meroVinger - Aktivlautsprecher

Diskussion über aktive Schallwandler

Beitragvon musikgeniesser » 12.06.2018, 12:47

Lieber Peter,
liebe Forenten,

letztlich ist es dieser Mut

meroVinger-audio hat geschrieben:Freilich ist es nicht ungefährlich dem Kunden die Möglichkeit an die Hand zu geben

den ich sehr schätze, denn, dass das auch nach hinten losgehen kann, ist sonnenklar. Andererseits ist der Markt für Aktivsysteme tendenziell ein solcher für interessierte, ja engagierte Kunden, was derartige Risiken begrenzt. Na ja, nochmal andererseits auch besonders anspruchsvolle Dauernörgler wie das Licht die Motten anzieht, auch wieder richtig; bleibt zu hoffen, dass der Anteil dieser Spezies eher gering ist.

Danke für Euer Interesse

Peter
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Beitragvon Horse Tea » 12.06.2018, 17:21

musikgeniesser hat geschrieben:...
Wenn ich so zurückdenke, wie die Einschübe meiner ART/A.C.T.-Subwoofer aus den frühen 90ern aussehen, mein lieber Herr Gesangsverein!
...
So etwas kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen; Das Bild ganz oben links, so sahen alle Einschübe der seligen Subwoofer aus Essen und später ...aus. Da konnte man die Lade- und Siebelkos noch persönlich in Augenschein nehmen...

Lieber Peter (2x), liebe Forenten,

von wegen selig. Bei mir sind zwei entsprechende IQ Subs noch putzmunter. Ich mache eher selten die Box auf, um mir die Einschübe anzuschauen. Mir reicht eigentlich immer der Blick und der Klang von vorne.

War jetzt früher alles besser, oder nicht?

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Beitragvon musikgeniesser » 12.06.2018, 17:30

Lieber Horst-Dieter,
lieber Peter,
liebe Forenten,

Horse Tea hat geschrieben:War jetzt früher alles besser, oder nicht?

nein, nur unser Augen, Gelenke und Ohren.

Klanglich wird man den alten Subwoofern nichts negatives nachsagen können. Einziger wesentlicher Unterschied ist, dass die heutigen Geräte mehr Luft bewegen können. Aber deshalb würde man heute ja nicht lauter hören als früher.

Auf dem Foto, das ich hier ungefragt einmal aufrufe

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sehe ich unten einen Speakon-Stecker. Ist das der Netzstecker (Netzkupplung, geschenkt)? Ist das nicht ein bisschen zu speziell? Wäre da ein Kaltgerätestecker nicht universeller? Oder andersherum: ist eine Winkelkupplung erhältlich? Ah, Winkelbuchse, so nennt Neutrik das. Neutrik bietet einen Umbausatz an, LRX heißt der.

Hier dürfte es sich aber um eine Powercon-Buchse handeln, ich stecke da nicht so im Detail. Da finde ich jetzt auf die Schnelle keine Winkel-Lösungen. Das würde ich wirklich sehr, sehr praktisch finden.

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Beitragvon meroVinger-audio » 12.06.2018, 23:21

Das ist ein Powercon True. In eigentlich in jeglicher Hinsicht einem Kaltgerätestecker überlegen.
Korrekt aufgestellt sollte die nicht abgewinkelte Kabelführung kein Problem darstellen, weder optisch noch vom Platz her, da die Hawkeye ohnehin nicht an die Wand gehört.

Wir werden bei den Vorstellungen und auf den Westdeutschen Hifi-Tagen die Resonanz dazu abwarten. Es wird ohnehin eine eigene Aluplatte geben mit den entsprechenden Beschriftungen.

