meroVinger - Geregelte Subwoofer

Diskussion über aktive Schallwandler
musikgeniesser
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JBL Ti K als frühes Master-Slave-Angebot

Beitrag von musikgeniesser »

Lieber Peter,
liebe Forenten,

auch, wenn es nur am Rande mit meroVinger zu tun hat, hier ein Nachtrag über den JBL-Subwoofer, den es in Master-Slave-Ausführungen gab. Er heißt TI K Sub und eine Beschreibung nebst Foto fand ich bei HiFi-Regler.

https://www.hifi-regler.de/shop/jbl/jbl ... .php#pdesc

Nach meinem Eindruck hat sich das damals, 2001, nicht recht durchgesetzt, jedenfalls verschwanden die Subwoofer, die klanglich gut beleumundet waren (großer Subwoofer-Vergleichstest September 2001), recht schnell wieder vom Markt. Die fortschreitende Digitalisierung mit ihren immer kleiner werdenden Steuergeräten spielt aktiven Boxen aller Art in die Hände, sodass den Produkten von Dir, Peter, eine größere Marktakzeptanz zu wünschen ist und man die leise Hoffnung hegen kann, dass es tatsächlich dazu kommen könnte. Ich bin gespannt, was Du zu berichten wissen wirst.

Danke für Euer Interesse

Peter
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meroVinger-audio
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Beitrag von meroVinger-audio »

Hallo Peter,
Ist das technisch interessant, weil ich mir vorstellen kann, dass es Vorteile haben kann, wenn man die Subwoofer individuell einmessen kann und ich mir vorstelle, dass bei dieser Master-Slave-Konfiguration nur eine gemeinsame Verstellung möglich ist?
Das System ist nicht so gedacht, dass man wild die Slaves im Raum verteilt, da es sich im Prinzip nur um einen modulare 4/30 handelt.
Es geht bei dem System eher um die Aufrüstbarkeit.
Der Kunde kann den 2/30 "Hesketh" bestellen und erstmal gustieren ob das für ihn schon ausreicht. Sofern nicht, ordert er einfach den Fortescue etwas später dazu, schickt uns die Elektronik retour und bekommt dann das zusätzliche Leistungsmodul verbaut und den Fortescue mit dazu.
Zu Hause stellt er dann einfach den Fortescue auf den Sockel auf dem vorher der Hesketh allein stand, stellt den H. oben drauf und verbindet die beiden per Speakon-Kabel.
Ist das wirtschaftlich interessant, weil ich mir vorstellen kann, dass die Steuerelektronik inzwischen nicht mehr die Welt kostet und der Einsparung der Kopfeinheiten eine Verdopplung der Versionen gegenübersteht, eben immer einmal mit und einmal ohne Kopfeinheit? Und eine besondere Verkabelung auch noch erfoderlich wird? Apropos: wäre es eine Idee, die Kopfeinheit ganz auszulagern und als ein Steuergerät beim Vorverstärker anzusiedeln, wobei mir klar ist, dass die Sensortechnik im Master-Subwoofer verbleiben müsste?
Was ist schon wirtschaflich interessant. Wir machen ja nur Einzelstücke. Die sind so kalkuliert, dass es passt. Serien wird es vielleicht mal in 2021 geben. Das warte ich noch ab.
Vom Gundsatz her finde ich die Idee sehr smart, weiß aber wie gesagt nicht, ob sich die theoretischen Vorteile in der Praxis so unvermindert realisieren lassen oder ob nicht ein großer Teil der Vorteile auf dem Weg zum fertigen Produkt auf der Strecke bleibt. Irgendwie sind solche Master-Slave-Lautsprecher wie zwei Cousinen. Die Namensgebung erscheint mir daher unausweichlich.
Das braucht man überhaupt nicht hinterfragen, da es wirtschaftlich nicht weiter relevant ist, ob den Woofer jemand bestellt oder nicht.

Wäre dem so, hätten wir solche Extravaganzen wie den Abysso schon nicht überlebt ;-)
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musikgeniesser
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Beitrag von musikgeniesser »

Lieber Peter,
liebe Forenten,

ah, jetzt verstehe ich die Stoßrichtung doch schon viel besser. Grundlegendes Konzept ist die Idee eines Säulensubwoofers mit 4 x 30 cm-Chassis, dem sich der Kunde aber schrittweise nähern kann, indem er mit einem 2 x 30 cm-Subwoofer anfängt. Die Möglichkeit der Aufrüstung vermeidet, dass der Kunde Verluste macht, wenn er umsteigen möchte und so kriegt die Sache auch wirtschaftlich ein Gesicht.

Für die Kunden, die in Richtung DBA gehen wollen, hast Du ja Deine entsprechenden Produkte im Angebot. Das überschneidet sich mit diesem Ansatz nicht. Das war mir alles nicht so klar. Tausend Dank für die Erläuterungen.

Hier läuft auf N-Joy, das ist der Jungendsender vom NDR, eine volle Stunde Last Christmas in diversen Coverversionen. Euch allen ein frohes Fest sage ich nur...

