Genelec 8351A: neuer 3-Wege Koax

Diskussion über aktive Schallwandler

Genelec 8351A: neuer 3-Wege Koax

Beitragvon macamarramdac » 03.01.2015, 13:12

Hallo zusammen,

Ich soeben per Zufall eine interessante Entdeckung im Internet gemacht, die ich hier nicht gefunden habe. Die Rede ist von einem neunen 3-Wege koaxial Nearfield Monitor der Marke Genelec, Modell 8351A.

Da mich schon einige koaxial LS begeistern konnten, wie bspw. die C55 von KS Digital, so interessiert mich natürlich auch dieser Monitor extrem. Zumal die Firma gut beleumundet ist und man etwas für den stattlichen Preis von € 3.300,- erwarten darf. Nur leider gibt es im Raum Rhein-Main keinen Händler, der sie führt. Laut Genelec Website gibt es aber Händler in Hamburg, Bonn, Essen, Au, München, Hockenheim. Vielleicht gibt es ja in diesen Gegenden Forumsmitglieder, die mal reinhören möchten - ich würde es sehr gern, denn ich glaube das wird ein echtes Erlebnis!!!

Hier ein paar Infos zum LS: http://www.audioexport.de/live/genelec_ ... EU_AE.html

Beste Grüße

Gregor
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Beitragvon Joerghag » 03.01.2015, 15:17

... ich weiss nicht, ob überhaupt schon 8351 in Deutschland an Händler ausgeliefert wurden? Die ersten
8320 und 8330 sind wohl gerade erst bei vereinzelten Händlern angekommen.

Der Lautsprecher ist schon sehr interessant, da er den Koax der 8260 besitzt und sehr viel kleiner ist.
Wenn ich nicht mittlerweile eine dritte 8260 als Center hätte, wäre ich nicht abgeneigt :D

Gruss Jörg
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Beitragvon Tinitus » 03.01.2015, 22:37

Hallo Gregor,

im Raum Rain-Main verkaufen diese Jungs auch Genelec:

http://www.highendstudios-frankfurt.de/

Einfach anrufen, die werden dir mitteilen, ob und wann die neuen bei Ihnen vorführbar sind.

Gruß

Uwe
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Beitragvon Knurzibald » 09.01.2015, 20:26

Hallo Gregor,

voraussichtlich in Audio 03/15 erfolgt ein Test der Genelec 8351A.

Viele Grüße

Jürgen
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Beitragvon Malte » 20.01.2015, 14:34

Hallo Jürgen,

Test der Genelec 8351A ist für die Stereoplay 03/2015 geplant. Wir haben die Box auch mittlerweile im Haus, der Test ist also ziemlich sicher.

Ob die Kollegen von AUDIO die Box parallel testen, entzieht sich meiner Kenntnis.

Viele Grüße

Malte
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Beitragvon Tinitus » 24.04.2015, 21:40

Hallöle,

Testbericht über die Dinger wird es demnächst bei fairaudio geben.

Gruß

Uwe
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Beitragvon Radiohörer » 28.06.2015, 18:30

Und, was sagen die Tests, und was sagen Eure Ohren, wenn Ihr sie schon gehört habt?
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Beitragvon der_yeti » 01.07.2015, 12:28

Hi,

die 8351 habe ich mir auf der Highend in München angehört. Leider war es am Ende des Messetages und, noch bedauerlicher, nicht sehr lang. Aber, ich wäre sehr gerne länger sitzen geblieben.

Zum Klang kann ich sagen, dass sie mir gefallen haben. Differenziertere Aussagen kann ich nicht machen.

"Best of Show"* fand ich die Grimm LS1 :D

*) ...allerdings habe ich nur die eine Halle geschafft, an dem zur Verfügung stehenden Samstag.
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Beitragvon G5User » 04.09.2015, 08:09

Moin,

da die 8351A (im Folgenden kurz: GL) nun endlich bei mir eingezogen ist, ein kurzer Bericht wie ich den LS denn nun einschätze. Evtl. helfen die Erfahrungen anderen bei anstehenden Entscheidungen.

Kurz zum Background: Ich suchte nach einer Lösung um Raummoden in meinem 18 qm großen Hörzimmer zu minimieren. Aufstellung hat seine Grenzen. Acourate war / ist sehr erfolgreich. Dennoch, Platte hören partizipiert nicht - oder nicht hinreichend - von den v. g. Maßnahmen. Ein DIY Projekt (Bag End E-Trap nachbzubilden) war nicht von Erfolg gekrönt. Und meinen Ziel eine Kette ohne zig zusätzliche "Kisten" aufzubauen bzw. beizubehalten stand Analog -> A/D Wandlung -> Falten/Convolver -> ... entgegen. Also: GL.

