Klangwerk Ella: aktives Yin und Yang

Diskussion über aktive Schallwandler
Rudolf
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Klangwerk Ella: aktives Yin und Yang

Beitrag von Rudolf »

Liebe Freunde,

manche von euch, die zu unserem diesjährigen Forumstreffen angemeldet haben, werden sich fragen, was bzw. wer sich hinter dem Programmpunkt „Klangwerk Ella“ verbergen mag. Nun, in Bezug auf die Firma Klangwerk hat sich deren Gründer, Markus Thomann, vor kurzem bei uns vorgestellt. Was mir wiederum Gelegenheit verschafft, meinen längst überfälligen Bericht über dessen aktive Beauty einzustellen. Denn immerhin durften wir die Ella über die Sommerferien bei uns zu Gast haben.

Aufgefallen war mir Klangwerk bereits vor einiger Zeit mit dem inzwischen nicht mehr hergestellten Manger-Derivat „Onda“. Auf meine Nachfrage, wieso er dieses Modell aus dem Programm genommen habe, teilte mir Markus mit, dass die Onda von ihren klanglichen Eigenschaften her eine Sonderstellung in der Klangwerk-Produktlinie eingenommen habe. Ihm sei aber sehr daran gelegen, seinen Kunden einen Wachstumspfad mit „Familienklang“ bieten zu können. (Markus ist nach wie vor ein großer Manger-Fan und nebenbei der Designer des Manger-Standlautsprechers MSMs1.)

Als Architekt zeichnet Markus Thomann in erster Linie für das Äußere seiner Lautsprecher verantwortlich. Das Innenleben überlässt er der Schweizer Firma Relec, die unter anderem auch die hervorragend beleumundeten PSI Monitore mit aktiver Technologie antreiben.

Kennengelernt habe ich Markus übrigens auf unserem letzten Forumstreffen in Zweibrücken, zu dem er spontan angereist war. Wir sind dann so verbleiben, dass er, wenn er denn einmal in der Nähe von Köln sei, bei mir vorbei schauen würde.

Zurück zur Ella. Meine Frau hat sie scherzhaft als Requisite aus der berühmten SF-Serie „Raumpatrouille Orion“ bezeichnet. Und in der Tat, sie hätte im Leitstand des schnellen Raumkreuzers bestimmt ein gutes Bild abgegeben:

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Klangwerk Ella, sicher im Garten gelandet

Mit 113 cm Höhe, einer Breite von 22 cm und einer Tiefe von nur 19 cm ist die Ella eine äußerst zierliche Vertreterin ihrer Zunft. Die organische Linienführung trägt überdies bei, sie eher als Skulptur denn als Schallwandler wahrzunehmen.

Ein näheres Hinschauen offenbart Details, die mich spontan zu der These veranlassen, dass in diesem Lautsprecher aktives Yin und Yang perfekt vereint sind:

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feminines Yin: harmonisch eingebettete Chassis

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maskulines Yang: Aktiveinschub mit Pegelsteller und Bass roll-off

Für einfachere Gemüter wie mich stellt die Ella zunächst einmal „nur“ ein aktives 2-Wege BR-System dar. Aber die Ella hat es auch technisch faustdick hinter den Ohren. Zu den von Relec implementierten Schmankerln – Compensated Phase Response (CPR) und Adaptive Output Impedance (COI) – lasse ich mal das Manual sprechen:

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OK, das liest sich, in Anlehnung an die bereits herbeizitierte Raumpatrouille, schon mal ganz schön spacy. Ob es auch so klingt? Aber langsam, eins nach dem anderen ...

Markus Thomann ist Perfektionist und lässt nichts über eine artgerechte Aufstellung gehen. Die sieht bei der Ella so aus, dass sich die Achsen der Lautsprecher unbedingt vor dem Hörer kreuzen sollen. In der informativen Bedienungsanleitung ist diesem Thema ein ganzes Kapitel mit vielen Tipps gewidmet. Die optimale Ausrichtung ist laut Markus dann erreicht, wenn der Hörer die beiden Seitenwangen der Lautsprecher so eben sehen kann. Nebenbei bemerkt, ich habe diese Art der Aufstellung anschließend auch bei meinen Silbersands ausprobiert und bin dabei geblieben.

Gewisse Bedenken hatte ich zugegebenermaßen schon, als die zierlichen Ellas etwas verloren in unserem immerhin ca. 55 m² Wohnzimmer standen. Ganz im Gegensatz zu meiner Frau übrigens, der Lautsprecher nicht klein genug sein können. (Ein verbreitetes psychologisches Phänomen, das nur durch einen Gen-Defekt erklärbar ist.)

