Aktivlautsprecher in der Zeitschrift "Audio"

Diskussion über aktive Schallwandler

Beitragvon Rudolf » 15.07.2013, 21:25

Hallo Andi,

du hast recht: DSD hat bei einigen Playern in einzelnen Aspekten der Wiedergabe die Nase vorn, PCM in anderen. Daraus abzuleiten, DSD sei besser beurteilt worden als PCM, ist unzulässig. Sorry.

Viele Grüße
Rudolf
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Beitragvon Truesound » 16.07.2013, 02:59

Rudolf hat geschrieben:Die meisten Klangpunkte erhielt - erwartungsgemäß - der teuerste DAC (Luxmann), aber beim Preis-/Leistungsverhältnis hat der Mytek die Nase ganz weit vorn.

Mir ist immer etwas unklar nach welchen Kriterien die Tester da nun wirklich bewerten... :mrgreen:
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Beitragvon RayDigital » 17.07.2013, 10:18

Zumindest nimmt sich "Audio" die Freiheit und das Recht, die DACs klanglich mit ihrem Punktesystem einzuordnen und die klanglichen Unterschiede zwischen den Geräten zu beschreiben. Sogern ich auch z.B. die "Einsnull" oder auch die "Hifi-Digital" lese, stört mich an diesen Publikationen, dass DACs nie untereinander klanglich verglichen werden - aus welchen Gründen auch immer (aber darüber darf natürlich spekuliert werden).

Gruss,
Raimund
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Beitragvon Thomas K. » 17.07.2013, 10:35

RayDigital hat geschrieben:Sogern ich auch z.B. die "Einsnull" oder auch die "Hifi-Digital" lese, stört mich an diesen Publikationen, dass DACs nie untereinander klanglich verglichen werden - aus welchen Gründen auch immer (aber darüber darf natürlich spekuliert werden).

Hallo Raimund,

Fujak hat ja bei seinem letzten DAC Vergleich auch die Vermutung geäußert, daß bei den DACs wohl eher die analogen Ausgangstufen für die Klangunterschiede verantwortlich sind als der Digitalteil. Eine Vermutung, die ich schon öfters gehört habe.

Vielleicht testen Hifi Digital und eins Null in einem Modus, bei dem die Unterschiede schrumpfen, z.B. mit kurzer Anbindung an einen guten Vorvertärker, und das Ergebnis kann qualitativ nicht mehr unterschieden werden, d.h. einzig und allein Geschmackskriterien spielen eine Rolle. Dann verböte sich tatsächlich eine Einstufung.

Meine Erfahrugen gehen bisher nicht in diese Richtung, aber ich finde den Gedanken interessant und würde ihn gerne mal einer Überprüfung unterziehen. Mangels verschiedener DACs geht das bei mir schlecht, aber vielleicht ließe sich das mal bei einem Treffen beleuchten.

Viele Grüße
Thomas K.
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Beitragvon Fortepianus » 06.03.2014, 22:31

Hallo liebe AUDIO-Leser,

hat zufällig jemand das Märzheft gelesen (ich habe zwar kein Papier-Abo mehr, aber eines für's iPad)? Speziell den Lautsprechertest zur Voxativ Ampeggio Due? Da wundere ich mich schon ein bisschen. Ein potthässlicher Breitbänder mit Hornverlängerung in einem Gehäuse, das ungefähr 1qm Querschnitt hat. Mit einem Frequenzgang, dass es einer Sau graust und einem Klirr, den man sonst nur von mittelmäßigen Röhrenverstärkern kennt. Sicher, ist nicht schlimm, denkt Ihr nun, jedem Tierchen sein...ok, kostet 88000€, das Pärchen, aber gut, der Markt wird's richten, vermutet man. Aber, schreibt die AUDIO, klingt nur gut an manchen Röhrenverstärkern, da staunt der Laie und wundert sich der Fachmann noch mehr. Aber jetzt kommt's: Diese Kreation wird mit 109 Punkten höher als beispielsweise eine BM35 (107 Punkte) eingestuft und erklimmt damit die interne AUDIO-Spitze, abgesehen von der Alexandria, die auch vor Jahren 109 Punkte gekriegt hat und dann sang- und klanglos unauffällig irgendwann von der Bestenliste gestrichen wurde. Das kommt mir irgendwie merkwürdig vor. Schade, dass Malte nicht mehr Lautsprecher testet bei der AUDIO, denke ich unwillkürlich. Oder tue ich da der Zeitschrift unrecht und bin eben ideologisch verblendet durch die geregelten Aktiven und weiß das Einfache nicht mehr zu schätzen? Ich bin etwas verwirrt. Was meint Ihr?

