meroVinger - Geregelte Subwoofer

Diskussion über aktive Schallwandler

Beitragvon musikgeniesser » 28.03.2018, 21:03

Lieber Peter,
liebe Forenten,

Subwoofer à la carte -- Herz, was willst Du mehr?

Werden die Seitenwände aus MDF gefräst und anschließend geschliffen oder wie wird die Wölbung, die mir ausgesprochen gut gefällt, erreicht?

Frohe Ostern!

wünscht

Peter
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Beitragvon meroVinger-audio » 29.03.2018, 12:31

Die Seiten werden cnc-gefräst.

VG

Peter
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Beitragvon meroVinger-audio » 31.03.2018, 16:08

Guten Tag zusammen,

zuvor: Eine neue Preisliste ist endlich vorhanden.
http://www.merovinger-audio.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/02/Preisliste-2018-meroV-EndK.pdf

Ferner haben wir nun das "Nachrüst"-DBA endlich fertig und erste Messungen im Suboptimalen Raum mit 5x4,5x2,2 Metern hängen an.

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Messung mit den beiden Frontwoofern auf 1/2 Raumhöhe und 1/4 von den Seiten.
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Messung mit aktiviertem DBA.
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Aufgebaut war außerdem nur eine 2x2 Matrix, gestellt auf halber Raumhöhe mit 1/4 Abstand zur Seitenwand.

Die Ergebnisse sind klanglich jedoch trotzdem hervorragend und bewegen sich weitab von allem was man mit DSP erreichen könnte.
Gleichwohl arbeiten hier Bässe in Gehäusen mit gerade mal 12cm Tiefe.

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Die Bässe können nach Wahl in diesen - eher zum Verstecken hinter einem Vorhang - Gehäusen mit Nadelfilz oder solchen in Lack oder Furnier vom Schreiner geordert werden.
Die Montage erfolgt entweder direkt an der Wand oder - sofern Miete oder kein schwerwiegender Eingriff gewünscht ist - montiert an Boden-Decken-Stangen die dann über eine entsprechende Klemmvorrichtung arretiert werden zwischen Boden und Decke - schraubenfrei.

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Viele Grüße!

Peter
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Die Königsdisziplin der Basswiedergabe

Beitragvon musikgeniesser » 11.05.2018, 21:06

Lieber Peter,
liebe Forenten,

toll, ganz toll!

Ein geregeltes DBA dürfte der Königsweg in Sachen Basswiedergabe sein. Preislich liegt ein 8er-Set mit Nadelfilzgehäuse auf Höhe eines 46er-Subwoofers. 8 heißt für mich vorne und hinten je 4. Das würde ich für die typische Konfiguration halten. 4 x 30 cm dürfte auch gehobenen Ansprüchen genügen. Die hinteren machen ja keinen zusätzlichen Schalldruck, sondern bringen "nur" klangliche Verbesserungen.

Die 4 Säulen, die ich mir mit einem 8er-Set ins Haus holen würde, verstecke ich hinter Vorhängen: bei Bässen dürfte das nicht sonderlich ins Gewicht fallen, ob da nun ein Vorhang davor hängt oder nicht. Akustikstoff kann man sicherlich auch zu Vorhängen verarbeiten. Soweit alles klar.

Thermisch geht das wohl auch, oder? Ich meine, so einen Vorhangschal möchte man um die Seiten herumführen, sodass die Lautsprecher U- oder eher C-förmig umschlossen sind. Unten lässt man den Vorhang nicht auf dem Boden aufstehen, damit die Luft zirkulieren kann, Stichwort Kamineffekt. Oben könnte man sich eine Stange vorstellen, die nicht direkt unter der Decke installiert sein müsste.

Wandmontage wäre zu bevorzugen, weil die Stahlprofile oben und unter herausschauen würden. Das soll aber jeder machen, wie er mag, Mieter, Eigentümer, Nomaden, Sesshafte, da ist alles denkbar; umso besser, dass auch alles möglich ist.

Dann kommen aus jedem dieser 4 Anordnungen unten 2 Kabel heraus, richtig? Ein Strom- und ein Signalkabel. Für die Signalkabel brauche ich bei einem DBA einen Lautsprechermanager. Funktioniert das digital oder analog oder kann ich da wählen? Habe ich pro Säule eine eigene Regelung oder habe ich noch Master-Slave-Verkabelungen zwischen den Säulen?