Meine Kette besteht aus Moon Mind 180 / RP 8 mit MC System -> Devialet 200 (Als Preamp konfiguriert) -> GL. Parallel betreibe ich Abacus 24-23 C mit AMT, so dass hier ein direkter Vergleich möglich ist. Die Abacus ersetzten eine Harbeth 30.1 die ich noch "im Ohr" habe.

Der direkte Vergleich Abacus - Harbeth ergab für mich, dass
- beide LS sehr räumlich wiedergeben können
- Harbeth gegen den AMT eher dunkel klingt, dennoch keinerlei Details unterschlägt. Der AMT klingt heller, frischer und "schneller"
- der Bass bei der Abacus weiter runtergeht und mehr Substanz hat
- die Harbeth einfach "schön" klingt (natürliche Instrumente wie Gitarre, Klavier klingen frappierend echt)
Der tiefere Bass und der HT-Bereich gaben damals den Ausschlag zum Wechsel.

Abacus vs. GL (nicht eingemessen)
Die GL klingen mehr nach Harbeth. Im Vergleich zur Abacus wieder dunkler timbriert, aber mit einem deutlich mehr an Informationen (Erscheint mir selbst etwas widersprüchlich!? Dennoch...). Die Musik wird sehr homogen wiedergegeben. Es hat den Anschein - im direkten Vergleich - das die Übergange zwischen der Chassis / Frequenzen - völlig bruchlos sind. Schwer zu beschreiben. Beide LS regten die Raummoden an (Abacus mehr, GL weniger). Beide LS auf sehr hohem Niveau. Ohne Einmessung würde ich die Abacus vorziehen.

GL (eingemessen)
Das Einmessen ist sehr einfach. Die Blackbox (GLM) verkabeln. Mikro anschließen, etwas PC/Mac-Setup und einen Knopf drücken. Zwei Sinus Sweeps (recht laut) werden wiedergegeben. Anschl. wird eine Korrekturkurve ermittelt, die man auch ändern kann (Acourate ist da aber wesentlich weiterentwickelt). Änderungen an der Kurve werden sofort wiedergegeben. Also fast eine Art Echtzeitkontrolle. Das Korrekturfile kann auf Knopfdruck in die GL geladen worden, so dass die Verkabelung etc. zurückgebaut werden kann.
Die Raummoden sind weg! Der Bass ist tief, knackig & schnell. Stimmen und Instrumente werden freier und klarer als ohne Korrektur herausgearbeitet, das Gesamtpaket ist sehr gut. Ich konnte mich gesagt schwer entscheiden welcher LS mir denn nun besser gefällt. Die GL erfüllen den Begriff "neutral" im positiven Sinn mit Leben. Nicht das die Abacus gesondet klingen! Die GL sind da doch noch etwas unbestechlicher. Da mir aber die Moden und das "Gewummer" echt den Spaß an einiger Musik vergällen, bleiben die GL.

Mein Fazit:
Beide LS klingen hervorragend. Wer mit Raummoden kämpft, eine sehr gute einfache Lösung für dies Problem sucht und neutrale Lautsprecher schätzt wird mit den GL wohl sehr glücklich werden können. Die Optik (Mutiertes Gummibärchen, Zyklop,...) ist natürlich Geschmackssache. Aber wie schreib jemand: "... like outer Space Alien Technologie...".

Gruß,
Michael
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Beitragvon Joerghag » 04.09.2015, 08:30

... die 8351 würde in gelb einen perfekten Minion abgeben. 8) :mrgreen:

Hast du die LS mal nach der Einmessung zusätzlich mit Acourate optimiert? Das wäre mal interessant ...

Gruß Jörg
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Beitragvon RS.schanksaudio » 04.09.2015, 08:34

Hallo Michael,

vielen Dank für Deinen Bericht.

Meine 8351A sollte übernächsten Woche kommen, inkl Einmesssystem und mehr dann ebenfalls etwas dazu schreiben.

Hast Du bislang nur den analogen Eingang benutzt oder auch einmal die Kette volldigital probiert? Die Lautstärkeregelung kann ja dann im GLM stattfinden.

Viele Grüße
Roland


Joerghag hat geschrieben:... die 8351 würde in gelb einen perfekten Minion abgeben 8) :mrgreen:

Ich habe schon einige Genelec Alugehäuse gesehen, die nachträglich lackiert wurden... der graue Nextellack oder das weiß ist ja auch nicht etwas für jeden Geschmack.
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Beitragvon Joerghag » 04.09.2015, 08:39

RS.schanksaudio hat geschrieben:Ich habe schon einige Genelec Alugehäuse gesehen, die nachträglich lackiert wurden... der graue Nextellack oder das weiß ist ja auch nicht etwas für jeden Geschmack.

... und die schwarzen sehen auch eher gewöhnungsbedürftig aus mit dem grauen Koax...
Ich finde den grauen Lack perfekt und die Optik absolut OK. "Form follows Funktion" eben. Ist aber reine Geschmackssache.

