Aktivlautsprecher in der Zeitschrift "Audio"

Diskussion über aktive Schallwandler

Beitragvon Speedy » 07.03.2014, 15:23

Hallo Gert,

Fortepianus hat geschrieben:Oder tue ich da der Zeitschrift unrecht und bin eben ideologisch verblendet durch die geregelten Aktiven und weiß das Einfache nicht mehr zu schätzen? Ich bin etwas verwirrt. Was meint Ihr?

auch wenn meine nicht geregelt sind, da konnte ich auch nur noch den Kopf schütteln. Die AUDIO ist auf dem schnellsten Weg dahin zurück wo sie mal war.

Beste Grüße
Speedy
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Beitragvon Thomas K. » 07.03.2014, 16:04

Als "immer noch Abbonent" der Audio, bin ich von Ausgabe zu Ausgabe mehr am Rätseln, ob es eigentlich an der Unlust der Redakteure beim Artikelschreiben liegt oder an meinen sicher auch durch dieses Forum gestiegenen Ansprüchen an fundierter Information, daß ich das Heft in einer Viertelstunde durchblättere, und danach auf den großen Stapel lege.

Ich erwarte ja gar nicht, daß es in jeder Ausgabe ein Thema gibt, welches mich interessiert, aber dass viele der Artikel, die mich dann doch interessieren, wirken, als wären sie von Hospitanten oder nach einem Baukastensystem geschrieben, finde ich schon ärgerlich. Ebenfalls ein Ärgernis ist die schlampige Edition mit vertauschten Grafiken oder Bildunterschriften. Ich denke, daß ich wohl ebenfalls zur Stereoplay wechseln werde.

Viele Grüße
Thomas K.
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Beitragvon h0e » 07.03.2014, 16:44

Was mir heute mehr denn früher fehlt, sind direkte Vergleiche. Wenn überhaupt wird mal A mit B verglichen, aber C dann mit D. Über eine Einordnung von A zu C oder D weiß man dann nichts.

Ich denke jeder von uns macht direkte Vergleiche. Man hat eine Referenz und vergleicht etwas damit. Ein Punktesystem für eine Sammlung an nicht objektivierbaren Merkmalen, das kann doch nicht klappen.

Insofern habe ich seit Jahren kein "Fachblättchen" mehr gekauft und wenn ich mal eins in die Hand bekomme, beschleicht mich oft das Gefühl einer Dauerwerbesendung beizuwohnen. Ne, dafür will ich kein Geld zahlen. Da kauf ich mir lieber ein paar CD oder gehe ins Konzert.

Jürgen
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Beitragvon Fortepianus » 07.03.2014, 17:48

Liebe Freunde der gepflegten Musikwiedergabe,

danke für Eure Einschätzungen. Ihr habt ja recht, warum eigentlich rege ich mich auf. Ich will kurz versuchen, das zu erklären. Ich fand nämlich, dass die Audio so um das Jahr 2005 herum enorm an Profil gewonnen hatte, was hauptsächlich dem damaligen Chefredakteur Joachim Pfeiffer geschuldet war, den ich persönlich sehr nett und kompetent fand. Damals war ich oft im sog. Leserforum bei Tests dabei und hatte tatsächlich das Gefühl, dass es hier um die Sache ging und nicht darum, wer welche Anzeigen schaltet. Das war nur möglich, weil die Audio unter dem Dach der mächtigen Motorpresse eine gewisse Narrenfreiheit hatte, die Herr Pfeiffer nutzte. Ich besuchte ihn auch zuhause und umgekehrt, und es bildete sich ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis. Als dann Audio, Stereoplay und noch ein paar Zeitschriften im Paket an die Weka verkauft wurden, warf er hin. Ich fragte ihn damals nach seinen Gründen, und er sagte mir, dass es nun mit Sicherheit vorbei wäre mit der Unabhängigkeit der Berichterstattung. Ich wollte das damals nicht so recht glauben, vermute heute aber, dass er Recht hatte. Irgendwie tut es mir leid um das, was die Audio mal war.

