Rolfs Klangwelten

Klangperlen und künstlerische Leckerbissen

Beitragvon hkampen » 05.10.2019, 09:54

Hallo Rolf,

Witthüser & Westrup war damals in der einschlägigen Szene bekannt, wobei „Der Rat der Motten“ beliebter war als „Nimm einen Joint, mein Freund“. Weitere „Hits“ kamen von Törner Stier Crew. Hätten wir damals die englischen Texte der Lieder verstanden, wäre sicher auch sowas wie „Mama Don't“ von J.J. Cale dabei gewesen. OK, das ist lange her, aber ab und zu höre sowas gerne, nicht nur um Erinnerungen aufzuwärmen, aber ohne Rauchware. Mit einer Teebeutelkochmaschine kann ich allerdings wenig anfangen, ich verwende losen Tee 8) Und damit geht es schon los mit den Unterschieden.

Beim Jazz bin ich eher bis in die 60er unterwegs, angefangen von den ersten Aufnahmen. Genauso höre ich gerne Blues aus der Zeit, vor allem wenn ein guter Gitarrist Akustikgitarre spielt. Ich liebe es, alten Liedern nachzuspüren, wie zum Beispiel „On The Road Again“ von The Memphis Jug Band aus dem Jahr 1927, dass Ende 60er durch Canned Heat wiederbelebt wurde, oder auch Popsongs wie „Ain't She Sweet“ aus dem gleichen Jahr, Anfang 60er gecovert von den Beatles.

Aktuellen Jazz höre ich auch schon mal. Beim Marcin Wasilewski Trio höre ich gerade rein, das könnte schon passen bei richtiger Stimmung und Uhrzeit. Es ist aber vorgemerkt. Gerade ist mir aber eher nach was Extrovertiertem. Ich hör erstmal in das neue Album von Hiromi rein.

Grüße
Harald
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Beitragvon HearTheTruth » 05.10.2019, 12:31

Hallo Harald

Ich gehe grad mal Deinem Tip nach und höre Hiromi:

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Das besondere an dieser CD sind die Begleitmusiker Anthony Jackson und Simon Philips, die ich bereits von ihren Anfängen her kenne. Ein energiereiches Gespann! Guter Tip!
LG
Rolf

https://open.spotify.com/album/2TgDFgwG ... nLSzC2zKjw



Ihre extravagante Haarpracht, ihr mutiger Stilmix und ihre eigenwillige Spielweise machen die 35-jährige japanische Pianistin und Komponistin unverwechselbar.

2003 erschien ihr Debütalbum Another Mind, das höchstes Kritikerlob bekommt - der Auftakt zu einer ganz und gar erstaunlichen Karriere. Bisher hat Hiromi sieben weitere Alben veröffentlicht, die ihr Awards und Album Of The Year-Preise einbrachten. Hiromi zeigt sich als souveräne, erfindungsreiche Künstlerin in den verschiedensten Kontexten - vom Quartett über die Trio- und Duo-Arbeit bis hin zum intensiven Solo- Setting. 2013 war sie als einziger Jazz Act zur Aida Night Of The Proms geladen, denn in ihrem Universum fusioniert sie Klassik, Jazz, Rock und Pop so natürlich, dass sie diese Stilbegriffe nicht einmal aussprechen mag.

Alive, Hiromis neuntes Album, lebt wesentlich von einem spannenden Dreigestirn: Anthony Jacksons fließendes, glühendes Bassspiel und Simon Philips kraftgeladene und trotzdem geradezu lyrische Behandlung der Percussion setzen Hiromis leidenschaftliche Improvisation wunderbar in Szene, die Stücke pulsieren vor überschäumender Energie.
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Beitragvon hkampen » 05.10.2019, 13:19

Hallo Rolf,

von Hiromi hab ich noch kein Lieblingsalbum. Meistens lande ich bei Youtubevideos, weil es einfach Spaß macht, ihr zuzusehen. Schön finde ich auch, dass sie immer wieder Bezüge zu alten Jazzstandards und Popsongs hat, die sie dann fachgerecht zerlegt, wie Gershwins I've Got Rythm, Fool on the Hill (mit Chick Corea, ein Gegenool zu ihrer Wildheit) oder The Tom & Jerry Show.

