Annäherung an den aktiv geregelten Velodyne 1812 Subwoofer

Diskussion über aktive Schallwandler

Annäherung an den aktiv geregelten Velodyne 1812 Subwoofer

Beitragvon shakti » 24.08.2018, 19:39

In einem Parallel Thread beschreibe ich meine Annäherungen an ein mittelgrosses Hornsystem, dem

Horns Universum III

https://www.lenhifi.de/vertriebsmarken/horns/universum/


Verwöhnt durch tiefbassfaehige Systeme der Vergangenheit, zB IRS Beta, B&M 35, Genesis 350se, YG Anat II Reference Professional fehlt mit bei den Horns Universum III aber die Sebstverstaendlichkeit im Bereich unter 50hz.

Erschwerend kommt dazu, dass mein Raum im Bereich um die 50hz Energie saugt...

Aus meiner Musiksammlung muessen dann immer

James Blake "limit to your love"

und

Holger Czuckay " dark moon"


herhalten, die ohne entsprechender Lautsprecher Fähigkeiten unter 35hz keinen wirklichen Spass machen,
da was fuer die Komposition des Stückes wesentliches fehlt.

Am besten hat mir im Tiefbass Bereich bis jetzt die IRS Beta gefallen, die dank Sensor Regelung sehr präzise tief hinunterging. Entscheidend fuer einen guten Klang und die Integration zum MHT Bereich war die mögliche Einstellung der Regelung.

Die B&M35 hatte zwar auch geregelte Bässe, diese machten aber bereits bei 25hz zu. Nachvollziehbarer Weise hat B&M dann subwoofer passend zu den B&M 35 ins Angebot aufgenommen. Warum diese aber dann auch bei 25hz den low cut Filter gesetzt hatten...

Die YG machte zwar 16hz, aber hatte einen vergleichsweise unpräzisen Bass
(zumindest im Vergleich zu den geregelten subs)

Meine Subwoofer Erfahrungen gehen von Audiodata Soutien 4 (mit externer Raccord Weiche) ueber diverse Velodyne bis hin zu den JBL S1-EX subs im Doppelpack (angeschlossen ueber gestackte Velodyne SMS Weichen an Jeff Rowland model 8 TI/HC amps)

Die JBL S1-EX waren klanglich prima, gingen aber auch nicht wirklich tief runter ...

So war ich denn am überlegen, wie ich den Tiefbassbereich bei den Horns Universum III ergänzen mag.
ideal wuerden mit der 6'er Stapel Basshörner von Avantgarde erscheinen, diese liegen normalerweise zwischen den Trio Hörnern. Sven Pesch in Worpswede baut auch feine Basslautsprecher, diese teilweise auch gemauert, an kompromisslosen Ansätzen mangelt es im Bereich des liegen Tones ja zum Glueck nicht wirklich.

Schaut man sich bei den aktuellen Platzhirschen um, fällt einem der JL Gotham auf, der in der US Fan Gemeinde sehr beliebt ist. Allerdings kommt Jl aus dem Car Hifi Bereich und hat von dort zuerst den Sprung in den Heimkino Bereich gemacht. So kommt es , dass die JL subwoofer zumeist mit sehr kleinen Gehäusen daherkommen, zwar viel Leistung haben, aber die untere Grenzfrequenz selbst beim JL Gotham "nur" bei 19hz liegt.

In Muenchen auf der High End Messe ist mir viele Jahre der

Velodyne 1812 Signature
https://www.hifitest.de/test/ausstattun ... d1812_5038

aufgefallen. Dieser Subwoofer wurde zu 14.000,-eur vorgestellt und kostete kurze Zeit spaeter bereits 14.990,- eur. Die Preissteigerung, bei der dann alle Velodyne Subwoofer flat 30% teurer wurden, was den Velodyne 1812 Signature auf 19.500,- haette ansteigen lassen , führte zum auslaufen des Produktes, der Preis erschien Hersteller und Vertrieb dann doch zu ambitioniert.

Schaut man sich aber den Konkurrenten

JL Audio Gotham v2 an

so sieht man, dass dieser den Weg von 13.000,-eur Startpreis zu den aktuellen 18.000,-eur locker zurückgelegt hat.
https://www.hifitest.de/test/ausstattun ... loss_23812


Der Velodyne 1812 Signature ist der erste (und bisher einzige) 2-wege Subwoofer, der mir bis jetzt bekannt ist. Dieser besitzt eine interne Frequenzweiche bei 50hz und entsprechend auch 2 Endstufen. Die Chassis sind die wohlgekannten 12' und 18' Velodyne Basslautsprecher.