Gruß Jörg
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Beitragvon G5User » 04.09.2015, 11:35

Hallo Mitlesende,

zu den aufgeworfenen Fragen Folgendes:

Ich habe noch keinerlei Versuche unternommen Acourate zur "Unterstützung" einzusetzen. Ist aber eine gute Idee, die z.Zt. an Zeitmangel scheitert.

Ich nutze zur Zeit die analogen Eingänge (Ein Funk Cinch auf XLR Kabel ist bestellt; Nur damit ich auf der sicheren Seite bin :) ). Mein Händler meinte sinngemäß, dass die interne Wandlung auf sehr hohem Niveau wäre, da müsste man keine Gedanken verschwenden. Gleichwohl werde ich den rein digitalen Weg noch testen.

Ganz allgemein habe ich den Eindruck, dass die Genelec Leute schon sehr genau wissen was sie tun. Z.B. Spannungsversorgung: Aus "Spieltrieb" habe ich mir einen gebrauchten PS-Audio Power Plant Premier gekauft. Der Genelec klingen mit oder ohne gleich (Den klanglichen Unterschied den ich mir einbilde zu hören, schreibe ich dem Drang zu den Kauf zu rechtfertigen :oops: ). OK. Ländliche Region, keine das Netz belastende Industrie, ... etc. Evtl. sieht das in NRW anders aus ...

Die Beratung im Vorfeld kam eigentlich immer wieder zu dem Punkt das die im LS verbauten Komponenten (Amp, DAC, DSP, Netzteil) allesamt sehr gut gemacht seien, so dass wenig Spielraum für die "üblichen" Verbesserungen bleibt. Aber man wird hören; Mutec et.al. sind ja denkbare Kandidaten für "Tuning".

Freue mich schon auf die Erfahrungen von anderen GL Benutzern.

Gruß,
Michael
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Beitragvon RS.schanksaudio » 04.09.2015, 12:23

Hallo Michael,

G5User hat geschrieben:(Ein Funk Cinch auf XLR Kabel ist bestellt; Nur damit ich auf der sicheren Seite bin :) ).

Das BS-2Mv2? Das kann Herr Funk auch Mono konfektionieren, wird er Dir wahrscheinlich auch angeboten/geraten haben.

G5User hat geschrieben:Mein Händler meinte sinngemäß, dass die interne Wandlung auf sehr hohem Niveau wäre, da müsste man keine Gedanken verschwenden.
(...)
Ganz allgemein habe ich den Eindruck, dass die Genelec Leute schon sehr genau wissen was sie tun. Z.B. Spannungsversorgung.
(...)
Die Beratung im Vorfeld kam eigentlich immer wieder zu dem Punkt das die im LS verbauten Komponenten (Amp, DAC, DSP, Netzteil) allesamt sehr gut gemacht seien, so dass wenig Spielraum für die "üblichen" Verbesserungen bleibt.

Ja, bei Genelec sind die Einzelkomponenten nicht so sehr im Fokus, denn die Gesamtkonstruktion ist das was zählt und die scheint gut zu funktionieren. Dieser nüchterne Industrieansatz und dazugehörige Ingenieurleistung sind ein erfrischendes Gegengewicht zu den romantischen Gewerken und Theorien der sog. HighEnd-Produzenten – es wird einfach nur dort optimiert was über der Hörschwelle liegt und sonst nichts. Schanks Audio geht ja auch eher in Richtung form/design-follows-funktion, ohne schnick-schnack. :-)

G5User hat geschrieben:Aber man wird hören; Mutec et.al. sind ja denkbare Kandidaten für "Tuning".

Den MC-3+ nehme ich auch für den voll-digitalen Weg probieren, das hat aber auch den Grund verschiedene dig. Quellen zu den Genelecs routen zu können.

Viele Grüße
Roland
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Beitragvon Fujak » 04.09.2015, 20:32

Hallo Roland,

RS.schanksaudio hat geschrieben: Dieser nüchterne Industrieansatz und dazugehörige Ingenieurleistung sind ein erfrischendes Gegengewicht zu den romantischen Gewerken und Theorien der sog. HighEnd-Produzenten – es wird einfach nur dort optimiert was über der Hörschwelle liegt und sonst nichts.

Abgesehen davon, dass die Hörschwelle in seiner individuellen Bandbreite kein definierter Standard sein kann, könnte man genauso die "Studio-Romantik" als Kontrapunkt zu Deiner Aussage setzen, nach der alles, was für Studios produziert wird, pauschal mit bester Audio-Qualität oder gar mit bestem Preis-Leistungsverhältnis gleichgesetzt wird. Ich denke, wir kommen in unserem Forum auch ohne polemische Seitenhiebe gegen diejenigen aus, die aufgrund ihere persönlichen Erfahrungen und daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen einen anderen/eigenen Weg beschreiten.

Mit friedlichen Grüßen
Fujak
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