Danke für Euer Interesse

Peter
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treble trouble
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Beitrag von treble trouble »

Hallo,

ich habe ein paar Bilder von meinem meroVinger 2x2 DBA eingestellt. Vielleicht hilft es ja, falls sich jemand Gedanken macht, wie (oder wie nicht) sein merovinger DBA aussehen könnte?
viewtopic.php?f=6&t=8596&p=193867#p193867

Gruß
Gert
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musikgeniesser
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Beitrag von musikgeniesser »

Lieber Gert,
liebe Forenten,

danke für den Hinweis, hatte ich aber schon gesehen. Schöne Lösung, die Du da realisiert hast.

Danke für Euer Interesse

Peter
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meroVinger-audio
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Beitrag von meroVinger-audio »

Guten Morgen,

hier noch was für den großen Hunger.
2/46-BR.

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Offen bis etwa 20 Hertz -3dB, Geschlossen bis 12.
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musikgeniesser
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Beitrag von musikgeniesser »

Lieber Peter,
liebe Forenten,

das ist doch mal was ordentliches! Männerlautsprecher sozusagen. Schönes Spielzeug!

Technische Frage: Herr Gruber erzählte mir damals, als ich ihn besucht hatte, um mir meinen losgerissenen Trafo in meinem gebraucht gekauften B30-Einschub wieder anlöten zu lassen (mechanisch hatte ich den Trafo mit Einschlagmuttern und Maschinenschrauben bereits befestigt, sodass es nun um die Elektrik ging), dass er es gerade geschafft habe, Bassreflex-Öffnungen in seine Regelung zu integrieren. Das sei dann zwar nicht ganz so präzise wie bei geschlossenen Boxen, aber halt leistungsfähiger und allemal besser, als ganz ungeregelt. Greifst Du auf derartige Technik zurück, also, ist der Subwoofer auch offen irgendwie geregelt?

Danke für Euer Interesse

Peter
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Tinitus
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Beitrag von Tinitus »

Ich bin nicht Peter, zwänge mich mal zwischen die Peters, mir deucht, ich sähe am oberen Chassis ein weißes Etwas, das frohe Kunde von Peters Eingriff bringt, sprich, das sieht aus wie ein Mikro.

Gruß

Uwe
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meroVinger-audio
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Beitrag von meroVinger-audio »

Hallo Gert, servus Peter,

der Woofer verfügt auch über die Regelung, ja. Das DSP begrenzt dann den Einsatzbereich bis hin zur Tuningfrequenz. Man bildet quasi einen nicht geregelten Bass nach. Würden wir nicht im Tiefton begrenzen, so würde unterhalb der Tuningfrequenz des Reflexrohres der Bass ganz "normal" weiterspielen bis runter auf etwa 10 Hertz.

Viele Grüße

Peter
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musikgeniesser
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Beitrag von musikgeniesser »

Lieber Peter,
lieber Uwe,
liebe Forenten,

ich glaube, ich habe das falsch verstanden: ich dachte, der Kunde kann die Öffnungen verschließen, wenn er präziser hören möchte und betätigt dann nur noch einen BR-geschlossen-Schalter, um die Elektronik entsprechend einzustellen. Daher dachte ich, dass das Mikro für den geschlossenen Betrieb ist, der bei meroVinger natürlich immer geregelt ist, und wollte wissen, wie das beim BR-Betrieb aussieht.

Das ist wohl alles Quatsch: der Kunde wählt beim Kauf zwische geschlossener und BR-Variante. Die hier gezeigte kann nur so, wie gezeigt, betrieben werden. Das dann allerdings im geregelten Betrieb, wie das Mikrofon zeigt. Ein Umrüstsatz, also zum Beispiel glänzende Messingplatten, mit denen man die BR-Öffnungen verschließen und den Betrieb auf geschlossen umstellen kann, ist gar nicht vorgesehen. Insofern hat sich meine Frage erledigt.

Wenn ich das denn jetzt richtig verstanden habe...

Danke für Euer Interesse

Peter
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meroVinger-audio
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Beitrag von meroVinger-audio »

Nein, es ist genauso wie ursprünglich angenommen.

Der Kunde hat zwei geregelte Betriebsmodi:
- Offen
- Geschlossen

In beiden Fällen arbeitet die Regelung ganz normal, jedoch muss aus den oben beschriebenen Gründen die richtige Zuordnung zum Modus getroffen werden, da sonst die Chassis auch bei BR-Betrieb bis 10 Hertz arbeiten, dies aber ohne Gehäusedämpfung passiert. Das ist zwar möglich, aber quatsch.

Im geschlossenen Betrieb verschließt der Kunde die Öffnungen über die mitgelieferten Schaumstoffstopfen.

Dass Herr Gruber das aufwendig in die Regelung integrieren musste, liegt nur an seiner Schaltung, die ein Chassis nicht ohne Gehäuse stabil betreiben könnte. Unsere Variante kann dies problemlos. So wäre auch ein geregeltes Open-Baffle bspw. möglich.