Fuer mich wichtig ist, dass der 1812'er eine untere Grenzfrequenz von 15hz hat und somit entsprechend tief runter geht. Dazu kommt, dass die Chassis geregelt sind, was nach meinen bisherigen Erfahrungen bei einem gewünschten präzisen Bass bei Musikwiedergabe sehr von Vorteil ist. Diese Regelung ist in 8 Stufen schaltbar. Dh diese wird bei einem Einsatz im Kino ausgeschaltet, im preset "jazz&Klassik" auf maximum gesetzt.

Der Velo 1812 kann in Stereo per RCA Kabel angeschlossen werden. Vollsymmetrischer Anschluss per XLR ist nur in Mono Konfiguration moeglich, dann waeren bei mir 2x 1812 nötig.

Man kann das Signal in Cinch ohne Veränderung durchschleifen, aber auch mit 80hz Trennung kleinere Satelliten mit einer integrierten Weiche vom Bassbereich befreien. Weiterhin kann man den 1812 auch mit einem Lautsprecher Signal ansteuern, wenn man die klangliche Signatur der Endstufen in den sub Bereich durchziehen will.

Anschlüsse fuer einen externen Monitor, sind auch vorhanden.

Da der 1812 mit einer EInmessmoeglichkeit daher kommt, gibt er natuerlich auch ein Messsignal aus (per RCA) , ein Mikrofon mit langem Kabel gehoert auch zum Lieferumfang!

Die Bedienungsanleitung gibt es natuerlich auch und diese macht am Anfang tüchtig Spass. Empfiehlt diese doch, den 1812 anzuschliessen und mit dem Messen anzufangen. Man wuerde dann schnell die Raumüberhöhungen erkennen. Dann sollte man den 1812 so durchs Zimmer bewegen, dass die Abweichungen vom Idealfrequenzgang minimal sind und den 1812 dort stehen lassen.

Das ist bei einer 175kg schweren riesigen Kiste leichter gesagt als getan, entsprechend habe ich nur die Moeglichkeiten ausprobiert, bei denen der riesige Kasten auch stehen bleiben könnte.

So steht der Sub nun bestimmt nicht ideal, aber bezogen auch die möglichen Plätze sicherlich am wahrscheinlich besten....

...Nun erst noch wieder was Musik hoeren werden, dann geht es mit dem Schreiben weiter.

Gruss
Juergen

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Beitragvon FoLLgoTT » 24.08.2018, 20:25

Hallo Jürgen,
shakti hat geschrieben:So steht der Sub nun bestimmt nicht ideal, aber bezogen auch die möglichen Plätze sicherlich am wahrscheinlich besten....


Nein, mit Sicherheit nicht. Ein einzelner Subwoofer steht niemals ideal, das ist prinzipiell nicht möglich. Du wirst auch nie einen wirklich guten Bass mit nur einem Subwoofer erreichen, egal, was er kostet.

Generell erscheint mir dein Ansatz, einfach eine völlig überteuerte Kiste in den Raum zu stellen, ziemlich einfältig. Nichts für ungut, aber anstatt systematisch Zeit in die Entwicklung eines passenden Subwoofersystems (also Quantität) für deinen zu Raum investieren, versuchst du das Problem mit Qualität zu lösen. Das hat im Bassbereich noch nie funktioniert.

Gruß
Nils

PS: den Wunsch nach Tiefgang <20 Hz hatte wohl jeder mal. Nachdem ich lange Zeit mit meinem überdimensionierten SBA (dagegen ist ein Velodyne Pillepalle) bis 5 Hz mit Referenzpegel Filme genießen konnte, verfliegt dieser Wunsch dann irgendwann. Unter 25 Hz ist relativ sinnlos und kaum noch hörbar, sofern keine Moden und Klirr im Spiel sind. Und Filme sind im Tiefbass weitaus anspruchsvoller als Musik.
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Beitragvon shakti » 24.08.2018, 21:13

@Nils

sind wir nun auch in diesem Forum bereits bei solchen Kommentaren angekommen:

auf die Person bezogen:
"Generell erscheint mir dein Ansatz, einfach eine völlig überteuerte Kiste in den Raum zu stellen, ziemlich einfältig."

auf das besprochene Produkt bezogen:

"dagegen ist ein Velodyne Pillepalle"

als "einfältig" bin ich hier auf jeden Fall bis jetzt noch nie bezeichnet worden....
die Produkte anderer Foristen als "Pillepalle" zu bezeichnen empfinde ich auch als ziemlich anmaßend....