Grüße
Harald
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Beitragvon HearTheTruth » 08.10.2019, 14:35

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Hi folks
Ich habe wieder ein wunderbares Album aufgetan,was bestimmt wieder kein Mensch kennt,genau wie ich gerade.Es hat mich sofort aufhorchen lassen,als Spotify aus vielen unwichtigen Erscheinungen,plötzlich Terry Callier einspielte.
Eins von diesen Alben, die einen sofort ins Herz treffen weil man merkt,hier sind Ausnahmesongs drauf! Ich möchte da jetzt selbst nicht mehr viel drüber schreiben,kopiere aber eine enthusiastische Albumbeschreibung rein;
Klang ist übrigens excellent!

Terry's Comebackalbum nach mehr als einem dutzend Jahren Abstinenz vom Musikbusiness ist gleich der GANZ grosse Wurf!
Dank Eddie Pillar/Gilles Peterson und ihrer Acid Jazz Gemeinde aus GB und einiger anderer konnte man Mr. Callier für dieses Projekt gewinnen. Er wusste nun das dort draußen (wieder) Bedarf ist an seinem souligen-folk Jazz..., die Zeit reif ist für eine neue, intensive Präsenz in der Musikszene!
Aus den Original Liner notes : Terry Callier is the GUY and TimePeace is the TRUTH, Ruth - right? Better that we let Terry himself give this whole vibration the proper perspective:"You must be commited. In terms of the experiences we've been through here, you owe it to the music, you owe it to the history and to Afro-american history in particular. I don't think we're living up to that now. I'm not shure where that broke down, but there must be a way to fix that 'cause if there isn't...not only are we in a lot of trouble, but America is in a lot of trouble. We have to bring that healing process - it's not going to be overnight in any case but someone has to start trying. That's why I do music that's from the heart. That's music that lives and lasts." - GO LISTEN!!!
"in brightest day or darkest nights/don't give up the faith/keep your heart right...keep your heart right."
Nun, dieses Konzept-Album ist auch einer meiner ALLTIME FAVORITES, die Scheibe für die Insel, es lässt sich wirklich mühelos in die Reihe der Jahrhundert-Alben einreihen (neben Marvin's "What's going on", Isaac Hayes' "Hot buttered soul" oder WilliamDeVaughn's "Be thankfull for what you got" usw.). Auf dieser Platte ist jedes Stück einzigartig, von betörender Schönheit und Sensibilität, bei jedem neuen Hören sind neue facetten, details wahrzunehmen, jedesmal erschließt sich das Werk neu in seiner Homogenität und spirituellen Tiefe! - Jedem dem ich dieses Album vorgespielt oder empfohlen habe war von ihm begeistert und zutiefst angetan, ob es sich nun um Jazzcats, Soul&Funk freeks oder einfach nur so mehr o. weniger Musikinteressierte handelte, it was a Spellbound!
Allein die mitwirkenden Musiker genießen Ausnahmestatus: John Moulder, Eric Hochberg, Pharoah Sanders, Jim Mullen, Paul Wertico, Gary Plummley usw..
So, get this Album NOW and join the worldwide T.C.Movement!!!(...und vergesst nicht den Backkatalog und das wunderbare "Speak your Peace" Album...UND achtet auf Liveauftritte Terry's-diese sind unvergessliche Konzerte, 4 shure!!)


Anspiel Tip:
https://www.youtube.com/watch?v=SNQY27tm3WE

https://www.youtube.com/watch?v=SNQY27tm3WE
Danke Spotify für dieses tolle Album!
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Beitragvon Jupiter » 08.10.2019, 17:59

Hallo Rolf,
Höre gerade das von dir genannte Album von Terry Callier.
Wenn ich nicht wüßte das es Terry Callier ist, hätte ich gewettet es wäre ein Album von John Martyn aus den Neunzigerjahre.