VG

Peter
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Matty
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Beitrag von Matty »

meroVinger-audio hat geschrieben:
27.01.2021, 16:42
So wäre auch ein geregeltes Open-Baffle bspw. möglich.

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Warum gibt es so etwas eigentlich noch nicht?

Viele Grüße
Matthias
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chriss0212
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Beitrag von chriss0212 »

Hallo Matthias
Warum gibt es so etwas eigentlich noch nicht?
Ja, das wär toll! Dann wäre es auch möglich die Verzerrungen durch den doch sehr großen Hub noch weiter zu minimieren :cheers:

Haben will ;)

Viele Grüße

Christian
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musikgeniesser
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Beitrag von musikgeniesser »

Lieber Peter,
lieber Christian,
liebe Forenten,

langsam hebt sich der Nebel.
meroVinger-audio hat geschrieben:
27.01.2021, 16:42
Im geschlossenen Betrieb verschließt der Kunde die Öffnungen über die mitgelieferten Schaumstoffstopfen.
Man hat also tatsächlich zwei Betriebsmodi, wobei im geschlossenen Modus ein definierter Strömungswiderstand vorliegt, denn Schaumstoff schließt nicht luftdicht ab. Damit kann ich leben, denn meine B38 haben Schaumstoffsicken, durch die es auch durchpfeift (also ich höre kein pfeifen, aber ich habe mal mit einem Werkstattbetreiber gesprochen, der die Beyma-Chassis für die B38 instandsetzt und meinte, dass diese Durchlässigkeit in der Regelung berücksichtigt sei: "das können Sie sicher nicht hören" waren seine Worte; irgendwo in oder bei München war das, das suche ich jetzt nicht raus. Der Schaumstoff löst sich nach 20 Jahren oder so auf). Also ein definierter Strömungswiderstand, der der geschlossenen Bauweise recht nah ist.

Herr Gruber hatte in der Tat das Gehäuse -- also später dann auch ventilierte Gehäuse -- in sein Modell integriert, was Du, Peter, hier nicht machst: das geschlossene Gehäuse wahrscheinlich schon, aber bei ventilierten beschränkst Du Dich darauf, dass die Membranen sauber dem Signal folgen. Das Gehäuse hat seine eigene Abstimmung und damit ein Stück weit auch seinen eigenen Charakter, aber das ist bei nicht geschlossenen Gehäusen gerade der Reiz an der Sache. Wen das nicht reizt, wie mich zum Beispiel, bleibt bei geschlossenen Bässen und nimmt lieber einen mehr davon. Es ist genug für alle da.

Gibt es die 46er-Bässe auch in einer rein geschlossenen Version?
chriss0212 hat geschrieben:
27.01.2021, 18:59
Haben will
Au ja: eingelassen in die Decke mit der rückwärtigen Abstrahlung in den Dachboden; oder in die Außenwand mit in die Garage; oder in den Fußboden mit in den Keller. Es gab mal einen Ingenieur Kirschner, der unter "Tiefbasswiedergabe" im Internet Basslautsprecherberatung anbot. Ein paar Referenzen hatte er auf seiner Internetseite: eine abgetrennte Ecke im Zimmer, also eine diagonale Holzwand mit 1 bis 2 Kubikmeter (!) Volumen dahinter und 1 bis 2 46 cm-Bässen, Precision Devices darunter, und noch ein anderer Hersteller, Haberth wohl nicht, aber so ähnlich, egal, mit einer BR-Öffnung, die mindestens nochmal genauso groß war. Das war von der Idee her schon sehr gut, konzeptionell besser als Bassboxen, eben Grenzflächenanordnung. Die Vorstufe zum DBA könnte man sagen. Die Seite gibt es nicht mehr.

Gefunden: auch mein elektronisches Archiv funktioniert. Ein Bild hatte ich heruntergeladen, eben das mit der Ecke, weil es am prägnantesten war. So sah das dann aus. Links die BR-Öffnung, hüstel...

Bild

Quellenhinweis: http://urlm.de/www.tiefbasswiedergabe.de

Danke für Euer Interesse

Peter
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meroVinger-audio
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Beitrag von meroVinger-audio »

Hallo zusammen,

wir haben vom 15er bis zum 46er alles geregelt in Reflex und geschlossen im Angebot. Ausnahme könnten höchstens solche Chassis sein, bei denen man keinen Sensor montieren kann.
in sein Modell integriert, was Du, Peter, hier nicht machst: das geschlossene Gehäuse wahrscheinlich schon, aber bei ventilierten beschränkst Du Dich darauf, dass die Membranen sauber dem Signal folgen
Nein. Es ist nur einfach so, dass unsere Regelung einen deutlichen Schritt weiter ist, und dieser Schritt nicht mehr notwendig ist. Hr. Gruber musste Chassis-Gehäuse-Kombinationen spezifisch verheiraten, damit alles hinreichend stabil funktionierte.

VG

Peter
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