Neumann KH 420

Diskussion über aktive Schallwandler

Beitragvon Thomas1960 » 04.02.2018, 15:12

Ein KH420 Reimport aus Marokko ... :lol:

Zurück zum Ursprungsthema, zumindest bei mir.
Angefixt durch unseren nicos1 und glückliche Umstände sind tatsächlich ein Paar KH805 zu mir unterwegs. Meine O410 stellen mich eigentlich absolut zufrieden! Bei manchen Stücken merke ich jedoch tatsächlich, da müsste noch etwas gehen im Tiefton. In Qualität, nicht Quantität.

Mit einem älteren Onkyo AVR (Audissey) haben wir die 410 letztens nicht überpenibel auf den Raum ausgemessen. Der Tieftonbereich war tatsächlich hörbar sauberer, entschlackter, das war toll. Leider hat der HT-Bereich gelitten: schlechte Aufnahmen waren z.T. gruselig bis schrill. Nach wie vor möchte ich dauerhaft ohne Rechensysteme auskommen, aber ohne Raumanalyse wird nichts optimiert werden können. Jedoch bin ich durch die Messung mit dem AVR offener geworden zum Thema.

Nicht lachen, aber mein kleiner NAD-Pre überzeugt mich klanglich bisher total und diesen möchte ich ungern missen. Was könnte da wie eingeschleift werden? Antimode 2.0? Um Leute mit „Ahnung und Erfahrung“ werde ich mittelfristig nicht herumkommen, das ist mir klar.

Ich hatte schon einmal die dicken KH870 hier. Das war wie zu erwarten bei 27qm Overkill.

http://www.neumann-kh-line.com/neumann- ... ofer_KH870

Auch in Silber wie meine 410 war das Set optisch eine Hausnummer - aber sogar ein Techniker von Neumann selbst hat mir wegen vergeblicher Mühe abgeraten. Die 805 oder 810 seien eher angeraten.

Ich bin gespannt, wie das bei mir weiter geht und bis zu welchem Punkt (Absorber...) die Freundin mitspielt.

Lg Thomas
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Beitragvon Fujak » 04.02.2018, 16:33

Hallo Thomas,

ich glaube, das ist eine gute Wahl. Die Membranfläche des Basstreibers der 410/420 ist einfach zu klein, um wirklich nennenswerten Tiefbass in einem Raum ab 25qm abgeben zu können. Insofern bin ich überzeugt, dass Dich das Ergebnis überzeugen wird. Bei der Aufstellung ziehe auch Aufstellungen in Erwägung, die sich nicht nach dem Muster richten, eine KH805 als Sockel für die 410 zu nehmen - z.B. rückwärtig gegenüber der 410 (falls machbar).

Berichte uns, wenn es soweit ist, ich bin sehr gespannt, was Du berichten wirst.

Grüße
Fujak
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Beitragvon music is my escape » 04.02.2018, 21:02

Hallo Thomas,

vom von Dir erwähnten Antimode 2.0 möchte ich in Erwartung einer hochwertigen Wiedergabe dringend abraten, zumindest, wenn das komplette Musiksignal durchgejagt werden soll. Eine Entzerrung lediglich der Subwoofer mag qualitativ noch gehen, jedoch ergibt sich hier das schwierig zu lösende Problem eines Delays und auch die Übergänge zu den Mains und die korrekte Phase können so verzwickt werden, dass man im Endeffekt lieber ohne Subs/ Raumentzerrung hören mag.

Evtl. gibt es mittlerweile taugliche Vierkanal/ 2.2 DSP-DAC-VV-Kombinationen, die qualitativ keine Wünsche offenlassen und dennoch bezahlbar sind.

Grüße,
Thomas

:cheers:
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Beitragvon Thomas1960 » 04.02.2018, 23:48

Liebe Kollegen,

vorbereitend auf die Ankunft der 805er (ich habe übrigens nur die Vorgänger O410 mit offensichtlich weniger Eistellmöglichkeiten) habe ich eben meine LS testweise ca. 20cm näher zur Wand geschoben.
Die tolle Bühne war auch bei mir nahezu ... weg!