Das Modul verbauen wir ja auch in den Subwoofern und sind da noch etwas "Oem-"iger unterwegs und beziehen nur die Einzelkomponenten, die dann entsprechend angepasst werden, so dass z.B. für einen 4/32 zwar 4x500 Watt zur Verfügung stehen, aber nur 1 Kanal verwendet wird, der sein Signal aus dem Mono-Mix der beiden Eingangskanäle des DSP bezieht.
In dem konkreten Fall gibt es z.B. auch eine Kaltgerätebuchse.

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Also bevor sich jemand zu arg grämt, so bekommt er eine entsprechende Buchse von uns :-)

VG

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Beitragvon musikgeniesser » 14.06.2018, 10:28

Lieber Peter,
liebe Forenten,

meroVinger-audio hat geschrieben:Das ist ein Powercon True. In eigentlich in jeglicher Hinsicht einem Kaltgerätestecker überlegen.

das glaube ich sofort, nur würde ich den Bogen nicht ins Kabel legen wollen. Das finde ich einfach schlecht gelöst. Gibt es wenigstens einen Knickschutz? Auf der Neutrik-Seite finde ich nichts dazu. Dann ist die Buchse unglaublich lang, der Hebel, mit dem das Kabel über die lange Buchse auf die Einbaubuchse wirkt, also enorm; noch dazu, da die Buchse verriegelbar ist. Einmal aus Versehen aufs Kabel getreten oder beim staubsaugen mit einem schwereren Staubsauger dagegengedonnert und ich breche die Einbaubuchse heraus. Ist das alles überhaupt zulässig? Also außerhalb von Rackschränken meine ich? Da kann ich mir das noch vorstellen, sehr gut sogar, aber frei zugänglich an einem derart schweren Gerät kaum.

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Beitragvon treble trouble » 14.06.2018, 10:41

Hi Peter,

lassen sich die Boxen eigentlich mit den Rear-Boxen des DBA-Subwoofer-Systems kombinieren? Oder benötigt das zwingend auch die DBA-Front-Woofer dafür?

In jedem Fall: Wie erfolgt die technische Anbindung/Steuerung/Einmessung des Ganzen?

Kann die Verbindung zu den DBA-Rear-Woofern per Funkverbindung erfolgen?

Gruß
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Beitragvon meroVinger-audio » 14.06.2018, 10:50

@musikgeniesser:
Gute Frage.

Vielleicht wissen ja die Leute von Genuin Audio dazu mehr. Die montieren das Ganze dann auch noch auf über nem halben Meter Höhe. Da wäre natürlich auch noch gleich Sorge angebracht, dass die Box umfällt, wenn man dahinter herumspringt und am Kabel hängen bleibt. Selbes gilt für XLR, die auch verriegelt sind oder für LS Anschlüsse mit Schraubklemmen, am besten noch Kompaktboxen auf Ständern. Vielleicht hilft ja eine Hitliste der gefährlichsten Lautsprecher am Markt.

Da möchte ich mich jetzt nicht als Grundlage für die Basis derartiger Diskussionen mißbrauchen lassen, um ehrlich zu sein. Sofern Interesse daran besteht, so diskutiert dies bitte im neutralen Rahmen im eigenen Thread.

Beim Hersteller der kompletten Module handelt es sich um eine renommierte Firma, die diese Module explizit zum Einbau in Lautsprecher hergestellt hat. Entsprechende Prüfungen in elektrischer und mechanischer Hinsicht sind erfolgt.

Ich gehe also davon aus, dass die sachgemäße Verwendung als solches gegeben ist.

VG

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Beitragvon meroVinger-audio » 14.06.2018, 11:04

@Gert

Das lässt sich natürlich kombinieren. Jedoch würde ich mir davon nicht die größten Erfolge versprechen, da ein DBA in erster Linie von den ebenmäßigen Wellenfronten lebt, die durch die - optimalerweise - flächenbündige Installation der Bässe in der Wand der Front erzeugt werden.
Eine Box rel. frei im Raum platziert erzeugt auch Bass der sich vom Hörer weg zur Wand HINTER der Box bewegt und von dort reflektiert wird. Diese zweite Welle erfährt dann aber an der Rückwand angekommen kein invertierities Pendant mehr das die Welle dann auslöscht, sondern "sieht" einfach nur ein paar zusätzliche Subwoofer.