Auch wenn Du meinen "Weg" das Hobby (ja, das ist es fuer mich) zu leben nicht nachvollziehen magst, mag ich diesen gerne auch weiterhin so gehen. Erspare Dir doch einfach Deine Kommentare zu diesem Weg und zu den dazu verwendeten Produkten, wenn Du nicht ohne solche Wertungen auskommst.

Danke!

Juergen
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Beitragvon FoLLgoTT » 24.08.2018, 21:58

Hallo Jürgen,

shakti hat geschrieben:die Produkte anderer Foristen als "Pillepalle" zu bezeichnen empfinde ich auch als ziemlich anmaßend ...

Ich habe mich wohl missverständlich ausgedrückt. Im Tiefbass zählt einzig und alleine das Verschiebevolumen, was den Maximalpegel eines geschlossenen Subwoofers betrifft. 18 meiner 12" entsprechen ungefähr 5 - 6 der 18" in dem Velodyne. Das weiß ich, weil ich inzwischen selbst 6 sehr langhubige 18" hinten installiert habe (als DBA). Also: das "Pillepalle" bezog sich einzig und allein auf den Maximalpegel und sonst nichts.

Dass der Velodyne für sich sicherlich gut ist, bezweifle ich übrigens nicht.

Auch wenn Du meinen "Weg" das Hobby (ja, das ist es fuer mich) zu leben nicht nachvollziehen magst, mag ich diesen gerne auch weiterhin so gehen. Erspare Dir doch einfach Deine Kommentare zu diesem Weg und zu den dazu verwendeten Produkten, wenn Du nicht ohne solche Wertungen auskommst.

Du hast Recht, ich kann deinen Weg tatsächlich nicht nachvollziehen. Ich lasse dich hier in Ruhe. Es führt sowieso zu nichts.

Gruß
Nils
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Beitragvon Mister Cool » 24.08.2018, 22:51

Jürgen,

Ich muß Nils zustmmen. Es ist sehr auffällig, dass viele Produkte, die von Dir vorgestellt werden, primär per Preistag definiert werden, als ob die Exlusiivität und die (möglichst hohen) Kosten das Hauptkriterium wären. Nirgendwo findet man so viel Beachtung und Angaben zu den Preisen wie in Deinen Berichten.

In dem konkreten Fall denke ich auch, dass mehrere günstigere aber sinnvoll aufgestellte Subwoofer zu einem deutlich besseren Gesamtergebnis führen würden, als einzelnes ultrateures Gerät.

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon Hans-Martin » 24.08.2018, 22:58

Hallo Juergen,

ich lehne mich hier jetzt auch mal aus dem Fenster.

Es hat den Ruch einer fragwürdigen Unterschlagung, wenn neben all den Superlativen über Durchmesser, Kilowatt-Brutalpower und nicht zuletzt dem nicht gerade minimalistischen Preis, dem Verbraucher eine Größe unter den Teppich gekehrt wird, die alles andere als Superlativ ist, und das ist die Integrierbarkeit mit vorhandenem Equipment, sobald die DSP/Einmessfunktion die Frequenzganglinearisierung vornimmt. Dann kommt ein DSP/filterbedingter, erheblicher Zeitverzögerungsaspekt ins Spiel, der mehreren Metern mehr Entfernung zum Hörer entspricht. Um diesen Betrag müsste der Sub näher an den Hörer rücken, um sich mit den räumlich weiter entfernteren Hauptlautsprechern perfekt zu integrieren. In der Praxis ist das nur im Ausnahmefall möglich. Zu gern erinnere ich mich an Ulis Ausruf: Space!Space!Space! (in einem anderen internationalen Forum), nachdem es ihm gelang, die Exzessphase über das gesamte Hörspektrum zu korrigieren, in der Geburtsphase von Acourate.

Wenn ich an REL denke, den Subwooferhersteller, der im Sinne der bestmöglichen Integration empfahl, den Endstufenausgang zum Haupt-LS an den Hochpegeleingang des Sub zu konnektieren (was für meine Ohren durchaus Vorteile hatte), fällt mir Klaus Heinz ein, der bei einer High-End im Kempinski vergeblich versuchte, die durchaus angesehene Nagra Röhren-Vor/Endverstärker-Kombination mit seinen über Hochpass betriebenen Hauptlautsprechern durch einen aktiven Sub zu ergänzen.

