als Red Vinyl.

Louis Armstrong mit Big Band und schönen Interpretationen amerikanischer Weihnachtsmusik wie man sie aus den 1950ern kennt. Teilweise Live-Aufnahmen. Es findet sich auch ein Duet mit Ella Fitzgerald. Sein Über-Klassiker "What a wonderful world" findet sich selbstverständlich hier ebenso.
Was mit "Panoramic" gemeint ist, erschließt sich mir allerdings nicht. Das Album ist in MONO, was man wohl "vergessen" hat zu erwähnen. :wink:
Im Rahmen des Möglichen aber durchaus klanglich gut. Satchmo wird äußerst präsent abgebildet, schon fast so, als stünde er tatsächlich im Wohnzimmer.


weihnachtliche Grüße
OLI
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Hybrid-OLI
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Beitrag von Hybrid-OLI »

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Wiederveröffentlichung aus dem Jahre 2015.

Was soll ich hier sagen ? DAS ist ganz großes Musikkino auf höchstem Niveau !
Der legendäre Arthur Fiedler mit den Boston Pops, welche - man beachte ! - bereits 1885 gegründet wurden und sich in enormer Weise um die Präsentation klassischer/Orchestermusik auch in einer breiteren Öffentlichkeit verdient gemacht haben.
Arthur Fiedler und die Boston Pops waren quasi die "Väter" von Erich Kunzel & Cincinnati Pops Orchestra die mit ihren teils legendären Aufnahmen (meist bei TELARC erschienen) symphonischer Orchestermusik, dieser ganz neue Popularität beschieden. Und so wie später bei Erich Kunzel, ist auch diese Aufnahme hier klanglich ganz hervorragend. Besser als so manche europäische Aufnahme. Die Amerikaner verstehen es wahrlich, Symphonieorchester akustisch in Szene zu setzen ! Das BSO, also die Mutter der Pops, hat mit der Boston Music Hall auch einen der besten Konzertsäle der Welt.
Da ich wie bereits schon einmal erwähnt, quasi das hier gespielte Programm durch die Wiener Philharmoniker in der Regierungsloge des Goldenen Saales des Wiener Musikvereins habe hören dürfen, habe ich eine Art Referenzmaßstab. Und da sind die Bostoner auf gleichem Niveau.
Die Boston Music Hall & der Goldene Saal in Wien gelten vielen Akustikern übrigens als die akustisch besten der Welt !

Sei es die Originalaufnahme und/oder das Remastering, klanglich befindet man sich hier auf höchstem Level. Ganz ohne HiRes.-Gedöns übrigens. :D

All thumbs up !!!
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Hybrid-OLI
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Beitrag von Hybrid-OLI »

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Zum nunmehr 40. Jubliläum des meistverkauften Tonträgers aller Zeiten (mache Leute sprechen inzwischen von sage und schreibe 100.000.000 Exemplaren !!!) als SACD erschienen.

Auch eine weitere 40th Anniversary Edition liegt inzwischen sowohl als DeLuxe-Version, wie auch als Blu-Spec CD2 vor.
Letztere muß ich noch gegenhören. Die MFSL-Version wurde glücklicherweise nicht, wie möglicherweise zu erwarten gewesen wäre, totkomprimiert. Sehr löblich !
Klanglich hat sich eigentlich nichts wirklich getan, so daß man hier von einer Sammlerausgabe für Leute wie mich sprechen kann. Ich glaube, ich habe inzwischen 10 Versionen von Thriller.

Als ich damals Mitte der 80er, die CBS-Sony-Mastersound - Version dieses Albums ...

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gehört habe, war dies ob des klanglichen Unterschieds ein regelrechter Quantensprung gegenüber der regulären LP. Selbiger hat sich seitdem trotz HiRes- & Co., leider nie mehr dergestalt wiederholt.
Damals erfolgte das Mastering auf Basis des Sony PCM-1630 Systems.
Da hier die MFSL-Version ein Spektrum bis 35kHz aufweist (darüber ist deutlich Noise Shaping zu sehen), wurde für diese Version entweder eine Neuabtastung der Mastertapes verwendet, oder man hat mittels Spectrum Enhancing nachgeholfen.
Allerdings ist MFSL ja ins Gerede gekommen, als sich herausstellte, daß die angebliche reine Analogkette oftmals gar nicht so analog war. :?
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Melomane
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Beitrag von Melomane »

Hallo,

hier lief gerade die aktuelle Veröffentlichung von

Rudolf Buchbinder - Soirée de Vienne

als CD (DG 028948630721) in diesem Jahr (2022) aufgenommen und auf den Markt gebracht.