Unter Umständen mag das besser sein als Völlig ohne rückwärtige Bässe, aber den AHA-Effekt eines DBA wird man damit vermutlich nicht erreichen.

Bei der Planung eines DBA würde ich immer so konzipieren, dass die wichtigsten Raummoden vom Wirkbereich des DBA abgedeckt sind und erst darüber dann - gern dann auch kleinere - die eigentlich Lautsprecher spielen lassen.

In jedem Fall: Wie erfolgt die technische Anbindung/Steuerung/Einmessung des Ganzen?

Da bin ich jetzt nicht ganz sicher was Du meinst. Nehmen wir beispielhaft eine Stereo-Hörsituation bestehend aus einem 4x4 DBA und zwei decOrus AMT Koax. Das DBA würde installiert und eingemessen. Über die Messung lässt sich dann auch ganz gut abschätzen wie hoch das DBA sinnvollerweise spielen sollte. Die dazu korrespondierend Grenzfrequenz wird dann an der decOrus eingestellt und im Preset z.B. "DBA, 80Hz" abgelegt. Es erfolgen weitere Einstellungen hinsichtlich Zeitversatz des DBA zu den decOrus, also konkret wird die decOrus noch um die Laufzeit der vorderen Bässe bis zu den decOrus verzögert, damit Bass und Rest zeitgleich beim Hörer ankommen. Das war's eigentlich auch schon.

Funk ist natürlich möglich, solange die dadurch entstehende Verzögerung noch bei den Frontsystemen ausgeglichen werden kann.

VG

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Beitragvon treble trouble » 14.06.2018, 11:54

Hi Peter,

ja, das Beispiel der decOrus trifft es. Danke.

Wenn der Verstärker keinen eigenen Subwoofer-Ausgang hat, nimmt man einfach einen Y-Splitter im Pre-Out-Kabel? Oder braucht man da noch weiteres?

Und die Verzögerungen werden manuell gemessen und eingestellt, nicht automatisch (per Upload der Filterwerte bspw.)? (Das wurde weiter oben ja schon von Christian gefragt, ob bspw. Acourate-Filter importiert werden können.)

Gruß
Gert
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Beitragvon RPWG » 14.06.2018, 12:02

Moin (Merovinger-)Peter,

Den verriegelten powerCON finde ich auf Anhieb vertrauenswürdiger, als die (high-endig standesgemäßen) klobigen, unverriegelten Kaltgerätestecker in der Größenordnung "Coladose", die ich schon mehrfach mit dem zugehörigen, standesgemäßen Kabel (Manteldurchmesser >20 mm) sehr wackelig in der Buchse sitzend erlebt habe. Da leitet sich durch den starren Sitz dank Verriegelung die meachnische Belastung ins flexible Kabel bzw. dessen Zugentlastung und nicht in die Federkontakte.

Gratulation zur neuen HAWKEYE, freue mich auf die WDHT 2018 in Bonn :cheers: !

Gruß
Roman
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Beitragvon meroVinger-audio » 14.06.2018, 12:24

Hallo Gert,

genau, man verwendet dann völlig normale Splitter. Ob aktiv oder passiv ist dabei nachrangig. Manche Box hat auch "XLR Out" oder "XLR Through", was in 99% der Fälle dann auch nur Kabelbrücken oder entsprechende Leiterbahnen auf der Platine auf der die Buchsen montiert sind.

Die Verzögerungen werden dann entsprechend gemessen und eingetragen. Das kann entweder der Kunde in der Software selbst machen -> Hier zu sehen rechts die DELAY-Einstellungen

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oder uns überlassen. Je nach System und Entfernung ist die Aufstellung dabei oder "zubuchbar".

Filter können nicht importiert werden.