Umso erstaunter waren wir, als die ersten Töne aus den Klangskulpturen erklangen. Was für große Klänge aus so kleinen Boxen! Nach dem Aufdrehen der Pegelsteller war schnell klar: mit der Ella lassen sich Tanzabende problemlos gestalten. Mit größtem Vergnügen lauschte ich den Darbietungen der Ella, die übrigens auch leise sehr gut „kann“, über mehrere Wochen hinweg. Unterstützung für meinen Eindruck, dass die Ella sehr neutral abgestimmt ist, liefert das Messprotokoll von Relec:

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Auch nachdem die erste Sensation verflogen war, ist der gute Eindruck geblieben: diese Lautsprecher machen enormen Spaß und verblüffen stets aufs Neue angesichts ihrer geringen Baugröße.

Ich muss an dieser Stelle einflechten, dass ein so großes Klangbild eine neue Erfahrung (zumindest in unserem Wohnzimmer) für mich ist. Meine Silbersands vermitteln mir eher das Gefühl von Tiefe als von Breite.

Wo nun liegt der berühmte Haken, auf den einige geneigte Leser dieses Hörberichtes bestimmt schon begierig lauern? Nun, die Ella erreicht nach meinem Dafürhalten nicht ganz die Präzision der trockenen Bässe, die ich von meiner Silbersand gewohnt bin. Was aber auch an unserem Wohnzimmer liegt, wie die Frequenzgangmessung mit Acourate belegt:

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Wenn man diesen Frequenzschrieb mit demjenigen von Relec vergleicht, erkennt man, dass der Raum den Klang um einiges "verbiegt". Aber auch dafür gibt es Abhilfe. Vielleicht hätte ich die Raumanpassung der Ella mit dem bordseitigen roll-off Filter auch so hinbekommen, aber da ich von Natur aus faul bin, habe ich diese Arbeit Acourate überlassen:

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Die beiden Klangskulpturen im Visier des Messmikrofons

Schon der erste Filter brachte einen enormen Zugewinn an Präzision, ohne dabei die positiven Eigenschaften der Ella zu trüben. Eine Win-win Situation also!

Für Pop-Musik würde ich der Ella daher die Bestnote ausstellen. Bei Besetzungen mit unverstärkten Instrumenten würde ich eher meine FM 303 bevorzugen, die die einzelnen Schallquellen differenzierter zu staffeln vermag. Aber das ist wie immer Geschmackssache.

Unter dem Strich ist die Klangwerk Ella ein Lautsprecher wie man ihn sich nur wünschen kann. Sie macht ihrem Aussehen alle Ehre oder anders formuliert: so einem hübschen Klang habe ich noch nie lauschen dürfen. Gratulation an Markus Thomann, der mit der Ella beweist, dass gutes Design und guter Klang sich keineswegs widersprechen müssen.

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Ich ende an dieser Stelle mit der unbedingten Empfehlung, das bevorstehende Forumstreffen zu nutzen, um sich selbst ein Bild von den klanglichen und optischen Vorzügen der Ella zu verschaffen. Ich verspreche, ihr werdet es nicht bereuen!

Viele Grüße
Rudolf


PS: weiterführende Literatur zur Ella, u.a. Testberichte in den Zeitschriften HiFi-Stars und HiFi-einsnull, findet sich auf der Klangwerk Homepage: http://klangwerk.ch/lautsprecher/ella_info_de.html
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cay-uwe
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Beitrag von cay-uwe »

Rudolf,

vielen Dank für Deine Vorstellung und Eindrücke von diesen Lautsprecher. Ich bin sehr gespannt auf die Vorführungen zu unseren Forumstreffen.

So wie sich das Ganze bie Dir mit acourate misst, hätte der Bass Roll Off wenig geholfen, da Du bei ca. 40Hz eine Raummode zu haben scheinst.
Nichts desto trotz, finde ich diese Möglichkeit der Einstellung sehr sinnvoll, denn z.B. würde es einer Wand nahen Aufstellung entgegen kommen.

Auch gefällt mir, dass beim akustischen Design sehr viel Wert auf die Phase gelegt wird, was kein Wunder ist, wenn man Relec/PSI kennt. :wink:
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Uwe
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Beitrag von Uwe »

Sehr schicke Lautsprecher, erinnert mich an BRAUN Design.
Müssen sich deine Silbersand in der Ecke schämen? :wink:

Grüße Uwe
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Wolfman
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Beitrag von Wolfman »

Hallo Rudolf,

Deine Silbersand hätten auch gerne bei mir Urlaub machen dürfen!
Ich hätte Sie nicht in die Ecke geschickt.

Echt Chic, die Ella.

Grüße Lutz
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willguthören
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Beitrag von willguthören »

Hallo,
schnieckes Design.