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon Kienberg » 07.03.2014, 22:20

Hallo Freunde der gepflegten Information im Audiobereich,

diese Blättchen habe ich schon seit Jahrzehnten nicht mehr abonniert und wenn ich mal eins käuflich erwerbe, weil die endlich mal wieder ein Gerät beschreiben, das mich interessiert, geht's mir wie Dir Thomas

Thomas K. hat geschrieben:... daß ich das Heft in einer Viertelstunde durchblättere, und danach auf den großen Stapel lege

und danach dann im Internet nach den eigentlichen Informationen dazu suche, die Heftchen dienen mir also höchstens noch als "Bookmarks" für die Infosuche. Das "Punktesystem" der Zeitschriften ist auch ziemlich "für die Katz" (... der Gelbe Engel lässt grüssen :wink: :mrgreen: ), da absolut nicht nachvollziehbar, wie die dazu kommen.

Wie man heute Informationen aufbereitet und darstellt zeigt das Beispiel der Firma GROBI mit ihren Berichten über die berühmten GALAXY Studios in Belgien und das neue Mehrkanal-Sound-System AURO 3D:

Besuch der GALAXY Studios

Hier wird über eine Stunde hochinteressante Information vom Feinsten geboten, der Chef höchstpersönlich nimmt sich fast einen ganzen Tag Zeit um die Zuschauer und Zuhörer hervorragend zu informieren!

Gruß
Sigi
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Beitragvon Rudolf » 13.08.2015, 12:48

Werte Freunde der gepflegten HiFi-Gazette,

bei der Zeitschrift Audio stehen gravierende Änderungen ins Haus. Ich zitiere aus dem Editorial der aktuellen Ausgabe 09/2015:

Bernhard Rietschel hat geschrieben:Dies ist ein besonderes Heft – für mich und die bisherige AUDIO-Mannschaft ist es das letzte AUDIO, das wir produzieren, bevor wir diese ehrenvolle und über all die Jahre extrem befriedigende Aufgabe an ein neues Team weitergeben.

[...]

... musste parallel bereits der Umzug all dieser Räumlichkeiten und Einrichtungen an den neuen AUDIO-Standort in München vorbereitet werden.

[...]

Wir hoffen, dass Sie auch unseren Nachfolgern gewogen bleiben, die mit dem nächsten Heft das AUDIO-Ruder übernehmen. Allen voran ist das mein Kollege Andreas Eichelsdörfer (aeichelsdoerfer@wekanet.de), der die Position des Chefredakteurs übernimmt.

Da hatte Malte Ruhnke wohl den richtigen Riecher, als er die Audio-Redaktion verließ und mit Stereoplay nach München zog, wo er kürzlich zum Chefredakteur avancierte. Schade um das bisherige Audio-Team, das wohl nicht mit umziehen durfte/wollte. Mal sehen, wie lange Audio und Stereoplay jetzt noch getrennt bleiben ...

Viele Grüße
Rudolf


PS: Bevor es untergeht. Die im aktuellen Heft getestete Kii Three hat die erwartet herausragende Beurteilung erhalten.
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Beitragvon Knurzibald » 13.08.2015, 13:46

Hallo Rudolf,

kann es sein, dass es sich um die Ausgabe 09/15 handelt?
Danke für den Hinweis, habe ich geändert. Rudolf

Viele Grüße

Jürgen
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Beitragvon RS.schanksaudio » 13.08.2015, 13:57

Ehrlich gemeinte Frage: Liest jemand noch diese HiFi Gazetten?
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Beitragvon aktivator » 13.08.2015, 14:01

Hallo
Warum nicht ???????
Gruß Andreas
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Beitragvon MichaNRW » 13.08.2015, 15:31

RS.schanksaudio hat geschrieben:Ehrlich gemeinte Frage: Liest jemand noch diese HiFi Gazetten?

Seit ich 2013 auf den WDHT in Bonn kostenlos ein paar (die mir bis dahin unbekannten, ja ich schäme mich) Magazine erhalten hatte, lese ich hin und wieder doch eines der HiFi-Magazine, aber keine "großen Gazetten". Die "großen Gazetten" schaue ich mir nur Online hin und wieder mal an oder kaufe ein Exemplar wenn es eine interessante CD dazu gibt :wink:

Gruß
Michael
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Beitragvon RS.schanksaudio » 13.08.2015, 17:08

aktivator hat geschrieben:Hallo
Warum nicht ???????

