Silbersand Delphi

Diskussion über aktive Schallwandler

Beitragvon dietert » 27.11.2016, 18:35

Hallo Noel,

falls es dir entgangen ist: Das Dokument von 2004, dessen Link Uli Brüggemann weiter oben gepostet hat, enthält eine recht detaillierte Beschreibung des Algorithmus, allerdings auf Englisch. Also wer Englisch kann, möge es da nachlesen. Und wer deutsch kann, möge es hier nachlesen.

Noch ein weiterer Hinweis: Im Netz findet man ausgezeichnete Beschreibungen, wie man Audiosignale im Zeitbereich interpoliert, zum Beispiel für einen Upsampler. Aber all diese Dinge sind natürlich nur für "versierte" Leute verständlich.

Grüße,
Dieter T.
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Beitragvon Donny » 27.11.2016, 21:05

Mal neben der ganzen Technik:

Erstes Probehören zuhause - vielversprechend.

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Für den "Dopplereffekt" habe ich einfach zwei Paar Lautsprecher genommen. :D
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Beitragvon Frederik » 28.11.2016, 00:19

Hi Dietmar,

Schön sehen die aus. :)

Habe bisher nur Gutes über die Delphi gehört, jeder der sie gehört hat, schien begeistert zu sein.

Grüße,
Frederik
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Beitragvon Donny » 28.11.2016, 15:39

Mein Raum ist komplett offen - nach links Küche nach rechts Wintergarten. Der Raum selber ca 4,5 breit und 6,5m tief. Zum Hören habe ich mir einen Stuhl so gestellt, dass ich ein gleichseitiges Dreieck hatte- hinter mir noch gut 3m frei.

In der Höhen und Mittenwiedergabe liegen die Delphi vorne. Gefällt mir außerordentlich gut. Bei Klassik Orchester, Klavier aber auch bei Gitarre vermisse ich nichts. Im Gegenteil - extrem detailliert sehr schön gestaffelt und räumlich zuordenbar. Speziell Tom Waits ist so eine wahre Freude und wirkt nie nervig, was bei einfachen LS schnell passieren kann. Auch Talk Talk in einem herausragenden Detailreichtum. Nicht zu breit und nicht zu eng. Sowohl "konzentriertes" Hören aber auch Hintergrundbeschallung - sehr schön fesselnd.

Bei Pop, Rock fehlt mir das "bassige" , "volle" oder Volumen. Von meinem AudioNet DNA habe ich die Delphi an die Vorstufenausgänge angeschlossen. Meine aktuellen Lautsprecher kann ich parallel dazu laufen lassen. Zudem kann ich bei meinen LS den Subwoofer trennen, so dass hier nur die Woofer laufen. Ich habe also einfach mal die Delphi mit meinen beiden Woofern (30er) laufen lassen. Ohne jedes Einstellen war es schon sehr beeindruckend was nun rauskam. Wenn man das erst noch richtig abstimmt und einstellt bin ich überzeugt, ein mehr als zufriedenstellend Ergebnis erreichen zu können. Wie gesagt ich mag eine volle und volumige Wiedergabe. Man könnte sie sich auch jeweils anpassen - je nach Vorliebe. Mein AudioNet DNA bietet hier jede Menge Spielmöglichkeiten.

Mein erster Eindruck nach dem Hören ohne lang aufzustellen/einzustellen: Die Delphi sind auf jeden Fall eine Überlegung wert. Ich für meinen Teil würde für bei meiner Raumgröße und meinen Hörgewohnheiten noch Subwoofer dazu einplanen. Denke jedoch, dass man dann in Summe ein System hat, was schwer zu toppen sein dürfte, und wenn dann nur mit erheblichem finanziellen Mehraufwand. Für mich wäre es ein extrem flexibles System was meine Vorstellung von Musikwiedergabe sehr gut trifft.

Demnächst werde ich ein wenig weiter hören - messen (Carma) - und auch die Meinung von Freunden bei Hörsessions einholen. Vielleicht treibe ich noch einen aktiven Sub auf, um das mal sauber aufzubauen.

