Cover: die bessere Version...

Klangperlen und künstlerische Leckerbissen
MacDilbert
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Cover: die bessere Version...

Beitrag von MacDilbert »

In der Regel gefällt mir das Original besser als irgendein Cover... liegt vielleicht weniger am Original selbst als daran, welche Version ich zuerst gehört habe.

Es gibt auch Ausnahmen, etwa Personal Jesus von Johnny Cash. Seine gebrochene Stimme steht im klaren Widerspruch zum Liedtext, und das verleiht seiner Interpretation - gerade im Vergleich zum Original - eine wunderbare Spannung.

Welche Coverversionen findet Ihr besser als das Original?
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Booker
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Beitrag von Booker »

Hallo

Ich finde die Coverversionen „ Hallelujah „von Jeff Barkley oder die Liveversion von Espen Lind um einiges besser wie das Original von Leonard Cohen
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cassco
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Beitrag von cassco »

Mahlzeit zusammen,

ich bin, bis auf wenige Ausnahmen, auch kein Freund von Coverversionen/Remixes.
Eine dieser Ausnahmen ist die „K&D Sessions“ von Kruder und Dorfmeister :cheers:
Wer die Scheibe noch nicht kennen sollte: https://www.spiegel.de/kultur/musik/kru ... 22839.html

Grüße
Sascha
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Newton
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Beitrag von Newton »

Hallo!

„All Along the Watchtower“ von Jimi Hendrix.

Selbst Bob Dylan fand die Version von Hendrix (angeblich) besser.

VG
Andreas
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Amati
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Beitrag von Amati »

Hallo !
Wayfairing Stranger - The New Appalachians
Original: Jonny Cash

https://youtu.be/DCn0OFzDYdI

Mir geht es häufiger so, dass mir eine Coverversion besser gefällt als das Original.

Peter
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MacDilbert
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Stimmt - Remixe vergessen...

Beitrag von MacDilbert »

Hallo Sascha,

also...
cassco hat geschrieben:
23.05.2020, 15:00
Mahlzeit zusammen,

ich bin, bis auf wenige Ausnahmen, auch kein Freund von Coverversionen/Remixes.
Eine dieser Ausnahmen ist die „K&D Sessions“ von Kruder und Dorfmeister :cheers:
Wer die Scheibe noch nicht kennen sollte: https://www.spiegel.de/kultur/musik/kru ... 22839.html

Grüße
Sascha
... wenn ich auch Remixe berücksichtige, sieht die Gewichtung Original vs. Cover bei mir vermutlich ganz anders aus; da gibt's viele tolle Sachen. In meiner *****-Playlist sind übrigens vier Titel von den K&D Sessions; ich muss die mal wieder komplett durchhören, dann werden's wahrscheinlich einige mehr... :D

Aktive Grüße
Karl-Heinz
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tom_on_wheels
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Beitrag von tom_on_wheels »

Hallo Karl-Heinz,

da hast Du ja ein Thema aufgemacht! Ich kann Dein Eingangsstatement fast nicht glauben, nämlich dass Dir die Originale fast immer besser gefallen als die Coverversionen...

Es gibt so unglaublich viele gute Coverversionen (und so viele schlechte). Es gibt Cover, die in komplett anderen Genres gespielt eine vollkommen andere Stimmung, vielleicht auch einen anderen Zeitbezug, erzeugen. Es gibt Cover, die nur ganz schwer als Cover erkennbar sind. Ich kenne Coverversionen, die erst die eigentliche Qualität des Songs aufzeigen, da das Original vielleicht eine schlimme Chartschnulze oder einfach zu mainstreamig war.

Es gibt Stücke, da gefallen mir das Original und die Coverversion. Eins der besten Beispiele dafür ist Running Up That Hill von Kate Bush und die immer noch sensationelle Coverversion von Placebo. Im Radio höre ich Tears For Fears' Mad World immer noch ganz gerne, aber bei Gary Jules' Version (Film Musik von Donnie Darko) geht die Sonne auf. Oder Smells Like Teen Spirit von Nirvana von Tori Amos gespielt...

Für mich ist ein wichtiges Kriterium, dass eine Coverversion eigenständig ist und nicht nur ein bisschen anders (schneller, langsamer, usw.).

Ich könnte jetzt, glaube ich, 3 bis 4 Tage gute Coverversionen aufzählen. Aber hier nur mal ein paar Beispiele, was man z.B. aus Punk Musik, die ja angeblich nur 3-Akkord-Musik von Dilettanten war, als Cover herausholen kann:
  • Rebell Yell von Billy Idol - Cover von Katy Goodman/Greta Morgan (Album Take It, It's Yous)

    Schrei Nach Liebe von Die Ärzte - Cover von Scala & Kolacny Brothers

    Anarchy In The UK von The Sex Pistols - Cover von Scott Matthew

    Too Drunk To F*** von The Dead Kennedys - Cover von Nouvelle Vague
Also, dass einem ein Stück in der Regel im Original besser gefällt als als Coverversion kann man meiner Meinung nach nicht verallgemeinern...

Viele Grüße
Tom
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music is my escape
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Beitrag von music is my escape »

Hallo an alle,

Schönes Thema - wobei ich mich vorallem dem Beitrag von Tom anschließen möchte. Speziell die bereits von ihm erwähnten Nouvelle Vague schaffen es immer wieder, selbst von den eigenständigsten Songs bestechende Cover zu generieren.

Einer meiner liebsten Coversongs ist übrigens ganz unoriginell Neil Youngs 'Into the black' in der Version der grandiosen Chromatics - wobei mir auch die irre Blixa Bargeld Adaption ziemlich gut gefällt.