In der Presse gerade viel gerühmt und auch ich finde die Produktion sehr gelungen. Dem Titel entsprechend wirkt das Klavierspiel intim, nicht leise aber eben nicht für den großen Konzertsaal "rausgehauen". Meine Ohren haben wirklich den Eindruck, dass im häuslichen Umfeld gespielt wird. Und die kleinen Stücke von J. Strauss, Schubert, Schumann und Chopin (teils in Bearbeitungen u.a. von Liszt) sind nicht als Demostrücke oder Virtuosenzauber dargereicht, sondern eben so wie man es sich für eine Soirée vorstellen mag.

Viele Grüße

Jochen
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Hybrid-OLI
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Beitrag von Hybrid-OLI »

Sollte es eines Beispiels dafür bedürfen, daß früher (hier 1988 & 1991) gänzlich ohne HiRes.-Gedöns Top-Class-Recordings & Masterings möglich waren, die 99% der heutigen Aufnahmen in den Schatten stellen, dann gehören diese beiden hier definitiv dazu !

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Die "Kreuzfahrer" mit ihrer großartigen Mischung aus Jazz, Fusion & Soul in feinstem Soundgewande.

Das Mastering erfolgte durch die "Mastering-Päpste" schlechthin, Doug Sax und Bernie Grundman.

We are extremely amused ! :D


beste Grüße
OLI
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Melomane
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Beitrag von Melomane »

Hallo,

ich habe gerade The Bridge von Sonny Rollins gehört aus der Original Classics Album-Ausgabe von 2007:

https://www.discogs.com/de/release/2403 ... m-Classics

Gefiel mir nicht übel. Zum einen musikalisch, insofern unerwartet sanfte Musik, nicht die eigentlich erwartete harte Gangart. Sehr schön. Für heute. ;) Zum anderen war auch der Klang ganz ok. DR 12 - geht. Ich argwöhne, das Original hätte noch ein wenig frischer und dynamischer geklungen. Vor allem aber bot die CD anständig Stereo. Ohne den bühnenfüllenden Drummer heutiger Produktionen.

Verkostet mit Kopfhörer. Vielleicht hat der auch sein Teil zu den Eindrücken beigetragen. Die CD kommt gewiss zur Wiedervorlage. Und dann werden wir hören, wie sie sich auf der "großen" Anlage darbietet.

Viele Grüße

Jochen
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kontrabass
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Beitrag von kontrabass »

Hallo und guten Abend zusammen,

ziemlich Lounge-ig und launig das Album "Pure Desmond:plays James Bond Song"

https://open.qobuz.com/album/lf19ow70e8jwa

Entspricht mit seinem coolen Sound sehr schön der gehobenen Bar-Atmosphäre der "beautiful and rich-People" - Situation vieler Bondfilme. Für James Bond Liebhaber ein Muss ! Und so klingt auch der gute Paul Desmond immer wieder durch. East-Coast Jazz halt.

Viel Spass beim Hören

Kontrabass

P.S. habe gerade Zuwachs bekommen: die Premiere S von Acoulab sind eingetroffen und erfreuen sich höchster Beliebtheit - sind absolut Ehegatten-tauglich und klanglich ein feines Meisterwerk. Glückwunsch an den Entwickler!
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Nikolaus
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Beitrag von Nikolaus »

Lauthörer hat geschrieben:
03.05.2022, 08:24
Hallo,

hier gibt es eine Sammlung unterschiedlicher audiophiler Musik zum Download zu günstigen Preisen.

https://audiophilemusic.io/shop-super-audio/
Hallo kontrabass,
Diese geniale Seite hab ich heute auch entdeckt. Heißt, das nächste halbe Jahr wird mich das in Beschlag nehmen.
Gruß Lia
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Hybrid-OLI
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Beitrag von Hybrid-OLI »

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Sting's "sophomore-album" aus dem Jahre 1987, mit einer sehr schönen Melange aus primär Rock mit Reggae-, World Music- & Jazz Einflüssen. Hier in der japanischen Version aus dem Jahre 2017.
Dieses Album enthält übrigens auch seinen Klassiker "An Englishman in New York".