Optisch. Sie fühlen sich sehr wertig und top verarbeitet an. Mir gefallen sie sehr gut. Schön kompakt. Zum "Protzen" weniger geeignet. Akzeptanz sowohl optisch als auch klanglich auch bei meiner Frau.
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Beitragvon Bernd Peter » 28.11.2016, 15:48

Hallo Dietmar,

wie würdest du denn im Vergleich zur Delphi deine Zirkerlautsprecher beurteilen?

Ist es nur das Mehr an Tiefbass?

Gruß

Bernd Peter
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Beitragvon Donny » 28.11.2016, 16:38

Meine Stereofone Dura (Zirkerlautsprecher :D nach dem Erbauer ) sind sehr außergewöhnliche Lautsprecher. Extrem aufstellungsunempfindlich. Fast egal wie man sie hinstellt. Mit einfachster Verstärkertechnik lässt sich hier bereits sehr viel erreichen. Im Gegenteil, teils ist hier weniger sogar mehr. Mit meiner Naim Vor- Endstufenkombi (200er) mit x externen Netzteilen war das nix und klang, als hätte einer die Handbremse angezogen. Mit einem 100€ Verstärken aus der Bucht deutlich besser. Sie vermitteln überall im Raum einen guten Klang und haben auch Ortbarkeit.

Die Delphi kommen alleine für sich an das Volumen und Wucht der Dura natürlich nicht ran. Sie spielen jedoch detailreicher. Sie sind mehr Präzisionswerkzeuge, arbeiten mehr heraus. Sie gehen auch sehr schön tief runter. Orgel hat mich da sehr überrascht. Gefühlt vielleicht sogar noch einen Ticken tiefer runter als die Dura. Man darf den Tiefbass nicht mit "WUMS" verwechseln. Stimmen erscheinen mir noch realistischer - wobei dies eigentlich eine Stärke meiner Dura ist.

Die richtige Sitzposition ist bei den Delphi wichtiger und bringt deutliche Vorteile. Zusammen mit zwei Subwoofern würde ich der Kombi wenn ich wählen müsste den Vorzug geben. Ob ich mich nun von meinen DURA (sie haben in 10 Jahren schon einige Vergleiche überlebt) trenne ist noch offen - letztlich auch eine Kostenfrage. Aber ich überlege schon mal. Sowas zieht sich bei mir immer etwas.

Das sind alles noch erste Eindrücke. Gefällt mir ein Lautsprecher nicht, fällt mir das immer bereits nach 1-2 min auf und ich brauche gar nicht weiter zu hören. Hier war aber sofort ein - Aha - da. Übernächste Woche werde ich mal ins "Vergleichshören" gehen. Da werde ich mir auch mal Stücke die überhaupt Tiefbass haben vornehmen.

Wenn die Delphi mit des Dura-Woofern laufen, dann als Vollbereichslautsprecher. Wobei ich sie leider mit dem DNA EQ "mitfiltere" das lässt sich leider nicht trennen.
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Beitragvon Zwodoppelvier » 28.11.2016, 23:00

Hallo Dietmar,

ein kleiner Kommentar "aus der Ferne":

Die Raumabmessung, vor allem auch mit den seitlich offenen Bereichen, ist für ein Paar Delphi m.E. schon sehr grenzwertig - evtl. sogar jenseits dessen.

Insofern kein Wunder, daß Dir im Bass etwas Druck fehlt. Würde ich bei einer solchen Situation der famosen Mittelhochtonwiedergabe der Delphi Priorität einräumen, würden wohl zwei geregelte Zusatz-Bässe hinzugestellt. Solange man nicht Raumresonanzen anregt, sollte sich hiermit ein sehr gute Passung zu den Hauptboxen ergeben. Mir fallen hierzu immer uralte BM 6 ein, die sich entsprechend modifizieren lassen sollten (nur der Bass bleibt in Betrieb, Weiche wird für Subwoofer-Betrieb angepasst).

Andererseits: es gibt auf dem Gebrauchtmarkt auch schlanke Silbersand-Säulen namens "Emotion 5", insgesamt preislich sehr attraktiv. :wink:

Gruß Eberhard
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Beitragvon beltane » 29.11.2016, 19:24

Hallo Eberhard,

wenn ich die Berichte über die Emotion aber richtig erinnere, müssten auch die um Subwoofer ergänzt werden, wenn man entsprechende Pegel auch im Bassbereich können möchte. Insofern würde sich also der Punkt Subwoofer nicht durch die Emotion lösen.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon Zwodoppelvier » 29.11.2016, 20:01

Hallo Frank,

die Raumsituation ist bei Dietmar sicher nicht ganz einfach einzuschätzen.

