Canton AM 5

Diskussion über aktive Schallwandler
uoiea
Aktiver Hörer
Beiträge: 44
Registriert: 25.02.2017, 23:46

Beitrag von uoiea »

Hallo Thomas,

gratuliere! Gute Wahl!
Interessehalber: Hast du sie denn auf Isoacoustic Podestchen stehen?

Viele Grüße
Emanuel
Bild
music is my escape
Aktiver Hörer
Beiträge: 1008
Registriert: 03.07.2012, 10:56
Wohnort: Leipzig

Beitrag von music is my escape »

Hallo Emanuel,

Zuerst einmal sorry - ich hatte einen falschen Namen von Dir in Erinnerung; bei besagtem Jürgen, dessen Beiträge zum Thema AM5 ich mit besonderem Gewinn gelesen habe, bist eigentlich Du gemeint... :oops:

Thema Isostands: ich hatte mir die kleinste Version davon zusammen mit den Canton besorgt und mit versch. anderen An- und Entkopplungsvarianten verglichen, von denen sich letztendlich eine auf das Boxengewicht von knapp vier Kilogramm ausgelegte Menge Sylomer als die klanglich beste herausgestellt hat. Ob dies am Aufstellungsort bzw. dem Untergrund hier, dem geringen Gewicht oder der Gehäusekonstruktion als solches (stark mitschwingend), vielleicht sogar der digitalen Weiche im Inneren zuzurechnen ist, kann ich nicht seriös beurteilen - auf jeden Fall aber scheint die AM5, wie Du auch betont hast, auf eine möglichst gute Entkopplung besonders positiv anzusprechen und hier scheint Sylomer nach wie vor eine gute Wahl. Ohne derartige Maßnahmen verschenkt man eine ganze Menge an Klangqualität; ich würde sogar sagen, ohne sie erkennt man den LSP nur schwer wieder. Bei Gelegenheit werde ich noch mit einer gewissen Beschwerung auf der Oberseite 'experimentieren'; ich könnte mir vorstellen, dass dies auch einiges an Einfluss haben könnte.

Was sich ebenfalls recht positiv bemerkbar macht, ist eine Stromzuführung mit Filterung. Brachten bereits die EMCEupen-Ferritkabel mit dem Zusatzfilter einiges, wurde es mit der Filterleiste noch einmal besser. Auch hier vermag ich nicht eindeutig zu sagen, ob es an der (Digital-) Elektronik bzw. dem Netzteil im Inneren der Canton oder äußeren Einflüssen durch andere Netzteile etc.. bzw. einer Kombination aus beidem liegt; das Ergebnis aber überzeugt.

Konntest Du hier ggfs. auch Erfahrungen sammeln?

Es ist auf jeden Fall spannend zu sehen, wie ein LSP, den es neu (und erst recht gebraucht) zu einem beinah lächerlich anmutenden Preis gibt, jede Veränderung an der Peripherie spielend aufzeigt - dabei aber nie, und das ist das eigentlich faszinierende, unhörbar sondern immer gut bzw. eben anders oder bestenfalls sogar besser klingt. Bei einem kleinen Toslink-Kabeltest letztens konnten wir problemslos die versch. Kandidaten 'erhören' und klanglich einordnen ('gewonnen' hat übrigens ein 5,- Eur Teil von Amazon :mrgreen: ) - genauso aber macht es regelrecht Spaß, den einfachen TV-Ton aus der FireTV-Streaming-Box direkt zu wandeln.

Also noch einmal ausdrücklichen Dank an alle bisher an diesem Thread Beteiligten und hierbei speziell an Dich, Emanuel.

MfG,
Thomas
:cheers:
Bild
dieter
Aktiver Hörer
Beiträge: 103
Registriert: 13.01.2009, 12:10
Wohnort: nahe Bonn

Beitrag von dieter »

Hallo,

auch ich betreibe meine AM-5 auf IsoAcoustics ISO-130 und kann diese Aufstellungsvariante wämstens empfehlen. Aber Vorsicht: Die Böxchen müssen erst eine Weile auf den Podesten stehen, bevor man das Ganze beurteilen kann, denn die IsoAcoustics "saugen" sich mit der Zeit an den Cantons fest.