Auf jeden Fall ein System, dem größere Verbreitung zu wünschen ist. Denn hier geht es wirklich um hörbare Fortschritte, wenn auch zulasten des MAF, des Men Acceptance Factor; man kann auch Spieltrieb sagen, denn die Freude an riesigen Lautsprechertürmen und anderen, Ehrfurcht einflößenden Geräten, wie hier

https://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?f=14&t=9665

zum Beispiel wird hier auf erfrischende Weise ja gerade nicht bedient und ist damit der besonderen Erwägung wert.

Vielen Dank für Euer Interesse und ein schönes Wochenende!

Peter
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Beitragvon meroVinger-audio » 11.05.2018, 22:21

Hallo Peter,

alles richtig.
Aktuell arbeiten wird die Bestellung eines sehr netten Herren aus der Schweiz ab, der sich allerdings gegen die Filz-Variante entschieden hat. Hier werden es gleich direkt große Schreinergehäuse in etwa dieser Variante:
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Angesteuert wird das System über eine DSP-Endstufe (2x500 Watt beim 2x2-System) und eine Zusatzendstufe (4x500 Watt bei 4x4-System). Verbindung erfolgt über eine 4 poliges Kabel mit Speakon beim geregelten Woofer und über ein 2 poliges beim mitgeregelten.
Insofern ist der Strom nicht das Problem bei den Woofern. Auch muss man sich um die Kühlung nur minimal Gedanken machen.
Für die Elektronik werden Pascal-Module und ALLDSP 1800B verwendet.

Derweil haben wir inzwischen aber auch eine externes Regelungsmodul ins Leben gerufen:
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Insofern sind auch andere Endstufen denkbar, wenn man sparen möchte.

Viele Grüße!

Peter
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Beitragvon Hans-Martin » 11.05.2018, 22:30

Wer nicht sparen möchte, findet auf der aktuellen High-End Alternativen wie diese von Dan D'Agostino:
http://www.facebook.com/dandagostinomasteraudio/videos/1911300238889532 :wink:
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon musikgeniesser » 11.05.2018, 22:37

Lieber Peter,
liebe Forenten,

den

meroVinger-audio hat geschrieben:Angesteuert wird das System über eine DSP-Endstufe (2x500 Watt beim 2x2-System) und eine Zusatzendstufe (4x500 Watt bei 4x4-System). Verbindung erfolgt über eine 4 poliges Kabel mit Speakon beim geregelten Woofer und über ein 2 poliges beim mitgeregelten.


Speakon-Anschluss hatte ich auf dem Foto schon gesehen, wusste ihn aber nicht einzuordnen. Danke für Deine Erläuterungen, das ist nun alles klar. Für die richtig harte Aktivboxen-Fraktion sind lange Kabel natürlich Teufelszeug, aber ich denke, dass lange Kabel wegen der DBA-Anordnung um mehrere Größenordnungen weniger ins Gewicht fallen als die Vorteile aufgrund der Architektur; zumal ich annehme, dass die Verkabelung solide gemacht ist.

Die flachen Gehäuse für den Kunden aus der Schweiz machen auch was her. Es gab mal einen Basslautsprecher-Anbieter, wohl mehr ein Berater, der aber wohl im Ruhestand ist, jedenfalls finde ich seine Seite nicht mehr (www-tiefbasswiedergabe-de oder so ähnlich *)), der hat große Sideboards als Bassslautsprecher gebaut, wenn nicht noch größeres wie zum Beispiel eine abgetrennte Raumecke (!) mit einem 46er-Bass auf 19 Hz abgestimmt mit einer Bassreflexöffnung so groß wie das Chassis. Das war dann ähnlich unauffällig vor der Wand wie die Idee von Dir, wenn auch von der räumlichen Ausdehnung viel, viel größer. Boxenvolumen 1 - 2 Kubikmeter (kein Witz!) und anschließend tapeziert, eben eine neue Wand.



*) Gefunden, wenn auch anders, als erwartet:

CATfriend hat geschrieben:Subwoofer: Eigenbau mit 4 X 18” Precision Devices PD.184 in auf Dachboden installiertem 2,6 m³ Gehäuse. Berechnung und Beratung: Andreas Kirschner von Tiefbasswiedergabe.

Quelle: https://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?f=6&t=7901




Die Verbreitung des geregelten DBA schreitet voran und das ist doch mal eine gute Nachricht zum Wochenende.

Schönes Wochenende und vielen Dank für Euer Interesse

Peter
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