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon Franz » 06.03.2014, 22:42

Ich meine, daß die besten Lautsprecher sowieso nicht "getestet" werden und somit auch in keiner "Fachzeitschrift" drin stehen. :wink:

Gruß
Franz
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Beitragvon Salvador » 06.03.2014, 22:43

Hallo Gert,

ich hatte ähnliche Gedanken. Ich glaube die Alexandria war aber aus anderen Gründen verschwunden (zusammen mit dem damaligen Chefredakteur, der Wilson sehr mochte, glaube ich) und hatte diesen Status auch eher verdient. Ich habe ein Paar große Voxativ auch vor 2 Jahren gehört, ein günstigeres Modell, sie bekamen von mir aber damals keinen absoluten Referenzklassemodus zugewiesen. Auch ich bezweifle die Bassqualitaet und finde den Frequenzgang "sportlich".

Beste Grüße,
Andi
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Beitragvon Rudolf » 06.03.2014, 22:50

Liebe Audio-Freunde,

ich habe es Malte nachgetan und bin zur Stereoplay gewechselt! Ich kann der Audio nicht mehr viel abgewinnen. Auch von dem einstmals fulminant gestarteten Forum ist nicht mehr viel übrig geblieben. Man muss schon sehr genau hinschauen, um es auf der Homepage überhaupt zu finden.

Schade!

Viele Ggrüße
Rudolf
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Beitragvon Matty » 06.03.2014, 23:04

Hi Gert!

Ich habe die Lautsprecher letztes Jahr - ich glaube es war in Krefeld - hören können.

Mich haben sie nicht überzeugt. Nun sind bei den Messevorführungen die Bedingungen oft so schlecht, so dass ein vernünftiges Hörerlebnis gar nicht möglich ist. Deswegen will ich mir kein endgültiges Urteil erlauben. Ich kann aber auch nicht erkennen, was diesen astronomischen Preis rechtfertigt. Dafür gibt's mMn zu wenig Technik und zu wenig Innovation in diesem Konzept.

Was die Optik betrifft - das ist sicher Ansichtssache. Prinzipiell finde ich Designs abseits des Mainstreams immer interessant. Die 20cm-Breitbänder à la Lowther sind auch irgendwie eine Welt für sich und haben ja auch ihre eigene Liebhaber-Szene. Es gibt da einige Modelle, die ich zugegeben sehr schön finde. Allerdings bezieht sich das weniger auf den Klang als vielmehr auf die Liebe zum Detail und die Verwendung höchstwertiger Materialien bei einigen Modellen, z.B. Feastrex.

Klanglich hatte ich bisher bei den Dingern immer den Eindruck, dass sie bei 'schlanker' Musik, wie z.B. einem Jazz-Trio fantastisch klingen können, das Klangbild aber schnell zusammenbricht, wenn man mal etwas Komplexeres, Lauteres spielt. So gesehen bleiben sie für mich letztendlich ein Konzept für spezielle, ausgewählte Musik.

Viele Grüße
Matthias
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Beitragvon Rudolf » 06.03.2014, 23:16

Vittorio hat die Voxativ auf den Norddeutschen HiFi-Tagen gehört:

Vittorio hat geschrieben:Falls jemand denkt, dass hier die Glotze aus Gerds neuem Hörraum abgebildet ist, der irrt sich – es handelt sich einfach um eine "Kompaktbox" von Voxativ. Sie bildet der Größe entsprechend ab: eine Violine wird so groß wie ein Cello, ein Cello so wie ein Kontrabass und der Kontrabass – richtig! - passt gar nicht mehr in den Raum. Zur Show darf es sein ... mehr aber bitte nicht...

viewtopic.php?p=77518#p77518

Viele Grüße
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Beitragvon Siriuslux » 07.03.2014, 00:14

Naja, so ein Breitbänder ist schon was Tolles. In meiner Jugend hatte ich das Vergnügen mit einem Grundig Röhrenradio mit magischem Auge, nur habe ich dafür nicht 88.000 € bezahlt.