SET reagiert auf die Impedanz der Last, bleibt die Last im Bass aus, steigt der Ausgangspegel. Die Subwoofer-interne Messmikrofon-DSP-Funktion kann derlei Aspekte nicht berücksichtigen, jedoch ein ordentliches Messsystem, welches ab Vorstufenausgang den Rest der Kette anspricht.

Ich würde zwar Nils Terminologie nicht benutzen, finde aber seine Einwände nicht substanzlos. Es ist nicht immer mehr Preis, der den besseren Klang macht, gelegentlich ist es auch mehr Gehirnschmalz.

Grüße
Hans-Martin

Andere Hersteller haben dasselbe Problem, z. B. Sunfire mit Raumeinmessung
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Beitragvon shakti » 24.08.2018, 23:01

@Alwin
gut, dass Du deinen mir bereits wohlgekannten Standpunkt nun auch in diesem thread und damit auch zu diesem Produkt geäußert hast ..., aktuell sind leider keine weiteren Velodyne 1812 signature im Gebrauchtmarkt verfügbar, deshalb fange ich gerne schon mal mit einem sub an :D


Gruss
Juergen
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Beitragvon Herbert Z » 25.08.2018, 01:49

Hallo Juergen

Deine Begeisterung kann ich verstehen, ich habe den 1812 Signature selbst seit einigen Jahren in Betrieb! Ich nenne ihn liebevoll „Waschmaschine“ und macht in meinem Heimkino setup mit der BM12 und BM4 immer noch so richtig Spaß. Besser kann man ein Tyrannusuarus Rex kaum durch das Wohnzimmer stapfen lassen. Nachdem der beste Platz gefunden wurde, ist die Bandscheibe Auch irgendwann wieder genesen. Ich habe wohl sehr viel Glück gehabt als ich Ihn damals fuer $5,000 Gebraucht erworben habe.

Viel Spaß noch und auch auf die Gefahr das einige sagen, dass ich schon zulange hier lebe: „bigger is better“

Besten Gruss

Herbert
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Beitragvon Thor_7 » 20.09.2018, 18:55

Hallo Jürgen,

es gibt viele Wege dieses Hobby auszuleben und jeder Jeck ist anders.
Ich persönlich freue mich immer über deine Berichte und die Einblicke in die High-End Liga.

Viele Grüße
Thorben
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Beitragvon thomas2 » 21.09.2018, 15:05

Hallo Jürgen,
hallo liebe Forenten,

ich habe es nicht so wahr genommen, dass dich jemand angreifen will oder es gemacht hat.
Die Einwände, sowie geschriebenes wie "Pillepalle" empfinde ich eher als Hinweis von jemand, der bereits Erfahrung gemacht hat.

Ich vermute lieber Jürgen, dass Du ein wenig gefrustet bist, dein Set Up nicht nach vorne zu bringen. :?

Und von der optischen Seite schreibe ich mal nix. :shock:

Liebe Grüße

Thomas
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Beitragvon shakti » 21.09.2018, 15:08

@Thomas
das Set Up spielt mittlerweile sehr gut,
habe in anderen Foren auch weiter ueber die Subwoofer Integration geschrieben,
brauche mir aber keine Debatte auf "Pillepalle" level anzutun!
insofern schreibe ich in diesem Forum aktuell eher weniger.
Gruss
Juergen

ps
am 10.11.18 ist mal wieder ein workshop bei mir, kannst gerne vorbeikommen, das aktuelle set up zu hören.
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Beitragvon nemu » 22.09.2018, 01:54

Hallo zusammen,

hatte bereits vor einigen Tagen die Gelegnheit bei Juergen den Velodyne zusammen mit seinen Hörnern anzuhören.

Ich war ja auch erst etwas skeptisch als ich sah, dass der Velodyne an der Seite stand. Das Klangergebnis ist aber absolut überzeugend, wie ich persönlich finde. Der Subwoofer integriert sich prima in das Gesamtklangbild. Ich konnte den Velodyne nicht orten. Äußerst fein und Welten gegenüber dem Klang der Hörner ohne den zusätzlichen Velodyne.