Glücklicherweise hat man auf zu starke Kompression verzichtet. -14 LUFS sind in unsere Zeit leider kein Standard. Klanglich sehr gut dieses Release. Sicherlich eines der besten Alben des Ex-Polizisten.


beste Grüße
OLI
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Nikolaus
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Beitrag von Nikolaus »

Hallo Ihr Lieben,

wenn Musik süchtig macht...
Ich höre seit gestern in einer Endlosschleife die drei Titel 14,15 und 16 von diesem Album und bin hin und weg:
https://audiophilemusic.io/portfolio/th ... nstration/
Auf dieser Seite kann man in die drei Songs reinhören.
Schöne Stimmen und Klänge - romantisch, emotional, zauberhaft.

Honey Sweet
Mebis Li

Each In a Different Corner of the World
Linda Xu Wen

The Spring Lake
Xiao Gang

Leider finde ich die Interpreten mit diesen Songs nirgends solo auf CD.
Die übrigen Titel sind auch hörenswert.
Gruß Lia
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Andi
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Beitrag von Andi »

Hybrid-OLI hat geschrieben:
13.12.2022, 18:26
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Zum nunmehr 40. Jubliläum des meistverkauften Tonträgers aller Zeiten (mache Leute sprechen inzwischen von sage und schreibe 100.000.000 Exemplaren !!!) als SACD erschienen.

Auch eine weitere 40th Anniversary Edition liegt inzwischen sowohl als DeLuxe-Version, wie auch als Blu-Spec CD2 vor.
Letztere muß ich noch gegenhören. Die MFSL-Version wurde glücklicherweise nicht, wie möglicherweise zu erwarten gewesen wäre, totkomprimiert. Sehr löblich !
Klanglich hat sich eigentlich nichts wirklich getan, so daß man hier von einer Sammlerausgabe für Leute wie mich sprechen kann. Ich glaube, ich habe inzwischen 10 Versionen von Thriller.

Moin Oli

mich würde interessieren, ob die Blu-Spec CD2 anders klingt, wie die MFSL.

Wenn ich Deine Ausführungen richtig verstanden habe, klingt die originale von damals nicht schlechter wie die MFSL oder habe ich da was missverstanden?

VG Andi
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Hybrid-OLI
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Beitrag von Hybrid-OLI »

Andi hat geschrieben:
18.12.2022, 19:40

Moin Oli

mich würde interessieren, ob die Blu-Spec CD2 anders klingt, wie die MFSL.

Wenn ich Deine Ausführungen richtig verstanden habe, klingt die originale von damals nicht schlechter wie die MFSL oder habe ich da was missverstanden?

VG Andi

Abend Andi

Ich habe die beiden Versionen nun gegengehört und in der DAW verglichen.
Der LU-Pegel der Blu-Spec.-CD2 ist deutlich höher als der der MFSL-Version.
Kurioserweise ist der Dynamikwert der Blu-Spec.-Version minimal höher.

MFSL 5.70 LU vs. Blu-Spec. 5.90 LU

Pegel mal beiseite gelassen, klingt die Blu-Spec.-CD2 für mich auch tatsächlich besser als die MFSL-Version.

Überhaupt halte ich MFSL schon seit vielen Jahren für massiv überbewertet.
Eine Einschätzung, die sich hier mal wieder bestätigt hat.
Allerdings ist, wie bei den meisten Japan-Versionen, bzw. den als Grundlage vorliegenden Remasters, der Pegel eindeutig zu hoch, so daß TruePeak-Overs auftreten, die ich wie immer bei Vergleichen und Hörsessions korrigiere.


beste Grüße
OLI
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