Abba bei so einem "schöner Wohnen" Design, bekomme ich immer etwas Bauchweh!
Leider sind die besten Schallwandler meist potthäßlich ... :cheers:

Hörgrüße Ronny
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music is my escape
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Beitrag von music is my escape »

Hallo an alle,

irgendwie erinnern mich die Teile entfernt an das altbekannte Grundig Space Fidelity...

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:mrgreen:

Meinen optischen Geschmack, soweit man das anhand der Bilder beurteilen kann, trifft die Ella nicht; ich finde bspw. eine klassische große Geithain in schickem Furnier auf entsprechenden Ständern um Welten schicker; selbst schnödere Profi-Monitore im schlichten technischen Industriedesign gefallen mir, unabhängig des sie umgebenden Raumes, besser.

Nichtsdestotrotz ein sehr interessantes Konzept, welches mit Sicherheit auf eine Menge Interessenten treffen wird.

VG, Thomas.

:)
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Thomas K.
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Beitrag von Thomas K. »

Hallo Rudolf,

daß Dir die Ellas gut gefallen, kann ich nachvollziehen, ich habe sie dieses Jahr auf der High End am Dac/Streamer MAN301 von Weiss gehört.
Nicht mit "audiophilen" Aufnahmen sondern mit ganz normaler Kost.
Ich erinnere mich zum Beispiel noch an Bob Dylan "Tempest" die damals neu für mich war.
Sehr eindrucksvoll, wie Dylans Stimme und die verschiedensten Instrumente rüberkamen.

Viele Grüße
Thomas K.
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Bernd Peter
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Beitrag von Bernd Peter »

Hallo Rudolf,

ein Lautsprecher, der ohne Musikdarbietung als Design-Stele durchgeht.

Klasse.

Bernd Peter
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Rudolf
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Beitrag von Rudolf »

Liebe Freunde
willguthören hat geschrieben:Abba bei so einem "schöner Wohnen" Design, bekomme ich immer etwas Bauchweh!
music is my escape hat geschrieben:Meinen optischen Geschmack, soweit man das anhand der Bilder beurteilen kann, trifft die Ella nicht; ich finde bspw. eine klassische große Geithain in schickem Furnier auf entsprechenden Ständern um Welten schicker; selbst schnödere Profi-Monitore im schlichten technischen Industriedesign gefallen mir, unabhängig des sie umgebenden Raumes, besser.
Bernd Peter hat geschrieben:... ein Lautsprecher, der ohne Musikdarbietung als Design-Stele durchgeht.
Bei euch überwiegt eindeutig das Misstrauen. Ich selbst wollte ursprünglich schrieben:
rudolf hat geschrieben:Die schlanke Linienführung trägt überdies bei, sie eher als Einrichtungsgegenstand denn als Schallwandler wahrzunehmen. Wie das mit hübschen Frauen eben so ist. Man traut ihnen nicht recht über den Weg.
Den markierten Text habe ich dann aber doch weggelassen. Ihr seht also, es ging mir ähnlich!

Umso schöner, dass ich so positiv überrascht wurde. Hier hält die Verpackung was sie verspricht! Macht euch daher bitte selbst ein Bild auf unserem Treffen.

Viele Grüße
Rudolf
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Zwodoppelvier
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Beitrag von Zwodoppelvier »

Danke, Rudolf,

für diesen schönen Bericht. Er schraubt die Vorfreude auf unser Forumstreffen nicht wenig in die Höhe...
Sehr rücksichtsvoll übrigens, daß die Hersteller Dir ihre feinen Boxen immer in weiß zur Verfügung stellen. :mrgreen:

Als ich eben schauen wollte, wo die Ella preislich angesiedelt sind, fand ich diesen fairaudio-Test.

Viele Grüße
Eberhard
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Klangwerker
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Beitrag von Klangwerker »

Merci Rudolf,

um es mit einer Verneigung vor meinen Kollegen von Relec SA aus der französischsprachigen Schweiz zu sagen. Wer mehr über deren Aktivtechnik erfahren möchte, kann sich einen Vortrag von Alain Roux im Rahmen der Audio-Days in Paris auf youtube zu Gemüte führen, doch leider spricht er….französisch.

http://www.youtube.com/watch?v=WaJ259LAY2c

Wie vermerkt, stellt Relec SA die Monitore von PSI-Audio her, die übrigens in ihrer Nüchternheit eine Alternative zum extravaganten Design der Ella sind. :wink: Nur mit der Farbe haben sie sich eine kleine "Caprice" erlaubt. In Deutschland sind sie noch wenig bekannt, was wohl auch mit der Herkunft aus einem anderen Sprachraum zusammenhängt, aber auch geschichtlich bedingt ist.

Die Ella kostet übrigens als Paar 13'800 EUR. Der fairaudio-Test behandelt ein früheres Modell und der Schweizer Franken war damals noch deutlich schwächer...