Gratuliere Jürgen, hast Du prima hinbekommen. So macht das Hören richtig Spaß bei Dir.

Gruß Stephan
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Beitragvon shakti » 22.09.2018, 09:16

Danke Stephan!
Empfinde den Velo 1812 auch als grosse Bereicherung!
Nach rund einem Monat mit dem Sub ist dieser so in den Hintergrund getreten, dass ich diesen beim Musikhören eigentlich komplett vergesse. Die Start/Stopp Automatik fuhrt dazu, dass man siechem den Sub im Alltag nicht weiter kümmern muss.

Gruss
Juergen
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Beitragvon h0e » 22.09.2018, 09:38

Hallo Jürgen,

ich hatte nach meinem letzten Besuch ganz vergessen, etwas zu schreiben, da es gerade etwas stressig war. Auch ich empfand trotz wirklich eigentümlich anmutender Aufstellung das Ergebnis gut. Noch besser wären vermutlich zwei und diese dann den kpl. Bassbereich übernehmen zu lassen. Dafür müsste dann aber sicher eine andere Position her.

Wie immer bleibt als Fazit, dass selbst hören Pflicht ist. Ich will aber auch nicht unterschlagen, dass wie anderen mir das YG-Setup am besten gefallen hatte, allerdings ist das auch eine andere Lautsprecher-Preis-Klasse.

Grüsse Jürgen
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Warum nicht gleich so?

Beitragvon musikgeniesser » 28.09.2018, 13:29

Lieber Jürgen,
liebe Forenten,

danke für Deine Bereitschaft, immer wieder neues auszuprobieren und hier darüber zu berichten. Dass ein geschlossener, geregelter Basslautsprecher je die Schwelle Deines Hörraumes würde übertreten können, überrascht mich: dazu steht eine derart technisch orientierte Lösung doch viel zu sehr im Verdacht technischer Sterilität. Nicht? Hm, hier ist doch mehr los, als ich dachte.

Ich selbst komme von der Vorstellung, nur durch die Wahl von mit leistungsfähiger Technik vollgestopften Geräten, die folglich entsprechend hochpreisig sein mussten, den Olymp des Klanghimmels erklimmen zu können und bin heilfroh, dass mir dieses Forum mit der Zeit diesen Zahn hat ziehen können. Viel wichtiger als aufwendige Geräte ist Aufmerksamkeit für den Hörraum, von der Bedeutung guter Quellen -- damit meine ich jetzt nicht Geräte, sondern Aufnahmen -- gar nicht zu reden.

Dass wir uns richtig verstehen: meine Fehlvorstellung von damals bestand nicht etwa darin, dass Technik ein Irrweg sei, sondern vielmehr darin, dass Technik allein ein Irrweg ist und Geld alleine nicht glücklich macht. Genauer: Geld alleine hält einer kritischen Prüfung nicht stand. Bei Geld geht es um Geltungs- und vielleicht auch um Erbauungsnutzen, aber nicht eigentlich um Gebrauchsnutzen. Letztlich also um die Frage, dass ich mir meinte, etwas beweisen zu müssen, statt mich mit dem eigentlichen Thema auseinanderzusetzen. Mein Fehler.


Zum Thema
Dass Nils mit seinen Einlassungen recht hat, heißt nicht, dass Dein 1812 keine Verbesserung brächte. Im Gegenteil: natürlich bringt er die, das ist doch sonnenklar! Er ist ein glänzend gemachter Subwoofer, der immer eine Verbesserung bringt, solange man sich bisher auf die Basswiedergabe von Vollbereichs-Lautsprechern verlassen hatte: dort wird praktisch nie konsequent ausgeschöpft, was technisch möglich ist. Ausnahmen bestätigen die Regel und die Marken sind hier wohlbekannt.

So etwas darf man nicht schreiben, gerade in Foren nicht, weil Forenten typischerweise deshalb Forenten werden, weil sie ihre Geräte mögen und sich mit ihnen identifizieren. Da wird jede sachliche Kritik sofort persönlich genommen. Das liegt in der Natur der Sache und ist deshalb anders gar nicht möglich; die Sache ist: Hobby, also mein Hobby, um genau zu sein. Mein Hobby ist mein Kind und niemand schlägt mein Kind! Sehr nachvollziehbar, ja sogar sympathisch, aber falsch. Foren wie diese sind nicht der Ort für derartige Diskurse. Ein weites Feld.