Die beim Oktoberfest 2014(?) bei Pirol-audio in Köln gespielten Emotion 5 haben den recht großvolumigen Raum m.E. hinreichend beschallen können. Nur bei sehr hohen Pegeln klang es etwas "angestrengt", aber solche Lautsprecher sind auch nicht für größere Partys ausgelegt. Insofern: hat man nicht ein Riesenwohnzimmer oder möchte es als Rockfan öfter so richtig kesseln lassen, sollte es keine Probleme geben (m.b.M.n.).

Viele Grüße
Eberhard
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Beitragvon RS.schanksaudio » 29.01.2017, 11:30

Sehr interessant!
Roman war ja auch vor Ort (ich konnte leider nicht), würde mich daher über mehr Berichte freuen.

Viele Grüße
Roland
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Beitragvon Ralph Berres » 31.01.2017, 09:32

Ich war auch auf dem Workshop in Zweibrücken, und habe mir sowohl den Vortrag angehört (der übrigens klasse war) als auch die verschiedenen Lautsprecher in Ralph Gottlobs Vorführbude.

Offengestanden hat mir Romans Monitor1 etwas besser gefallen.

Mir kam es so vor als hätte sie tonal etwas richtiger geklungen als die Delphi.

Insbesonders bei den Stimmen und Bläser ist mir aufgefallen, das die Monitor 1 etwas wärmer und für mich natürlicher geklungen haben. Diesbezüglich haben mich auch die größeren Genelec-Lautsprecher überrascht. Diese klangen der Monitor 1 sehr ähnlich. Am wenigsten überzeugt haben mich die Abacus Lautsprecher von denen ich mehrere gehört habe (außer der Trifon).

Das ist mein persöhnlicher Geschmack und muss für andere Forenteilnehmer nicht gelten.

Ralph Berres
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Beitragvon Jupiter » 31.01.2017, 09:41

Hallo Ralph,

Ich war ebenfalls beim Vortrag von Dr. Lutz wirklich sehr interessant.

Allerdings habe ich lediglich den Vergleich der Delphi mit der Kii hören können.

Wie hast du denn diesen Unterschied empfunden? Deine Meinung dazu würde mich interessieren.

Gruß Harald
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Beitragvon Ralph Berres » 31.01.2017, 09:43

Hallo Harald,

die Kii hatte ich nicht gehört. Kann also dazu nichts beitragen.

Ralph
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Beitragvon OpenEnd » 31.01.2017, 09:47

Hallo Ralph,

stimmt. Muss für andere Hörer nicht gelten. Mir hat die Delphi mit ihrer ungemeinen Präzision am besten gefallen. Einzig würde mir die Delphi vom Pegel nicht reichen, da ich ab und zu laut hören mag.

Die Schanks Audio hat mir neben der Genelec auch gut gefallen. Die anderen Lautsprecher habe ich leider nicht gehört. Waren zu viele interessante Menschen zum Fachsimpeln als Konkurrenz zum Hören da.

Grüssle vom Charly
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Beitragvon Ralph Berres » 31.01.2017, 09:58

Präzise war die Delphi, das bestreite ich auch nicht.

Was ich gerade vor dem Hintergrund des Vortrages begrüßt hätte, wäre die Delphi mal mit und mal ohne Dopplerkorrektur zu hören. Technisch wäre das abschalten mit Sicherheit mit sehr wenig Aufwand zu realisieren gewesen. Aber ob der direkte Vergleich gewollt wäre? Wer weis, vielleicht hätte sich dann herausgestellt, dass der Dopplereffekt doch nicht so hörbar ist, wie man es gerne hätte.

PS. Ich musste den Ralf Gottlob mehrmals bitten die Delphi mit der Monitor 1 zu vergleichen. Das hat er erst am späten Nachmittag getan. Ob das ein Grund hatte?

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