Ein klingender Gruss aus Zürich
Markus
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Raal
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Beitrag von Raal »

Hallo Markus,

heist du verwendest 1 zu 1 die gleichen Module? Kann es sein das die Endstufen etwas entkoppelt von den Lautsprechern werden sollen oder warum soviel Schaumstoff?

PSI-Audio baut tolle Lautsprecher. Aber die Farbe geht mal gar nicht.

Finde deine Lautsprecher ein Kunstwerk das fast jeder Frau gefallen dürfte. Nur die Onda fand ich noch schöner.

Viele Grüsse
Andreas
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Rudolf
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Beitrag von Rudolf »

Liebe Ella-Freunde,

ich habe die nachstehenden Beiträge, die vor Erstellung meines Erfahrungsberichtes ein eigenes Thema zur Ella bildeten, ins Archiv verschoben und hier nunmehr als Zitate aufgeführt:
Raal hat geschrieben:Hallo zusammen,

hier ein schöner Bericht zur Ella vom Klangwerk.

http://www.6moons.com/audioreviews/klangwerk2/1.html

Sehr schade das man fast gar nichts zu diesen tollen Lautsprechern hier im Forum findet. Aber das ändert sich ja nun sicherlich :cheers:

Viele Grüsse
Andreas
meroVinger-audio hat geschrieben:Ja, die Klangwerk-Sachen sind wirklich richtig schöne Lautsprecher. Gehört leider auch noch nicht. Aber optisch sehr ansprechend!

Viele Grüße

Peter
MichaNRW hat geschrieben:
Raal hat geschrieben:Sehr schade das man fast gar nichts zu diesen tollen Lautsprechern hier im Forum findet. Aber das ändert sich ja nun sicherlich
Daher möchte ich der Übersichtlichkeit halber, auf diesen interessanten Beitrag hier im Forum verweisen: http://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?f=16&t=4585
Womit sich der Kreis schließt ...

Viele Grüße
Rudolf
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Klangwerker
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Beitrag von Klangwerker »

Hallo zusammen,

vielen Dank für die Komplimente zur Form, aber auch die Kritik von Thomas, der lieber klassische (furnierte) Kuben bevorzugt ist durchaus aufschlussreich. Ich werde mal meine Sicht der Dinge zum Design von Lautsprechern etwas ausführlicher darlegen.

Die Gemeinsamkeiten zu den PSI-Lautsprechern ist, dass dieselbe Verstärker-Architektur verwendet wird. Man kann sich die Aktiv-Module von Relec als ein Baukasten vorstellen, der jedesmal genau nach den Messungen des einzelnen Lautsprechers komplett neu definiert wird. Somit gibt es nie 1:1 identische Module, sondern nur bezüglich des prinzipiellen Aufbaus. Relec hat für die Entwicklung/Berechnung der rein analog aufgebauten Module eine eigene Software entwickelt und ist froh, dass die Rechner heutzutage etwas schneller wurden als in den Anfängen. Damals benötigte ihr Rechner für die Berechnung der Transfer Function des gesamten Systems gut 2 Stunden. Das Prozedere war dadurch ziemlich mühsam, denn jeder Versuch, einen Wert eines Bauteils zu ändern erforderte dann wieder 2 Stunden. Heute geht das lockerer im 5min. Takt. In die Berechnung fliessen alle Elemente eines Systems ein, also Gehäusevolumen, Reflexabstimmung, Innendämpfung, Chassis. Geregelt mit ihrem AOI-System sind übrigens alle Chassis. Dies ist zwingend.

Die Unterschiede zu den PSI-Lautsprechern betreffen offensichtlich die Gestaltung, also die Gehäusekonstruktion und die Wahl der Chassis. Das Ziel bei der Ella war, einen Aktiv-Lautsprecher mit Studio-Genen zu konzipieren, der aber bezüglich Optik und Abstrahlverhalten in Wohnräumen (noch) besser funktioniert. Wohnräume sind im Vergleich zu Studios ja meist halliger und man bewegt sich eher beim Musikhören. Auch bezüglich des Maximalpegels gibt es unterschiedliche Anforderungen.

Grüsse aus dem Süden
Markus
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willguthören
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Beitrag von willguthören »

Hallo Markus,

och nö, Schöner Wohnen WAF-Lautsprecher sind ja voll öde! Womit sollen denn dann die Hörer noch ihre Frauen ärgern, geschweige denn beeindrucken?

Mal unter uns, Frauen finden Frauenversteher langweilig! Tüppen sind angesagt, mit häßlichen Lautsprechern! :cheers: Die abba obersupper daherklingen! Geithain hat die Zeichen der Zeit erkannt! :mrgreen: Iss wie "ne Ducati muß weh tun"! Einfach kann jeder!

Hör(boller)grüße Ronny
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