In diesem Sinne tut's mir auch nicht leid, dass ich die audio nicht habe, allerdings muß ich sagen, dass die Stereoplay heute auch nicht mehr auch nur im Ansatz an das herankommt, was zu Zeiten der Hifistereophonie geboten wurde.

Mit breitbandigen Grüßen, Jörg
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Beitragvon qwe » 07.03.2014, 09:42

Mich amüsiert hier eher, wie Gert sich, wie ich finde zu recht, über diesen Sachverhalt empört. Herzallerliebst.

Ich bin hingegen froh, diesen Quark nicht kaufen und meine Ohren und Augen beleidigen zu müssen. :mrgreen:
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Beitragvon wgh52 » 07.03.2014, 11:02

Naja Leutchen,

es gibt doch auch Plattenspieler von renommierten (deutschen) Firmen für einige Hunderrtausend €, Lautsprecher von eher "unbekannten" für einige Millionen € usw. usw., Kabel hatten wir auch gerade kürzlich... 8)

Aber obwohl "Audio" ja immer mal "Die teuerste Anlage der Welt" kürt, waren diese 5-Weg Aktiv-Lautsprecher (hier schonmal 2009 vorgestellt) dort noch nicht vertreten. :mrgreen:

Ich denke, wir brauchen uns über solche preislichen Dinosaurier weder zu ärgern noch zu wundern, für die entsprechende Zielgruppe (hauptsächlich in >2000 km Entfernung Richtung "Osten" :wink: ) sind all diese Sachen entweder "aus der Portokasse" finanziert und/oder bieten den gewünschten "Prestigewert". 8)

(Auch) Das scheint halt ein tragfähiges Geschäftsmodell zu sein. :roll:

Gruß,
Winfried

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Beitragvon ESM » 07.03.2014, 11:23

Hallo Winfried,

ich denke auch wir brauchen und sollten uns gar nicht aufregen.

Wo sind denn die Grenzen? Aus meiner Sicht gibt es die nicht. Die Fragen bzgl. Preis/Leistung muss man sich bei jeder Anschaffung stellen. Ob bei einer Abacus, einer AGM, einem Kabel oder sonst irgendwas. Teuer muss nicht gut und gut muss nicht teuer sein. Teuer ist dabei für jeden immer relativ. Qualität kann man "messen". :cheers:

Gruß Erwin
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Beitragvon Hans-Martin » 07.03.2014, 11:33

Die Bodenhaftung nicht verloren hat ein sehr ähnliches Konzept, welches ich schon seit 10 Jahren beobachte: http://www.cornu.de, wo man 4 um das Zentrum rotierende um 90° ineinander verschachtelte Spiralen als Hornführung benutzt, deren Öffnungen an den Außenkanten sich rundum ergänzen. Das ergibt eine flache Vorwandinstallation, die sich gut in den Wohnraum integrieren lässt. Das neue Fronthorn bekommt zwar auch keinen Schönheitspreis, verbessert aber den Klang. Die Schönheit liegt im Ohr des Hörers. :mrgreen:

Hauptproblem vieler Breitbänder ist die schwächere Hochtonwiedergabe, der man mit dem höheren Ausgangswiderstand eines Röhrenverstärkers begegnen kann, vorzugsweise SingleEnded. Die schwache Kontrolle des Röhrenverstärkers über den Bass überlässt man der akustischen Dämpfung durch das Horn, wobei der Impedanzanstieg bei der Resonanzfrequenz des Chassis auch noch zu einer Betonung führt, eben im Bereich der tiefsten Frequenzen, die übertragen werden.

An gängigen Transistorverstärkern mit hoher Gegenkopplung klingen viele Breitbänder/Hörner geradezu scheußlich, deshalb würde ich das Konzept nicht unter Aktivlautsprecher einordnen.

Grüße Hans-Martin
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