VG

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Beitragvon meroVinger-audio » 14.06.2018, 12:27

Servus Roman,

ich werde es an die Hawkeye weitergeben, besten Dank!

freue mich auf die WDHT 2018 in Bonn

Ebenso! :cheers:

VG

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Beitragvon musikgeniesser » 14.06.2018, 17:10

Lieber Peter,
lieber Roman,
liebe Forenten,

ich fühle mich missverstanden. Ich möchte weder gegen Neutrik, Four Audio, Genuin Audio, meroVinger Audio, Schanks Audio noch irgend jemand anderen opponieren, noch möchte ich mich zu High End äußern. Auch erscheint mir ein Strang über die Gefährlichkeit herabfallender Aktivboxen entbehrlich. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass nicht jede Lösung für jedes Problem taugt.

Diese kreuzförmigen Dreifach- bzw. T-förmigen Doppelstecker von früher, die man direkt in die Wandsteckdose stecken konnte, sind ja deshalb verboten worden, weil sie zusammen mit Kabeln, auf welche Zug ausgeübt wurde, geeignet waren, die Wandsteckdose aus der Wand zu hebeln.

Ich habe zweimal in meinem Leben Netzspannung berührt, trotz besonderer Vorsicht. Und wenn die Box mit einer verriegelten Netzbuchse zusammen mit einem Schuko-Winkelstecker (kann ich bei Neutrik genau so konfiguriert fertig kaufen) in der Wanddose verbunden ist und ich die Box in angeschlossenem Zustand "nur mal eben" anders aufstellen möchte, dann reicht die Trägheit der Masse der Box zusammen mit der Verriegelung der Buchse und dem Hebel des Winkelsteckers aus, die Wanddose aus der Wand zu reißen, wenn sich das Kabel als zu kurz für dieses Aufstellungsexperiment erweist; dazu reicht ein kurzer Moment Unachtsamkeit auf das Kabel; mit der schweren Box vorm Bauch absolut im Bereich des möglichen. Ein Kaltgerätestecker würde herausrutschen. Auch nicht schön, aber immerhin ohne Schaden anzurichten. Nur darauf wollte ich hinweisen.

Danke für Euer Interesse

Peter
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Beitragvon RPWG » 14.06.2018, 22:21

Hallo Peter,

musikgeniesser hat geschrieben:[...] ich fühle mich missverstanden. [...] opponieren [...]

Das wollte ich nicht so verstanden haben. Alles gut also. Man muss wohl wie so oft im Hi-Fi Prioritäten setzen, umso besser dass es bei Peter/MeroVinger stellenweise die Wahl gibt, wenn ich es richtig verstehe.

Bei zwei Winkelsteckern kann man sich freilich auch die Frage stellen, ob der Aktivist "lediglich" eine Bauchlandung macht, wenn er über das Kabel stolpert, oder die Steckdose mit raus kommt :D. Eine Spielwiese für Risikoanalysen.

Hallo Peter,

meroVinger-audio hat geschrieben:WDHT 2018

Gibt es schon einen Plan? So ein DBA als Unterstützung müsste doch ein Ohrenschmeichler sein... :wink:

Gruß
Roman
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Beitragvon meroVinger-audio » 14.06.2018, 22:30

Servus Roman,

im Prinzip steht eine Rotation zwischen decOrus, Hawkeye und den Design-Systemen an.
Das DBA wird auf jeden Fall zu hören sein und bei jedem der Lautsprecher im Wechsel mit von der Partie sein.

Auch möchte ich etwas auf die Raumkorrektur eingehen.
Insofern dachte ich vom Ablauf her an einen Stundenturnus. DecOrus 20 Minuten solo, 20 Minuten mit Raumkorrektur, 20 Minuten mit DBA.

Dann Zeit für Fragen und Diskussion, dann 30 Minuten für mich an der Bar mit Herrengedeck.

Dann gehts weiter. :cheers:

VG

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