Ähnlich die beiden.

Gruß Harald
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Beitragvon hkampen » 08.10.2019, 19:26

Hallo zusammen,

es ist gerade mal ein paar Wochen her, dass ich Terry Callier das erste Mal bewusst gehört hab. Er wurde mit Zafira Quinteto - Barbara ("Timbre C") verglichen, was aber deutlich mehr in Richtung Jazz geht. Ich sehe Valerie June eher in seiner Nähe. Ihre Stimme ist Geschmackssache, aber sie macht definitiv ehrliche Musik zwischen Folk, Soul und ein wenig Jazz und Blues. Albumtipp: The Order Of Time.

Grüße
Harald
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Beitragvon bob_lage » 08.10.2019, 19:35

Hallo Rolf,

wirklich genial, das Album von Terry Callier. Vielen Dank für den Tipp. Habe es gerade gekauft :-)

Beste Grüße

Thomas
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Beitragvon HearTheTruth » 08.10.2019, 22:13

Jupiter hat geschrieben:Hallo Rolf,
Höre gerade das von dir genannte Album von Terry Callier.
Wenn ich nicht wüßte das es Terry Callier ist, hätte ich gewettet es wäre ein Album von John Martyn aus den Neunzigerjahre.

Ähnlich die beiden.

Gruß Harald


Hallo Harald

Ich wollte tatsächlich heute noch „Solid Air“ von John Martyn hier einstellen.
John Martyn war und bleibt einer meiner Lieblingsmusiker hab ihn auch schon ein paar Mal
In kleineren Hallen gesehen. Er ist ja nie richtig groß bekannt geworden und war auch wieder mehr
ein Geheimtipp. Soweit ich weiß tourt er heute noch.
LG
Rolf
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Beitragvon HearTheTruth » 08.10.2019, 22:25

hkampen hat geschrieben:Hallo zusammen,

es ist gerade mal ein paar Wochen her, dass ich Terry Callier das erste Mal bewusst gehört hab. Er wurde mit Zafira Quinteto - Barbara ("Timbre C") verglichen, was aber deutlich mehr in Richtung Jazz geht. Ich sehe Valerie June eher in seiner Nähe. Ihre Stimme ist Geschmackssache, aber sie macht definitiv ehrliche Musik zwischen Folk, Soul und ein wenig Jazz und Blues. Albumtipp: The Order Of Time.

Grüße
Harald


Grüß Dich Harald
Ich werd mir Deinen Tip mal anhören wenn er noch mehr in Richtung Jazz geht ist das für mich interessant.
Ist ja interessant das Du Callier auch erst seit kurzem kennst.
Mich erinnert seine Stimme in gewissen Tonlagen sehr an den leidet verstorbenen Gil Scott Heron von dem ich
ich sogar noch ein Paar LP‘s habe.
LG
Rolf
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Beitragvon HearTheTruth » 08.10.2019, 22:33

bob_lage hat geschrieben:Hallo Rolf,

wirklich genial, das Album von Terry Callier. Vielen Dank für den Tipp. Habe es gerade gekauft :-)

Beste Grüße

Thomas


Hallo Thomas
Freut mich sehr! Manche Alben sind ein Glücksfall. Zumal Callier vor diesem Album viele Jahre gar keine
Musik mehr gemacht hat und dann so einen Musikalischen Knaller abliefert.
Seine Alben aus den 70‘ern sind übrigens auch sehr schön und durchaus hörenswert!
LG
Rolf
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Beitragvon Jupiter » 08.10.2019, 23:28

Hallo Rolf,
John Martyn ist leider 2009 verstorben.
Gruß Harald
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Beitragvon bob_lage » 11.10.2019, 20:39

Hallo Rolf,

ich habe mich jetzt ein wenig mit Terry Callier beschäftigt und noch ein tolles Spätwerk gefunden:

Lookin Out von 2004

Anspieltipp: Africa now

Viel Spaß!

Beste Grüße

Thomas
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