Danach 10cm näher an den Hörplatz als vorher. Die Raummode kommt mir schwächer vor, dafür habe ich exakt die Resonanzfrequenz einer Schrankvitrine getroffen. :shock: Abhilfe: Vitrinentür öffnen ... :wink:

Danach wurde die Basisbreite noch einmal 10cm verbreitert. Bah. Diese Bühne bei Studiolautsprechern ... das glaubt kein Normalhörer. Sie ist noch etwas luftiger geworden.

Warum habe ich das vorher noch nicht getan? Habe schon ... Naja, meine Freundin muss mit der Gießkanne noch zwischen LS und Couch zum großen biologischen Diffusor durchkommen. Ich taste mich mit kleinen Schritten „voran“, bin gespannt, wann es Gemecker gibt.Ich will es mir auch nicht verscherzen, sie ist sehr geduldig und gutmütig zu meinem Hobby.

Wie geht es Euch, wenn neues Spielzeug im Anmarsch ist? :wink: :D :cheers:

Lg Thomas
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Beitragvon Fujak » 05.02.2018, 10:18

Hallo Thomas,

ja in der Tat, die 410/420er können Bühne! Abrücken von der Rückwand ist dabei Pflicht, sonst wird das Klangbild zweidimensional. Auch die Breite der Stereobasis ist ein Experiment wert, wie Du treffend beschreibst. Und - wie ich hinzufügen möchte - auch der Grad des Einwinkelns.

Wenn neues Spielzeug im Anmarsch ist, dann sollte man auf jeden Fall darauf verzichten, es rational zu begründen - das wird ein argumentatives Desaster. Besser dazu stehen, dass ein Hobby per definitionem keinen höheren Zweck hat, als zur Erbauung des Hobby-Inhabers (und im günstigen Fall auch seiner Frau) beizutragen. Tiefenpsychologisch gesehen ist das Hobby die Verlängerung des selbstversunkenen Spielens der Kindheit mit erwachsenen Mitteln. Andere stellen sich ein paar Oldtimer auf den Hof, um sich jedes Wochenende mit Hingabe drunterzulegen, wir stellen uns ein paar mehr oder weniger ansehnliche Kisten in ein Zimmer, um uns mit schnippendem Finger davor zu setzen. Das gelingt mit unseren Lautsprechern wirklich außergewöhnlich gut.

Grüße
Fujak
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Beitragvon Bernd Peter » 05.02.2018, 11:23

Hallo Fujak,

Fujak hat geschrieben:Besser dazu stehen, dass ein Hobby per definitionem keinen höheren Zweck hat, als zur Erbauung des Hobby-Inhabers (und im günstigen Fall auch seiner Frau) beizutragen.
Tiefenpsychologisch gesehen ist das Hobby die Verlängerung des selbstversunkenen Spielens der Kindheit mit erwachsenen Mitteln.

können wir das beim nächsten Forentreffen unter deiner verständigen Leitung workshopmäßig vertiefen?

Oder noch besser als Parallelveranstaltung für unsere Frauen?

Gruß

Bernd Peter
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Beitragvon Radiohörer » 05.02.2018, 13:52

Hallo,

auf der einen Seite verstehe ich sehr wohl diesen Hang zum Spielen und Experimentieren, auf der anderen Seite finde ich es aber merkwürdig, dass wir die Empfehlungen der Profis bzgl. Aufstellung einfach über Bord werfen...

Wir vertrauen zwar den wirklich guten Herstellern, dass sie gute Lautsprecher bauen können, aber ignorieren die ganzen akustischen Erfahrungen und übliche und gängige Aufstellungsempfehlungen der Profis und machen bei der Aufstellung ein Vorgehen "frei Schnauze".