Weil es dort nur noch schönes Fotos mit abgedroschenen Phrasen zur Klangbeschreibung gibt. Ernstzunehmende Messungen, seriöserJournalismus oder Fachlichkeit findet sich dort jedenfalls nicht, da geht es der Autopresse aber auch nicht anders – kann man im Arzt-Wartezimmer schnell durchblättern.

Ich finde im Printbereich die Testberichte von Prof. Dr. Görtz in der SOUND & RECORDING lesenswert, der ist im Thema sattelfest!
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Beitragvon aktivator » 13.08.2015, 17:44

Hallo

RS.schanksaudio hat geschrieben:Weil es dort nur noch schönes Fotos mit abgedroschenen Phrasen zur Klangbeschreibung gibt.

Ja, das versteht Ottonormalconsumer also ich wenigstens. Ich kann aber nicht sagen stimmt nicht weil ich da keine Ahnung von hab. Lesen und dran glauben sind 2 verschiedene Sachen. 90% aller Sachen die hier besprochen werden sind doch rein technischer Art. versteh ich noch nicht mal wenn ich danach google. Ich bin kein Elektroniker, Techniker oder gar audiophiles Wunderkind. Wenn dann deiner Meinung nach abgedroschene Phrasen kommen das verstehe ich wenigstens. Ich bin halt mehr für den knallfurztrockenen Bass oder wie immer auch geschwurbelt wird. :mrgreen:

Gruß Andreas
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Beitragvon Schöngeist » 14.08.2015, 09:27

RS.schanksaudio hat geschrieben:Ich finde im Printbereich die Testberichte von Prof. Dr. Görtz in der SOUND & RECORDING lesenswert, der ist im Thema sattelfest!

Hallo Roland,

die Berichte von Anselm Görtz sprechen eine ganz andere Leserschaft an, als die bazillusinfizierten Hifisti. Deshalb fehlen in seinen Berichten entweder gänzlich Klangbeschreibungen oder bei Lautsprechern (z.B. Neumann, Genelec) werden diese nur sehr sachlich und nüchtern zu Papier gebracht. Stattdessen bekommt man fundierte Messergebnisse und deren fachlich in jeder Hinsicht beispielhafte Interpretation.

Nichts für Fußwipper und Klangsignaturhörer.

Gruß Alfons
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Beitragvon Thomas K. » 14.08.2015, 10:43

Schöngeist hat geschrieben:
Nichts für Fußwipper und Klangsignaturhörer.

Hallo Alfons,

das Fußwippen möchte ich ja doch nicht aussen vor lassen, denn wie sagte schon Duke Ellington:

It Don’t Mean a Thing ,If It Ain’t Got That Swing... :D

Viele Grüße
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Beitragvon RS.schanksaudio » 14.08.2015, 11:05

Schöngeist hat geschrieben:die Berichte von Anselm Görtz sprechen eine ganz andere Leserschaft an, als die bazillusinfizierten Hifisti. Deshalb fehlen in seinen Berichten entweder gänzlich Klangbeschreibungen oder bei Lautsprechern (z.B. Neumann, Genelec) werden diese nur sehr sachlich und nüchtern zu Papier gebracht. Stattdessen bekommt man fundierte Messergebnisse und deren fachlich in jeder Hinsicht beispielhafte Interpretation.

Nichts für Fußwipper und Klangsignaturhörer.

Korrekt, der Leser muss sich fragen ob er fachliche Substanz oder hochsubjektive Wahrnehmungsberichte, die sich jeglicher Überprüfbarkeit entzieht, für seine Kaufentscheidung zu Grunde legen will.

Meiner Erfahrung nach, haben Konstruktionen, die bei einer kritischen Würdigung auf der fachlichen Ebene gut dar standen, immer gut geklungen. Umgekehrt was das höchst selten der Fall. Für mich bedeutet "gut geklungen" = neutral und ungesounded, also eine Reproduktion dessen was im Abmischstudio angedacht war. Und das ist genauso ein emotionales Erlebnis, inkl Wußwippen, wie bei einem gesoundeten Lautsprecher.

Ich verstehe und toleriere aber auch den Umstand, dass man gezielt von der neutralen Reproduktion abweicht und eine Verfärbung nach seinem individuellen Geschmack bevorzugt. Genau aus dem Grund kann ich mit Klangbeschreibungen und der entsprechenden Presse nichts anfangen.
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