Zurück zum Thema. Was Nils einwirft, heißt nur, dass es noch erheblich besser ginge, und das möglicherweise sogar mit vergleichbarem finanziellem Aufwand. Das tut es, gar keine Frage. Nur, was hat das mit Deinem Subwoofer zu tun? Hand aufs Herz: macht er Dir im Augenblick nicht einfach nur Spaß? Wenn ich Deinen Bericht lese, quillt Dir diese Freude nachgerade aus dem Kragen und ich freue mich sehr, dass es nun (endlich!) ein aktiver und geregelter Monster-Subwoofer (175 kg, erinnere ich mich richtig? Da muss man schon sehr verliebt sein...) in Deinen Hörraum geschafft hat. Und wenn es der Preis war, der Dein Interesse geweckt hat: was wäre so schlimm daran? Gar nichts, richtig. Wer heilt, hat recht: es klingt reproduzierbar besser als vorher und Dir gefällt diese Verbesserung so sehr, dass Du den Preis dafür angemessen findest. Damit ist diese Geschichte zu Ende, und zwar zu einem glücklichen Ende gekommen. Ich freue mich sehr für Dich!

Warum solltest Du Nils' Einwand dann nicht stehenlassen können? Eben. Wenn Du weitere Verbesserungen im Bass ventilieren solltest, kämen nun Schritte infrage, die über die Geräteebene hinausgingen: mehr als der 1812 wird dann wirklich monströs. Dieser Weg ist von Dir zu Ende gegangen, von der Idee, einen zweiten 1812 hinzustellen, vielleicht einmal abgesehen. Weitere Verbesserungen bedeuten vernünftigerweise einen Wechsel der Herangehensweise: Raumakustik, also Bassfelder, oder zumindest Multi-Subwoofer-Installationen. Hast Du in Deinem Kino-Hörraum nicht 4 Subwoofer im Einsatz? Eben. Alles schon mal dagewesen.

Zu guter Letzt mache ich Werbung für Herrn Grubers Subwoofer-Konzept, das für mich unerreicht oder zumindest unübertroffen bleibt und gerade heute dem anspruchsvollen Musikliebhaber wieder zugänglich ist: mein Namensvetter macht mit meroVinger Audio Systeme genau das, was ich machen würde, wenn ich mich mit der Materie auskennen würde: ein Portfolio der (fast) vollständigen Enumeration aus 5 (!) Bass-Chassis von 22 cm bis 46 cm und der Anzahl von 1 bis 4 (38 nur bis 3 und 46 nur bis 1, ggf. auch 2, was aber keine technischen, sondern praktische Gründe hat: wer sollte die größeren Vögel tragen? Wie komme ich mit 16 Ampère aus?). Daneben beliebige Sonderanfertigungen nach Kundenwunsch. Herz, was willst du mehr?

Ich möchte Peter mit meroVinger audio nicht in die Pfanne hauen -- seine aktuelle Preisliste ist immer noch in Arbeit, was Preiserhöhungen bedeuten könnte --, aber als grobe Orientierung dürfte die alte Preisliste schon taugen. Für 18.000 Euro, die hier gelegentlich genannt wurden, stellt Dir Peter vermutlich 4 (!) eins/sechsundvierzig hin (die in der alten Preisliste "gültig ab Ende '18" mit 3.999 Euro geführt wurden) und dann hättest Du über 4 mal 2 kW auf sage und schreibe 4 46er-Bässe (1.219 cm² Membranfläche [197 mm Radius]) mit richtig Membranhub (± 18 mm linear [12 mm Luftspalthöhe bei 50 mm Spulenhöhe; BMS 18N862, falls es interessiert; und alles 4-fach), was sicher eine nochmalige Verbesserung zur Folge hätte.

Diese Preisunterschiede machen deutlich, was intensives Marketing für uns Kunden bedeutet: das zahlen wir alles mit. Womit wir wieder beim Geltungsnutzen angelangt wären, welcher durch Werbung trefflich bedient wird. Auch ein weites Feld.

Anlass zu diesem Schritt hast Du freilich nicht, denn Dein 1812 macht auch schon genug Wind. Man soll den Gebrauchsnutzen des 1812 nicht kleinreden, nur, weil er sündhaft teuer ist. Was ist das überhaupt für eine Art der Argumentation? Andererseits: ist nicht das bessere des guten Feind?

Lass Dich nicht ärgern! Ich freue mich echt für Dich!

Danke für Euer Interesse

Peter
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