Es kann ja sein, dass es subjektiv dann anders klingt und einem gefällt (und ja, nichts anderes ist das Ziel, es muss ja NUR UNS gefallen), dennoch finde ich es merkwürdig, dass scheinbar die offiziellen Empfehlungen bei der Aufstellung (Abstand Rückwand, gleichseitiges Dreieck, 30°Einwinkelung) mit einem leichten Schulterzucken ignoriert werden. Können vielleicht die Profis da noch eine ganze Ecke hier im Forum lernen???? :wink:

Grüße
Balazs, der es nur gerne verstehen möchte.....
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Beitragvon Fujak » 05.02.2018, 14:48

Hallo Balazs,

die Aufstellungsempfehlungen der Profis beziehen sich vor allem auf den Aspekt unerwünschter Frequenzauslöschungen. Gerade beim Erstellen einer Mischung kommt es ja darauf an, dass der Frequenzgang möglichst linear verläuft, um keiner Fehlbeurteilung zu unterliegen. Uns Audophilen kommt es aber auch auf weitere Aspekte an - zum Beispiel die hier oft zitierte Raumdarstellung. Die bleibt eben in dem Maße im zweidimensionalen Bereich, wie die Lautsprecher Richtung Wand rücken. Probiere selbst mal aus, dann wird es Dir vielleicht klarer. Für unsereinen ist es damit eine Abwägungsfrage, welcher Aspekt einem wichtiger ist. Eine Verminderung der Raumabbildungsqualität empfindet man nach meiner Erfahrung als störender als die Auslöschung von ein oder zwei Frequenzbereichen.

Diejenigen, die Acourate einsetzen, können den Aspekt der Auslöschung natürlich geringer gewichten da mehr Kompensationsmöglichkeiten.

Grüße
Fujak
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Beitragvon Matty » 05.02.2018, 15:03

Hallo zusammen,

wenn ich die Dokumentation von Neumann richtig interpretiere, dann wird von bestimmten (größeren) Abständen zur Frontwand deswegen abgeraten, weil es dann zu Auslöschungen im Tieftonbereich kommt.

Wird dies durch Einsatz von zusätzlichen Subwoofern oder DSP kompensiert, relativiert sich auch die Empfehlung.

In dem Dokument "Setting up Studio Monitors" werden auf Seite 22 folgende Empfehlungen gegeben:

Neumann hat geschrieben:Distance from wall:

Full Range Loudspeakers - Avoid D_wall = 0.8 - 2.0 m
Bass Managed Loudspeakers - Avoid D_wall = 0.8 - 1.0 m
Subwoofers - Avoid D_wall = >0.8 m

(Die Subwoofer-Empfehlung bezieht sich natürlich nur auf Monopol-Subwoofer. Für Dipole sähe die Empfehlung anders aus. :wink: )

Grüße
Matthias
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Beitragvon heifisch » 05.02.2018, 18:48

Ja, wird es.
Das steht aber auch im Handbuch
Grüße
Heiner
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Beitragvon Thomas1960 » 06.02.2018, 22:37

Die Vorbereitungen sind fertig.
Unter die auf Maß der Subs zugeschnittenen 21mm Multiplex sind Gummirollen
zum verschieben geschraubt und als Dämmung eines Lage Kork ganzflächig zugeschnitten.

Bei mir läuft gerade Pink Floyds „The Wall“.
Damit werde ich die Subs wohl einspielen... :cheers: :wink: .

Lg Thomas
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Beitragvon Matty » 09.02.2018, 00:17

Hallo zusammen,

hat irgendjemand hier eigentlich Erfahrungen mit dem Digital Input Modul (DIM-1) für die KH 420 (oder auch den Digitalmodulen für andere Neumann LS)?

Viele Grüße
Matthias
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Beitragvon DocM » 09.02.2018, 18:14

Hallo,

Meine Neumänner geben beide beim Ausschalten ein leises aber deutliches „schmatzendes“ Ploppen von sich. Das ist doch normal und bei Euch auch so, oder?

Ich frage nur deshalb, weil ich glaube, dass dies noch nicht so war als die LS vor rund 8 Wochen zu mir kamen.

Gruß
Marcus
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Beitragvon Rudolf » 09.02.2018, 18:52

Hallo Marcus,

nein, das kann ich nicht bestätigen.

Viele Grüße
Rudolf
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Beitragvon gto » 09.02.2018, 19:02

DocM hat geschrieben:Meine Neumänner geben beide beim Ausschalten ein leises aber deutliches „schmatzendes“ Ploppen von sich. Das ist doch normal und bei Euch auch so, oder?

Ja, ist bei mir auch so.
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