Ansonsten teile ich die hier geäußerte Begeisterung für die Lautsprecher voll und ganz. Die Cantons machen einfach vollkommen unaufgeregt prima Musik!


Dieter
Bild
uoiea
Aktiver Hörer
Beiträge: 44
Registriert: 25.02.2017, 23:46

Beitrag von uoiea »

Hallo Thomas,

kein Problem ;-) Ich bin mir in Sachen Canton AM-5 und übrigens auch Isoacoustics so dermaßen einig mit Jürgen (Schröder von lowbeats), da kann man uns schon mal verwechseln ;-)

Interessant, aber sehr erfreulich, dass bei Dir eine so günstige Alternative sogar besser gefällt als die Iso-130.
Vielleicht unterscheiden sich die beiden in ihrer akustischen Auswirkung auch voneinander, und Dir gefallen genau die spezifischen Auswirkungen des Sylomers besser.
Denn die Isos haben ja eine sehr spezifische Auswirkung, die durch andere rein dämpfende/absorbierende Materialen kaum zu erreichen sind. Sie kanalisieren die unvermeidlichen kleinen Eigenbewegungen der LS, die sonst ungerichtet/beliebig sind, in reine Vor- und Rückwärtsbewegungen ("on axis" nennt das der Hersteller). Sie versuchen also nicht, die Bewegungen zu verhindern (absorbieren), sondern kanalisieren sie. So mein Verständnis...
Ich habe jedenfalls, was räumliche Präzision und Raumtiefe, das völlige Verschwinden/Ausblenden der Schallquellen, und Transparenz betrifft, noch keine vergleichbaren Unterstände gefunden, die da auch nur in die Nähe kommen. Das fällt aber vor allem bei klassischen Orchesterwerken auf, die ich hauptsächlich höre. Von daher ist der Fokus vielleicht bei mir ein anderer als bei anderen Hörern. Die neuen Iso-130 sind nochmal besser als die älteren L8R... - hab ich mir vorher gar nicht vorstellen können, aber sie legen nochmal ne Schippe drauf. Nochmal sauberer, und die allerletzten minimalen Restschärfen sind seitdem auch verschwunden, warum auch immer. Allerdings muss man sich ein wenig daran gewöhnen - im ersten Moment können die Iso etwas nüchtern/steril im Vergleich zu ohne klingen, weil man Resonanzen gern als "warm" und damit angenehm, raumfüllend, wahrnimmt. Fallen sie weg, hat man erstmal den Eindruck, es fehlt Fülle.

Sylomer oder Vergleichbares werde ich aber mal evtl. unter meinen KHV stellen, der steht in einem Holzregal und brummt ein wenig ;-) vielleicht krieg ich ihn damit still, ich kann ihn ja nicht ständig in die Luft halten (da ist er dann nämlich ruhig) ;-)

Mit Strom und Kabeln probier ich nicht mehr rum. Früher hatte ich meine Kette mit einer monströsen Vliesgelbatterie und einem Sinuswechselrichter betrieben, der Unterschied zum Leitungsstrom war einfach nur frappierend, richtig dramatisch. Aber jetzt steht die Anlage im Untergeschoß unseres Meherparteienhauses, und ich bin der allererste, der dort unten die Stromleitung anzapft. Hier kann ich keinen Unterschied mehr feststellen zum Steckdosenstrombetrieb. Auch der Unterschied zwischen meiner Audioconsequent-Leiste und z.B. einer günstigen Music Line Leiste ist nur mit großer Mühe zu hören (jedenfalls bilde ich mir ein, einen kleinen Unterschied zu hören, aber es sind wenn dann nur Nuancen).
Da kann ich also keine Erfahrung beitragen ;-) außer der Empfehlung, mit der Anlage in den Keller zu gehen, wo der Strom noch frisch ist ;-)

Viele Grüße
Emanuel
Bild
Antworten