Viele Grüße,
Thomas
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MacDilbert
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Beitrag von MacDilbert »

Moin Tom,

schön, dass Du mir gerade noch so glauben kannst :wink:
tom_on_wheels hat geschrieben:
23.05.2020, 18:07
Ich kann Dein Eingangsstatement fast nicht glauben, nämlich dass Dir die Originale fast immer besser gefallen als die Coverversionen...
Aber ich hab' ja zumindest einen kleinen Erklärungsversuch mitgeliefert: Vielleicht liegt's daran, was man als erstes gehört hat - und das ist ja normalerweise das Original. Nur doof, wenn man ein Cover kennt und mag und gar nicht weiß, dass es ein vielleicht schöneres Original dazu gibt :shock:

Auf der anderen Seite braucht's natürlich eine steile These, um die Diskussion in Gang zu bringen. Und ich bin sehr gespannt, welche tollen Coverversionen Ihr noch so anbringen werdet... meine Musiksammlung freut sich schon im Voraus :cheers:

Ich hab' hier auch noch drei Cover-Empfehlungen
  • Grace Jones - Warm Leatherette (Original von The Normal)
  • Rickie Lee Jones - Bad Company (Original von Bad Company)
  • Holly Cole - Jersey Girl (Original von Tom Waits)
Viele Grüße
Karl-Heinz
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hkampen
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Beitrag von hkampen »

Hallo,

es gibt so einige Cover, die ich erst viel später in der ursprünglichen Fassung oder zumindest ersten Aufnahme kennengelernt hab:

The House of the Rising Sun - The Animals wurde bekannt durch Leadbelly in den 30ern. Black Magic Woman / Gypsy Queen - Santana ist ein "Doppelcover". Black Magic Woman stammt von Fleetwood Mac, Gypsy Queen von Gabor Szabo. Tobacco Road - Eric Burdon & War war ursprünglich ein Country-Song, 1960 veröffentlicht von John D. Loudermilk.

Da gibt es eine Menge, Summertime von Big Brother & The Holding Company oder Brainbox, Where Did You Sleep Last Night von Nirvana, Crawling King Snake und Alabama Song von The Doors, Going Up The Country von Canned Heat, Morning Dew von Nazareth ...

Grüße
Harald
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MacDilbert
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Covers, Covers & even more Covers...

Beitrag von MacDilbert »

Liebe Aktivist(inn)en,

es ist Feierabend, das Weizenbier ruft und ich höre zum x-ten Mal Studio 150 von Paul Weller rauf & runter. Cover-Versionen von vorne bis hinten. Und sogar All Along The Watchtower, was hier in der Version von Jimi Hendrix auch schon zitiert wurde...

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Ich kann Euch die Weller-Version(en) nur wärmstens empfehlen - und am besten mit Titel #2 Wishing On A Star anfangen...

SLWE (schönes langes Wochenende)
Karl-Heinz
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Donny
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Beitrag von Donny »

Hallo,

Peter Gabriel hat hierzu mit den zwei CDs "Scratch my Bag" and "I`ll scratch your´s" ein sehr schönes Projekt umgesetzt.

Ein anderes Cover:
Bei "Brothers in Arms" könnte ich nicht sagen ob ich das Original der Dire Straits oder die Version von Joan Baez lieber höre. Ich würde sagen mal so, mal so.

Viele Grüße
Dietmar
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MacDilbert
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Beitrag von MacDilbert »

Hallo Dietmar,

danke für den Gabriel-Tipp. Ich hatte Peter Gabriel nach Up ein wenig aus den Augen verloren. Gerade bei den Gabriel-Covers gibt's ein paar sehr interessante Interpretationen - Beispiel: Lou Reed. Ich musste mich reinhören, aber dann...

VG
Karl-Heinz
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planetti
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Beitrag von planetti »

Hallo Coverlovers,

ich finde, die unplugged Coverversion des Duos Melarima gibt dem Schlager "ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein" (Münchener Freiheit) die notwendige Tiefe: https://m.youtube.com/watch?v=FbTU1RBOzzI
So ist der Song erträglich.

Gruß
Uli
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Bajano
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Beitrag von Bajano »

tom_on_wheels hat geschrieben:
23.05.2020, 18:07
... Ich könnte jetzt, glaube ich, 3 bis 4 Tage gute Coverversionen aufzählen. Aber hier nur mal ein paar Beispiele, was man z.B. aus Punk Musik, die ja angeblich nur 3-Akkord-Musik von Dilettanten war, als Cover herausholen kann:
  • Rebell Yell von Billy Idol - Cover von Katy Goodman/Greta Morgan (Album Take It, It's Yous)

    Schrei Nach Liebe von Die Ärzte - Cover von Scala & Kolacny Brothers

    Anarchy In The UK von The Sex Pistols - Cover von Scott Matthew

    Too Drunk To F*** von The Dead Kennedys - Cover von Nouvelle Vague
...

Viele Grüße
Tom
Hallo Tom,

die zwei zuletzt genannten Coverversionen kannte ich noch nicht. Ich finde sie wirklich sehr gelungen - vielen Dank für den Tipp.

Während meiner Sturm- und Drangzeit war „I was made for lovin’ you“ von Kiss aus dem Jahr 1979 ein regelrechter Knaller. Uns Hardrockfans gefiel der plötzliche Disco-Sound der „hardest band of the world“ überhaupt nicht. 34 Jahre später wurde die Coverversion von Meena auf der „Reference Sound Edition-Great Cover Versions„ veröffentlicht. Gefällt mir heute besser, als das Original ...

Beste Grüße,
Oliver
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